Überzüchtung :: Ungereimtes

Überzüchtung

von erika am 23. Oktober 2009 16:12
Hoi Heidi

Du hast meine volle Bewunderung. Leider können das nicht alle Leute was Du konntest. Meine Kollegin bekam vom Tierheim einen Hund vermittelt, der hat ihre Kinder nicht ins Haus gelassen, wenn sie einmal nicht dagewesen ist. Die Antwort des Tierheims, als sie ihn wiederzurückgeben musste: Er hätte halt einem Drogensüchtigen gehört und sei immer mit Ihm allein gewesen. Sie haben aber gewusst, dass er in eine Familie kommt.
Der Beauceron ist ein super Hund. Aber er ist etwa im Charkter mit einem Riesenschnauzer zu vergleichen. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass die Welpen nicht einfach in einem Zwinger versauern. Ich habe in diesem Sommer schon einpaar Zwinger in Frankreich besichtigt und die einzigen Komentare waeren nur NEIN DANKE und weg. Ich bi aber überzeugt irgendwo ist der Züchter der mich überzeugt wie die kleinen Fellknäuel aufwachsen und der ihnen schon beibringt, dass es nicht nur einen sterilen Zwinger gibt. Ich will eine Hündin, denn ich kann es mit Hündinnen besser.

Liebe Grüsse
aus der nasskalten Schweiz
erika

von Sciuba am 23. Oktober 2009 16:46
Hallo Erika,

das klingt alles sehr logisch und muss ich gestehen, sehr gut, warum du einen guten Züchter suchst. Und das schon so rechtzeitig finde ich noch besser, weil du dann ganz genau verfolgen kannst, aus was 'für einem Stall' sie kommen. Und ich sehe, wo da der Unterschied ist zwischen dir und mir: ich will keinen Hund, weil ich einen Hund will. Mit meinem Hund habe ich meinen Kindesschwur eingelöst, als ich die Möglichkeit hatte. Alle meine Tiere sind in mein Leben 'geschneit' ohne dass ich sie 'vorprogrammiert' hatte. So wie die Menschen eben in meinem Leben erscheinen und ich niemanden suche. Das wird der Grund sein, warum ich bei keinem Züchter einen Hund holen würde. Sciuba ist eigentlich auch 'geschneit', denn ich wohnte man gerade eine Woche in meinem Haus und habe einem Freund erzählt, dass ich jetzt eigentlich an einen Maremmano denken könnte. Dass seine Schwester mich noch am selben Nachmittag anrief und meinte, sie hätte da einen Freund, der kennt einen Schäfer, dessen Hündin in den Bergen gerade Welpen hat... Ähm, das war echt nicht so gedacht. Aber ich habe ja gesagt und beim Auflegen gedacht: Oh, je, Hilfe! Und als ich ihn dann das erste Mal sah, hab ich gedacht: was ist das denn? Hässlich, klapperdürr, mich gleich vollpieseln, Flöhe, stinkig - und dann noch mich angreifen. Aber ihn weggeben? Das kann ich ihm nicht antun, das schaffen wir - irgendwie. Das einzige was ich damals wusste über diese Rasse: gefährlich wie Pitbull, ausgesprochen aggressiv im Alter. Ich kannte solche Hunde und die waren 'schweinegefährlich'. Aber auch an der Kette, alleine, eingesperrt, Wachhunde. Nein, überlegt war an Sciuba wirklich nichts.

Das du eine Hündin möchtest finde ich interessant. Irgendwo war schon einmal ein Thread, wo ich gefragt hatte, was ihr lieber haben würdet, Hündin oder Rüde. Und die meisten 'weiblichen' Antworten waren auch weiblich. Witzig, Frauen kommen besser miteinander aus :-)

Liebe Grüße (und jetzt doch mal wieder arbeitend..)

Heidi

von blodwyn am 23. Oktober 2009 22:30
Hi Erika,

ich kann Deine Motivation gut verstehen. Aber Deine Ausführungen zeigen ja auch, dass es offenbar nicht viele wirklich gute Züchter gibt.
Und natürlich gibt es auch kaum wirklich ehrliche Tierschützer, die alles (vor allem Negative) über einen Hund erzählen.
Aber es gibt auch viel Graustufen mittendrin.
Bei mir ist es auch eher so, dass es so kommt, wie es kommen soll. Und ich hatte NIE Probleme mit einem Hund vom Tierschutz. Im Gegenteil. Insofern hatte ich vielleicht Glück. Vielleicht stimmte die Chemie, vielleicht alles, ich weiß es nicht.
Aber ich fühle mich einfach dazu berufen, mich um die zu kümmern, die nicht so auf der Sonnenseite stehen. Sei es weil sie alt, häßlich, behindert, abgeschoben oder sonstwie benachteiligt sind.
Ich verstehe, dass das nicht jedermanns Sache ist. Und vielleicht es gut, dass es Leute wie Dich auf der einen und Leute wie mich auf der anderen Seite gibt.
Ich wünsche Dir ganz viel Glück und Erfolg bei der Suche und hoffe, dass Du den richtigen Züchter findest!

Alles Gute,
Sabine

von pepsihase am 23. Oktober 2009 23:32
Hallo Heidi!
Hab mal gerade einiges überflogen und mich interessiert, Dein Satz: "...gefährlich wie ein Pitbull..."
Was ist an diesen Hunden gefährlich?
Sorry, falls ich mich jetzt hier unbeliebt mache, aber ich hatte selbst solche Hunde und meine Feststellung war lediglich: verfressene und liebsbedürftige Kampfschmuser, die gerne gassi gehen, aber möglichst nur bei Sonnenschein!
Diese blöden Dinge, die ewig von der Presse aufgebauscht wurden, und sich keiner mehr mit diesen Tieren vor die Tür traute, weil der nächste Nachbar schon mit nem Knüppel hinter der Gartentür lauerte...!
Laut Beißstatistik, stehen ganz andere Hunde ganz weit oben!!!
Wie gesagt sorry, möchte Dich nicht persönlich angreifen, nur solche Sätze ärgern mich immer noch!!!

Liebe Grüße,
Sabine (Pepsihase)

von erika am 24. Oktober 2009 09:54
Hoi Sabine

Ich finde auch, das es beide Seiten braucht. Ich werde auch, wenn ich keine Prüfungen mehr machen will, einen Hund bei irgendwelchen Rassen in Not holen. Im Moment aber will ich noch vor allem im Rettungshundesektor und Begleithund Prüfungen ablegen und da ist es besser wenn man einen Welpen ausbilden kann. Aber irgendwann werde ich meine Hundeerfahrung dazu benutzen einem vielleicht nicht so einfachem Hund ein schönes zu Hause anbieten;-)

Liebe Grüsse
erika

von duke2009 am 24. Oktober 2009 15:16
Hallo Anila.

Habe heute Deinen Bericht erst gelesen, daher auch jetzt erst die Antwort. Ich habe dann vermutlich Dein Schreiben falsch aufgefasst.

Wenn ich hier so lese, wie manche über Züchter reden, kann ich nur staunen. Es gibt wohl echt viel schwarze Schafe darunter. Wenn ich so an uns denke, gehören wir wohl zu einem anderen Schlag Züchter, wie hier beschrieben wird.
Als wir unseren ersten Hund bekamen, war es purere Zufall, dass wir zur Zucht kamen. Als es dann soweit war, hat es uns riesig Spaß gemacht. Wir zB verbringen super viel Zeit mit den Welpen.

Wir versuchen sie zu prägen, wo wir können. Es wird im Zimmer gestaubsaugt, Fernseher läuft ab und an, es wird gerangelt und getobt, alle Geräusche, Gerüche und vieles mehr versuchen wir in den 8 Wochen den kleinen Rackern zu vermitteln.

Für uns war es ein Genuß die neuen Menschen auszusuchen, die den kleinen Hund bekamen. Wir haben nicht jedem einen Hund gegeben! Nur wenn sich jemand wirklich dafür interessiert hat und oft hier war, hat er sich durch seine Art als "Käufer" qualifiziert. Wir waren immer froh, wenn die Leute uns besucht haben, nur um sich für die Rasse zu interessieren, auch ohne Kaufinteresse sind bei uns alle Hundeliebhaber willkommen.

Noch besser war, wenn die ganze Familie mit zu Besuch war. Ich glaube, es hat allen immer ein riesen Spaß gemacht, aber auch wahrscheinlich deshalb, weil wir nichts verheimtlicht haben und ganz offen mit den Leuten über alles gesprochen haben. Als wir selbst Nachwuchs bekommen haben (unseren Sohn) haben wir eine Pause mit der Zucht eingelegt. Einfach deshalb, weil wir nicht mehr die Zeit aufwenden konnten, die für unsere kleinen Hunde-Schützlinge nötig gewesen wäre.

Das ist nun schon fast 3 Jahre her. Unsere 1. Hündin ist dieses Jahr 7 Jahre alt geworden, d.h. nächstes Jahr wäre der letzte Zeitpunkt für einen Wurf. Da wir unseren Hund aber auch gern haben, ohne Welpen, werden wir vielleicht auch im kommenden Jahr keinen Wurf haben. Trotzdem bleibt die Hündin bei uns, weil sie immer ein Familienmitglied war und ist. Wenn wir Glück haben, lebt sie noch weitere 8 Jahre bei uns, was echt klasse wäre.

Ich will damit nur sagen, dass es echt Züchter gibt, die wie wir auf sehr viel Harmonie zwischen Hund und Mensch Wert legen, und nicht unbedingt das große Geld machen wollen. Unter uns, was eh nicht wirklich so ist, wenn man die Zucht so betreibt, wie es sein soll. Da bleibt nach Abzug der ärztlichen Versorgung und der leckeren Fresschen & Co nicht wirklich was hängen.
Liebe Grüße
Mirjam

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