Hundebegegnung mit Folgen - Nachtrag :: Ungereimtes

Hundebegegnung mit Folgen - Nachtrag

von Karin(YCH) am 12. November 2001 14:52

: : Das ist ja wiedermal ein super - Vergleich. In gewissen Sachen die du geschrieben hast, musst ich dir Recht geben, aber das obgenannte. Naja...... Einem Kollegen von mir ist das mal an einer Prüfung passiert (SchH3). Der Schutzdiensthelfer ist umgefallen und der Rüde hat weitergemacht........ weisst du was das ende war???? Mein Kollege wurde disqualifiziert. Was meines Erachtens auch richtig war.
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: Hi Karin,
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: kann ich mir kaum vorstellen. Es wird ja geradezu provoziert, daß der Hund unter allen Umständen die Beute festhält - d. h., der Helfer geht auch absichtlich (nicht im Ansprung, aber wenn der Hund den Ärmel hat) zu Boden, und ein guter Hund wird da auch den Ärmel festhalten; meine machen das. Warum also Disqualifikation?
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: Gruß, Attila

Hallo

Weil der Hund nicht mehr ausgelassen hat. Eine solche Situation übst du ja sicher auch nicht mit deinen Hunden. Versuch mal solch eine Situation zu haben und rufe deinen Hund ab. Mal schauen was passiert.


Grüessli
Karin Exi und Rony

von Kirsten & Max(YCH) am 12. November 2001 15:20

Hallo Andreas, hallo Attila,

--Und es gibt in der STVO einen netten Paragrafen mit gegenseitiger --Rücksichtnahme.

Dieser Paragraf verpflichtet zur gegenseitigen Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer. Und ich glaube nicht, daß der Gesetzgeber dabei Hunde als solche versteht. So gerne ich das auch so sehen würde.

Meinem Hund habe ich in mühevoller Kleinarbeit das Kommando "Halt" beigebracht, er bleibt dann wie angewurzelt dort stehen, wo es ihn gerade trifft. Und wir fahren gut damit. Radfahrer und Jogger brauchen keine Angst haben, daß sie der Hund zu Fall bringt und das hat uns schon viele positive Reaktionen eingetragen.

So komme ich zu angenehmen Spaziergängen, denn viele Jogger und Radfahrer, die mir täglich begegnen, grüßen nett und wer wäre ich, daß ich Leute als "elende Feiglinge" abtue, die sich vor Hunden fürchten?

Angst - häufig aus Unwissenheit resultierend - macht die lieben Mitmenschen oft unfähig, angemessen und rationell auf in ihren Augen bedrohliche Situationen zu reagieren. Das ist, auf Hunde bezogen, in der Hundeerziehung mittlerweile weitläufig bekannt und akzeptiert. Statt auf Konfrontationskurs durch die Lande zu ziehen, nehme ich Rücksicht auf Menschen, die keinen Kontakt zu meinem Hund wünschen und gebe ihnen die Zeit, die sie benötigen, um Vertrauen zu fassen. So kommt es, daß eine ehemalige Arbeitskollegin, die bis heute durch einen Hundebiss mitten ins Gesicht (in der Kindheit passiert)panische Angst vor Hunden hat, mit Max schmust und auch auf Spaziergängen schonmal seine Leine hält und nicht mehr vor ihm zurückschreckt. Dito eine nach eigener Aussage echte Hundephobikerin, die, nachdem ich Max geduldig bei jeder Begegnung an meiner ihr abgewandten Seite habe absitzen lassen, letztlich ganz entspannt meinte, sie habe vor ihm nun keine Angst mehr und das sei nicht mehr nötig.

Ich will mir hier keinen Heiligenschein verdienen und natürlich m u ß kein Hundebesitzer so auf seine Mitmenschen zugehen. Aber etwas Einfühlungsvermögen in die Psyche von angstgeplagten Passanten könnte vielleicht nicht schaden.

Kirsten & Max

von Heike K+A(YCH) am 12. November 2001 15:22

Hi Attila,

: ich versuche meinen Fehler durch gar nichts zu entschuldigen: es war falsch, den Hund zu dem Mann hinlaufen zu lassen, und es war falsch, ihn nicht sofort von der Hündin abzurufen. So. Was dann kam, konnte ich nicht mehr beeinflussen, da ich die Hündin an der Leine hatte und es keine Möglichkeit gab, sie festzulegen (links weit entfernte Bäume auf steilem felsigem Hang, rechts Mauer).

So weit so gut. Du siehst es ein, ist ja auch richtig und passieren kann sowas wirklich jedem, geb ich Dir recht und dann muss man eben sehen wie gut man seinen hund im Gehorsam hat. So oder so.

:Wie schon geschrieben, ich möchte den Hund sehen, der sich aus einem Kampf (Ernstfall, nicht Schutzdienst!), bei dem es um seine Unversehrtheit geht, noch abrufen läßt und kein Polizeihund ist, der den Ernstfall kennt.

Ich werde Dir den Beweis als solches schuldig bleiben weil ich keine Videokamera dabei hatte. Ich mit meinen beiden Hunden im Wald, es war am dämmern, musste an dem Waldlokal vorbei als ein Besoffener auf uns zutorkelte. Ich rief Aaron sofort zu mir. Der Typ pöbelte rum, wurde frech, ich wurde daraufhin auch frech (ja ist nicht richtig ich weiss) und Aaron schoss vor auf den Mann zu. Er bellte ihn an wie irre (Aaron kennt keinen SchH) der Mann trat nach ihm und schlug um sich, Aaron wich den Tritten AUS und griff NICHT an. Ich war damals mit der Situation überfordert und habe Aaron nicht gerufen weil ich Angst hatte. Ich drohte dem Typen dann mit meiner Leine (wie blöde) und er zog dann wankend doch davon. Ich hätte mich Notfalls selbst verteidigen können. Habe ich jetzt einen feigen Hund? Oder nur einen der Instinktsicher reagiert hat, nämlich sein Frauchen im Notfall verteidigen aber erst wenns Ernst wird und nicht einfach zubeisst weil jemand nach ihm tritt. Hätte der Mann mich Tätlich angegriffen, dann weiss ich nicht ob ich Aaron hätte zurückhalten können und ich muss sagen, ich hätte es auch nicht getan. Ich hoffe nur das sowas nie wieder passieren wird.

: Einen Westie hätte ich gar nicht erst - dann lieber 'ne Katze. Und beweisen muß ich gar nichts, es ist aber nun mal Tatsache, und es gefällt mir sogar. Was hätte ich davon, wenn's anders wäre? Ich hätte dann ein feiges, korruptes Tier, mit dem ich nichts anfangen könnte.

Tja, dann ist mein anderer Hund, mein Labrador eben ein feiges korruptes Tier und ehrlich gesagt ich finde Deine Einstellung mittlerweile echt zum ko... Was bildest du Dir ein so über andere Hunde zu urteilen nur weil sie kein großer DSH sind? Weil sie keinen Schutztrieb haben? Weil sie dadurch eben kein Hund sind? Totaler Blödsinn.
Weisst Du, genau vor so Typen wie Dir mache ich einen großen Bogen, Männer mit DSH sind mir ein graus. Und bislang hat sich das meist bestätigt...

Und nun habe ich keine Lust mehr den Rest des Postings zu lesen. Sonst werde ich noch persönlich und dann wirds gelöscht...;-)

trotzdem viele Grüße

Heike, Kimba & Aaron die ja total unnormalen Hunde


von Melli(YCH) am 12. November 2001 17:00

Hallo Attila,


grinning smileyer Hund aber hat nur eine Hose zerfetzt, also geschnappt und nicht gebissen.

...und das wusstest Du 100%ig vorher und hast ihn darum gewähren lassen ? Woher weisst Du, wie weit Dein Hund geht, wenn er sich noch nicht mal abrufen lässt?
Wo hört bei Dir denn so etwas auf, dass Du es duldest?


: Doch, er war es, da er weder Mann noch Hund verletzt hat und zu mir zurückkam. Wie schon geschrieben, ich möchte den Hund sehen, der sich aus einem Kampf (Ernstfall, nicht Schutzdienst!), bei dem es um seine Unversehrtheit geht, noch abrufen läßt


...die meisten Hunde, die ich kenne, würden ausweichen, wenn sie könnten und sie sind deswegen ganz tolle Hunde !! Ich finde, es klingt im Gegensatz zu Deiner Behauptung überhaupt nícht so, als wenn Dein Hund eine hohe Reizschwelle hat, denn er hätte locker ausweichen können, dann hätte der Mann mit seiner ängstlichen Attacke aufgehört und die ganze Situation wäre viel besser ausgegangen.....da wäre nur der entscheidende Unterschied, dass DU damit nicht klargekommen wärst, weil Dein Hund mit so einer Reaktion ein elendiger Feigling wäre....Du solltest nicht so viel Dein Bestreben und Deine Vorstellung, Mann zu sein, in Deine Hunde projizieren und sie dafür mißbrauchen.


: Einen Westie hätte ich gar nicht erst - dann lieber 'ne Katze. Und beweisen muß ich gar nichts, es ist aber nun mal Tatsache, und es gefällt mir sogar. Was hätte ich davon, wenn's anders wäre? Ich hätte dann ein feiges, korruptes Tier, mit dem ich nichts anfangen könnte.


Oh je oh je, Du solltest dringend mal über eine Therapie nachdenken und etwas für Dein Selbstbewußtsein tun !!!


: Ja. Hier würde gelten: stehenbleiben, auf den Hundeführer warten bzw. diesen herbeirufen, den Hund anleinen lassen. Warum geht das nicht? Weil die Leute feige sind. Warum muß man herumbrüllen, nach dem Hund treten, Gegenstände nach ihm werfen usw. und wundert sich dann, wenn man gebissen wird? Weil die Leute doof sind - deswegen.


Es gibt nun mal Menschen, die vor Hunden Angst haben und wenn ein Hund unmöglicherweise einem Menschen hinterherhetzt, hat der Hundeführer selbst Schuld und muss sich selbst dreimal auf die Birne hauen, dass durch seine nicht ausreichende Erziehung sein Hund diesen Tritt vom Radfahrer abbekommen hat. Natürlich muss es nicht unbedingt ein Tritt sein, aber manche Menschen reagieren eben leicht über aus ihrer Angst und der Auslöser ist ja nun mal der Hundeführer, der nicht aufgepasst hat.

Gruß, Melli

von Melli(YCH) am 12. November 2001 17:14

allo Attila,

:Aber der Rüde ist kein besonders geeigneter Sport-Schutzhund, hat jedoch eine hohe Wehrbereitschaft - meine Hündin hingegen ist ein ausgezeichneter Arbeitshund, würde sich aber in derselben Situation eher zurückgezogen haben.


...aha, das ist ja sehr interessant.
Und diese Wehrbereitschaft darf er dann eben anders ausleben ?
Und würde es Dich nicht stören, wenn Deine Hündin sich in der Situation zurückgezogen hätte ? Wäre sie dann nicht ein elendiger Feigling oder darf sie das, weil sie eine "Frau" ist ?
Und wieso wird eigentlich Schutzhundesport mit einer "echten" Situation verglichen....hier im Forum wird doch immer versichert, dass Sport-Schutzhunde nur den Ärmel als Beute sehen und es ein Spiel ist und absolut nichts mit einer ernsten Situation zu tun hat. Wieso sollte denn ein Hund, der Schutzhundsport betreibt im echten Ernstfall eigenständig handeln und überhaupt einen Menschen angreifen, anstatt sich zurückzuziehen, eben so, wie Deine Hündin wohl reagiert hätte ?


Gruß Melli

von P.H(YCH) am 12. November 2001 19:06

Tschau Attila

::ein sehr guter Hinweis, den sich alle Hundehalter merken sollten. Ich
werde ihn für künftige Ausbildungen berücksichtigen. Glaubst Du, ein
fünfjähriger Rüde läßt sich noch entsprechend korrigieren?
::

Das glaube ich schon. Man muss sehen, dass diese Situation die Du beschrieben hast nicht unbedingt auf einen aggressiven Rüden hindeuten, sondern auf einen mit zu wenig gehorchsam. Ich würde einfach den gehorchsam etwas anziehen. Ich weiss nicht ob Du dich mit Lendenschnürchen auskennst. Aber ich würde dem Hund mal so eines anziehen. Am besten unter Kontrolle von einem guten Hündeler. Dann sagst Du z.B. Sitz, leinst den Hund los und wenn er wegläuft, so ziehst Du am Schnürchen. Oder wenn er zum Auto hinsspringt, dann sagst Du Hier und wenn er nicht unverzüglich vor Dir Sitz macht, dann zupfst Du ihn oberhalb des Schwanzansatzes nach oben. Beim Hier kann man natürlich auch mal zum Hund gehen wenn er nicht kommt, ihn am Fell an der Lende packen und ein wenig ziehen, zurück laufen ihn währenddem nochmals rufen und wenn er dann kommt, dann ist er ein guter Hund und wird gelobt.
Auch kannst Du mit einem Lendenschnürchen die Situation simulieren und ihn in dem Augenblick zupfen, wenn er zum anderen Hund gehen will.

Früher trennte ich die Hunde, in dem ich sie an den Hinterbeinen wegzog wenn gerade einer nicht bisst. Es ist wichtig dass er nicht beisst, sonst gibt es sicherlich Verletzungen. Heute lasse ich keinen mehr an meinen Hund der aggressiv ist. Wenn es trotzdem einer versuchen sollte, dann nehme ich meinen Hund Fuss, laufe auf den anderen Hund zu und mache Druck. Geht er nicht dann gebe ich ihm saures, mein Hund hat das anrecht nicht dazu. Sollte einer meiner Hunde aufeinmal auf einen anderen losgehen, dann gibt es auch saures, ich warte den Kampf sicherlich nicht ab, bis er beendet ist.

Natürlich ist es gut, wenn man einen gesunden Menschenverstand walten lässt und bei einem Roti zum Beispiel, den Hund losleint und sich entfernt. Dafür wird dann der Hundebesitzer eines solchen Hundes verzeigt.

Gruss P.H

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