Hunderettung / Transfer Italien - D :: Urlaub mit Hund

Hunderettung / Transfer Italien - D

von Ute(YCH) am 21. August 2002 15:47


Hallo liebe Hundeliebhaber,

sind gerade in Urlaub auf Sizilien. Haben hier einen Dobermann-Schaeferhund-Mischling gefunden, der ausgesetzt wurde und auf einem Parkplatz herrenlos "lebt". Wir wuerden den armen, total verhungerten Kerl ja gerne mit nach Deutschland nehmen - aber wie???

Wir fliegen in 10 Tagen zurueck nach Duesseldorf, aber Tollwutimpfung mindestens 20 Tage vor Flug wird bei Fluegen verlangt und das ist ja jetzt nicht mehr moeglich?!

Die andere Ueberlegung waere, mit einem Mietwagen nach Deutschland zu fahren, aber auch dann muessten wir zwangslaeufig mit einer Faehre hoch nach Genua (ca. 20 Std.) fahren. Wie ist das auf Faehren mit Hunden? Wo koennen die mal ihre "Beduerfnisse" erledigen?

Habt Ihr einen Tipp? Wir wuerden diesem Hund wirklich gerne helfen und ein schoenes Zuhause bieten, aber die Frage ist hier wirklich, wie der Transfer nach Deutschland funktionieren wuerde...
Ich habe mal von Organisationen gehoert, die bei der Einfuehrung von Hunden nach Deutschland behilflich sind...

Da ich erst morgen wieder ins Internet komme, bitte ich um Verstaendnis, dass ich auf Fragen nicht gleich antworten kann.

Vielen Dank vorab fuer Eure Hilfe.


Liebe Gruesse aus dem extrem heissen Taormina/Sizilien,
Ute

von Sam(YCH) am 21. August 2002 16:15

:
: Hallo Ute,

hier ein paar Links, die Dir hoffentlich weiterhelfen:

[www.tierhilfe-sueditalien.de]

www.tierhilfe-sueden.de

[www.vitanimaux2000.de]


jede Menge anderer Links findest Du noch unter:

[www.vier-pfoetchen.com]


Also ganz ehrlich gesagt ich würde alles versuchen, um den Hund
mit nach Deutschland zu bringen.
Mit Fähren kenne ich mich leider nicht aus.
Einen Hund habe ich mal per Flieger aus Lanzarote mitgebracht
und hier in D vermittelt. Es war ein suuper dankbarer Hund!
Damals hatte ich sogar nur noch sieben Tage Zeit. Ich bin
zu einem Tierarzt gegangen und hab ihm mein Problem erklärt,
daraufhin hat er den Hund untersucht, geimpft und die Impfung
einfach zurück datiert. Bei der Fluggesellschaft musste ich
den Hund einige Tage vorher noch anmelden und zum Glück ging
alles glatt.

Ich hoffe Du bekommst noch andere hilfreiche Tipps und ich
drück´ Euch die Daumen, dass der arme Kerl bald in Deutschland ist.

Gruß, Sam




von Me & Bär(YCH) am 21. August 2002 22:19

: Hi Ute,

wenn der Hund ohne die notwendige Impfung importiert wird und das jemand mitbekommt (z. B. der Zoll) dann ist der Hund schneller als Du denkst einkassiert. D. h. in der Rgel Quarantäne für mindestens 30 Tage nach erfolgter Impfung in einer Tierpension/einem Tierheim: Die Kosten trägst Du als illegaler Importeur! Zusätzlich kommt ein Bußgeldverfahren auf Dich zu.
Versucht besser einen TSV vor Ort zu finden, der den Hund vorübergehend aufnimmt, impft und mit den notwendigen Papieren nach Deutschland bringt.

Zudem würde ich gerne darauf hinweisen, dass gerade in Süditalien die Leishmaniose an der Tagesordnung ist (Dirofilariose, Babesiose und Ehrlichiose kommen noch hinzu).

Bitte überlegt Euch genau, ob ihr den Hund ohne WENN und ABER mitnehmen möchtet: Es bringt ihm wenig, wenn ihr ihn nach Deutschland holt und dann hier in ein Tierheim gebt, weil die Kosten für etwaige Krankheiten überhand nehmen oder er Verhaltensweisen an den Tag legt, die nicht in unser doch sehr zivilisiertes Leben in Deutschland passen!

Ich setze Dir einen Link zu unserer Homepage, dort kannst Du über die ausländischen Krankheiten nachlesen!!!

Ich möchte Dir sicher keine Angst machen und Dir auch nichts unterstellen, aber es sitzen zu viele (auch importierte) Hunde in deutschen Tierheimen, als dass man aus einem "Urlaubsgefühl" heraus
einen Urlaubshund mitnimmt, um ihn dann hier doch aufgeben zu müssen (finanzielle Situation/emotionale Gründe)! es ist ein Schritt, der genauso gut überlegt werden sollte, wie bei einem Hund aus Züchterhand oder dem Tierheim!

Liebe Grüße,
Me & Bär (aus Thailand)

von Sam(YCH) am 21. August 2002 22:39

: : Hallo Me + Bär,
::
: Bitte überlegt Euch genau, ob ihr den Hund ohne WENN und ABER mitnehmen möchtet:

Aber was schlägst Du vor?

Sie kann ihn doch nicht einfach dort lassen.
Bestimmt ist er ihnen schon ans Herz gewachsen.

Hätte der Hund denn überhaupt eine Überlebenschance, wenn sie ihn dort
lassen würden?
Gerade Du weißt doch am besten, was mit herrenlosen Tieren im Süden passiert.

Was Leishmaniose und evtl. andere Krankheiten angeht, hast Du natürlich
vollkommen recht. Darüber sollte man sich auch im klaren sein.
Ich war´s damals allerdings nicht als ich den kleinen Kerl aus Lanzarote mitnahm.

Vielleicht gibt es ja in ihrer Nähe einen guten Tierschutzverein, wo
jemand auch Deutsch spricht und kann Ute weiterhelfen.
Und wenn´s eben nicht anders geht, dann wirklich wie Du schreibst
vorübergehend in einem guten Tierheim unterbringen und dann nachkommen
lassen. Oder besser noch den Urlaub verlängern und den Hund persönlich
mitnehmen. Aber das wird wohl kaum was.....
Also ich brächte es nicht übers Herz den Hund dort zu lassen.
: :
:
:Viele Grüße, Sam

von Möni(YCH) am 22. August 2002 07:25

Hallo Ute!
Wie ist das auf Faehren mit Hunden? Wo koennen die mal ihre "Beduerfnisse" erledigen?
***die Fähre fährt von Messina (nicht weit von Taormina entfernt) nach Reggio di Calabrien, die Fahrt dauert ca. 30 Minuten, man kann mit den Hunden im Auto über Deck bleiben. Die Autofahrt nach Hause dauert ca. 3 Tage (mit Übernachtungen) und das im August, von den Kosten ganz zu schweigen!!!
Ist es überhaupt erlaubt, einen Hund einfach so mitzunehmen? Müssen nicht auch rechtliche Dinge geklärt werden? Vielleicht gehört der Hund ja auch jemandem!
Viele Grüsse Möni



von Me & Bär(YCH) am 22. August 2002 09:35

: :Hallo Sam,
:
: Hätte der Hund denn überhaupt eine Überlebenschance, wenn sie ihn dort
: lassen würden?
: Gerade Du weißt doch am besten, was mit herrenlosen Tieren im Süden passiert.

Ja, ich weiß was mit den Tieren dort passiert, nur leider habe ich jeden Tag auch den Outlook voll mit genau dem, was ich schrieb: anfragen von Leuten, die mit dem Hund völlig überfordert sind, die sich ein Leben mit Hund völlig anders vorgestellt haben und schon gleich mit einem Hund aus dem Süden ;-)) Einigen Leuten kann man sicher mit Tipps etc. helfen, aber es gibt auch Menschen, die finanziell nicht in der Lage oder auch bereit sind einen kranken Hund behandeln zu lassen (es ist einfach teuer, das kann man nicht unter den Teppich kehren!).

Und diesen Tieren ist mit einem warmen Tierheimplatz nicht geholfen - sie kommen teilweise nicht klar auf 6x6 Meter eingepfercht zu sein, zumal die meisten Hunde einfach Streuner waren.

Ich habe ja bereits geschrieben: Es spircht nichts dagegen den Hund mitzunehmen, aber dann ohne Wenn und Aber! Es hilft weder dem Hund noch den Tierheimen hier in Deutschland, wenn der Hund aus Mitleid mitgebracht wird, dann aber letztlich doch kein Zuhause hat!

: Vielleicht gibt es ja in ihrer Nähe einen guten Tierschutzverein, wo
: jemand auch Deutsch spricht und kann Ute weiterhelfen.

Das ist genau der Weg, den ich gehen würde! Impfen lassen, evtl. auch testen (ist vor Ort um ein Vielfaches billiger) und dann mit einem Flugpaten oder einer Mitfahrgelegenheit herbringen lassen.

Ich halte wirklich nichts davon ungeimpfte Hunde "einzuschleusen" - es gab die letzten Jahre immer wieder Tollwutfälle unter den mitgebrachten Hunde und das stellt auch eine Gefahr für einheimische Hunde/Katzen und auch Wildtiere dar, nicht zu vergessen, dass hier auch Ute und andere Menschen gefährdet wären - also Finger weg von sowas! Zumal die Auswirkungen bei Auffliegen des Schmuggels für den Hund auch wieder mit Streß verbunden sind (mind. 30 Tage Quarantäne - sämtliche Kosten wären von Ute zu übernehmen).

: Oder besser noch den Urlaub verlängern und den Hund persönlich
: mitnehmen. Aber das wird wohl kaum was.....

Warum nicht??? Italien ist nicht soooo weit weg, man könnte nochmal einen Wochenendtrip machen oder eben den Urlaub verlängern (haben wir damals auch getan!).

: Also ich brächte es nicht übers Herz den Hund dort zu lassen.

Käme bei mir auf die Situation an und auch auf Faktoren, wie z. B. wie alt ist der Hund, wie hat er bisher gelebt, wie verhält er sich anderen Hunden gegenüber, gibt es zu Hause noch weitere Tiere etc. - kopfloses Mitbringen eines Tieres ohne die Folgen und Auswirkungen auf mein eingenes Leben und das meiner Mitmenschen und "Mittiere" zu bedenken hab ich beiseite gelegt, auch wenn ich durchaus von den Hunden und Katzen im Süden angerührt bin!

Liebe Grüße,
Me & Bär: : :
: :
: :Viele Grüße, Sam

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