Aggressive Golden Retriever? :: Ungereimtes

Aggressive Golden Retriever?

von Tanja(YCH) am 12. April 2002 13:30


Hi!

In den letzten Wochen habe ich - sowohl aus den Medien als auch aus dem persönlichen Hundebekanntenkreis- viel über aggressive Golden Retriever gehört, die teilweise so bissig waren, daß sie eingeschläfert werden mußten oder eine Verhaltenstherapie verpasst bekommen mussten, weil sie Herrchen und Frauchen haben strammstehen lassen.

Was läuft denn da verkehrt?

Die meisten Hunde (auf jeden Fall die, die ich persönlich kenne /kannte, waren Hunde von relativ verantwortungsbewußten Züchtern- keine Hinterhofhundevermehrer).
Entweder sind die Hunde alle gestört, weil sie das Pech haben, zu einer Modehundrasse zu gehören und deswegen exzessiv gezüchtet werden oder die Besitzer haben gedacht ein "netter, leichtführiger Familienhund" bräuchte keine Erziehung und keine klare Rangordnung.
Ist der Golden "schwieriger" als sein Ruf?

Interessierte Grüße, Tanja und die zwei Labbi-Jungs

von JanaL+P(YCH) am 12. April 2002 14:49

Hallo Tanja,

hol dir mal Blochs letztes Buch. Dort ist ein Fallbeispiel von so einem Golden. Es handelt sich i.A. um Hunde aus Massenzuchten, oft mit mongoloidem Aussehen.

Gruß JanaL+P

von Cindy(YCH) am 12. April 2002 17:13

Hallo Tanja,

ich denke, beides kommt in etwa hin. Zum einen gibt es bei einer Rasse wie dem Golden garantiert sehr viele unseriöse Vermehrer. Und zum anderen machen es sich viele Leute zu einfach. Da wird ein Golden gekauft, da die "ja so tolle Familienhunde sind" und gerade "für Anfänger geeignet". Tja, und diese beiden Prädikate werden gleichgesetzt mit "ein Golden braucht keine Erziehung, der hört von allein, schliesslich ist er ja ein familienfreundlicher Anfängerhund". Und mal etwas Wissen aneignen, das muss man als Golden-Besitzer auch nicht, wozu denn auch?
Achtung bevor hier jetzt wieder grosses Geschrei kommt. Es ist mir klar, dass das längst nicht auf alle Golden-Halter zutrifft. Ich beschreibe hier nur einen Typ Golden-Halter, der mir inzwischen doch schon öfter über den Weg gelaufen ist.
Und dann sind die Hunde erwachsen, und die Probleme, die mit etwas konsequenter Erziehung von Anfang an, gar nicht entstanden wären, lassen sich mangels Wissen der Halter nicht mehr so einfach lösen. Wenn dann der Halter wenigstens erkennt, dass was schiefläuft, und Hilfe sucht, gut. Aber häufig erkennen diese Art Halter das dann erst, wenn Hund mal zupackt. Und dann war es "aus heiterem Himmel, ohne vorher jemals auffällig gewesen zu sein".
Zum Glück für den Golden als Rasse halten sich diese Halter noch in Grenzen.

Gruss Cindy

von JanaL+P(YCH) am 12. April 2002 18:47

Hallo Cindy,

leider laufen hier in der Gegend auch jede Menge Leute herum, die GR oder LR haben und nicht einmal wissen, dass sie Jagdhunde haben. Die Hunde "laufen so nebenher", gleiches gilt für Beagle, Berner Sennenhunde etc. Einfach schrecklich. Selbst der friedlichste Hund muss da eine Macke bekommen. GR und LR aus guter Zucht beschädigen sich dann aber i.A. lieber selbst als aggressiv gegen andere vorzugehen.

Gruß JanaL+P

von Petra B.(YCH) am 13. April 2002 12:31

Hallo Tanja,

von solchen Fällen hat man ja schon länger gehört (z.B. Hans Meiser ließ seinen Goldie einschläfern; der war glaube ich auch aus einer Massenzucht - wobei man sich schon fragt, warum solche Leute beim Hund sparen müssen). Ich kenne auch einen an der Hundeschule, der schon mit 5 Monaten andere Welpen richtig böse angriff und auch heute noch ein dominanter, blöder Rüde ist, den ich nicht geschenkt möchte.

Ich denke aber, dass wirklich dieser Ruf des "netten, unkomplizierten Familienhundes" für solche Auswüchse mit verantwortlich ist. Bekannte von uns kauften sich auch eine Goldie, den sie nach 10 Monaten schon wieder hergeben wollten, weil der Hund - oh Wunder - Arbeit machte und zu allem Übel noch Schmutz! Das sind einfach oft die Leute, die sich für diese Hunde entscheiden, aber dann am Anschaffungspreis sparen und zack, haben wir ein Problem!

Ich kenne aber auch absolute Traumgoldies, die nur lieb sind und ohne große Erziehung absolut verträglich und nett sind. Also nichts überbewerten, sondern Einzelfälle als Einzelfälle stehen lassen!

Petra B.

von Chris+Silas(YCH) am 13. April 2002 15:34

Hallo Tanja,

wir hatten in der Junghundgruppe einen Golden, der mit ca 6 Monaten anfing, "auszurasten". Nachdem er ein Kleinkind und sogar die eigene Familie biss, wurde er mit 9 Monaten eingeschläfert.
Ich kenne aber die Hintergründe oder die Zuchtumgebung nicht.
Die Aggressionen müssen aber jeweils völlig überraschend aufgetreten sein, so dass unsere Trainerin auf einen Defekt im Gehirn schloß.

Tschüss
Chris + Silas

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