:: Was sonst nirgends passt

Am. Staff, unmögliche Halter

von Tharin(YCH) am 24. März 2000 23:39

Hallo!

: ...
: Außerdem würde er den Hund nur noch mit Maulkorb rauslassen, man wisse
: bei der Rasse ja schließlich nicht so genau.....

Oh mein Gott!
Wie schlimm!

: Ich habe dann meine wie gesagt erwachsene Hündin mal kurz zu ihm
: gelassen, er war natürlich total überdreht, außerdem konnte man durch
: seine "Verschnürung" leider nicht erkennen, wie er reagierte, seine
: Körpersprache zeigte nicht unbedingt Aggression, allerdings brummte er
: etwas (keine Ahnung, ob es ein Knurren war, ich glaube eher nicht).

Also mein Bulli-AmStaff-Mischling quaekt bisweilen auch sehr seltsam vor
sich hin, wenn sie mal nicht so darf, wie sie gerne moechte. Und das
war bei dem armen Schnuerpaeckchen garantiert der Fall. sad smiley

: Kann man da eigentlich irgendetwas tun?

Hast du mal beim Tierschutz gefragt?
Wo war das denn?


Tharin

von Franziska(YCH) am 25. März 2000 00:26

Hallo Eva,

tschuldige, wenn ich etwas zynisch bin, aber wenn bei euch keine Hunde mit Maulkorb reinkommen und der (laut deinen Erzählungen vermutlich wirklich etwas "beknackte"winking smiley Hundebesitzer gleich wieder weggeschickt wurde, dann kann man da wirklich nichts tun.

Sorry, ich kann nicht verstehen, warum jemand, der eine Welpengruppe leitet, nicht zum Wohle des Hundes genauer auf so jemanden eingeht und versucht, ihn zu halten und ihm was "beizubringen".

Verständnislose Grüße

Franziska

PS: Hätt er denn mit dem Hund OHNE Maulkorb dahinkommen sollen???? Wär er dann genommen worden?

von ariane+o(YCH) am 25. März 2000 03:11

Hallo Eva
Ich kann mir etwa vorstellen wie dir zumute war. Man weiss nicht wohin mit seinem Ekel, seinem Zorn und nicht zuletzt seiner Machtlosigkeit. Das wäre wohl auch wieder so ein Härtetest für meine Nerven gewesen:-(

: Dann erzählte er uns ein Bißchen aus seinem "Hundewissensfundus": Ahnung von Hunden habe er eigentlich wenig, aber sein Hund sei ein "American staffordshire", das gleiche wie ein Pit Bull. Nun ja...

Das ist ja genau der Punkt! Diese komplexierten Hohlköpfe kaufen sich einen Pitbull oder Staff nicht weil sie diese Hunde mögen, sondern um der Machokultur und des Machtgehabes wegen und das ist das wirklich Gefährliche an der ganzen Problematik:-((
Ich finde, man muss nicht nur die Menschen vor "solchen Hunden" schützen, sondern man muss vorallem diese Hunde vor "SOLCHEN Menschen" schützen.
Schade, dass der Kursleiter sich den Beiden nicht etwas engagierter angenommen hat, vielleicht hätte er den Typen etwas zum grübeln bringen können, natürlich nur falls dieser überhaupt ein Hirn besitzt.

Gleichwohl ein schönes Wochenende
Liebe Grüsse
ariane+o

von Gabrielle(YCH) am 25. März 2000 03:22

Liebe Eva
Oh my goodness! Was soll man da noch sagen? Gibt mir so hilflose Gefuehle, die ich gar nicht mag.
Enttaeuschend finde ich schon auch, dass der Leiter der Welpengruppe nicht mehr versucht hat, der Situation oder eher dem Hund zu helfen. Vielleicht lohnt es sich, bei der Hundeschule nochmals nachzufragen, ob nicht sie eine kluge Idee haben, was man da denn machen koennte.
Falls der Besitzer seinen Hund wirklich im Keller haelt frage ich mich, ob vielleicht ueber den Tierschutz etwas zu machen ist. Heikel koennte dies aber schon sein bzw werden.
Viel Glueck wuenscht dir
Gabrielle
Komisch finde ich auch, dass der Zuechter angeblich diese Haltung vorgeschlagen haben solle.

von Yvonne(YCH) am 25. März 2000 11:29

Hallo Eva,
ich habe mich bis jetzt nie eingemischt, wenn es ums Thema "Kampfhunde" ging, aber bei Deiner Geschichte kann ich nun wirklich nicht mehr auf's Maul hocken!
Ich leite seit sechs Jahren eine Welpenprägungspielstunde in einer grösseren CH-Stadt und habe während dieser Zeit weissgott schon viele "Kampfhundewelpen" betreut. Ich verstehe die Leiterin Deiner Spielgruppe überhaupt nicht, dass sie hier nicht den Mut und die Zivilcourage aufbrachte, bei einer solchen Gelegenheit aufzuzeigen, wo das Problem der Kampfhunde-Hysterie herkommt, nämlich genau von solchen Typen, wie Du sie hier beschreibst (und den Medien natürlich). Eine kompetente Leiterin und Kynologin hätte hier reagiert und nicht lange unnütz lamentiert! Es gibt ein Europäisches Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren. Auf Grund von Kapitel II Absatz 3, 4, 5, 7, (8), 9, könnte gegen diese Tierquäler, Züchter und Halter, Anzeige gemacht werden. Denn hier wird ja direkt präsentiert, was aus diesem AM Staff GEMACHT werden sollte, nämlich eine "geladene Waffe" für den Typ Mensch mit krankhaftem Geltungstrieb. Ich frage mich nur, warum der Typ noch die Frechheit hatte in einer Welpenspielstunde aufzutauchen? Nicht auszudenken, warum das Tier sich den Hinterlauf gebrochen hat.., um nachher wieder im verdunkelten Keller zu vegetieren...grauenhaft. Ich kann nicht verstehen, dass eine solche Gelegenheit nicht benutzt wurde, um das Übel an der Wurzel zu packen, nämlich die Herkunft eines solchen Tieres zu eruieren und dem Halter seine Tierquälerei klar aufzuzeigen und nicht einfach laufen lassen und die Augen zuzumachen!
Ich habe diese Woche einen AM Staff+Staffie Zwinger besucht, eine Super Zuchtstätte, ich würde da morgen schon einen dieser liebenswürdigen "Kampfhunde" kaufen. Nur habe ich mich eben einer anderen Rasse verschrieben, einer Rasse welche als keine "richtigen" Hunde bezeichnet wird. Jedem das Seine, erstens hat mich niemand gezwungen diese Rasse zu züchten und wie öde wäre die Welt, wenn wir alle die selbe Rasse lieben und halten würden.

Gruss Yvonne



von Franziska(YCH) am 25. März 2000 11:47

Hallo Eva,

mich hat nur der Satz mit dem Maulkorb etwas gestört. Ansonsten ist es schon klar, daß er erstmal nicht mitlaufen kann in der Welpenspielgruppe.

Letztlich ist es einer der Halter von der Sorte: Ja, redet Ihr nur, ich mach das sowieso alles richtig, und "Mein Züchter hat gesagt....".

So sind aber die meisten Hundehalter, auch die "guten" ;o))).

: Der Bruder des Halters war mit seienm 10-wöchigen Owtscharka auch in der welpenstunde. Wir haben ein Bißchen nach den Umständen gefragt, und seine Frau sagte, sie hätte dem Halter ein Buch zu der rasse geschenkt (wobei er natürlich nicht nötig hatte, es zu lesen), und auch sonst mit guten ratschlägen nicht viel zu machen sei.

Immerhin ist er gekommen. Wenn er wirklich so stur wäre, wär er doch gar nicht dort angetanzt. Ich finde, der Hundeschulleiter sollte sich die Telefonnummer geben lassen und zuimdest so ein bißchen versuchen, auf den Halter einzuwirken und ihn zu "überreden". Ich würde das jedenfalls so machen, gerade in so einem krassen Fall.

Bis dann

Franziska

von Eva und rio(YCH) am 24. März 2000 23:12

Hallo,
ich komme gerade aus unserer Welpenstunde wieder, wo ich auch mit meiner erwachsenen Hündin ab und zu bin. Es war sehr nett, und wir haben im Moment unheimlich interessante und nette Hunde da (Bullterrierhündin, Owtscharka, Labrador, Schäferhund, etc.) Dann kam aber heute zum ersten mal ein Halter, dem ich, obwohl ich ein friedlicher Mensch bin, am liebsten an die Kehle gegangen wäre. Er hatte einen American Staffordshire-Rüden mit, gestromt, eigentlich recht hübsch. Was mich als erstes verduzte, war ein dicker verband am Hinterlauf, der kleine hat sich das Bein gebrochen. Nun ja, kann passieren, aber er soll von einer Leiter gesprungen sein, finde ich schon etwas seltsam.
Das tollste sah ich aber erst beim zweiten Hinsehen: er war richtiggehend "verschnürt", hatte einen Ledermaulkorb an, der über das ganze Gesicht und den Hals ging. Er habe schon gebissen, Kommentar des Besitzers! Außerdem sagte er, der Hund sei 4 Monate, was eindeutig nicht so war, und was uns auch von anderen Hundehaltern aus seiner Nachbarschaft bestätigt wurde.
Dann erzählte er uns ein Bißchen aus seinem "Hundewissensfundus": Ahnung von Hunden habe er eigentlich wenig, aber sein Hund sei ein "American staffordshire", das gleiche wie ein Pit Bull. Nun ja...
Der Züchter habe Ihm gesagt, der Hund müsse in einen dunklen Keller gesperrt werden, da würde er das Alleinsein besser lernen. Das würde auch schon ganz gut klappen, am Anfang hätte er zwar gejault, und freiwillig ginge er auch nicht rein, aber das müsse eben sein. Die Fenster habe er mit decken zugehängt.
Außerdem würde er den Hund nur noch mit Maulkorb rauslassen, man wisse bei der Rasse ja schließlich nicht so genau.....
Prima, ich habe mich umgedreht und bin gegangen, weil ich es mir nicht anhören konnte. Der Hund konnte natürlich nicht in der Welpenstunde, erstens war er zu alt, zweitens kommt bei uns kein hund mit Maulkorb rein, und drittens hatte er ja ein gebrochenes Bein, was dem Halter scheinbar nichts ausmachte...
Unser Hundeschulleiter hat nur gesagt, er könne gerne wiederkommen, wenn der Hund gesund sei, dann allerdings in die Junghundgruppe. Der Besitzer ist darauf nicht eingegangen, ich weiß nicht, was passiert.
Ich habe dann meine wie gesagt erwachsene Hündin mal kurz zu ihm gelassen, er war natürlich total überdreht, außerdem konnte man durch seine "Verschnürung" leider nicht erkennen, wie er reagierte, seine Körpersprache zeigte nicht unbedingt Aggression, allerdings brummte er etwas (keine Ahnung, ob es ein Knurren war, ich glaube eher nicht).
Kann man da eigentlich irgendetwas tun? Ich war so sauer, daß ich mit dem Mann nicht reden konnte, mußte mir jetzt aber mal meinen Frust von der seele schreiben. Bei uns nimmt das im Moment wirklich Formen an, jeder meint, einen solchen Hund halten zu müssen, ohne jegliche Ahnung davon zu haben.
Es tut mir leid um den Hund, aber ich befürchte, man kann da wirklich überhaupt nichts tun,
frustige Grüße,
Eva und rio

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