bin am Boden zerstört! :: Ungereimtes

bin am Boden zerstört!

von anonym(YCH) am 16. September 2002 13:12


vielleicht würde ich gerne wissen, was ihr getan hättet, auch wenn ihr unsere lebensumstände und den Hund nicht kanntet. vielleicht brauche ich es auch einfach, jemandem davon zu erzählen, weil es mir auf der Seele drückt. Ich erwarte nicht, dass man mich richtet, sondern nur, was wäre vielleicht besser gewesen, wieso passiert so etwas, aber auf jeden Fall kann ich nicht soweit leben, dass ich es für mich habe.
Es tut mir Leid. sad smiley

von Tanja(YCH) am 16. September 2002 14:07

Also ich finde, Du kannst das nicht verantworten.
Gut, Du hast den Hund weggegeben, und das, was danach geschah, konntest Du aber in keinster Weise vorhersehen. Klar wäre es nicht passiert, wenn..., aber nun hast Du ihn nunmal weggegeben und jetzt sind Vorwürfe eh schon zu spät. Das einzige ist, daß Du hoffentlich aus diesem Vorfall gelernt hast, in Zukunft mehr Verantwortung für Deine Dir Anvertrauten zu übernehmen und nicht den Weg des geringsten Widerstandes in Anspruch nimmst.

Gruß
Tanja

von Mario(YCH) am 16. September 2002 15:14

Hallo Du

Jetzt einmal abgesehen von dieser traurigen Geschichte, die durch Eure Handlungsweise ihren Anfang nahm, verstehe ich es nur zu gut, dass Du Dir Deine quälenden Gedanken von der Seele schreiben wolltest. Vielleicht hattest Du die Hoffnung, dass irgendjemand im net ein Hauch von Verständnis aufbringt, sich sogar ein wenig einfühlen kann in diesen von Selbstvorwürfen gepeinigten Menschen.
Es gibt viellerlei Gründe weshalb wir Menschen manchmal falsche Entscheidungen treffen und die müssen bei weitem nicht immer so niedrig sein wie das einem die Selbstgerechten zu spüren geben.
Ich bin sicher, Du hast durch diese leidvolle Geschichte eine ganze Menge über dich erfahren und Du wirst dieses Erfahrene so einsetzen, dass Euer Hund nicht umsonst auf diese Weise sterben musste.

Ich wünsche Dir, dass Du Dir verzeihen kannst.
Gruss
Mario


von Lara01(YCH) am 16. September 2002 14:53

Das sehe ich nun wieder anders, wenn bekannt ist ,das das tier keine kleinen Kinder mag, dann evtl,. noch großer Hund (kleine ja für Drogis meist uninteressant), würd ich den Hund auch weggeben, oder willst du lieber ein totes Kind riskieren (aber wir habens ja wenigstens probiert -o- ), für das Schicksal des Hundes kann sie nichts, da sie das tier ja an gute Bekannte weitergegeben hat, in dem Glauben, dass er dort bleiben kann.....

Und , ich habe zwar nur einen dackel, aber wenn der meiner Kleinen was tun würde, würde mein Männel selbst zum gewehr greifen.....

von Astrid(YCH) am 16. September 2002 15:53

Hallo,

Ich kann dich gut verstehen.

Man kann es drehen und wenden wie man will, wie Ihr auch agiert und reagiert hättet, hätte es tragisch enden können. So aus der Ferne betrachtet hätte man es sicher mit Kind und Hund versuchen müssen - die Kinder des eigenen Rudels hätte er womöglich akzeptiert. Vielleicht aber auch nicht, dann hätte deine heutige Meldung einen anderen, noch tragischeren Inhalt.

Ihr habt Euren Hund bestimmt mit bestem Wissen und Gewissen an diese Menschen abgegeben. Aber wie es so ist, man sieht nicht in die Leute hinein und jeder kann sich täuschen (oder täuschen lassen).

Trauere um Euren Hund und verzeih' Dir. Und dann schaust Du wieder vorwärts und lässt Dir durch dieses äusserst traurige Ereignis nicht die Freude an und mit Deinem Kind trüben!

Liebe Grüsse,
Astrid

von Wiebke(YCH) am 16. September 2002 16:33

Es ist ganz verständlich, dass Du Dich derzeit nicht gut fühlst.
Sicher bildet ein Hund eine Verpflichtung - und in manchem Fall bringt das vielleicht auch die Verpflichtung mit sich, ihm einen geeigneteren Platz auszuwählen, wenn sich die Situation verändert.
Vielleicht können Dir folgende Bemerkungen etwas helfen, Euch diese sicher mit beste Absichten verantwortungsbewußt getroffene Entscheidung, die dann doch noch so tragisch ausging, obwohl ihr bereits versucht habt, nachträglich noch zu retten, was noch zu retten war, zu vergeben:

a) in die Zukunft zu schauen ist uns Menschen eben leider nicht gegeben. 'Zukunftsträchtige Entscheidungen' kann man deshalb immer nur nach seinem momentanen Wissenstand nach bestem Wissen und Gewissen treffen - was dann geschieht... nachher ist jeder klüger. Und mit dem, was schließendlich geschehen ist, muss jeder einzelne in dieser Weitergabekette leben.

b) Für jeden, der sich einen Hund nimmt: was sagt der Partner wirklich dazu? Habe ich mir das wirklich gut überlegt? Die Tierheime sind voll mit Hunden, wo dass vielleicht nicht in vollem Umfang der Fall war - und ob das Leben als 'schwer zu vermittelnder' hinter Gittern in jedem Fall ein so schönes ist?

c)so eben mal 'austrainieren' lässt sich keine Kinder-Ängstlichkeit oder Abneigung - nicht so zumeist, dass man sich darauf dann verlassen möchte. In den ersten Monaten mit Baby geht es ja noch, wenn man es hundepsychologisch optimal angeht, nur was wird, wenn das Kind zu krabbeln anfängt, auch einmal nach dem in die enge getriebenen Hund greift. Und ob Trainer und Training dann wirklich so toll waren - in diesem Fall 'hinterher klüger zu sein' kann ja auch für Hund und Kind ganz schön daneben gehen.

d) Ohnehin wird man auch den normalsten Hund mit einem noch so lieben Kind nie zusammen allein lassen - auch nicht beim Hund 'mit Kinderfreundlichkeits-Gen' und guter Sozialisierung auf Kinder. Auch nicht beim liebsten, Hunde von der Geburt an gewöhnten Kind. (Eigentlich)
Aber irgendwann bleibt doch irgendwo einmal die Tür offen, wenn gerade das Telefon klingelt - und da wäre es eben doch gut, wenn der Hund dann gegenüber Kindern eine sehr gute Frustrationstoleranz hätte...(und das Kind gegen Hunde, aber das könnte man ja noch rechtzeitig 'schulen').
Die heutige Wohnsituation ähnelt kaum mehr ländlichen Verhältnissen, wo mehr Aufsichtspersonen ganztägig in der Nähe beschäftig waren und wo der Zugang ins Freie manchem Gestressten die Flucht nach außen ermöglichte, ohne dort gleich unter einem Auto zu landen.

e) allen Züchtern ins Stammbuch: man weis nie vorher, wie sich eine familiäre Situation entwickeln mag: rechtzeitige Sozialisierung jedes Hundes auf Kinder möglichst verschiedenen Alters ist für die Zukunft praktisch jeden Hundes essentiell. Und wenn der neue Besitzer das dann noch mit einiger Regelmässigkeit überlegt weiterführt, hat so ein Hund später einfach bessere Chancen im Leben.

f) Und noch etwas: Nach einer Geburt sieht man aus hormonellen Gründen manches besonders schwarz - nicht als ob man sich in so einem Fall nicht ohnehin Vorwürfe machte, aber das 'schwarze Loch' hätte dir jetzt gerade auch ohne tragischen äußeren Anlaß zustossen können.

Alles Liebe für Euch und Euern neuen Zweibeiner!
Wiebke

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