Hundezucht als GmbH ? :: Ungereimtes

Hundezucht als GmbH ?

von Jana L + P(YCH) am 24. April 2001 11:45

Hallo,

ich habe mich bei dieser Diskussion zurückgehalten, da ich nichts über diese Frau weiß, nichts über ihre Zucht, noch, wie sie sich um die Welpen kümmert, auch nicht, was mit Hunden passiert, die nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden usw. Sehr vertrauenserweckend finde ich die Homepage nicht, aber einen Beweis für unmoralische Handlungen habe ich nicht gefunden. Diese Vermutungen können nur durch einen Besuch vor Ort entweder bestärkt oder entkräftet werden.

Ich werde demnächst etwas zurückhaltender sein, denn ich selbst habe vergangene Woche einen Gästebucheintrag erhalten, den ich hier auszugsweise vorstellen möchte:

"Um so mehr finde ich es empörend, dass ihr euch mit der Preisforderung für eure Welpen auf die Ebene von potentiellen "Geldmachern" begebt!!! Warum sollen die evtl. Welpenkäufer 1.200 DM zahlen??? Viel mehr kostet ein Welpe aus VDH-Zucht mit obigen Investitionen in seine Gesundheit und Zukunft auch nicht!"

Ich habe zum Beispiel auf diesen Gästebucheintrag bis heute nicht reagiert, weil sich jeder selbst ein Bild machen soll. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb ich meine Hunde "verschenken" soll, bin mir dahingehend keiner Schuld bewusst. Reich wird von der Hundezucht bekanntlich kaum jemand. Ich selbst wäre froh, wenn ich anschließend neue Auslegeware verlegen lassen könnte, denn meine Welpen sind bis zur Abgabe in der Wohnung und richten so einiges an Chaos an. Ich wollte damit nur verdeutlichen, wie schnell man auf eine Stufe gestellt wird mit dubiosen Geschäftemachern. Aber vielleicht denken ja noch mehr Leute so?

Liebe Grüße - Jana, Liza, Plastic, Brösel, Bamboozle, Basil & Seven

von Antje(YCH) am 24. April 2001 12:01

Hallo Andreas,

so sehe ich das auch. Habe "nur" zwei Hunde, die müssen aber bewegt, beschäftigt und gearbeitet werden. Wäre ich 24 Stunden am Tag zu Hause, ging vielleicht noch ein Dritter, das wäre aber dann der Mega-Streß, schon ohne Welpen.

Wir haben sehr oft Leute auf dem Platz, die Hunde erworben haben von Züchtern mit vielen Hunden, ggf. sogar mehreren Rassen. Bei sehr vielen dieser Hunde ist anfangs etwas mit der Prägung schief gelaufen, das kann man später meistens nur noch notdürftig "reparieren". Wie soll sich ein Züchter, der gar mehrere Würfe gleichzeitig liegen hat, ausreichend um die Prägung eines jeden einzelnen Welpen kümmern? Wer kümmert sich in dieser Zeit um die erwachsenen Hunde? Was passiert mit Welpen, die aus irgend welchen Gründen nicht gleich verkauft worden sind, die zurückgebracht werden (aoll's ja geben). Gammeln die nur irgendwo in der Meute herum oder werden hier die ersten so wichtigen 16 Lebenswochen wirklich ausreichend genutzt? Wenn ein Züchter es wirklich schafft, bei einen Bestand von sechs, acht oder gar mehr Althunden jeden Hund richtig zu betreuen, zu beschäftigen und auszulasten, und er dann noch einen oder gar mehrere Würfe liegen hat, Pensionshunde betreut, fremde Hunde trimmt usw., dann muß der Tag an anderen Orten mehr als 24 Stunden haben...

Viele Grüße

Antje

von Pat(YCH) am 24. April 2001 12:04

Aber vielleicht denken ja noch mehr Leute so?
:
hei
mein denken geht eher in die richtund
"warum züchtet jemand 6 rassen,darunter einige modehunde,wie west high,labrador r.,stellt in seiner hp diese rassen auch richtig als modehunde dar,aber beteiligt sich am geschäft,denn genau das wird getan.
einem züchter sollte der standart bekannt sein,mann muss bloss abschreiben,da sollten keine fehler auftreten.oder man reduziert die rassen,wenn man sich 6 standarts nicht merken kann.
laufend/meistens welpen abzugben,gefällt mir auch nciht,ist aber andererseis logisch,wenn wir uns mal auf 6-8 zuchthündinnen einigen.
die formulierung ist jedoch kritisch anzusehen.
auf pedigrees lege ich auf einer hp nicht unbedingt wert,die kann ich mir bei interesse ja auch erfragen.ebenso die bewertungen,wenn es denn unbedingt sein muss.
was eine gute zucht ist,ist ansichts- und definitionssache,da kommen viele ursachen und zweckgebundenheiten ins spiel.
gruss pat

von Ingo(YCH) am 24. April 2001 19:47

Hallo Andreas,
Wenn du der Meinung bist, das ein Hund von Morgens bis Abends laufend gestreichelt werden muß, na gut, deine Meinung. Auf dem Hof von Frau Veer gibt es außer den Hunden kein anderes Viehzeug. Es war einmal ein Bauernhof, den sich Frau Veer gepachtet und speziell für die Hunde umgebaut hat. Zu dem Hof gehören ausgedehnte eingefriedete Wiesen, die den Hunden zum herumtollen mehr als ausreichend Platz geben. Auch die Labbies kommen auf ihre Kosten, da es Gräben zum planschen und einen speziell für Hunde angelegten Swimmingpool gibt. Auf dem Hof arbeiten Frau Veer, ihr Lebensgefährte, ein dort in einer eigenen Wohnung lebender Helfer, sowie zwei Frauen, die allerdings nicht ganztägig anwesend sind. Diese Personen, bis auf die Frauen, beginnen morgens so um 7:00 Uhr, und kommen meißt erst nach 21:00 Uhr zur Ruhe, es sei denn es sind Welpen auf dem Hof, aber das kennst du ja selber wohl. Ich bin zwar kein Fachmann, aber wenn sich jemand mal das Sozialverhalten der Hunde ansieht, dann kann er nur zu dem Schluß kommen, daß es den Hunden bei Frau Veer sehr gefallen muß. Lass es dir von mir versichern, das es dort keine verstöhrten Hunde gibt. So, leider muß ich noch weg, sonst hätte ich dir noch mehr von Hof geschildert. Bis dann, Ingo

von Sigi(YCH) am 24. April 2001 23:23

: Hallo Ingo,
:
: wo ein Hund mit irgendwelchen Pokalen behängt wird ist mir eigentlich schnurz. Aber "fast immer Jungtiere" abzugeben, sorry, dafür habe ich kein Verständnis, züchte selbst. Irgendwo wird ein Limit erreicht, bei dem die Prägung der Welpen in den Hintergrund gerät...
:
Hallo Antje
Es will mir einfach nicht in den Kopf warum du ständig auf dem Thema Welpenprägung und "ständig (bzw.fast ständig) Jungtiere abzugeben herumreitest!!!Ich selbst habe einen Hund aus dieser Zucht. Schon als Welpen bekommen . Und glaube mir, meine Hündin ist SUPER IN ORDNUNG. Weder verhaltensgestört noch sonst etwas! Wir haben weitere Hunde in der Verwandtschaft ,auch aus der Zucht von Frau Veer. Alle haben einen super Charakter und wir können alle zusammen laufen laßen ,ohne das einer über den anderen herfällt . Welpenprägung? Unsere Hunde sind allesamt SPITZE. Sogar hier im näheren Umkreis,kenne und sehe ich sehr viele Hundebesitzer ,die Ihre Hunde bei Frau Veer gekauft haben und mit den Tieren sehr zufrieden sind.Ich würde jederzeit selbst einen der Erwachsenen Zuchthunde nehmen,weil Sie eben alle super Hunde sind. Es gibt auf dem Hof von Frau Veer keine "Tickmänner". Glaube es mir.

Gruß Sigi

von Gaby(YCH) am 25. April 2001 00:28

Hallo Porcha,

zur Rechtsform einer GmbH und deren Vor- bzw. Nachteile kann ich Dir nur folgendes sagen:

Als Züchter machst Du normalerweise immer Verlust. Da Hundezucht ohne Gewerbeanmeldung als Liebhaberei gilt, kannst Du die Verluste daraus nicht steuerlich absetzen.

Umgekehrt sind die Einnahmen, z.B. aus Deckgebühren für Rüden, steuerfrei, da "Liebhaberei".

Wenn Du jetzt Hunde züchten möchtest, ist die Rechtsform einer GmbH ganz sinnvoll: Du kannst nämlich sämtliche Ausgaben als Aufwendungen geltend machen, also Kosten für Hundefutter, Tierarzt, Ausstellungen mit Reisekosten usw.

Da z.B. der Großeinkauf für Futter oder der Kauf eines Grundstückes über die GmbH laufen, haftet im Insolvenzfall nur die GmbH für diese Verbindlichkeiten, nur für Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungen haftet der Geschäftsführer unbeschränkt und für alles weitere nur, wenn ihm Betrug oder "beabsichtigte Insolvenz" nachgewiesen werden kann.

Jetzt mal unabhängig, was die Anzahl der Rassen oder sonstige Dinge betrifft, die ich nicht beurteilen kann: Die Rechtsform der GmbH ist eigentlich sinnvoller als die Zucht nur privat zu betreiben, aus den oben angeführten Gründen.

Denn wenn ich alleine mal darüber nachdenke, was Du z.B. in einen DSH an Zeit und Arbeit investieren mußt, bevor Du überhaupt die Zuchtzulassung hast und dann mit einer Hündin vielleicht insgesamt 5 Würfe machst, ist es in jedem Fall ein Verlustgeschäft.

Und als Unternehmen bekommst Du einige Hilfen, wie Existenzgründung, Kredite, Lieferanten-Sonderkonditionen z.B. beim Futter wesentlich einfacher als eine Privatperson.

An der Rechtsform sehe ich also nichts verwerfliches, sondern nur ein Indiz, das die Leute sich mal vorher auch unternehmerische Gedanken gemacht haben.

Grüße, Gaby

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