Hilfe mein Hund hat Angst! :: Hundeerziehung + Soziales

Hilfe mein Hund hat Angst!

von DasHerrchenDerContes am 03. Januar 2011 00:34
Quote Anila:
Dass die Nachbarstochter auch gerne mit Eurer Hündin raus geht, ist prima, die würde ich mir unbedingt warm halten. Geht sie regelmäßig, also täglich, mit Eurem Hund raus? Reagiert Eure Hündin bei diesem Mädchen momentan auch anders?

Sie geht zwar nicht regelmäßig mit ihr, aber sie springt gerne für uns ein, wenn wir keine Zeit haben, oder beschert dem Hund eine extra runde.

Sie scheint wohl mit uns gleichauf zu sein, bei der Contes. Jedenfalls kann man kaum Unterschiede in der Handlungsweise mir und ihr gegenüber sehen.


Quote Anila:
Das Bellen tritt vermutlich eher draußen auf, oder? Und der Nachbar, der sich beschwert hat ist dann nicht der aus Eurem Haus im 1. Stock? Was für Situationen sind es, in denen Eure Hündin bellt? Ich könnte mir vorstellen, dass sie es tut, wenn jemand am Grundstück vorbei geht. Mit Glück kann ein Sichtschutz helfen. Aber vielleicht beschreibst du noch mal die Situation, in der sie bellt und auch, welche Möglichkeiten sie hat; ob sie also frei auf dem Grundstück herum läuft, ob es einen Sichtschutz schon gibt, und so was.

Wenn man sie ständig im Auge hätte, wäre es leichter, Bellen zu unterbinden, aber das würde halt auch bedeuten, dass man bei jeder Bell-Situation eingreift und diese Möglichkeit habt Ihr nicht. Also bleibt da meiner Meinung nach nur, dass es einen Sichtschutz gibt und möglicherweise ihr Freiraum auf einen strategisch unwichtigeren Teil begrenzt wird, wo sie nicht zum Zaun oder zur Pforte laufen kann. – Vorausgesetzt natürlich, die Bellsituation ist so, wie ich es mir gerade vorstelle.

Also im Moment bellt sie ganz schlimm wegen den Böllern und Raketen, die noch von den Idioten gezündet werden. Außerdem bellt sie halt bei Gewittern ganz extrem. Ich denke, sie hat einfach Angst und hat Schmerzen durch die Lautstärke. Im Keller bellt sie weniger. Aber bei den lauten Sachen, die in der Nähe sind, bellt sie dennoch. Nur man hört es nicht mehr.

Hauptsächlich bellt sie wegen dem Nachbarshund, wenn er Losbellt, zum Beispiel wenn wir Gäste bekommen oder er unsere Katzen sieht, rastet der Bernasennen-Hund aus. Und unsere bellt sofort mit. Dann halt wenn wir zu lange nicht bei ihr waren, ab so ca. 5 Stunden, also wenn wir mal nicht daheim sind oder so. Außerdem mitten in der Nacht, wenn mal wieder der Igel vorbei kam. Das Problem sollte jedoch gelöst sein, da sie ihn wohl mal so stark verletzt hat, dass er zerfressen wurde. Sie bellt sehr oft, wenn sie fremde Katzen entdeckt oder unsere sich mit anderen "Streiten/Prügeln". Außerdem bei Vögeln und Eichhörnchen.

Die Mieter im ersten Stock beschweren sich gar niemals. Sie sagen sogar, ihr Baby(ca. 1 Jahr alt) wird eher durch den Nachbarshund gewekt. Der, der sich beschwert, ist so ein alter griesgrämiger Rentner, der anscheinend nichts besseres zu tun hat. Er scheint wohl auch bei den anderen Nachbarn schon negativ aufgefallen zu sein.

Die Contes ist draußen angeleint. Sie hat ein Arial von ca. 25 Metern Länge und 15 Metern Breite. Leider kann sie nicht frei rummlaufen, da die Zäune um das Grundstück herum zu alt und kaputt sind. Außerdem nicht abschließend zu. Das müsste erst alles erneuert/gemacht werden.



Quote Anila:
Mit Stubenunreinheit habe ich selbst wenig Erfahrung, meiner war stubenrein, als ich ihn bekam. Gelesen habe ich immer wieder, dass man auch ehemalige Zwingerhunde schnell stubenrein bekommt, allerdings sieht das Training genauso aus, wie bei einem Welpen, der das noch lernen muss. Bekannte von mir haben gerade einen Hund bekommen, der schon 1,5 Jahre alt ist und bislang auf der Straße bzw. im Zwinger gelebt hat. Der hat 3x in die Wohnung gemacht und war dann stubenrein.

Hat sie schon mal in die Waschküche gepinkelt? Wie groß ist die Waschküche?

Vorteil wäre, dass Euer Hund schon älter ist und physisch in der Lage ist, auch mal länger anzuhalten.

Also whärend der Silvester nacht, haben die Katzen 10mal so viel dreck gemacht als die Contes. Sie hat einmal ein kleines(großes) geschäft gemacht. Das aber offensichtlich, weil sie es nicht mehr halten konnte. Also der Ansatz ist schon mal da. Und das Katzenklo war komischerweise überdurschnittlich verwühlt.


Quote Anila:
Man kann das auch mit einem Signal versehen. Ein Hand- oder Wortzeichen, das ist egal. Dieses Zeichen gebt Ihr im selben Moment, wo er sich an dieser Stelle löst. Wenn man das häufig genug gemacht hat, und wenn du herausgefunden hast, wie lange es nach dem Futtern dauert, bis er mal muss, dann kann man ihn gut zu dieser Stelle führen und das Kommando zum Lösen geben.

Das habe ich versucht, halt nur so, dass sie nicht auf die Straße, sondern immer auf Erde/Gras macht. Das klappt leider nicht, da sie nachdem sie fertig ist, läuft sie sofort weg und reagiert erstmal nicht, weil sie vorher (sinnloserweise) erstmal etwas drüber kratzen will. Jedoch das in eine völlig andere Richtung und 3 Meter entfernt(Ich kann mich nur an 2 Male erinnern, an denen sie wirklich getroffen hat).


Quote Anila:
Den Jagdtrieb wirst du nicht ändern können und um den nach 7 Jahren so hinzubekommen, dass du sie jederzeit abrufen kannst, das ist schon ziemlich Arbeit. Das würde ich so akzeptieren und sie halt an einer langen Leine lassen und dort frei lassen, wo es kein Wild gibt. Vielleicht findet sie aber Suchspiele oder den Futterdummy ganz spannend. Das Rüdenproblem würde ich auch einfach so hinnehmen, Ihr habt ja genug Baustellen. Ich würde schon üben, dass sie auch unter Ablenkung abrufbar ist, aber du hast sie eh an der Leine und wenn ein Rüde auftaucht, kann man ja einen Bogen laufen. Oder wie früh rastet sie aus?

Viele Grüße
Anila

Naja sie rastet nicht immer aus. Kommt vermutlich auf ihre Laune an. Manchmal winzelt sie nur und manchmal kann ich sie kaum halten. Das ist immer unterschiedlich. Aber den Hund bemerken tut sie erst nach dem wir in unmittelbarer Nähe des anderen Hundes sind. Vorher bemerkt sie den Hund garnicht. Wie schon erwähnt, ich denke sie hat eine Sehschwäche.


Viele Grüße Baris

von Anila am 04. Januar 2011 20:01
Hallo Baris,

ich dachte, ich hätte schon geantwortet – aber offenbar habe ich meine Antwort dann gar nicht abgeschickt. Damit es jetzt nicht so völlig confus wird, mache ich mal Überschriften:

Bellen vermindern
Das schlimme Bellen wird sicherlich jetzt nach Silvester wieder vorbei sein, nehme ich an. Der Rentner-Nachbar könnte allerdings mal zum Problem werden, wenn er sich nämlich über nächstliches Hundegebell beschwert. Ich war ja ganz schön schockiert, als ich mal Gerichtsurteile in solchen Fällen gelesen habe, denn kürzlich hatte ja jemand anders hier aus dem Forum ein Nachbarsproblem.

Bernersenn eventuell ruhiger bekommen
Wenn der Berner los bellt, werdet Ihr vermutlich Contes nur gestoppt bekommen, wenn man dann auch sofort eingreifen kann. Vielleicht würde aber ein Sichtschutz helfen und der Berner bellt nicht mehr, wenn er Eure Gäste nicht sieht. Das würde dann auch die Contes ruhiger machen.

Contes eventuell durch mehr Auspowern müde bekommen
Mindern lässt sich vielleicht auch das Gebell, was auftritt, wenn ein Vogel umher fliegt oder eine Katze durch den Garten schleicht. Da ihr nicht immer unmittelbar eingreifen könnt, ginge das nur, indem die Contes mitunter einfach so kaputt und müde ist, dass sie darauf nicht mehr so stark reagiert. Spontan fallen mir da Bewegungs- und Suchspiele ein, die ich weiter unten kurz beschreibe.

Bei längerer Abwesenheit von Euch würde ich das Nachbarsmädchen fragen. Vielleicht findet sich ja auch noch jemand aus der Nachbarschaft. Ich hatte mir auch vor einigen Jahren einen Leihhund organisiert und war froh, dass ich einen Hund hatte, mit dem ich regelmäßig rausgehen durfte. Die Besitzer waren auch froh, weil sie nicht mehr soviel Zeit für das Tier hatten. Die Ängstlichkeit, die sich gegen Ende des letzten Sommers einstellte, zeigt Contes die auch bei dem Nachbarsmädchen?

Auslastung durch Futterspiele
Das Futter kannst du auch mal in einen Kong packen. Ich habe mehrere Teile, die unterschiedliche Formen haben und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Die müssen hin- und hergerollt werden und da beschäftigt sich der Hund eine Weile mit, bis er das Futter hat. Das macht auch müde. Ihr müsst nur aufpassen, dass so ein rollender Gegenstand irgendwie im Leinenradius von Eurer Hündin bleibt.

Manchmal verstecke ich auch bei uns Futter im Garten: Unter Blättern, Ästen oder Blumentöpfen, manche Trockenfutterbrocken lege ich auch ins Gras. Durian ist dann mit Schnüffeln ganz gut beschäftigt.

Für etwas längere Abwesenheiten kannst du der Comtes auch mal einen Kauknochen überlassen. Bei 20 Minuten Futtersuche plus 20 Minuten Kauknochen hättest du schon 40 Minuten, in denen Eure Hündin beschäftigt ist.

Wenn der Hund sich anstrengen muss, um sein Futter zu suchen und zu erschnüffeln, oder um es aus einem bestimmten Loch herauszubekommen, konzentriert er sich und ist danach oftmals einfach erstmal müde – schläft – und reagiert nicht mehr auf jeden kleinen Reiz. Das sind Dinge, die dich auch nicht groß zusätzliche Arbeit kosten.

Abwechslungsreich Ball spielen
Ballspiele werden ja immer sehr unterschiedlich gesehen – ich spiele regelmäßig Ball und finde das ok. Allerdings baue ich da auch kleine Übungen mit ein, Durian muss mal warten und darf den Ball dann nur apportieren, manchmal darf er ihm hinterher hetzen, oder er muss vorher ein paar Dinge machen und bekommt ihn zur Belohnung geworfen. So ist das Ballspiel keine monotone Geschichte, sondern auch wieder abwechslungsreich. Je ausgepowerter Contes ist, wenn Ihr wieder zurück kommt, desto wahrscheinlicher, dass sie eine Katze oder einen Vogel auch mal übersieht und eben nicht bellt. Aber solche Beschäftigungen stärken auch die Bindung zwischen Hund und Herrchen, und das mag sich auch positiv auf die Ängstlichkeit auswirken.

Wann loben beim Pinkeln an der richtigen Stelle
Das mit dem Scharren – ein Meter von der Pinkelstelle entfernt – kenne ich auch, aber das Lob würdest du schon viel früher geben, während des Pinkelns an der richtigen Stelle.

Viele Grüße
Anila

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