Als Kind: vor welchen Rassen Angst? :: Was sonst nirgends passt

Als Kind: vor welchen Rassen Angst?

von sabine+spike(YCH) am 20. Mai 2000 19:29

Hallo,
bei einem Gespräch mit Freunden haben wir heute festgestellt, daß sie
Hunderassen, die einem als Kind Angst eingeflößt hatte, heutzutage völlig
andere sind.

Ich erinnere mich zum Beispiel daran, daß bei uns auf der Straße ein
schwarzer Königpudel(heute Großpudel) die Kinder immer hetzte. Dieser
hatte von der Optik nichts mit dem gestylten Pudel heute zutun, der hatte
sein Fell lang und ungepflegt und war auf Grund seiner Größe schon
sehr furchteinflößend für uns als Kinder. Er gehört zu einem Kiosk, die
Besitzer kümmerten sich kaum um den Hund, der sprang dann über den Zaun
und ging alleine spazieren. Dies war aber irgendwie kein Problem damals.
Auch unsere Eltern haben sich nicht aufgeregt, es war halt so. Ich habe
übrigens nicht auf dem Land gelebt, sondern in der Stadt. Dies ist jetzt
ungefähr dreißig Jahre her.

Wie war es bei Euch? Vor welchen Hunderassen hattet Ihr als Kind Angst?
Und wie lange ist das her?

Ich hoffe auf zahlreiche Beiträge, weil ich das wirklich spannend finde.
viele grüße
sabine+spike

von Nora(YCH) am 20. Mai 2000 20:47

: Hallo,
: bei einem Gespräch mit Freunden haben wir heute festgestellt, daß sie
: Hunderassen, die einem als Kind Angst eingeflößt hatte, heutzutage völlig
: andere sind.
:
: Ich erinnere mich zum Beispiel daran, daß bei uns auf der Straße ein
: schwarzer Königpudel(heute Großpudel) die Kinder immer hetzte. Dieser
: hatte von der Optik nichts mit dem gestylten Pudel heute zutun, der hatte
: sein Fell lang und ungepflegt und war auf Grund seiner Größe schon
: sehr furchteinflößend für uns als Kinder. Er gehört zu einem Kiosk, die
: Besitzer kümmerten sich kaum um den Hund, der sprang dann über den Zaun
: und ging alleine spazieren. Dies war aber irgendwie kein Problem damals.
: Auch unsere Eltern haben sich nicht aufgeregt, es war halt so. Ich habe
: übrigens nicht auf dem Land gelebt, sondern in der Stadt. Dies ist jetzt
: ungefähr dreißig Jahre her.
:
: Wie war es bei Euch? Vor welchen Hunderassen hattet Ihr als Kind Angst?
: Und wie lange ist das her?
:
: Ich hoffe auf zahlreiche Beiträge, weil ich das wirklich spannend finde.
: viele grüße
: sabine+spike
:

Hallo Sabine!
Ich hatte und habe immer noch etwas Angst vor Deutschen Schäferhunden. Vor weißen oder Belgischen Schäferhunden aber nicht.
Ich bin fast 18 und so ist meine Angst erst vor kurzem entstanden.

Mit etwa 14 Jahren habe ich in meinem Ort Zeitungen ausgetragen. Als ich an ein Wohnhaus kam, lief dort im Garten ein Schäferhund rum, der dort meistens war. Der Briefkasten hing am Gartentor. Ich wollte die Zeitung einstecken und der Hund sprang plötzlich über den Zaun.
Er packte meine Jacke und zog dran. Es passierte Gott sei Dank nicht, nur die Jacke war etwas besabbert. Aber wenn man sich vorstellt, was der Hund hätte machen können. Er hätte mich locker umschmeißen können und mich beißen können!!!!
Seitdem habe ich Angst vor DSH, es ist zwar etwas weg, die Angst, aber sie ist eben ncoh da. Wenn ich einem DSH begegne, den ich nicht kenne, mache ich immer einen großen Bogen rum.
Auch meine Hündin hat Angst vor DSH. Sie wurde auch schon öfters von ihnen gebissen. Zwar auch nicht stark, aber seitdem hat sie auch Angst vor DSH.
Aber das war schon, als sei ein Welpe war. Also an meiner Angst kann es nicht liegen, dass die auuch so Angst bekommen konnte.

Viele Grüße
Nora und Baffy

von Edith(YCH) am 21. Mai 2000 07:51

: Hallo Sabine!

Bei mir ist diese Zeit ja noch nicht so lange her, und mich mochten prinzipiel 99% der Hunde. Aber einmal wurde ich von einem Schäfer geschnappt, was mir sofort Respekt, aber nicht Abneigung, ich war nur etwas vorsichtiger. Allerdings weiß ich von Kindern mit denen ich aufwuchs, daß HUnde, die Ketten, oder dicke Lederhalsbänder mit Metallemblemen trugen viel angsteinflößender wirkten, als welche mit Nylon-Halsbändern. Auch konnte ich bemerken, daß langhaarige Hunde viel eher scheue und ängstliche Kinder diese Scheu verlieren ließen.
???

Schöne Grüße
Edith

von Dissy(YCH) am 21. Mai 2000 07:59

Hi,

also, als ich noch ganz klein war gab es nur eine Hunderasse, um die ich immer einen Bogen machte. Und zwar Yorkies. Ohne Witz. Bei uns in der Nachbarschaft war so ein kleiner Giftzwerg mit rotem Schleifchen im Haar und der kam immer angerannt, hat gekläfft und hat sich mir einmal so richtig ans Hosenbein gehängt und rumgezerrt. Wir hatten zwar selber schon immer Hunde, richtig große sogar (Dalmatiner, Labbis, Dobermann usw) aber diese Winzlinge haben mir immer Angst gemacht. Die sahen in meinen Augen so richtig fies aus. Und auch heute nähere ich mich einem Yorkie mit deutlich mehr Vorsicht als großen Hunden.
Ich habe zwar absolut keine Angst mehr vor der Rasse an sich, aber diese kleine Kröte ist immernoch im Hinterkopf :-)

Dissy & Kira (die super gerne mit kleinen Hunden spielt, weil sie da nich soviel Masse zu bewegen hat)

von Katja + Indy(YCH) am 21. Mai 2000 08:22

Hallo Sabine!

Ich fürchte, ich war eins von diesen fürchterlichen Kindern, die jeden Hund liebten... was natürlich nicht immer auf Gegenseitigkeit beruhte. Mein erstes bewußtest Hundeerlebnis war ein junger Boxer, der mich (Pötzel von etwa drei Jahren) ansprang, natürlich umwarf und glücklich die Gelegenheit nutze, mich von oben bis unten vollzusabbern - vor 25 Jahren sabberten Boxer glaube ich mehr als heute... Da war meine Mutter dabei, die eine tiefe und mir unverständliche Abneigung gegen Hunde hatte, ich will gar nicht wissen, was die zu dem Hundehalter gesagt hat :-) Aber mir ging's gut, ich hatte einen Hund gefunden, den ich auch zergeln durfte.
Gebissen haben mich über die Jahre weg mehrere und in der Regel mir bekannte Hunde (ein Mix von Bekannten, den ich ausführte und der Eisschokolade fand und sie fraß, ich wollte ihn vor der Alufolie bewahren und er wollte nicht teilen; ein Langhaarschäfer, der nach einer halben Stunde zergeln den Knochen verfehlt hat und meinen Arm erwischt - alles mehr meine Fehler als die der Hunde), aber das war nie ein Grimm, der über den Schreck hinausging.

Im Dorf wo meine Großeltern wohnen hat man mich allerdings frühzeitig darauf hingewiesen, daß es eine blöde Idee wäre, auf eingezäunte Grundstücke mit freilaufenden Hunde zu gehen und Hunde an der Kette zu streicheln. Die machten auch meist den entsprechenden AUfstand, da wäre kein Kind, das richtig im Kopfe war, hingelaufen um sie zu streicheln...

Ich hoffe, es hilft Dir trotzdem weiter, auch wenn ich kein "Feindbild" hatte.

Katja

von Heike(YCH) am 21. Mai 2000 08:15

Hallo Sabine,

Wie war es bei Euch? Vor welchen Hunderassen hattet Ihr als Kind Angst?
Und wie lange ist das her?

Das ist ganz leicht. An schlechte Erlebnisse erinnert man sich ja bekanntlich immer noch lange und sehr genau. Vor ungefähr 20 Jahren (mein Gott ist das lange her:smiling smiley) ), damals war ich 9, da spielten wir wie immer mit mehreren Kindern auf dem Feld hintern den Häusern. Unsere Siedlung war nicht sehr groß so dass man jeden Hund und Besitzer kannte. Da gab es dann einen der hatte zwei Bullterrier und eine Bulldogge. Die Bulldogge war super niedlich, voll pummelig und irgendwie einfach gemütlich. Die Bullterrier dagegen sahen furchtbar aus. Niemand hat uns je Angst vor ihnen gemacht, aber es war einfach die Optik. An diesem Tag gingen die Kinder dieser Familie mit den Hunden spazieren. Sie waren 3-4 Jahre älter als wir. Sie sahen uns auf dem Feld, fingen an zu lachen und machten die Hunde von der Leine. Die Hunde jagten auf uns zu und ich werde nie diese Gesichter der Hunde vergessen. Wir rannten natürlich los Richtung Zäune und sprangen einer nach dem anderen drüber. Ich war vorletzte, den Jungen hinter mir hat es aber erwischt. Der Hund hatte wohl seinen Fuß noch zu fassen bekommen und der Junge wurde im Sprung abgefangen und landete mit dem Bein auf dem Holzzaun. Da lag er nun mit dem aufgespißten Bein und schrie wie am Spieß; die Hunde liefen auf Pfiff wieder zurück. Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut und mir wird ganz mulmig wenn ich einen Bullterrier sehe. Dieses Gefühl werde ich nie loswerden, egal wie oft mir jemand erzählt das sein Hund ein ganz lieber ist. Ich schaffe es nicht diese Tiere anzufassen.
Jahre später, beim Zeitungs austragen um Geld dazu zu verdienen, da ging ich an einem Zaun vorbei. Ein Schäferhund sprang an den Zaun und biss mir in den Arm. Es war Wintern und ich trug eine richtig dicke Jacke, aber den Zahnabdruch konnte man noch sehr gut erkennen und mit diesem TAg bin ich nie wieder Zeitungen austragen gegangen.

Immer wenn ich mit Kimba Gassi gegangen bin und einen Schäferhund gesehen habe, da setzte mein Herz aus und ich habe einen Bogen gemacht. Heute ist es nicht mehr so, seitdem wir Aaron dazubekommen haben. Er hat viel vom Schäferhund, er ist ein Mix, und ich finde ihn einfach klasse. Doch die Angst vor Bullterriern werde ich wohl nie vergessen.

Aber es gibt genügend schöne Erinnerungen an Hunde in meiner Kindheit. Ich durfte selber nie einen haben, aber meine Tante hatte einen und meine Schwester drei Stück und fast jeder Nachbar hatte einen oder zwei Hunde. Besonders oft erinnere ich mich noch an Anouk. Sie war die Hündin meiner Schwester, ein Afghane. Aber kein typischer Afghane, sondern irgendwie ganz anders. Leider wurde sie nur 6 Jahre alt und es war das erste mal das jemand starb der mir nahe stand. Damals war ich ungefähr 14 Jahre alt.

So, viel geschrieben und es könnte noch mehr werden...............

viele Grüße

Heike, Kimba & Aaron

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