Überzüchtung :: Ungereimtes

Überzüchtung

von Frieda am 22. Oktober 2009 19:27
Quote Liesel:

Und wieder mein gebetsmühlenartiges Plädoyer: wir brauchen DRINGEND ein Heimtierzuchtgesetz, das wildes Vermehren mit empfindlichen Strafen unterbindet und genehmigtes Züchten verbandsübergreifend kontrolliert!

Huhu,

ich stimme da Liesel vollkommen zu. Es kann so einfach nicht weiter gehen. Genauso finde ich eine Kastrationspflicht für Katzen als angebracht. Es gibt Hunderte von Katzen im Tierheim. War gerade gestern auf der FIF-Station unsere Tierklinik. Einfach grausam und diese Krankheit wird durch das wilde Vermehren auch noch immer weiter verbreitet...
Bei Hunden halte ich es vorallem auch für notwendig, dass die Grenzen für gesund und krank deutlich geändert werden. Ein Hund der nur Ansätze einer Erkankung wie HD, ED oder Ähnliches hat sollte nicht zur Zucht verwendet werden.

Wenn ich daran denke, wie oft ich schon gefragt wurde ob ich meinen Rüden nicht zur Zucht frei geben würde... Also ich mein, hätte gern einen Nachkommen von meinem Hund, aber: Auch wenn Wesen und Aussehen eindeutig der Rasse entsprechen, er ist soo krank, dass könnte ich nie mit ruhigem Gewissen tun. Leider denken eben die wenigsten so.

LG Frieda

von Anila am 22. Oktober 2009 20:14
Hallo Mirjam,

ich weiß jetzt nicht, ob sich deine Antwort auf meinen Beitrag bezieht? Falls ja, dann glaube ich, dass du mich mißverstanden hast.

Am Beispiel des Bernersenn wollte ich aufzeigen, dass die Variabilität hier halt bedingt durch den Zuchtstandard klein ist. Wer einen Berner haben möchte, der so aussieht, wie die Berner ganz früher aussahen, bekommt ihn nicht vom Züchter. Aber das heißt für mich definitiv nicht, dass einem dann nichts anderes übrig bleibt, als zum Vermehrer zu gehen!!!! Also, sollte das so rüber gekommen sein – dann habe ich mich blöde ausgedrückt.

Ich wollte damit nur sagen, dass die Züchter gefragt sind, auf die Verbände, denen sie ja angehören, einzuwirken, damit die Zuchtstandards sich ändern. Das, was ich geschrieben hatte, war auch kein Anti-Züchter-Posting. Aber vielleicht bezog sich deine Antwort auch gar nicht auf meinen Beitrag.

Viele Grüße
Anila

von erika am 23. Oktober 2009 12:52
Hoi Heidi

Du hast vieleicht schon sehr viel Hundeerfahrung. Dann kann es sicher eine gute Erfahrung sein, wenn man eine "Wundertüte" kauft. Für viele Leute ist es aber schlichtwegs unverantwortlich einen Hund zu kaufen von dem keine Vorgeschichte existiert. Ich möchte mit meinem Hund arbeiten und will einen optimal geprägten Welpen von einem guten Züchter haben. Die Welpenprägung ist neben der Gesundheit das A+O einer guten Zucht. Im Moment suche ich einen Beauceron und ich habe schon einige Zwinger angeschaut und ich werde noch mehrere ansehen bis ich den ganz besonderen gefunden habe. Ich finde es gut, dass es Leute wie Dich gibt, die einem eher schwierigen Hund eine Chance geben können. Aber wenn keine Erfahrung vorhanden ist wäre ich sehr vorsichtig mit Findelhunden. Es landen sehr viele wieder im Tierheim weil die Besitzer nicht mit ihnen zurecht kommen.

en liebe Gruess
Erika

von blodwyn am 23. Oktober 2009 15:33
Hallo Erika,

dass alle Hunde, die nicht vom Züchter kommen, Wundertüten sind, stimmt so ja gar nicht.
Es gibt ETLICHE Hunde, die man "second hand" bekommen kann und bei denen dennoch die Vorgeschichte bekannt ist!
Und ich möchte nicht wissen, wie viele hundeunerfahrene Menschen zum Züchter rennen, sich dort einen Welpen holen, alles falsch machen, den Hund damit ein Stück weit oder sogar für immer "versauen" (sorry, aber ist doch so) und dann im Tierheim abgeben, weil er nicht funktioniert.
Es gibt keine guten oder schlechten Hunde - nur gute oder schlechte Menschen (Halter oder Züchter).
Ich persönlich kann mir auch nicht vorstellen, beim Züchter einen Hund zu kaufen.
Dafür gibt es mir dort zu viele schwarze Schafe.
Die seriösen Züchter zu finden, ist schwierig. Und die Vorgaben der Verbände finde ich teilweise einfach nur erbärmlich.
Wie viele edle Hunde mit Stammbaum und allem pipapo landen beim Tierschutz?
Da nehme ich mich lieber einer solchen armen Kreatur an.
Bsp. mein Seppl (leider schon tot - was womöglich vermeidbar gewesen wäre bei anderer Haltung), der mal ein wunderschöner Langhaarschäferhund mit SV-Papieren war.
Als ich ihn bekam, war er ein fellloser- lahmer, traurig guckender Hund, vernachlässigt, sich selbst aufgebend, mit Rückenproblemen, fehlenden Muskeln, Elefantenhaut und ständig eitrigen Hautstellen.
Ein halbes Jahr lang habe ich ihn mit viel MÜhe nochmal auf die Beine bekommen. Länger nicht. Ein solches Elend!
Der Züchter (inzwischen in Rente) interessierte sich nicht mal für diese Geschichte, als ich ihn anrief und sagte, dass der Hund bei mir sei und in welch schlimmem Zustand.
Das Tierheim dagegen nahm bis zuletzt an jedem Erfolg und dann auch am Tod sehr liebevoll Anteil!
Nicht alle Hunde, die nicht vom Züchter kommen, sind "Wundertüten".
Ich muß da wie Heidi für diese Tiere plädieren.
Und solange es sooooo viele TOLLE Tiere in den Heimen gibt, finde ich es unverantwortlich massenhaft nachzuzüchten. Wo sollen die denn alle hin????
Und wer zur Zucht nicht taugt, wird womöglich entsorgt?
Meine Katze ist so ein Fall. Angeschafft zur Zucht (besser gesagt Vermehrung, der Dame ging es nur ums Geld!), viel zu früh gedeckt. Sie verlor den Wurf und mußte kastriert werden. Und dann: War sie nix mehr wert. Weg damit. Gnädigerweise durfte sie weiterleben. Saß monatelang beim Tierschutz, niemand wollte sie, weil diese Rasse (Nacktkatze) von den meisten als hässlich angesehen wird. Das Tier mußte drunter leiden! Wir erbarmten uns. Und haben jetzt die tollste Katze der Welt!
Übrigens sammelt die Tierschützerin regelmäßig totkranke, einfach ausgesetzte Perser im Wald ein, die ein Vermehrer dort offenbar entsorgt, wenn sie für ihn unbrauchbar wurden.
Nicht mißverstehen: Nicht alle Züchter sind so. Aber zu viele. Und die meisten Leute sind so blöde, zu glauben, Züchter = gut, Tierschutz = Mist.
Auch dort gibt es schwarze Schafe (und nicht wenige), dennoch werde ich auch die nächsten Tiere aus dem Heim holen!

Sorry,
zu emotional.
Sabine

von Sciuba am 23. Oktober 2009 15:42
Hallo Erika,

mache gerade Mittagspause und nutze die Zeit, beim Salat mummeln ins Yorkie zu gucken grinning smiley . Eigentlich wollt ich gar nichts schreiben, aber dir will ich gleich mal antworten.

Sciuba ist mein erster Hund gewesen - und bis dato auch der letzte - und ich hatte Null Ahnung. Am Anfang hatte ich schon ne Menge Schwierigkeiten mit ihm und die meisten hätten ihn bestimmt wieder weggegeben (er war gerade 3 Käse hoch und griff mich Zähne fletschend an, ich hab auf dem Tisch gestanden und bin gestorben vor Angst vor ihm). Aber ich bin noch nie weggelaufen vor Schwierigkeiten, im Gegenteil, sie reizen mich dermaßen eine Lösung zu finden, dass ich daran arbeite bis es geht. Ich könnte es nicht, jemanden in meinen Lebensbereich zu lassen und dann wieder wegzuschicken. Ich habe mein Leben komplett auf ihn eingestellt und aus uns beiden ist eine immens große Liebe geworden.
Aber du hast Recht: es ist bestimmt für die meisten besser zu wissen, was auf sie zukommt. Ich vergesse manchmal, dass ich allein schon mit meinem Leben vollkommen aus der Reihe tanze und somit natürlich auch Dinge ganz anders sehe. Leider bin ich manchmal etwas voreilig mit dem, was ich sage, meine damit aber immer nur meine Sicht der Dinge, die gewiss auf viele nicht zu übertragen ist. Meine Wege sind oft nicht die richtigen und ich mache es mir dadurch schwerer. Hätte ich mehr über Sciuba damals gewusst - außer, dass es der Hund ist, den ich mir als 8jaehrige geschworen habe eines Tages zu haben - wäre vieles einfacher gewesen, für ihn, für mich.

Hab mir gerade mal den Beauceron angesehen. 'Mords Element', ganz bestimmt nicht so einfach mit starkem Charakter. So rein vom Aussehen her, hab nichts gelesen. Und sehr imposant.

Liebe Grüße aus Nass-Irland

Heidi

von erika am 23. Oktober 2009 15:59
Hoi Sabine

Ich habe geschrieben: von einem guten Züchter. Ich hatte schon mehrere Hunde. Auch Verzichthunde. Ich wurde bezüglich der Vorgeschichten immer Angelogen. Sie habe immer irgendwelche Maken, von denen auch das Tierheim nichts wusste, gehabt. Ich habe aber alle meine Hunde geliebt und habe zum Teil tausende von Franken für Tierarztbehandlungen ausgegeben. Wohlverstanden für die Mischlinge. Ich habe eigentlich erst richtig gesunde Tiere, seit ich bem Züchter kaufe. Ich habe auch eine Zuchthündin, die ich eimal für einen Wurf der Züchterin gegeben habe, ausgebildet. Weisst Du eigentlich wieviel das für einen seriösen Züchter an Zeit und Geld kostet? Im Übrigen hat Heidi von Strassenhunden geschrieben und ich kenne keinen der die Vorgeschichte eines solchen Hundes kennt. Seriöse Züchter begleiten Anfängerhundeführer, indem sie sich immer mal wieder melden. Es gibt auch Tierheime die einen Züchter informieren, wenn ein Hund von Ihm abegeben wird. Der gute Züchter holt sienen Hund sofort aus dem Tierheim und forscht nach, warum er abgegeben worden ist. In der Schweiz steht es in den meissten Verträgen, dass der Hund nicht ohne Wissen des Züchters weiter gegeben werden darf. Was glaubst Du warum ich schon jetzt einen guten Züchter suche? Ich hoffe erst in 2-3 oder mehr Jahren einen neuen Hund brauche. Aber ich will schon jetzt den Kontakt pflegen. Siehst Du ich finde es gut, wenn Du Verzichthunde nimmst. Ich möchte halt liber meinen Welpen möglichst früh selber erziehen und ausbilden.

Liebe Grüsse
erika

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