Gefaehrliche Hunderassen :: Was sonst nirgends passt

Gefaehrliche Hunderassen

von Emilio(YCH) am 08. Mai 2000 06:56

Hallo!

Seit geraumer Zeit wird viel und oft ueber Kampfhunde geschrieben.
Dazu moechte ich auch meine Meinung aeussern. Ich bemerke, dass Kritiker der erwaehnten Hunderassen einfach niedergemacht werden, waehrend die Verharmloser eigentlich die Regie fuehren.

Tatsache ist, dass die Verordnungen nicht einfach aus dem Bauch heraus gemacht wurden. So harmlos sind die oft zitierten Hunde nun wirklich nicht.

Gruesse Emilio

von Burkhard(YCH) am 08. Mai 2000 07:53

Hallo Emilio,

: Tatsache ist, dass die Verordnungen nicht einfach aus dem
: Bauch heraus gemacht wurden. So harmlos sind die oft zitierten
: Hunde nun wirklich nicht.

endlich scheine ich hier im Forum jemanden zu treffen, der wirklich
bescheid weiß.

Weisst Du Emilio, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach
verifizierbaren Fakten zu diesem Thema. Wenn Du willst, schildere
ich Dir mal meine Schwierigkeiten.

Mein Versuch beim Innenmisterium von NRW nach Hunderassen auf-
schlüsselte Statistik über Hundevorfälle in Deutschland zu bekommen,
ist leider gescheitert. Solche Statistiken liegen dort nicht vor,
aber man verwies mich an das Landwirtschaftsministerium unter
Ministerin Bärbel Höhn, einer engagierten Kämpferin gegen das
Hundeunwesen. Dort wusste aber leider niemand genaues und meine
Anfrage per E-Mail nach verwertbaren Informationen als sachliche
Grundlage für Gesetzgebungsverfahren blieb leider unbeantwortet.
Gut, dachte ich mir, frage ich doch einfach den deutschen Städte-
tag, dort wird ja viel über gefährliche Hunde Diskutiert.
Tja, was soll ich sagen...die letzte halbwegs "amtliche" Erfassung
der Bissvorfälle, aufgeteilt nach Hunderassen stammt aus dem Jahre
1997 und belegt zu meiner Überraschung, daß der Deutsche Städte-
tag bis dato keine besondere Gefährlichkeit einzelner Hunderassen
erkennen konnte.

Deutscher Städtetag Köln, 1997, Der Stadthund, ISBN 3-88082 - 180-1
[www.vdh.de]

Neueres Material gab es leider nicht, aber man war so kooperativ zu
mir, mir wenigstens die Quellen für die statistische Erfassung zu
nennen. Diese Quelle liegt in NRW bei den Ordnungsämtern der
Kommunen. Dort habe ich dann auch mal nachgefragt, die Damen
und Herren in meiner Heimatstadt waren dann auch sehr konziliant,
konnten meinem Ansinnen aber leider nicht entsprechen und offizielle
Daten liefern, da ich als interessierter Bürger kein Anrecht auf die
Daten hätte. Allerdings wurde mir unter der Hand auch mitgeteilt,
daß sich eine Auswertung auch nicht lohnen würde, da schon seit
Jahren kein relevanter Vorfall unter der Beteiligung der üblichen
Rassen stattgefunden hätte (so das Ordnungsamt der Stadt Essen,
immerhin mit 600.000 Einwohnern).

Da ich aber immer noch in unverbrüchlichem Vertrauen in unsere
Politiker glaube, daß jede politische Entscheidung auch eine
sachliche Grundlage haben muss, bist Du Emilio meine letzte
Hoffnung.

Sag, wo finde ich den nachprüfbaren Beweis???

Du musst es ja wissen, bitte lass mich nicht unwissend sterben.

Burkhard

von simone(YCH) am 08. Mai 2000 11:57

: Hallo Emilio,
:
: : Tatsache ist, dass die Verordnungen nicht einfach aus dem
: : Bauch heraus gemacht wurden. So harmlos sind die oft zitierten
: : Hunde nun wirklich nicht.
:
: endlich scheine ich hier im Forum jemanden zu treffen, der wirklich
: bescheid weiß.
:
: Weisst Du Emilio, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach
: verifizierbaren Fakten zu diesem Thema. Wenn Du willst, schildere
: ich Dir mal meine Schwierigkeiten.
:
: Mein Versuch beim Innenmisterium von NRW nach Hunderassen auf-
: schlüsselte Statistik über Hundevorfälle in Deutschland zu bekommen,
: ist leider gescheitert. Solche Statistiken liegen dort nicht vor,
: aber man verwies mich an das Landwirtschaftsministerium unter
: Ministerin Bärbel Höhn, einer engagierten Kämpferin gegen das
: Hundeunwesen. Dort wusste aber leider niemand genaues und meine
: Anfrage per E-Mail nach verwertbaren Informationen als sachliche
: Grundlage für Gesetzgebungsverfahren blieb leider unbeantwortet.
: Gut, dachte ich mir, frage ich doch einfach den deutschen Städte-
: tag, dort wird ja viel über gefährliche Hunde Diskutiert.
: Tja, was soll ich sagen...die letzte halbwegs "amtliche" Erfassung
: der Bissvorfälle, aufgeteilt nach Hunderassen stammt aus dem Jahre
: 1997 und belegt zu meiner Überraschung, daß der Deutsche Städte-
: tag bis dato keine besondere Gefährlichkeit einzelner Hunderassen
: erkennen konnte.
:
: Deutscher Städtetag Köln, 1997, Der Stadthund, ISBN 3-88082 - 180-1
: [www.vdh.de]
:
: Neueres Material gab es leider nicht, aber man war so kooperativ zu
: mir, mir wenigstens die Quellen für die statistische Erfassung zu
: nennen. Diese Quelle liegt in NRW bei den Ordnungsämtern der
: Kommunen. Dort habe ich dann auch mal nachgefragt, die Damen
: und Herren in meiner Heimatstadt waren dann auch sehr konziliant,
: konnten meinem Ansinnen aber leider nicht entsprechen und offizielle
: Daten liefern, da ich als interessierter Bürger kein Anrecht auf die
: Daten hätte. Allerdings wurde mir unter der Hand auch mitgeteilt,
: daß sich eine Auswertung auch nicht lohnen würde, da schon seit
: Jahren kein relevanter Vorfall unter der Beteiligung der üblichen
: Rassen stattgefunden hätte (so das Ordnungsamt der Stadt Essen,
: immerhin mit 600.000 Einwohnern).
:
: Da ich aber immer noch in unverbrüchlichem Vertrauen in unsere
: Politiker glaube, daß jede politische Entscheidung auch eine
: sachliche Grundlage haben muss, bist Du Emilio meine letzte
: Hoffnung.
:
: Sag, wo finde ich den nachprüfbaren Beweis???
:
: Du musst es ja wissen, bitte lass mich nicht unwissend sterben.
:
: Burkhard

hallo burkhard!
vieleicht hilft dir dies weiter.
gruß simone

Aktuell - Informationen zur Tiergesundheit

SH: Innenminister beschließen Maßnahmen gegen Kampfhunde (08.05.2000)
Klaus Buß kündigt Zuchtverbot und Maulkorbzwang an
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Innenminister Klaus Buß hat den Beschluss der Innenministerkonferenz
zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden begrüßt. "Wir werden
die Empfehlungen in Schleswig-Holstein zügig umsetzen", kündigte Buß
am 5. Mai nach der Konferenz in Düsseldorf an. Die jüngsten
Zwischenfälle, darunter auch einer in Schleswig-Holstein, hätten
deutlich gemacht, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. "Ich
nehme die Ängste der Menschen vor gefährlichen Hunden sehr ernst",
sagte Buß. Die Bevölkerung habe Anspruch auf einen wirksamen Schutz
vor Kampfhunden. "Diese Tiere haben eine gesteigerte Aggressivität,
niedrige Reizschwelle und große Beißkraft", sagte Buß. Der Angriff
eines Kampfhundes habe in der Regel schlimme Folgen.

Buß kündigte an, dass es in Schleswig-Holstein ein Zucht- und
Handelsverbot für den American Pitbull Terrier, den American
Staffordshire Terrier und den Staffordshire Bullterriern geben werde.
"Diese Kampfhunde sind nach allgemein herrschender Auffassung latent
gefährlich", sagte Buß. Bis Zucht- und Handelsverbot greifen, soll
die Bevölkerung in einer Übergangszeit durch Sofortmaßnahmen geschützt
werden. "Ich denke an einen Leinen- und Maulkorbzwang für die als
gefährlich eingestuften Hunde", sagte Buß. Diese Maßnahme werde auch
auf Hunde ausgedehnt, die nicht zu den als gefährlich definierten
Rassen gehören, sich aber im Einzellfall als gefährlich erwiesen haben.
Die Halter gefährlicher Hunde müssen nach Ansicht des Ministers künftig
auch die notwendige Sachkunde und Zuverlässigkeit nachweisen.

Der Minister betonte, man werde die Regelungen zum Schutz der
Bevölkerung vor gefährlichen Hunden in Schleswig-Holstein zusammen
mit den Kommunen erarbeiten. "Wir brauchen Vorschriften, die von den
Städten und Gemeinden so unbürokratisch wie möglich umgesetzt werden
können", sagte Buß. Wirksamkeit und Akzeptanz der neuen Bestimmungen
hingen ganz wesentlich von einer effektiven Kontrolle ab. Hier seien
die kommunalen Ordnungsbehörden gefordert. "Wir werden sie dabei
nach Kräften unterstützen", sagte Buß. Er wies die Kommunen auf die
Möglichkeit einer erhöhten Steuer für Kampfhunde hin.


Pressemeldung des Innenministeriums Schleswig-Holstein vom 5.5.2000

Verantwortlich für diesen Pressetext:
Thomas Giebeler, Innenministerium, Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel
Tel.: 0431/988-3007, Telefax: 0431/988-3003
e-mail: mailto:pressestelle.im@landsh.de

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Mail: drms@animal-health-online.de







von Rägi(YCH) am 08. Mai 2000 13:57

: Hallo!
:Es gibt meiner Ansicht KEINE gefährliche Hunderasse.Das gefährliche an der ganzen Sache ist der vielfach unfähige Mensch.Es beginnt bei skrupellosen Züchtern und gewissen Käufern, die etwelche Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein haben. Zu guter Letzt mischen sich noch die Politiker ein, deren Wissen über Hunde darin besteht, dass es vorne beisst und hinten sch.....,und man mit unsinnigen Verordnungen die Staatskasse füllen kann.
Diejenigen sogenannte "Kampf"hunde denen ich bisher begegnet bin, finde ich faszinierende, friedliche Tiere.Anmerkung: die Besitzer waren eben normale Menschen!
Gruess Rägi (mit 3 schutzfähigen Hunden)

von Tharin(YCH) am 08. Mai 2000 21:31

Hallo!

: Innenminister Klaus Buß hat den Beschluss der Innenministerkonferenz
: zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden begrüßt.
: "Diese Tiere haben eine gesteigerte Aggressivität,
: niedrige Reizschwelle und große Beißkraft", sagte Buß. Der Angriff
: eines Kampfhundes habe in der Regel schlimme Folgen.

Sagt der in kynologischen Belangen reichlich gelehrte und erfahrene
Innenminister uns.
Darf ich Bedenken an dessen Kompetenz anmelden? Nein? Tu ich trotzdem.
Offensichtlicht spricht der Mann so verstaendnisvoll wie die meisten
Papageien.

Tharin

von Cassie(YCH) am 09. Mai 2000 12:15

So harmlos sind die oft zitierten Hunde nun wirklich nicht.
Harmlos nicht, aber nicht gefährlicher als andere Hunde auch.
Cassie&Bonny (Labrador-Stafford)

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