Der alte Mann und der Hund, oder:. :: Ungereimtes

Der alte Mann und der Hund, oder:.

von Antje(YCH) am 20. Mai 2003 21:44

Hallo Frieda,

also gut, einmal noch: Der Fleck war ja wohl nur das zurückgebliebene Zeichen dafür, daß da jemand von einem Hund körperlich bedrängt worden ist, der das nicht wollte. Warum er so etwas nicht möchte ist seine Sache.... Bei der ganzen Diskussion hier geht es nicht darum, ob's 'nen Fleck gibt oder nicht und wie groß der ist und ob der mit Wasser wieder rauszuwaschen geht oder nur durch chemische Reinigung, sondern um aufgezwungenen Körperkontakt zwischen einem Hund und einem Mensch, der so etwas nicht schätzt, und um den Umgang miteinander in einer solchen Situation wenn's denn mal passiert ist. Ich für meinen Teil kann da, auf die Ursprungsmeldung bezogen, nur sagen, daß es nicht gerade rühmlich ist, sich über Leute lächerlich zu machen die sich so etwas verbitten und auch noch Zustimmung von anderen zu erwarten, ob ich selbst ihre Reaktionen nun albern finde oder nicht. Ich möchte schließlich auch von anderen Leuten in meinen Belangen ernst genommen werden, auch wenn andere meine Belange bestimmt nicht immer verstehen können. Hat etwas mit Akzeptanz und Toleranz zu tun, auch wenn der andere mal überreagiert. Das Pärchen war schließlich nicht alleine Schuld an dieser Situation, Auslöser war immer noch Martins Hund.


: Warum sollen wir Hundehalter uns von den Nichthundehaltern eigentlich
: alles gefallen lassen??

Warum sollen sich Nichthundehalter denn von Hundehaltern alles gefallen lassen? Sich z.B. von einem fremden sabbernden Riesenköter im Cafe den Kopf auf's Bein legen lassen??? So stellt sich die Situation für jemanden dar, der nix mit Hunden am Hut hat und sie nicht unbedingt mag...

Ich habe kein Problem mit Nichthundehaltern, und ich vertrete durchaus meine Interessen. Ich kann aber trotzdem dafür sorgen, daß andere sich nicht UBERMÄSSIG durch meine Hunde beeinflußt fühlen. D.h. ich nehme sie nicht dann mit zum Stadtbummel, wenn die Geschäfte megavoll sind (findet ja auch der Hund nicht unbedingt toll), ich leine sie bei Stadtbesuchen etc. an, damit auch Leute, denen beim Anblick eines Hundes leicht schummerig wird, den Aktionsradius meines Hundes berechnen können und sich dadurch sehr viel sicherer fühlen (beim freilaufenden Hund fühlen sie sich dem guten Willen meines Hundes ausgeliefert, und das muß da, wo es eng ist, nicht sein) usw. Den nötigen Auslauf erhalten meine Hunde dort, wo Leute, denen die direkte Begegnung mit einem Hund unangenehm ist, mich und meine Hunde weitläufig umgehen können.


: Die Raucher werden diskriminiert. Ja, ich bin Raucher. Und ich rauche
: dort, wo es erlaubt ist. Trotzdem musste ich mich vom Nichtraucher
: beschimpfen lassen, daß ich die Zigarette ausmachen soll.

Ich bin Nichtraucher, so wie alle meine Kollegen. Habe aber nix gegen Raucher, denn die sichern meinen Arbeitsplatz ... ;-))))


: Die Hundehalter stehen nicht schlecht da, weil ein Hundehalter sich
: gegen Motzerei wehrt, oder "Unfallflucht" begeht. Die Hundehalter
: stehen schlecht da, wenn der Hund Menschen angreift. Aber dagegen
: soll deiner Meinung nach nicht eingegriffen werden. Der Hund greift
: wieder an, und dann kriegt die Bildzeitung Wind. Und dann??
: Das ist das, was uns Hundehalter ins schlechte Bild setzt.

Dann hast Du Dich aber noch nicht häufig mit Nichthundehaltern auseinandergesetzt. Hunde sind bei denen in erster Linie deswegen unbeliebt, weil sie Kleinkindern die Kekse aus der Hand schnappen, auf dem Spielplatz herumlaufen und in die Sandkiste sch..., Geschäftsinhabern an die Waren pinkeln, Kinder ankläffen so daß diese die Straßenseite wechseln weil sie Angst haben, Radfahrer, Jogger und Inlineskater verfolgen etc. (Kaum einer meiner Kollegen, der noch nicht beim Radfahren oder Joggen von einem Hund verfolgt worden ist). DAS sind die Situationen, die man immer wieder geschildert bekommt, die die Leute selbst mehrmals erlebt haben. Daß ein Hund zubeißt haben die wenigsten von den Leuten, die uns mit gemischten Gefühlen begegnen, selbst erlebt.


: : Aaah ja, die Auslagen vor den Geschäften, Ständer mit Jeans z.B.,
: : sind für Dich also öffentliches Allgemeinsgut? Ich glaube, das
: : sehen die Geschäftsinhaber aber anders, in deren Augen ist das noch
: : nicht bezahlte Ware, die sie vollgepißt nicht mehr an den Mann oder
: : die frau bringen können...
:
: Das ist ja wohl ein Unterschied zu einem kleinen Fleck auf der Hose.

Für den einen ist der Fleck auf einer fremden Hose, den sein Hund fabriziert hat, Pippifax, für den anderen wenn sein Hund an einem Zeitungs- oder Jeansständer das Bein hebt. Ich persönlich jedenfalls habe noch nie gesehen, daß ein Hundebesitzer in einem solchen Fall ins Geschäft marschiert und die Ware, die sein Hund markiert hat (egal ob Postkarte, Zeitung oder Jeans) kauft. Die tun alles so als hätten sie nix bemerkt und verduften. Das aber sind halt die Kleinigkeiten im Leben, mit denen wir uns keine Freunde machen.


: Soweit ich gelesen habe, gehst du mit deinen Hunden ja auch nicht in
: die "Öfffentlichkeit".

Ach nee? Dann sind bei Euch "Öffentlicheiten" imemr rappelvoll? Bei uns nicht...

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 20. Mai 2003 22:05

Hallo Elke,

wenn Du unter "Fertigmachen" verstehst daß man bei seiner Meinung bleibt und die Deine nicht annimmt wird es wohl so sein. Im übrigen darfst Du mich kritisieren wo Du willst, wann Du willst und solange Du willst, wenn es Dir Spaß macht. Wenn ich etwas dagegen hätte würde ich mich nicht in einem Diskussionsforum Archiv bewegen...

Viele Grüße

Antje

von Meike(YCH) am 21. Mai 2003 10:53

Hallo Antje,

tja und wir wundern uns über VOs? Ach, alles nicht so eng nehmen, das hat man zu tollerieren.

Ich kann dir in allen Punkten zustimmen, auch wenn das sicherlich nicht heißt das ich (wir als Hundehalter) uns deswegen alles gefallen lassen.

Tolleranz heißt das Zauberwort - auf beiden Seiten. Dann gäbe es auch keine VOs die versuchen würden dieses Verhalten einzuschränken.

Danke an all diejenigen denen wir das zu verdanken haben.

Gruß
Meike

von Danni mit G+H(YCH) am 21. Mai 2003 14:28

LHVO ;-)))

von Regula+Kjwa(YCH) am 22. Mai 2003 14:55

Hi Martin

Ich verstehe nicht, wie man darauf kommen kann, dass Deine Geschichte nicht war sein könnte. Ich glaube, jeder Hundebesitzer hat schon mal die eine oder andere ähnlich peinliche Situation erlebt. Ausser vielleicht die, bei denen der Hund nur im Zwinger sitzt. Ich kann mir die Situation im Café echt lebhaft vorstellen, hätte doch meine Flat-Hündin genau das selbe gemacht oder zumindest versucht. Manchmal kann man sich noch so Mühe geben, gierige Pelznasen lassen sich eben keine Chance entgehen. Ich habe Verständnis für Leute die Hunde nicht mögen. Aber ich habe kein Verständin für Leute, die aus einer Mücke einen Elefanten machen. Ich hätte mich bestimmt auch aufgeregt über die übertriebenen Reaktion. Ich gebe bestimmt mein bestes um niemanden mit meinem Hund zu belästigen aber eben - shit happens.

Verständnisvolle Grüsse
Regula+Kjwa

von Nicola mit Sally(YCH) am 23. Mai 2003 22:08

Hallo Alex,

sorry für die späte Antwort, aber unter der Woche bin ich fast nie im Forum.
:
: Vielleicht sollten wir nicht alles gleich so bierernst nehmen!

Nee, natürlich nicht! Aber in einem Diskussionsforum Archiv sollte man schon alles diskutieren dürfen. Auch wenn man ab und an anderer Meinung ist als die anderen.
:
: Martin´s Geschichte war sicher ein bissl "künstlerisch ausgestaltet"!

Das denke ich auch - vor allem die Geschichten nach der eigentlichen Geschichte...
:
: Auch ich hatte schon überlegt, ob das von ihm so toll war stundenlang durch einen Baumarkt zu rennen und den Hund dabei im Auto zu lassen. Dann hab ich mnir überlegt, inwieweit es dabei um des Gag´s Willen übertrieben hat. Hatte ja auch nix mit der eignetlichen Sache zu tun.

Das stimmt. Aber nach der Ursprungsmeldung von Martin hat es sich für mich (überspitzt ausgedrückt) so dargestellt, dass der karriere-gestresste Yuppie nach dem Einkauf auch noch mit dem Hund raus muss - also geht man halt notgedrungen in die Einkaufspassage (wohin auch sonst?). Das dem nicht so ist, ist mir nach dem Lesen der 100.000 Postings jetzt auch klar, aber in der Ursprungsmeldung sah es nun mal so aus und da es tatsächlich solche Hundehalter gibt, rollen sich mir bei solchen Meldungen die Fußnägel auf - sorry.
:
: Ich finde auch, wir sollten uns jetzt nicht gegenseitig über pro und kontra zu tode diskutieren.

Nee, wirklich nicht. Und ich bin echt erstaunt, wie sich manche Diskussionen entwickeln können - inzwischen sind wir schon beim Krieg gelandet ...
:
: Meine Meinung war wohl eindeutig. Beide haben falsch reagiert, man mag das in Nuancen unterschiedlich bewerten, aber letztendlich ist das alles keine Tragödie, es gibt weiss Gott schlimmeres.

Da hast Du absolut recht. Aber es gibt immer etwas Schlimmeres. Deswegen darf man doch trotzdem über die weniger schlimmen Dinge diskutieren, oder?
:
: Aber zu meinem folgenden Satz und deiner Reaktion möchte ich doch noch was ernsthaftes bemerken:
:
: ALEX: "Eine Gesellschaft, die sich hauptsächlich an den Ängstlichsten ihrer Mitglieder orientiert, würde ein sehr trauriges Bild abgeben."
:
: NICOLA: Eine Gesellschaft, die sich nur an ihrem eigenem eingeschränktem Weltbild orientiert (ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass andere andere Einstellungen und Wertvorstellungen haben - in der es möglicherweise sogar 'Menschen gibt, die Angst vor dem haben, was man selber liebt) gibt noch ein sehr viel traurigeres Bild ab!!!
:
: Ich glaube nicht, dass du wirklich verstanden hast, was ich meinte und dass du mich missinterpretierst. Stell dir mal vor, die Gesetzgeber würden unsere Umwelt so überregeln, dass auf jegliche Ängste, eventuell sogar bis hin zu Phobien, Rücksicht genommen würde. Glaubst du nicht, dass so eine Gesellschaft ein Albtraum wäre? Hunde würden darin z.B. nicht mehr vorkommen dürfen.

Ich glaube, dass Du mich missverstanden hast, bzw., dass wir aneinander vorbeireden. Unter "Gesellschaft" verstehe ich nicht "den Gesetzgeber" oder "die Regierung", sondern uns alle, Dich und mich! Wir leben nun einmal in einer Gemeinschaft mit anderen und da kann nicht jeder nur auf seine Interessen pochen oder nur auf seiner Meinung beharren - da muss man halt manchmal einen Gang zurückzuschalten und notfalls auch mal zurückstecken. Wenn die "Gesellschaft" das nicht schafft - dann (und erst dann) kommt der Gesetzgeber! Aufgrund der Tatsache, dass sich zu viele Hundebesitzer rücksichtslos verhalten, entstehen Gesetze (wenn der entsprechende Kläger da ist). Ob man es hören will oder nicht: Es ist Fakt.


: NICOLA: Eine Gesellschaft, die auf die Ängstlichkeiten Ihrer Mitglieder keine Rücksicht nimmt, sondern in der nur die "Stärksten" überleben, fände ich persönlich zum k...... und erweckt in mir keine guten Gedanken.
:
: Denk nochmal drüber nach, ob du damit nicht unrecht hast.

Klar, natürlich mag es sein, dass ich unrecht habe. Ich sage ja nur meine Meinung - ob ich damit "recht" habe, sei mal dahingestellt.

Ich bin halt einfach nur der Meinung, dass die "Gesellschaft", also die Allgemeinheit die Pflicht hat, auf alle anderen Rücksicht zu nehmen.
Kleines Beispiel: Ich gehe seit Jahren auf meinem Fußweg zur Arbeit über eine Hauptverkehrsstraße - natürlich auch bei rotem Ampelzeichen, wenn keine Autos zu sehen sind. Eines Tages hat mich eine junge Frau darauf angesprochen, dass sie es nicht so prickelnd findet, wenn sie ihrer 5-jährigen Tochter gerade beibringen will, dass man nur über die Straße gehen darf, wenn das grüne Männchen aufleuchtet, die Tochter aber gleichzeitig sieht, dass 5 "vernünftige" Erwachsene über die Straße rennen, obwohl das rote Männchen aufleuchtet. Hört sich vielleicht lächerlich an für manche - aber seit diesem "Anschiss" hüte ich mich davor, bei Rot über die Ampel zu gehen, wenn Kinder dabei sind.

Überleg dir, wie die Welt aussähe, wenn sie völlig abgesichert sein sollte. Ohne Diktatur auch von der praktischen Seite her nicht realisierbar.

Aber überleg Dir, wie die Welt jetzt aussieht...
Leider, leider ist manches ohne "Diktatur" nicht realisierbar, aber woran liegt das denn? Warum gibt es denn für alles und jedes Verordnungen? Eben deshalb, weil es ohne anscheinend nicht klappt. Traurig genug.

Schade finde ich es, dass manche Hundebesitzer für sich und ihre Hunde Toleranz von allen Seiten fordern, sich über Postings wie das von Martin köstlich amüsieren, alle anderen, die sich kritisch dazu äußern, lächerlich machen, und dabei nicht merken, dass sie selbst die Intoleranz in Person sind!
:
: Bitte unterstell mir nicht, dass ich für ein Recht des Stärkeren eintrete, so war das nicht gemeint.

Glaube ich Dir - und ich wollte Dir auch um Gottes Willen so etwas nicht vorwerfen.
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: Ich appelliere nur an den gesunden Menschenverstand und glaube an ein Menschenbild, dass nicht durch Massenhysterie geprägt weden sollte.

Manch einer hat aber keinen "gesunden" Menschenverstand (bzw. das, was Du oder ich oder andere darunter verstehen), und auch diese Menschen wollen leben...Hat im Prinzip nichts mit Massenhysterie zu tun - einfach nur damit, dass es viele, viele, viele Menschen gibt, die einfach keine Hunde mögen.
:
Ohweia - mittlerweile sind wir von der Ursprungsmeldung kilometerweit entfernt...

Gruß

Nicola mit Sally

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