KEINE Zusammenarbeit nach Erdbeben :: Rettungshunde

KEINE Zusammenarbeit nach Erdbeben

von suchhunde(YCH) am 01. Juni 2003 12:38

Sorry,

hab noch vergessen, daß das 12 jährige Mädchen von den österreichischen Hunde geortet, aber von den Polen geborgen wurde.

Durften die Polen das, obwohl sie eigene Hunde dabei hatten? Waren die Polen vor Abflug schon den Österreichern zugeordnet? Oder gelten die INSARAC Vorschriften für Polen und Österreicher nicht und warum? Hat das Ganze jetzt ein rechtliches Nachspiel?

Die Chinesen haben 30 Teams mit Hunden entsandt obwohl die UNOSOCC Vertreter gesagt haben in Boumerdes werden keine SAR-Teams mehr benötigt. Durften die das?

ciao
suchhunde

von K9Unit(YCH) am 01. Juni 2003 13:06


: Nun gibt das BRK 2 Lebendrettungen an und das THW keine.

: Hat etwa das BRK allein gearbeitet, standen die THW Bergungsleute nur den THW Hundlern zur Verfügung, wurden die INSARAC Vorschriften vor Ort nicht umgesetzt, wer hat gegen diese Vorschriften verstoßen und unberechtigterweise die georteten BRK Opfer geborgen, oder waren den BRK Teams schon vor Abflug algerische Bergungsteams zugeordnet und für den BRH standen keine zur Verfügung?
:
Wenn das BRK die Rettung von zwei Personen angibt so ist das deren Sache dazu werde ich mich nicht äussern.

Gruss K9

von suchhunde(YCH) am 01. Juni 2003 15:18

Hallo K9,

bei allem Respekt aber du bringst "Fakten" die vollkommen haltlos sind weil es zwar deine Meinung ist aber keinesfalls ein Fakt.



Fragt sich nur warum die Angehörigen z.T. nach Tagen noch darum bitten die Toten zu orten obwohl sie wissen daß keine Rettung mehr möglich ist.
Deiner Logik nach folgend hieße das ja: möglichst wenig Ortungsteams damit möglichst wenig Ortungen erfolgen und die Arbeit nur an ganz wenige Stellen konzentriert wird. Diesen Blödsinn haben wir in der Regel schon längst so indem die Kräfte dort gebündelt werden wo die betroffenen Verwaltungen ein größeres Interesse haben und sich dadurch auch die Medien konzentrieren. Die sog. Armengebiete bleiben in der Regel immer bis zum Schluss übrig.
Deine Logik bedeutet möglichst wenig Hilfe damit niemandem Hoffnungen gemacht werden, die nicht realisierbar sind und dadurch auch keine Unruhe entsteht.
Natürlich sind die Grenzen der Bevölkerung mit minimalen Hilfsmitteln bein Stahlbeton. Und wo waren die Grenzen des THW bei der vorhandenen Sandwitchstruktur? Bringt das THW Kräne, Radlader, Lastwagen und Hundertschaften selber mit? Auch das THW kann nicht alles richten, auch hier sind Grenzen.
Super Idee natürlich, daß die RHF dran schuld sind weil sie orten.
Warum schicken wir zukünftig nicht ausschließlich nur noch THW Teams in den Auslandseinsatz. Die vorhandenen RH Teams des THW würden deiner Logik nach vollkommen ausreichen für jegliches Schadensgebiet. Wenn dann die THW Bergungskräfte alle am Bergen sind werden die Hundeteams solange im Mannschaftszelt versteckt bis wieder Bergungskapazitäten frei werden.
Hinweisen der Angehörigen wird nur noch nachgegangen wenn die technischen Ortungsgeräte dies ebenfalls anzeigen (weil: die Angehörigen haben schon so oft sich etwas eingebildet). Vielleicht sollte man bei Regionaleinsätzen dann auch die Hinweise nicht mehr ernst nehmen (vielleicht "spinnen" die ja auch wieder...).
Logisch daß das THW erst einmal auf eigene Kräfte zurück greift. In Algerien scheint das Kontingent der THW Kräfte also ausgeschöpft gewesen zu sein und deswegen wurde mit dem BRK aufgestockt, oder? Hat das große THW sowenig einsatzfähige schnell abrufbare Teams. Oder warum wurde das BRK mitgenommen?
Und weil die THW RHF ja auch Bergungskräfte sind wird im Einsatz dann geortet und dann geborgen und solange wird mit dem Hund nichts gemacht, oder? Erst wenn die Bergung beendet ist kommt der THW Helfer wieder als THW RHF zum Einsatz?
Wer will denn vom THW "versorgt" werden? Es gibt keine Teams die nicht autark arbeiten können. Oder gehört die Absprache der Einsatzstelle auch unter die Rubrik "Versorgung".
Obwohl....... ich muß mich da korriegieren. Auch wir haben mal um eine "Versorgung" gebeten (allerdings nicht THW. Da haben wir bei einer Organisation die eine komplette Zeltstadt dabei hatte um eine Plastikgabel gebeten, weil einer unserer RHF sie im Einsatz verschlampt hatte. Dies wurde dann verweigert. Aber ok, wir haben sie uns dann aus dem Müll der Zeltstadt "geklaut". So gesehen lassen sich natürlich die anderen von den Großen "versorgen".

Und auch wenns nicht ins Bild passt: auch in Deutschland haben die Teams leichte Bergungs- und Ortungsgeräte auch wenn sie nicht im THW sind.


Schöne wunderbare Aussage - Tage nach dem Beben. Würde natürlich dann auch zu der Aussage legitimieren: Fakt ist der Einsatz des THW war sinnlos weil es keinerlei Lebendbergung durch das THW gab. Ich denke zu solchen "Fakten" sollte man sich nicht hinreißen lassen.
Dann machen wir es doch am besten so, daß wir nichts tun und Tage nach dem Beben sagen was sinnvoll gewesen wäre.

Auf den ersten Blick richtig: nur die ausländischen Bergungskräfte können schwerts Verschüttete bergen. Allerdings ist dies ein absolut minimaler Bruchteil aller Verschütteten.
Allerdings macht diese Logik auch wieder einen Sinn: mit der Zeitverzögerung mit der all die wunderbare Logistik und das schwere Bergungsgerät endlich mal vor Ort ist, haben sich die Einsatzstellen extrem minimiert, die Lage und Zahl der Opfer ist weitgehend bekannt und die leichter verschütetten sind längst geortet und geborgen (in der Regel durch Zufall) die anderen inziwschen verstorben. Es sind nur noch wenige übrig geblieben an die man nur schwer heran kommt.

Im übrigen wurde in allen Beiträgen in Bezug zum Abflug vom "THW" gesprochen, wo explizit vom EL des THW? Es wurde immer von Telefongesprächen zwischen BRH und THW gesprochen. Ich denke nicht, daß der EL des BRH mit dem EL des THW auf dem Flughafen miteinander telefoniert haben wenn sie nebeneinander stehen :-))

Angesehn davon, wie würde denn eine THW RHS reagieren bei nächsten Flächeneinsatz, wenn der EL einer anderen Organisation sagen würde: sorry wir sind alarmiert worden und mein Verband sagt nein zum THW?

Verbandspolitik, Verordnungen, Zuständigkeiten, Versicherungen, Kompetenzgehabe, Ausrüstung, Qualifizierungsnachweise, Scheine in dreifacher Ausführung - das ist das Wichtigste, die Opfer werden zur Nebensache?

PS: den Einsatz der östereichischen L-Hunde finde ich lobenswert und hoffe, daß dies weiterhin so gemacht wird.

von suchhunde(YCH) am 01. Juni 2003 15:24

Hallo,

Auszug aus der DRK Website:

Team mit Rettungshunden birgt zwei Überlebende

Nach ihrem Einsatz mit 13 Rettungshunden kehrte das Team des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes am frühen Montagmorgen zurück. Zwei Menschen konnten lebend aus den Trümmern gerettet werden. Unzählige Gebiete wurden abgesucht. Mehr als vier Tage nach der Erdbeben-Katastrophe gibt es nun keine Überlebenschance mehr für Verschüttete. "Wir haben alles Menschenmögliche getan. Die Hunde sind bis an die absolute Belastungsgrenze gegangen", berichtet DRK-Einsatzleiter Armin Dlugosch.

ciao
suchhunde

von Markusw(YCH) am 01. Juni 2003 19:03

Die zwei Lebendbergungen der DRK Pressestelle sind eine falsche Meldung, das kann doch mal passieren, oder?
Ich habe das sonst nirgend gefunden.
[www.drk.de]


von K9Unit(YCH) am 01. Juni 2003 19:18

Hallo Suchhunde,
wenn Du jetzt Deinen Text selber liest merkst Du dann was Du für einen Blödsinn geschrieben hast???
Da Du ja vor Ort warst sehe ich Deinen Bericht als absolut prägend. Ich weiss nicht ob Du Dir den Bericht mal richtig durchgelesen hast.

Angesehn davon, wie würde denn eine THW RHS reagieren bei nächsten Flächeneinsatz, wenn der EL einer anderen Organisation sagen würde: sorry wir sind alarmiert worden und mein Verband sagt nein zum THW?
Ich kann Dir sagen das ich dann wieder nach Hause fahren und mich wieder gemütlich auf das Sofa setzen oder wieder arbeiten gehen würde und für mich wäre dann die Sache gelaufen.Zudem würde dieses nicht passieren da wir in unserem Bereich die Einsatzmodalitäten vorher abklären und nicht erst wenn es zu spät ist.Zu dem habe ich solche Situationen schon erlebt. Das DRK hat gesucht und unsere Hilfe war nicht von Nöten. Ich kann damit leben. Ich brauche mich nicht in die erste Reihe zu drängen so nach dem Motto wo wird meine Hilfe gebraucht und wo kann ich mich profilieren. Das habe ich nicht nötig. Und wenn jemand Kommt und sagt die Gruppe wird aufgelöst dann bitte schön ich gehe dann wieder auf den Hundeplatz zurück und bilde wieder Familienhunde aus. Aber wenn meine Hilfe gebraucht wird dann wird sie Hundertprozent abgeliefert und der Anforderer weiss um diese.
Ich hoffe nun das die Diskusion jetzt mal ein Ende findet. Wir haben mit dem BRK gesprochen und die hatten definitiv keine Lebendrettung das hat jemand aufgeschnappt und eine Pressemitteilung daraus gemacht. Soviel zu den Informanten. Und nochmal weder DRK/BRK noch BRH haben sich offiziell beschwert. Also sollten sich dochmal die Leute fragen warum die meinen alles zu wissen.

Gruss K9

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