Umfrage: Warum will ich einen Hund? :: Was sonst nirgends passt

Umfrage: Warum will ich einen Hund?

von Sciuba am 03. Dezember 2009 20:58
Hallo an alle,

beim Beantworten in einem Thema eben ist mir etwas eingefallen, was ich mich diese Tage eigentlich schon öfters gefragt habe.

Aus welchen Grund habt ihr euch einen Hund zugelegt? Weil ihr Hunde mögt? Um ein Tier zu haben? Oder weil er eine Aufgabe zu erfüllen hat? Passt er gerade gut, weil ihr ein Haus und Garten habt, gut auch für die Kinder? Weil ihr schon immer Hunde züchten wolltet? Das sind nur Beispiele, warum man zum Hund kommt und was auf keinen zutreffen muss. Es interessiert mich hierbei nicht das WIE sondern das WARUM.
Zu dieser Frage bin ich gekommen, weil ich hier irgendwo gelesen hatte, dass der Hund gestorben ist nach 15 oder so Jahren und jetzt überlegt wird, was für einen Hund man denn jetzt holt und wo. Da meiner gestorben ist nach 'nur' fast 13 Jahren und ich nicht mal mit einem Auge dran denken könnte, einen 'neuen Hund' zu holen, weil es meinen Hundepartner nicht ersetzen könnte, denke ich mal, dass jeder ein anderes Verhältnis zu seinem Hund hat, anders über den Hund an sich denkt. Einzigstes: mein Kater bräuchte einen Hund, weil er so unglücklicher ist als wie wenn einer da wäre. Und wenn es wieder einen geben sollte, dann wegen meines Katers.

Liebe Grüße

Heidi

von Anila am 04. Dezember 2009 01:24
Hallo Heidi,

ein Hund war immer schon mein Klein-Kindheitswunsch - warum auch immer. Aber ich fand es genauso toll, wie z.B. eine Kinderkarre vor mir herzuschieben oder wie Geschichtenball zu spielen (ein Ballspiel, was wohl heute kaum noch jemand kennt: Man spielt Ball und erzählt dabei eine Geschichte. Wenn der Ball runter fällt, ist der nächste dran).

So nach und nach habe ich mir dann alle Kleinkindwünsche erfüllt und auch welche, die später hinzu gekommen sind: Ich habe Kinder, ich schreibe hobbymäßig (ist wie Geschichten erzählen), habe jetzt einen Hund - und der Ball spielt dabei ja auch wieder eine Rolle.

Aber WARUM wünscht man sich das? Das ist eigentlich eine schwierige Frage. Ich glaube, als ganz kleines Kind habe ich mich immer in Begleitung wohler gefühlt, vielleicht ist das so ein unterschwelliges Gefühl, was auch jetzt noch mit dabei ist.

Ich habe mir die Frage oft gestellt, als ich noch keinen Hund hatte, aber bereits dran dachte, mir mal einen anzuschaffen. Immerhin schafft man sich mit einem Hund ja auch eine riesige Verantwortung an, und in meinem Fall hieß es ganz klar: Streichen an vielen anderen Dingen, die mir ebenfalls viel Spaß machen - und das gleich für vielleicht knapp 20 Jahre. Oder: Rausgehen, auch wenn es draußen mehr als nur ungemütlich ist, und auch das für vielleicht knapp 20 Jahre.

So ganz rational kann ich die Frage nicht beantworten. Als Erwachsene habe ich festgestellt, dass ein Hund für mich auch sowas wie für andere Leute Meditation ist. Ich bin ja eigentlich ein Typ, die sich total in eine Aufgabe festbeißen kann und diese dann mit großer Leidenschaft ausübt. Ich merke dann aber gar nicht, dass ich müde bin oder hungrig, ich vergesse dann Verabredungen und wenn ich auf Widerstand stoße, kann ich meine Gedanken kaum umlenken. Das hat viele Vorteile, gerade im Berufsleben, hat aber auch Nachteile. Autogenes Training, Yoga, Meditation - das hat mich alles nie verändert. Aber wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, bin ich voll und ganz auf ihn konzentriert und kann loslassen von sowohl unangenehmen, wie auch von angenehmen Dingen. Das ist eine Denkpause, die - glaube ich - ganz gesund ist. Diesen Effekt hatte ich schon bemerkt, als ich immer mit meinem Leih-Labrador rausgegangen bin und das hat auch eine Rolle gespielt.

Viele Grüße
Anila

von Ghizmo am 04. Dezember 2009 09:24
Ja, warum eigentlich? Eine gute Frage! Zunächst einmal bin ich schon seit Kindesbeinen eine absolute Tiernärrin, in der Bekanntschaft meiner Großeltern gab es noch viele Bauern, die Tiere hielten und eigentlich hat man mich auch immer in irgendeinem Stall angetroffen. Aber das wäre auch nur eine Erklärung dafür, warum ich ein HausTIER habe.
Meine Mutter hat, als ich so im Kindergarten-/Grundschulalter war in einer Gärtnerei gearbeitet, nach der Schule bin ich oft dorthin. Hinten auf dem Hof lebte in einer kleinen Hütte Tobi, ein schwarzer Mischling. Bei dem saß ich oft für eine ganze Weile, hab ihm meinen Tag und meine Sorgen erzählt und er hat sich immer geduldig alles angehörtgrinning smiley
Als er irgendwann starb, war ich todunglücklich.
Einige Jahre später holten meine Eltern dann unseren ersten gemeinsamen Hund- Jeanny- die uns zwölf Jahre lang begleitete. Tja und ein Jahr, nachdem Jeanny über die Regenbognbrücke gegangen ist kam dann das "Überraschungspaket" Luna. Ich hätte sie nicht nehmen müssen aber mir hatte der Hund in meinem Leben gefehlt. Ich glaube, dass ich mich in das Wesen der Hunde verliebt habe. Eine Katze könnte mir nicht das geben, was mir ein Hund gibt, zumindest nicht die, die ich kenne. Es ist dieses "Wir- Gefühl", dass sich bei einer guten Beziehung zwischen Halter und Hund einstellt, glaube ich. Und genau deswegen werde ich wahrscheinlich auch mein ganzes Leben über irgendwie immer wieder auf den Hund kommensmiling smiley

von Sciuba am 05. Dezember 2009 18:08
Hallo ihr zwei,

danke für eure ausführlichen Antworten. Das sind schon mal zwei gute Gründe. Hund hat aber so gesehen keine Funktion - ist also eher zum menschlichen 'Vergnügen' (nicht negativ gemeint).

Vielleicht schliessen sich da noch ein paar mehr an und schreiben, warum sie sich einen Hund in die Familie geholt haben? Oder wissen die anderen nicht den Grund? Ist keiner dabei, der den Hund als 'Aufgabenerfüller' sieht? Also vielleicht, um endlich jeden Tag an die frische Luft zu kommen oder um auf Haus und Hof aufzupassen? Oder eben aus Mitleid?

Hoffe, es kommen noch mehr Gründe...

Liebe Grüsse

Heidi

von Frieda am 05. Dezember 2009 21:26
Huhu,

also ich wollte unbedingt einen Hund, mein Vater hat mir diesen Wunsch mit 14 erfüllt... Aber warum? Ich mochte einfach Tiere, da ich nie der Mensch mit vielen Freunden war, wollte ich wahrscheinlich auch jemanden, der immer an meiner Seite ist und für mich da ist. Das ist auch heute so. Der Hund ist mein Halt in der Fremde, mein Tröster und auch mein Gesundheitsförderer. Ohne ihn würde ich wohl kaum vor die Tür kommen, würde vorm Fernseher und den Büchern versauern und naja wär wohl ziemlich öde alles. Er gehört einfach zu mir, ist wahnsinnig wichtig und so weiter und so fort.
Für mich ist er eben der beste Freund des Menschen winking smiley.

LG Frieda

von pepsihase am 15. Dezember 2009 15:51
Hallo Heidi!

Die Frage find ich toll! Regt einen doch mal so richtig zum Nachdenken an! Wundert mich nur, daß bislang so wenige Leute geantwortet haben! ???
Also bei uns war es so, daß meine Großeltern immer Hunde hatten. Meine Eltern dagegen nie, weil mein Vater nicht wirklich mit Tieren umgehen kann.
Nach meinem Auszug bin ich dann an einen guten Freund geraten, der seinen Hund aus'm Tierheim hatte. Ein Beagle-MIschling - ein traumhafter Hund!!! Dieser Hund hatte eine Hunde-Freundin, die dann über einige Umweg eines Tages irgendwie bei mir landete. Nachdem diese Hündin bei einer Beißerei so schwer verletzt wurde, daß sie wenige Zeit später an den Folgen starb, wollte ich keinen Hund mehr. ....allerdings kam alles anders!
Ich hatte viele andere Tiere, war im Tierschutz aktiv, und dann kam die Welle "Kampfhunde"!
Ich bekam eines Tages einen Anruf, mit der Bitte, einen 17 Wochen alten Hund abzuholen, der zu dieser Zeit schon 3 Vorbesitzer hatte (kaum zu glauben, oder?)! Ich holte ihn natürlich, und es war ein toller Kerl! Ja, .... und irgendwie ging es dann immer so weiter!
Für mich gehören Hunde einfach zur Familie! Sicher hat jeder ein einzigartiges Wesen, und man bekommt keinen der genauso ist, wie der andere war! Man darf halt keine direkten Vergleiche machen, damit würde man nicht glücklich werden! Das ist doch genauso wie mit den Menschen die man liebt. Jeder hat doch "etwas ganz besonderes" und darauf kommt es an! Das Leben geht ja schließlich weiter!
Ein Hund ist für mich ein Partner, mit dem man durch dick und dünn geht, der einen ein Stück im Leben begleitet!
Ein Hund motiviert einen auch bei Regen die Nase nach draußen zu bewegen, muntert einen auf, wenn er mit dem "Balli zwischen den Zähnen" zum Spielen auffordert, freut sich, wenn man gestreßt nach Hause kommt oder ist der ruhige Pol auf der Couch vorm Kamin.
Ein Hund ist immer loyal!!!
x:::::::
Lg, Sabine (pepsihase)

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