Nur kurz aufregen - Kinder und Erzieher :: Ungereimtes

Nur kurz aufregen - Kinder und Erzieher

von JanaL+P(YCH) am 28. September 2001 09:14

Hallo Yorkies,

eben hatte ich wiedermal eine Begegnung der dritten Art im Wald. Auf der einen Seite hat man panisch reagierende Mütter, auf der anderen Seite Leute, die eine Sorglosigkeit in punkto Kinder/ Hunde an den Tag legen, dass dies schon an Verletzung der Aufsichtspflicht grenzt.

Ich habe die Kinder schon von weitem gehört und die Hunde angeleint, damit sich niemand aufregt. Ich komme den Waldweg hoch auf eine Weggabelung zu. Es handelte sich um eine Kindergartengruppe, etwa 15-20 Kinder im Alter von 5-6 Jahren, mit nur einer Erzieherin. Die Kinder sehen uns "OH - HUNDE! Da ist sogar ein echter Wildhund dabei!" und über die Hälfte der Kinder stürmt (!) auf uns zu. Ich (freundlich): "Kommt lieber nicht so nah - der graue Hund hat Angst vor Kindern." Null Reaktion. Als sie nur noch 3 Meter entfernt waren (anscheinend interessierte die Dame nicht, dass die Kinder in Gefahr waren) ich im Kommandoton: "Stehenbleiben!", worauf sie wie angewurzelt verharrten (das sah so süß aus!). Die Erzieherin in teils gelangweiltem, teils beleidigt klingendem Ton: "Kommt wieder her, die Hunde dürfen nicht spielen!". Was soll ich nun dazu sagen?! Plastic mag eigentlich Kinder, aber eigentlich erst ab 7 Jahren. Die jüngeren sind ihm etwas unheimlich, habe ich den Eindruck, erst wird geknurrt, dann geschnappt, wenn er weiter bedrängt wird. Es ist noch nie etwas passiert, da ich immer regulierend einschreite. Aber, ehrlich, wenn sich sooooo viele Kinder auf einmal auf ihn stürzen (wenn auch in guter Absicht), hätte es doch die eine oder andere kleine Verletzung geben können.

Na gut, ich habe das ja hingekriegt. Aber mir wurde mal wieder bewusst, wie schnell es gehen kann, dass man einen "gefährlichen Hund" hat.

Jana mit Liza & Plastic

von Heike K+A(YCH) am 28. September 2001 09:23

Hallo Jana,

:waren) ich im Kommandoton: "Stehenbleiben!", worauf sie wie angewurzelt verharrten (das sah so süß aus!).

Und wie sahst du aus in dem Moment? ;-))))))

grinning smileyie Erzieherin in teils gelangweiltem, teils beleidigt klingendem Ton: "Kommt wieder her, die Hunde dürfen nicht spielen!".

Die gute war wahrscheinlich total überfordert un angenervt. Kann ich verstehen, mit ao vielen Kindern alleine im Wald. Das kann nerven, aber es ist auch unverantwortlich so lasch mit so einer Situation umzugehen.

: Na gut, ich habe das ja hingekriegt. Aber mir wurde mal wieder bewusst, wie schnell es gehen kann, dass man einen "gefährlichen Hund" hat.

Sieh drüber hinweg. Sich jetzt damit zu belasten bringt nichts. Hauptsache ihr seid nicht aneinandergeraten.

Wir ziehen demnächst um, und ich habe schonmal die neuen Waldwege erkundet bei uns. Tolle Strecken, eine führt am Kinderheim vorbei ;-)) Da geh ich nie wieder vorbei. Die meinten Kimba wäre der Drachenhund aus "Eine unendliche Geschichte" ;-))) Man, konnte ich schnell laufen.....

liebe Grüße

Heike, Kimba & Aaron


von Gabi + Sheila(YCH) am 28. September 2001 09:35

Hallo Jana,

vor einiger Zeit traf ich auch mal so eine Gruppe im Wald. Ein paar der Kinder kamen auf uns zu - von der "Aufsichtsperson" war noch nichts zu sehen - und haben ganz lieb gefragt ob sie den Hund streicheln dürfen. Sheila läßt sich mit Engelsgeduld anfassen und es waren nur 3 Kinder, also habe ich ja gesagt und die waren auch sehr lieb und vorsichtig.
Sieht die Erzieherin das wird gleich losgepampt: IHR SOLLT DOCH KEINE HUNDE ANFASSEN! im Kasernenhofkommandoton. Kinder ganz verschreckt, da mußte ich der Frau erst mal erklären, daß die Kinder ordentlich gefragt haben und auch brav auf die Antwort gewartet haben - also alles richtig gemacht haben.
Die hat mich angeguckt als wäre ich grün und käme vom Mars und hat nichts mehr gesagt.

Als ich früher mit Basbie (vor Sheila) unterwegs war habe ich auch oft die Kinder selber stoppen müssen, weil die Eltern, trotz meiner Warnung, daß die Kinder den Hund besser nicht anfassen, offensichtlich keinerlei Handlungsbedarf sahen.
Basie war nicht so doll auf Kinder und schließlich sind Kinder keine Versuchskaninchen.

Tja, als Hundehalter muß man wohl für ALLE mitdenken :-))))))

Liebe Grüße
Gabi

von Jutta + Ouzo(YCH) am 28. September 2001 13:18

: Hallo Jana,

du hast vollkommen korrekt gehandelt.

Mein Ouzo ist ja unsere Kids (6 Jahre) gewohnt und er mag auch ganz kleine Kinder über alles, aber manchmal, wenn ich sie von der Schule abhole, dann stürzen ungefähr 5-6 Kinder auf ihn los.

Er hat noch nie geknurrt oder etwas Böses getan, aber er schaut mich dann mit ängstlichem Blick an (ist ja eh ein Hosenscheißer). Ich erkläre dann den Kids immer, dass Hunde Lebewesen sind und ich frage sie, ob sie sich wohl fühlen würden, wenn plötzlich so viele Kinder auf sie zukommen und anfassen würden. Das verstehen sie dann und einer nach dem anderen streichelt dann den Ouzo.

Was mich manchmal auch sehr nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass manche Eltern ihre Kinder einfach auf den Hund loslassen. Meistens bin ich es dann, der den Kindern erklärt, dass sie das bei fremden Hunden nicht tun sollen und vorher die Besitzer fragen, ob man den Hund streicheln darf oder nicht. Die Eltern geben mir dann auch recht und ich denke dann, warum habt ihr das eigentlich euren Kindern nicht schon vorher gesagt, muß erst etwas passieren?


Neulich kam ein kleiner Junge (ca.2 Jahre) auf Ouzo zugestürmt und hat ihn so umarmt, dass er ihm dabei den Hals zugedrückt hat. Ich mußte den Hund von dem Jungen befreien. Der Vater stand daneben und lachte. Als ich die Hände endlich vom Hals hatte, da biss der Junge in Ouzo's Fell. Da endlich nahm der Vater den Jungen weg und meinte, dass man einen Hund nicht mit dem Mund berührt, da er unsauber ist. Ich sagte dann, dass es auch gefährlich sei, einem fremden Hund den Hals zuzudrücken und ihn zu beißen. Der Vater meinte, dass das das Kind noch nicht wisse.
- Ich meinte hinterher zu meinem Mann, ob soviel Dummheit (die des Vaters) eigentlich nicht weh tut, denn wenn ich überlege, was bei einem anderen Hund hätte passieren können.
Das einzige was passiert war ist, dass der Junge einen Mund voller Hundehaare hatte und der Vater diese zu entfernen versuchte ;-)


Wenn ich einem fremden Hund begegne, dann frage ich grundsätzlich den Besitzer, ob ich ihn anfassen kann, auch wenn er lieb schaut. Manche Hunde haben auch schon schlimme Erlebnisse mit "Händen" gemacht und wer weiß, ob sie sich nicht angegriffen fühlen.

Das zum Thema Kinder, Hunde und Erziehung

Grüße von
Jutta + Ouzo, der Kinderfreund

von Mina(YCH) am 28. September 2001 16:34

Grüß dich Jana,

: Die Erzieherin in teils gelangweiltem, teils beleidigt klingendem Ton: "Kommt wieder her, die Hunde dürfen nicht spielen!".

über die Dinge, die davor passierten, kann ich nicht viel sagen. Vielleicht war die Erzieherin gerade mit anderen Kinder beschäftigt, Schmetterlinge angucken oder was weiß ich. Möglich ist alles. Dass sie die Augen nicht vorne hatte und die Kinder schnell genun
g darauf aufmerksam machte, dass man fremde Hunde nicht so überfallen darf, ist natürlich verantwortungslos. Doch kann es einfach passieren, wenn man nicht dauernd mit allem rechnet.
Dass die Erzieherin die Situation so wie beschrieben auffing, war nun meines Erachtens, ob nun geplant oder zufällig, gar nicht so falsch. Hier einen Ausdrück wie "geht weg Kinder, ihr hört doch, was die Frau sagte, einer der Hunde mag keine Kinder" hätte so oder schlimmer "einer der Hunde könnte beißen" bei den Kindern vielleicht Angst geschürt.
So wie es die Erzieherin jedoch verpackte, konnte keine Angst vor dem Hund aufkommen. Kinder können die Situation so einfach besser verstehen.

Mina

von Nicola mit Sally(YCH) am 28. September 2001 21:27

Hallo Jana,

Auf der einen Seite hat man panisch reagierende Mütter, auf der anderen Seite Leute, die eine Sorglosigkeit in punkto Kinder/ Hunde an den Tag legen, dass dies schon an Verletzung der Aufsichtspflicht grenzt.

Da sprichst Du ein wahres Wort gelassen aus!!!

Unser früherer Hund Charly war der absolute Kinder-Hasser (wurde von einer Familie mit Kindern im TH abgegeben...) und war auch fremden Erwachsenen gegenüber äußerst mißtrauisch. Bei Erwachsenen (bzw. Kindern ab 12 aufwärts) ging es aber, wenn sie sich ihm vorsichtig genähert haben - bei jüngeren Kindern aber nicht mal in diesem Falle (warum wohl?!?) Wenn kleinere Kinder sich ihm nähern wollten, ist er immer regelrecht ausgerastet vor Panik und ich hätte nicht die Hand dafür ins Gefeuer gelegt, dass er in so einem Fall nicht mal zugeschnappt hätte! Daher mussten wir bei unseren Spaziergängen auch immer sämtliche Antennen ausfahren und anstürmende Kinder davor zurückhalten, Charly zu streicheln, auf das nicht irgendetwas passiert - war oft nicht ganz so einfach, weil manche Eltern sich nicht die geringsten Gedanken darüber machen, was die Kids so treiben! Wir haben den Kindern immer erklärt: "Der Hund hat Angst vor Fremden, weil er früher mal gequält worden ist". Komischerweise haben die Kids da immer verständnisvoller reagiert als mancher Erwachsener - kleine Kinder haben beispielsweise gesagt "oh, der Arme", von manchem Erwachsenen haben wir zu hören bekommen "so ein Köter gehört eingeschläfert"!!!

Auch jetzt - mit einem "kinder-kompatiblen" Hund - verstehe ich die Gedankenlosigkeit mancher Erwachsener nicht, die ihren Kindern nicht erklären, dass man nicht jeden fremden Hund antatschen darf, ohne vorher zu fragen, ob der Wauzi das mag...Ist bei Sally zwar kein Problem, aber ich denke dabei an die Hundehalter, die - wie wir früher - einen nicht so kinderfreundlichen Hund haben - da wird mancher Spaziergang zum Spießrutenlauf und man ist ständig in der Situation, sich verteidigen zu müssen...

Es ist irgendwie heutzutage so eine zwiespältige Situation als Hundehalter eines Hundes, der Cocker-Größe überschritten hat - auf der einen Seite freut man sich über Eltern und Kinder, die nicht der Hunde-Hysterie verfallen sind und Panik vor Hunden haben - auf der anderen Seite sind so extrem arglose Menschen auch ein echter Albtraum, denn wenn heutzutage in einer solchen Situation was passiert, steht es morgen in allen Zeitungen..."Hund der Rasse XY biss 5-Jährigen" - auch wenn es nur ein kleiner Kratzer ist...
:
: Aber mir wurde mal wieder bewusst, wie schnell es gehen kann, dass man einen "gefährlichen Hund" hat.

Genau so ist es!!! Deswegen könnte ich auch bei HF die Krise kriegen, die ihren Hund zu jedem anderen hinrennen lassen - auch wenn dieser angeleint ist!!! In unserem Bundesland genügt schon ein klitzekleiner Vorfall, dass der Hund unter die GAVO fällt...
Wenn man dann noch einen Hund der Rasse XY hat, hat man echt die absolute A...Karte!!!

:
Gruß
Nicola mit Sally

P.S. Geht es "P" wieder besser?

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