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Opferbindung :: Rettungshunde

Opferbindung

von nelli(YCH) am 20. Oktober 2001 14:28

Hallo Leute,

ich bin etwas unsicher und habe deshalb eine Frage:

Ich arbeite mit meinem Hund seit etwa einem Jahr in der Rettungshundearbeit. Zunächst nur in der Trümmerarbeit und seit Juni bei einer anderen Staffel in der Fläche.
Mein Hund bleibt solange beim Opfer, bis es ihn betätigt (Spielzeug) und spielt dann auch mit ihm, allerdings wenn er den Ball oder die Beißwurst hat rennte r ersteinmal zu mir, um mir zu zeigen, was er tolles hat, dann rennt er wieder zum Opfer, um es zum Spielen zu animieren.
Nun sagt mein Ausbilder, selbst noch "Frischling", daß mein Hund keine bzw. zu wenig Opferbindung hat.
Reicht es nicht, wenn er solange anzeigt und beim Opfer bleibt, bis er bestätigt wird? In der alten Staffel recihte das und auch ich durfte bzw. mußte den Hund teilweise allein bestätigen, weil das im wahren Leben ja auch so läuft.

Über viele gute Antworten würde ich mich sehr freuen.

Gruß nelli

von Andreas(YCH) am 20. Oktober 2001 15:48

Hallo,

in der Prüfung muß der Hund solange beim Opfer bleiben, bis du am Opfer bist. Wenn der Hund das Opfer vor deiner Ankunft verläßt, bist du durchgefallen.
Im Einsatz hat das Opfer kein Spielzeug mit, um den Hund zu bestätigen. Wenn der Hund dann das Opfer vorzeitig verläßt, kann es für das Opfer fatal sein.
Deswegen muß das 100% sitzen.
Wenn deinem Hund vorgeworfen wird, schlechte Opferbindung zu haben, liegt es an schlechter Helferarbeit.
Allerdings so wie du das schilderst und wenn dein Hund ohne Bestätigung zuverlässig beim Opfer bleibt, bist du da bist, halte ich nicht für gravierend. Hunde zeigen ihrem HF gerne ihre Beute. Aus der Ferne denke ich, daß es so ok sein kann.
Um so ein Verhalten zu verhindern, haben bei uns die Opfer meistens 2 Spielzeuge mit und das Opfer bringt meistens den Hund im Spiel zum HF zurück.

Eine andere Möglichkeit wäre, deinen Hund als Bringsler auszubilden.
Aber wie gesagt: aus der Ferne schlecht beurteilbar.

Gruß
Andreas

von nelli(YCH) am 22. Oktober 2001 18:32

Hallo Andreas!

: in der Prüfung muß der Hund solange beim Opfer bleiben, bis du am Opfer bist. Wenn der Hund das Opfer vor deiner Ankunft verläßt, bist du durchgefallen.
Das weiß ich ja und mein Hund blieb ja auch immer beim Opfer (habe es seit Juni nicht mehr ausprobiert, weil in der neuen Staffel nur so gearbeitet wird, daß das Opfer den Hund zurück bringt), dann kam ich und entweder hat das Opfer den Hund bestätigt oder etwas später in der Ausbildung auch ab und an ich.

: Deswegen muß das 100% sitzen.
: Wenn deinem Hund vorgeworfen wird, schlechte Opferbindung zu haben, liegt es an schlechter Helferarbeit.
: Allerdings so wie du das schilderst und wenn dein Hund ohne Bestätigung zuverlässig beim Opfer bleibt, bist du da bist, halte ich nicht für gravierend. Hunde zeigen ihrem HF gerne ihre Beute. Aus der Ferne denke ich, daß es so ok sein kann.
: Um so ein Verhalten zu verhindern, haben bei uns die Opfer meistens 2 Spielzeuge mit und das Opfer bringt meistens den Hund im Spiel zum HF zurück.
Zur Zeit arbeite ich auch mit 2 Spielzeugen, allerding machen wir dann jetzt nur noch reine Opferspiele mit ihm, ich hoffe, das wird ihm nicht zu langweilig.
: Eine andere Möglichkeit wäre, deinen Hund als Bringsler auszubilden.
: Aber wie gesagt: aus der Ferne schlecht beurteilbar.
Ich denke bringseln muß er nicht, da er ja schon beim Opfer bleibt und wirklich gut und laut bellt.


Ich danke Dir für Deine Antwort.

von Heinz(YCH) am 22. Oktober 2001 21:53

: Hallo,
Ich denke das Dein Hund eine gute Opferbindung hat, denn wenn er im Einsatz vom Opfer nicht bestätigt werden kann bleibt er ja solange dort bis Du kommst. Bei den Übungen darf der Hund nie sich darauf einstellen können wann er vom Helfer bestätigt wird. Und somit ist es unerheblich wenn der Hund nach der Bestätigung zu Dir zurück kommt.
Was also ist daran verkehrt?
Gruß Heinz

von nelli(YCH) am 24. Oktober 2001 08:13

Hallo Heinz,

das habe ich mich ja auch gefragt!

Ich weiß, daß jeder Ausbilder seine eigene Art auszubilden hat und bei meinem ist die Opferbindung das A und O, aber als ich so drüber nachgedacht habe, bin ich eben auch zu diesem Ergebnis gekommen.

Jetzt weiß ich nur nicht, wie ich ihm das möglichst schonend beibringe, komme mir eh schon, wie der totale Querschläger in der Staffel vor.

Gruß nelli

von Heinz(YCH) am 24. Oktober 2001 21:01

Hi Nelli,
Deinem Namen nach müßtest Du weiblichen Geschlechtes sein. Ich denke mal wie Du Deinem Ausbilder (der müßte ein Mann sein)dieses Problem
beibringen kannst dürfte für eine Frau kaum eine Schwierigkeit sein.
Darin seit ihr Frauen uns Männern immer überlegen, schlaue und gut durchdachte Einfälle. Laß Dir also etwas einfallen. Ein Tip den meine
Mädchen in der Staffel immer zum Ziel bringt, jedenfalls bei mir. Schlag ihn mit den eigenen Waffen.
Und noch mals Du und Dein Hund Ihr seit auf dem richtigen Wege.
Ich habe in der Staffel eine Hundefürerin die mit ihrem Hund das gleiche
Problem hat. Der Hund kann stundenlang am Opfer bellen wenn er nicht bestätigt wird. Das Opfer kann sich auch dabei bewegen, oder sogar versuchen ihn wegzujagen. Der Hund bleibt. Das ist doch Opferbindung oder?
Gruß Heinz

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