Amtl. Statistik zu Hundevorfällen in NRW :: Was sonst nirgends passt

Amtl. Statistik zu Hundevorfällen in NRW

von Burkhard(YCH) am 09. Mai 2000 10:09

Hallo,

hurra...die Göttin der Statistik hat mich erhört!!!

Nach langen und aufopferungsvollen Bemühungen ist es mir
endlich gelungen, zum Thema gefährlicher Hunde aussagekräftiges
Zahlenmaterial zu bekommen.

Heute fand ich einen aufschlussreichen Brief des NRW Landtages in
meinem Briefkasten. Durch freundliche Kooperation des Ministeriums
für Umwelt und Landwirtschaft NRW bin ich nun im Besitzt der von
den Ordnungsämtern der Kommunen gelieferten Anzahl von Vorfällen
mit vermeindlich gefährlichen Hunden aus einem Berichtszeitraum
von 1995 bis 1998 für das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands.

Dieses Zahlenwerk resultierte aus einer kleinen Anfrage (ich glaube der
Grünen) im Nordrheinwestfälischen Landtag von 1998 zur Gefährdung
durch gefährliche Hunde und ist lt. Aussage des Höhministeriums die
Datengrundlage für die zu erwartende neue (und schärfere) Gefahr-
hundeverordnung.

In dem Schreiben wird betont, daß es keine neuere Erhebung zu diesem
Thema gibt.

Leider kann ich an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, da die
Zahlen so unglaublich sind, daß ich das Schreiben lieber als Scan
ins Netz stelle.

Nur soviel:

Im Berichtszeitraum von 1995 bis 1998 wurden dem Hoehnministerium
von den Ordnungsämtern der NRW Kommunen 57 (in Worten: Siebenundfünfzig)
Vorfälle gemeldet, die nach der geltenden Gefahrhundeverordnung relevant
waren.

Bei dieser erschröcklich hohen Zahl von durchschnittlich 19 Vorfällen
im Jahr wurden gegen Haltern von Hunden verschiedener Rassen
Maulkorb/Leinenzwang und/oder eine Sachkundeschulung angeordnet.

Im gleichen Zeitraum wurden pauschal gegen 64 Hundehalter wegen
verschiedenen Verstößen gegen den Tierschutz oder die Gefahrhunde-
verordnung (keine Fremdschädigung) Sachkundeschulungen angeordnet.

Bei 17 Millionen Einwohner in NRW macht das eine Quote von 0,0001 %
der Bevölkerung pro Jahr aus, die durch Zwischenfälle mit Hunden
geschädigt wurden, wobei zu berücksichtigen ist, daß auch Kratz-
verletzungen durch "bösartiges" Anspringen als Körperverletzung
in diese Statistik eingeht.

Die Verteilung der einzelnen Rassen bei diesen Vorfällen könnt
Ihr dann dem eingescannten Schreiben entnehmen, sobald ich dieses
ins Netz gesetzt habe.

Wahrlich...ein wirkliches Schreckensscenario in NRW und fundierte
Begründung für eine Gesetzesverschärfung.

Gruss Burkhard


von sabine+spike(YCH) am 09. Mai 2000 10:43

Hallo Burkhard,
dieses Dokument würde mich sehr interessieren, da ich eine Homepage "gegen die Diskriminierung bestimmter Rassen und deren Halter" betreibe und dort regen zulauf habe.
Wäre es möglich, daß Du mir dieses Dokument zukommen läßt?
viele grüße
sabine+spike
[members.aol.com]

von Ute Porzky(YCH) am 02. Juli 2000 14:19

: Nach langen und aufopferungsvollen Bemühungen ist es mir
: endlich gelungen, zum Thema gefährlicher Hunde aussagekräftiges
: Zahlenmaterial zu bekommen.
:

Schön, dass es auch noch Menschen gibt, die das ganze mit Humor betracheten können. Mir hat die Hundeverordnung ordentlich die "Petersilie verhagelt". Mein großer und somit per se gefährlicher Hund und ich können seit vorgestern keinen Spaziergang mehr machen, ohne angepöbelt zu werden. Und dabei handelt es sich nur um einen collieähnlichen schwarzen Mischling, der mit einem Kampfhund soviel zu tun hat wie Nachbars Lumpi. Der einzige "gefährliche" Hund, den ich in meiner Hundehalterkarriere mein eigen nannte war ein Pekinese, der - aus dem Tierheim kommend - sowohl andere Hunde, als auch Besucher und sogar mal meine eigenen Kinder gebissen hat. Die genannten Zahlen machen mich angesichts der ausgebrochenen Hundehysterie noch wütender oder trauriger. Denn was passiert? Dadurch, dass weite Teile der Bevölkerung mit ihren Fiffis kriminalisiert werden (oder zumindest potentiell) gerät das eigentliche Thema: verantwortungslose Tierhalter, die Hunde zu Waffen machen ganz aus dem Visier. Und außerdem: ein Hund der zukünftig immer an der Leine hängt und gar nirgendwo seinem natürlichen Spielbedürfnis mit dem Ball oder mit Artgenossen nachkommen kann, wird wohl oder übel agressiv werden und dann ab in die Wurst...

von Michael(YCH) am 03. Juli 2000 16:16

: Hallo,
:
: hurra...die Göttin der Statistik hat mich erhört!!!
:
: Nach langen und aufopferungsvollen Bemühungen ist es mir
: endlich gelungen, zum Thema gefährlicher Hunde aussagekräftiges
: Zahlenmaterial zu bekommen.
:
:



Hallo


Ich finde diese Ganze Komödie zum Kotzen,
und wäre dir sehr dankbar wenn du mir dieses Zahlenwerk zukommen lassen würdest.

Als E-Mailanhang oder wie auch immer.


in der Hoffnung das nackte Zahlen über Hysterie triumphieren werden !
Michael

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