KEINE Zusammenarbeit nach Erdbeben :: Rettungshunde

KEINE Zusammenarbeit nach Erdbeben

von Hutch(YCH) am 31. Mai 2003 21:43

Original Text von K9unit
: Also Gerüchte die keine Feste Grundlage haben sollten nicht einfach so gestreut werden denn diese Schaden der Zusammenarbeit wesentlich mehr.
Text ende
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Hi,
Ja so ist das eben wenn zwei Aussagen gegenüberstehen.
Hier einmal die kurze und einfache Erkärung des BRH warum die Einsatzteams nicht mit fliegen durften:

14:30 Nach Rücksprache mit dem Flugkapitän und der Fluggesellschaft bestanden aber keine Bedenken die Hunde im Passagierbereich unterzubringen und somit eingestiegen werden könnte.

14:45 Die Fluggesellschaft wollte aber noch eine Bestätigung des Charters (THW), dass der BRH mitfliegen kann. Diese wurde aber nach vielen vergeblichen telefonischen Versuchen mit der THW-Zentrale nicht erteilt.

15:00 Der Flugkapitän wartet auf dem Rollfeld bis Bestätigung eintrifft

15:25 verließ das Flugzeug Frankfurt ohne den BRH.

Grüße von Heinz

von Ralf(YCH) am 31. Mai 2003 22:08

Das mit dem Piloten kannst Du vergessen. Unser Verbindungsmann und Mitarbeiter vom Frankfurter Flughafen hat persönlich mit dem Piloten gesprochen. Von seiner Seite gab es absolut keine Einwände, weitere Teams mit Hunden aufzunehmen. Er verwies aber ausdrücklich das das THW als Charterer die Entscheidung trifft wer mitfliegt und wer nicht. Das mit den "zu vielen Hunde an Board" war im Übrigen die dritte und letzte Ausrede des THW, die vom BRH in kürzester Zeit wiederlegt werden konnte. Danach war die Maschine dann weg. Naja, woher sollte das THW auch wissen das wir einen Verbindungsmann am Frankfurter Flughafen haben der in kürzester Zeit an alle Informationen über den Flug herankommt und wir somit schnell dahinter kamen das es nur Ausreden vom THW waren, um den BRH nicht mitzunehmen.
Zum Abschluss sollte noch erwähnt werden, die Kollegen vom THW, die dort am Flughafen waren, sind alle sehr hilfsbereit gewesen und hatten nicht den Eindruck erweckt als hätten sie etwas gegen den Mitflug der BRH Einsatzkräfte. Es war eine Entscheidung der obersten THW Führung und das ist kein Gerücht. Jetzt stellt sich wahrscheinlich die Frage, woher ich das weiß. Nicht weil ich mit jemandem gesprochen habe der dabei war, sondern weil ich persönlich dabei war.
Also, kannst Dich wieder abregen, noch ein paar Leute fragen und noch ein paar Oberlehrerhafte Texte schreiben.
Ach ja, bevor Du wieder was antwortest, solltest DU Dich diesmal aber mal besser informieren.
Im Übrigen war dies das erste und letzte Mal das ich in einem Forum schreibe, aber diesen Müll konnte man nicht einfach so stehen lassen.

von Florian(YCH) am 31. Mai 2003 23:35

Oberflächlich betrachtet stimmt deine Aussage, aber warum gehst du nicht ins Detail?

von Florian(YCH) am 31. Mai 2003 23:44

Tja K9, Emailadresse falsch, was soll man da noch über deine Aussage weiter nachdenken.
Vielleicht ein verzweifelter Versuch ein gewisses Ansehen für eine gewisse Organisation retten zu wollen

von Florian(YCH) am 31. Mai 2003 23:58

Tja, stellt sich die Frage warum auf die allgemeine Kritik nicht reagiert wurde und der Gedanke zur Verbesserung unter den Organisationen in der Nichtzurkenntnisnahme endet.
Scheint die diversen Organisationen wollen es so, oder irre ich mich?

Menschenleben benachteiligt durch Kompetentgerangel und der Befriedigung des eigenen Egos der beste Retter zu sein, das kann es wohl nicht sein, menschliches Wertgedenken zerstört die Gabe bestimmter Hunde Menschenleben zu retten, das muss man sich erst mal reinziehen ( in die Gedanken )

von Florian(YCH) am 01. Juni 2003 00:19

Tja Jo, will mal ins Detail gehen.

:
: Von Seiten des THW gab es keine!
:
: Es dürfte auch schwer sein eine zu finden. Wenn die Fluggesellschaft sowie die Besatzung, die ganz alleine die Verantwortung für die Sicherheit der Passagiere an Bord übernehmen müssen, bei den harten Sicherheitsbestimmungen und -auflagen im deutschen bzw. europäischen Flugverkehr grünes Licht erteilen und keine Sicherheitsbedenken haben, dann kann das THW als Laie (nicht böse gemeint) in Sachen Flugsicherheit keine Argumente dagegen anführen. Die einzige Frage die sich faktisch stellte war, ob das THW bereit ist die RH-Teams des BRH in "Ihrer" Maschine mitzunehmen.

Könnte es sein dass die blauen Jungs ihre Einsatz eventuell gefährtet sahen?

: Platz war vorhanden, Flugsicherheitsbedenken gab es keine, RH-Teams des BRH waren vor Ort, das AA hatte den BRH alarmiert und war über die Zahl der verfügbaren RH-Teams des BRH sowie den Abflugort Frankfurt informiert. Trotz allem sagte das THW "NEIN".

Sarkasmus würde jetzt sagen, wie denn auch, wenn ihre Hunde im Frachtraum und euere oben bei den Menschen mitfliegen.

Logik würde sagen, wo ein Wille, da auch ein Weg.


:
: Die wirklichen Gründe für die getroffene Entscheidung wird allein der Entscheidungsträger verstehen.

Sehe das auch so.

:
: Denn letztendlich war der BRH nichtsdestotrotz in Algerien im Einsatz, jedoch
: 1. wesentlich später, als dies möglich gewesen wäre;

Unnötige Verzögerung zu ungunsten der Opfer.


: 2. mit wesentlichen größerem Aufwand, da zusätzliche Organisation und Administration erforderlich war;
: 3. mit deutlich weniger RH-Teams, als verfügbar gewesen wären;
: 4. mit drastisch gestiegenen Kosten für den Einsatz, da zusätzlich ein Lear-Jet gechartert werden mußte;
: 5. mit komplizierterer Koordination der Rettungskräfte vor Ort.

Nicht das was man von Auslandseinsätzen erhofft.

:
: Weitere Folgen und Eindrücke, die aus solchen Entscheidungen entstehen können, sind u.a.:
: - steigendes Mißtrauen gegenüber anderen Organisationen, was dem Ziel (?!) gemeinsam eine Sache zu verfolgen eher abträglich ist;
: - zunehmendes Konkurrenzdenken zwischen den Organisationen;
: - Unverständnis bei außerhalb stehenden Personen und Stellen;
: - wütende und frustrierte RH-Teams;

Kann ich verstehen.

: - Eindruck mangelnder Führungsfähigkeit in Reihen des THW;

Kommt darauf an, ob es nur ein Fehltritt einer Abteilung war, oder zum Konzept der gesammten Organisation gehört.

: - ...
:
: Diese ganzen Dinge sind der Rettungshundearbeit in ganz Deutschland abträglich, gleich welcher Organisation man angehört. Das solche Vorfälle in unserer heutigen Medienlandschaft nicht verborgen bleiben, dürfte jedem RH-Führer, vor allem aber Einsatzleitern klar sein. Dementsprechend wurde diese Thematik bereits in mehreren Zeitungen im Raum Frankfurt, aber, wie ich gehört habe, auch in überregionalen Zeitungen thematisiert. Das THW ebenso wie die ganze RH-Organisation in Deutschland kamen dabei nicht unbedingt gut weg.

Shit hoch drei!

Aber solange solche Einsätze werbewirksam vermarktet werden und betreffende Organisationen es nötig haben einem gewissen Medienrummel zu folgen, als still im Hintergrund ihre Arbeit zu machen, verwundert mich das nicht.

Nicht dass ich dagegen bin, dass Hilfeleistungen erwähnt und belohnt werden, aber es kann nicht sein, dass dadurch Konkurrenz geschaffen wird und diese versucht wird ins Abseits zu stellen.

Nur ein Miteinander macht stark und bringt das größtmögliche Mittel zum Helfen.

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