Definition vom jagen"" :: Ungereimtes

Definition vom jagen""

von Me & Bär(YCH) am 07. Juni 2001 10:37

: Hallo Jaqueline,

DANKE für diesen Beitrag - als ich das gelesen habe, konnte ich nämlich auch nicht mehr lachen: Und ich denke, jeder der einen jagenden Hund hat (so wie ich auch) und dem Ganzen versucht gegen zu wirken, kann auch nicht drüber lachen!

Liebe Grüße,
Me & Bär

von Me & Bär(YCH) am 07. Juni 2001 10:47

: Hallo stephanie,

Jagen fängt mit dem an, was die Jagd einleitet: Sichten, wittern, vorstehen, aufstöbern ... je nach Hund: Bei dem einen reicht eine Spur, der andere braucht flüchtendes Wild...

Für mich gibt es da auch keinen Unterschied: Extremer Jäger oder Gelegenheitsjäger: Jagen ist Jagen und ich als Halter muß es unterbinden oder umleiten - klar ist es eine natürliche Eigenschaft des Hundes, aber er kann die Leidenschaft nun mal nicht nach belieben ausleben....

Und wie einige Vorredner schon schrieben: Dem Wild (oder dem gejagten Tier) ist es relativ egal und es nütz auch nichts, dass der Hund es im Endeffekt nicht tötet - schon das Aufstöbern und damit verbundene Aufschrecken von einer Ricke die ein Kitz führt, kann für das Kitz den Tod bedeuten. Für einen Hasen (und bei uns hier in der Region sind es Hasen, keine Kaninchen) kann schon die bloße Anwesenheit eines Beutegreifers zu einem Kollaps führen....

Liebe Grüße,
Me & Bär
: was ist eigentlich "jagen"? Nein, jetzt nicht lachen. Alle sprechen immer von "jagen" - aber was ist es genau? Spricht man schon von jagen wenn der Hund
: einem weglaufenden Hasen/Reh hinterläuft (allerdings umdreht wenn er das Tier nicht mehr sieht) oder erst wenn er wirklich "abhaut", nicht mehr zu sehen ist und erstmal auch nicht wieder kommt? Klar, beides soll der Hund bleiben lassen. Wann "jagt" ein Hund aber wirklich?
:
: Liebe Grüße
: stephanie

von stephanie(YCH) am 07. Juni 2001 10:44

: : Hallo Jaqueline,
:
: DANKE für diesen Beitrag - als ich das gelesen habe, konnte ich nämlich auch nicht mehr lachen: Und ich denke, jeder der einen jagenden Hund hat (so wie ich auch) und dem Ganzen versucht gegen zu wirken, kann auch nicht drüber lachen!

Hallo Me,
wie gehst du die ganze Sache an? Hast du vielleicht ein paar Tipps? Ich probiere es mit langer Leine, aber dann treffe ich keinen Hasen und nix :-((

:
: Liebe Grüße,
: Me & Bär

von Me & Bär(YCH) am 07. Juni 2001 11:10

: : : Hallo stephanie,

ich habe das ganze am Anfang erst mal 8 Monate lang mit Schleppleine angegangen (Konzentration auf mich gefördert, viele Übungen eingebaut) und eine Ersatzhandlung angeboten und zwar das gezielte Jagen von Mäusen - was letztes Jahr auch noch Sinn gemacht hat, da er die Maus dann auch wirklich umgehend getötet hat - seit diesem Frühling muß ich aufpassen, denn Mäuse sind für ihn auch kein "jagdbares" Wild mehr, sondern er fängt an diese zu putzen und zu flohen wie unsere Katzen. Deswegen muß ich ihn (wenn er mal ne Maus erwischt) davon abrufen - die Maus muß schließlich nicht irgendwelche Ängste ausstehen, damit mein Hund seinen "Brutpflegetrieb" ausleben kann, dazu haben wir ja genug Katzen ;-)

Jetzt buddelt er eben Mäuselöcher aus, was ihm mehr Spaß macht, als die Maus zu erwischen, zumindest ist er mit einer Inbrunst dabei, vor nem Loch könnte ich ihn auch ne halbe Stunde stehen lassen und dann wieder abholen...

Nach 8 Monaten an der Schleppleine durfte er dann draußen auf Wegen wieder ohne Leine laufen, mußte aber immer wieder zu mir kommen, kleine Übrungen machen, durfte wieder laufen - im Wald war ich mit ihm zu dieser Zeit kaum... Irgendwann dann hab ich ihn an die kurze Leine genommen und hab mit ihm gezielt den Wald aufgesucht und hab dort vom ersten Schritt an getobt und Action gemacht: Slalom durch Bäume, balancieren auf Baumstämmen, drüberspringen, Zerrspiele mit Ästen - abliegen lassen und ranrufen... Sobald ich Action mache, ist Bär auch voll auf mich konzentriert, ich durfte ihn aber keinen Moment mit der Nase auf den Boden lassen - Spuren sind für ihn nunmal das Größte!

Später hab ich das mit schleppender Leine im Wald geübt und dann hab ich mir ein Jet Care angeschafft (arbeitet mit Luftsprühstoß - richtet sich auf den Hals des Hundes), denn ganz ohne Leine hatte ich Bedenken (da war ich zum Größten Teil der Unsicherheitsfaktor ;-) und seitdem läuft Bär nur dort, wo ich mir sicher bin, dass alle paar Sekunden mal Wild auftauchen könnte noch mit Leine, ansonsten haben wir das Problem im Griff - nie werde ich einfach vor mich hinlaufen können und Bär einfach nicht beachten - da wäre er sicher weg, aber mit Käsewürfel-Suchspielen, Action und vielen Übungen klappt alles wunderbar...

ich bin nicht so dumm, dass ich denke, er könnte mir nicht doch mal wieder abgehen, aber wir haben es zumindest minimiert...im Wald kommt Bär schon von alleine an (mal mit nem Stock zum Zerren oder wartet, dass ich mit ihm irgendwas anstelle) - er hat also Wald- und Wildgeruch mit "hier ist was los"-assoziiert...

Fang dort an mit Deinem Hund kleine Übungen zu machen, wo er noch kaum abgelenkt ist - platz - zurückbleiben - ranrufen, erst in kurzen Abständen, dann in längeren - konzentrier Deinen Hund dort auf Dich, wo es für ihn noch möglich ist - nicht erst da, wo er schon mitten im "Trieb" steht - das hatte ich am Anfang falsch gemacht!

Such Dir ein Gebiet, wo Du ihn auch mal ohne Leine laufen lassen kannt und übe auch dort mit ihm! Hatte ich auch an einem See, wo beide Seiten des Weges eingezäunt waren und wo er mal flitzen konnte und ich ihn nicht ständig mit Übungen etc. bombadiert habe ;-)

Spiel mit dem Hund irgendwelche Jagdspiele: Zerr mit ihm, laß ihn seine Futterportion suchen und gib sie ihm nicht aus dem Napf - laß ihn arbeiten: Wirf die Futterstückchen in die Wiese und lass sie ihm suchen oder leg ne kleine Spur aus Futter, nimm Käsewürfel (oder irgendwas gaaaanz leckeres) und werf sie in Mäuselöcher und laß sie ihn ausbuddeln, mach dort wo Wild (und zwangsmäßigerweise auch der Geruch von Wild) ist einfach Action.... und finde Dich damit ab, dass Du nie einfach mit anderen Hundehaltern gassi gehen kannst ohne auf Deinen Hund zu achten (ich bin mittlerweile schneller im Entdecken von Fuchs, Hase und Co, als mein Hund, bzw. kann an der Nase von Bär im Wind schon erkennen, dass da was im Anmarsch ist und ihn dann zurückrufen) und beobachte Deinen Hund: Nach ner Weile wirst Du schon ganz kleine Anzeichen erkennen, die Dir sagen "Aha, da ist was" und kannst schneller reagieren... Laß Deinen Hund nie mit einem andern "Jäger" frei laufen... das ist so ziemlich das Schlimmste was Du machen kannst, denn wenn sie zu zweit losgehen ist der Erfolg höher als alleine...
Und vergiß nicht, Jagen ist selbstbelohnend!!!! Und wie!!!

Liebe Grüße,
Me & Bär

von Jacqueline & Co.(YCH) am 07. Juni 2001 11:53

Hallo Me
:
: DANKE für diesen Beitrag - als ich das gelesen habe, konnte ich nämlich auch nicht mehr lachen: Und ich denke, jeder der einen jagenden Hund hat (so wie ich auch) und dem Ganzen versucht gegen zu wirken, kann auch nicht drüber lachen!
:
Ich hoffe nicht. Auch die die keine jagenden Hunde haben, lachen hoffentlich nicht darüber und sind sich bewusst (wie ich auch), dass auch ihre Hunde plötzlich dem Fieber verfallen könnten, oder mal in Versuchung kommen, eine "ach so seltene Gelegenheit" zu nutzen!
Als Trost für Dich, Me, auch ich lasse im Wald und auch sonst wo, meine Hunde NIE aus den Augen. Gehe ich mit anderen Leuten spazieren, dann können wir uns zwar unterhalten, aber anschauen tun wir uns dabei nicht, da wir unsere Blicke immer auf die Hunde gerichtet haben.
Mag für manche komisch erscheinen, aber dadurch können wir unsere Hunde überall frei laufen lassen und haben sie im Griff, sollte mal was unvorhergesehenes (Katze, Hase, Reh usw.) über den Weg laufen.
Und für uns ist das so normal, wie man sich beim Autofahren auch ohne Blickkontakt unterhält, weil man auf die Strasse sieht.
Liebe Grüsse
Jacqueline & Co.

von stephanie(YCH) am 07. Juni 2001 12:31

: : : : Hallo stephanie,
:
: ich habe das ganze am Anfang erst mal 8 Monate lang mit Schleppleine angegangen

Hallo Me & Bär,
meiner läuft jetzt seit Februar an der Schleppleine. Was mich am meisten ärgert ist, das er erst im Januar angefangen hat damit (da war er 2,4 Jahre). Nur habe ich echt ein schlechtes Gewissen, ihn immer nur an der Leine zu lassen (zum Ausgleich fahre ich mit ihm Fahrrad).Wie ist es da mit dem Ausgleich? Kann er trotzdem zufrieden sein, obwohl er nicht frei rumtoben kann? Ich merke es auch mittlerweile ganz genau wenn er eine Spur wittert. Ich sage dann sofort "Nein" zu ihm und rufe ihn ran. Dann bekommt er ein Leckerchen. Das Problem ist, das er so minimal vorsteht, dass die Chance zum eingreifen kaum da ist (oder ich einfach zu langsam bin :-((( ) Sieht er allerdings direkt vor sich ein Reh, dann springt er wie ein Wilder in die Leine. Was dann? Da hilft kein Versuch im alternatives Verhalten anzubieten. Da steht er dann so im "Trieb" das er keine Ohren mehr hat und Augen nur noch für das Reh.
In einem geht es mir genau wie dir: Ich kann Hasen auch bald riechen :-) Beim spazieren gehen suche ich immer den Horizont ab. Zur Zeit wüßte ich keinen Ort an dem er frei laufen könnte. Es sind überall Hasen. Einen treffe ich mindestens immer. Platz macht er im freien schon gut. Ich überlege, ob ich mit ihm Abends öfter mal in den Krankenhauspark gehen sollte. Dort sind abends immer ganz viele Hasen. Meinst du es wäre eine gute Idee ihn dort Platz machen zu lassen (natürlich in einer Entfernung, in der er noch ruhig bleibt). So oft, bis er verknüpft: Ich sehe Hase - ich lauf schnell zu Frauchen und mach Platz - Folge --Leckerchen und Riesenlob von Frauchen.
:
: Fang dort an mit Deinem Hund kleine Übungen zu machen, wo er noch kaum abgelenkt ist - platz - zurückbleiben - ranrufen, erst in kurzen Abständen, dann in längeren -

Das kann er. Das üben wir jetzt schon seit Anfang des Jahres und es klappt. Er blieb letztens sogar lieben als eine Ente über den Weg watschelte. Ich hatte ihn abgelegt und war so 20 Schritt weg. Mein Herz ist mit sonst wo hingerutscht - aber er hat nichts gemacht. Jetzt müßte ich unter geringer Ablenkung weitermachen, richtig? (Es klappt ja schon bei Raben, Enten und Fasanen)

: Spiel mit dem Hund irgendwelche Jagdspiele: Zerr mit ihm, laß ihn seine Futterportion suchen und gib sie ihm nicht aus dem Napf - laß ihn arbeiten:
Das ist ne gute Idee. Das werde ich probieren, aber mein Hund ist kein guter Fresser. Was ist wenn er erstmal nichts anrührt unterwegs. Wenn er aufgeregt ist und Wild oder sonstwas riecht, nimmt er nämlich kein Futter. - Nur riechen ist wichtig. :-((


: Und vergiß nicht, Jagen ist selbstbelohnend!!!! Und wie!!!
:
: Liebe Grüße,
: Me & Bär

Liebe Grüße und vielen Dank
stephanie
:

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