K...hunde! Lösungsvorschlag?? :: Was sonst nirgends passt

K...hunde! Lösungsvorschlag??

von Ulrilke(YCH) am 17. November 1998 14:29

Hallo ALLE Hundefreunde,

das Thema Kampfhunde wurde hier ja schon oft und heftig diskutiert. Von Seiten unserer
Regierung und den Behörden kommen verschiedene Ideen und Lösungsvorschläge die
allerdings meiner Meinung nach alle am Ziel vorbeischießen.
Da wird die Hundesteuer erhöht, das Halten solcher Hunde erschwert oder sogar ganz
verboten und jetzt werden für diese Hunderassen auch noch Chips verteilt.
Ich bin der Meinung, daß eine Diskriminierung bestimmter Rassen niemals eine Lösung
darstellen kann, denn auf diese Weise läßt man dubiosen Hundehaltern immer Ausweich-
möglichkeiten. So wandert der zu teuer gewordene Bulli oder Staff halt im Tierheim
und in Zukunft wird ein Rottweiler oder Dobermann auf Menschen gehetzt.
Es gilt also solchen Haltern das Handwerk zu legen.
Das Thema Hundeführerschein ist an und für sich eine gute Lösung, allerdings gehe ich
einen Schritt weiter und fordere diesen VOR Anschaffung eines Hundes und das sieht
dann so aus:

1. Führerschein für potentielle Hundehalter mit einem theoretischem Teil der die Haltung
und Pflege eines Hundes vermittelt und den zukünftigen Halter in der Rasseauswahl
berät. Vielleicht läßt sich ja auch ein praktischer Teil über die Tierheime einrichten,
Beispielsweise 1 Woche spazieren gehen mit einem Hund.

2. Hunde dürfen nur nach Vorlage eines gültigen Führerscheins vermittelt werden.

3. Der Hundebesitzer ist verpflichtet, nach einer Frist (vielleicht 2 Jahre) die Begleithunde
prüfung abzulegen.

Das mit dem Chip ist eigentlich gar keine schlecht Sache, unser Duke trägt auch so ein Ding,
allerdings nicht zu Registrierung als Kampfhund sondern einfach als Ersatz für die
sonst übliche Tätowierung. Das ist ein kleiner Piekser und innerhalb von 2 Minuten
erledigt. Was spricht also dagegen die Tätowierung durch einen Chip zu ersetzen und
das Ganze dann bei allen Hunden anzuwenden. So könnte vielleicht auch diese lästig
klappernde Steuermarke am Hundehalsband verschwinden und außer der Adresse
des Halters lassen sich sicher noch andere Daten damit speichern.
Das ganze hätte in meinen Augen nur Vorteile, so würde Beispielsweise die Zahl der
Kettenhunde drastisch zurückgehen, denn auf einmal müßte man sich ja wirklich bemühen
einen Hund zu bekommen. Unüberlegte Weihnachtsgeschenke gibt es schlichtweg nicht
mehr. Ausgesetzte Hunde auf Autobahnraststätten fallen ebenfalls flach, da man den
Halter jederzeit ermitteln kann.
Voraussetzung hierfür wäre natürlich eine Prüfung für die Hundeschulen, denn im
Moment kann sich leider jeder Hundeschule nennen.
Das alles hört sich jetzt furchtbar nach Zwang an aber wenn man mal genauer darüber
nachdenkt sind es alles Dinge, die ein verantwortungsvoller Hundebesitzer von selbst
macht. Man liest VORher Bücher und informiert sich, man läßt seinen Hund bei
Tasso registrieren und der größte Teil legt die Begleithundeprüfung ab. Ein Hund
ist ARBEIT und das sollte jeder VORHER wissen.

So, auf die Reaktionen bin ich jetzt aber wirklich gespannt.

Ulrike, Duke und Cleo


von Sandra W.(YCH) am 17. November 1998 15:02

Hallo Ulrike,

das mit den verantwortungsvollen Hundebesitzern wäre ja schön.
Nur leider sind das nicht alle. Viele die einen Kampfhund besitzen, sind
alles andere als verantwortungsvoll. Deswegen bin ich auch der Meinung,
daß man nur mit einem gewissen Zwang etwas erreichen kann. Mit Bitte Bitte
kommt man da nicht weiter.

Deine Vorschläge finde ich grundsätzlich gut. Es ist nur so, daß viele Hunde
ja gar nicht offiziell bei einem Züchter "vermehrt" werden, sondern so
"unter der Hand". Wie soll man denen den beikommen?

Gruß Sandra

von Morgaine(YCH) am 17. November 1998 16:23

GEEEEENNNNAAAAUUUU!

ENDLICH mal jemand, der dieselbe Idee hat, wie ich. Meiner Meinung nach, ist es nämlich die Zucht oder "Scharfmachung von Hunden", die die Hunde gefährlich macht, sondern die unwissenheit der Leute (jedenfalls größtenteils). Bei den Vofällen, bei denen Hunde Menschen verletzen, ist denke ich meist die Unachtsamkeit der Halter schuld. Die besten Beispiele dafür sind: Wenn mir jemand mit einem kleineren Hund begegnet, nimmt er ihn sofort auf den Arm, obwohl ich meinen Hund schon von vornherein festhalte (ich habe mehrere Bücher über Hundeerziehung gelesen und selbst in den billigsten und ältesten stand drin, daß das absolut tödlich für die Sozialisierung des Hundes sein kann.)oder: Ich beobachte jemanden, der fast täglich mit seinem Stafford in den selben Park geht, wie ich. Sieht er meinen Hund fängt er an, nach seinem zu schreien und ihn festzuhalten. Ein paar Minuten später sehe ich den selben Menschen mit seinem Hund um die Wette an irgendeinem Spielzeug zerren, wobei der Hund sich so festgebissen hat, daß er ihn daran hochheben kann. Der Besitzer freut sich über seinen süßen "Kampfhund".

Auch habe ich mitbekommen und auch gelesen, daß z.B. Kinder für Hunde, die keine Kinder kennen sozusagen ein anderes Tier darstellen, als erwachsene Menschen und deswegen, wenn ein Kind rumspringt, rennt oder ähnlichen bei einem Hund den Jagdtrieb auslösen kann. Deswegen kommt es so häufig zu Bißverletzungen bei Kindern. Ich merke das bei meinem Hund. Es kam schon öfters vor daß ein Kind, das in meine Richtung gerannt kam für eine Gefahr für mich darstellte und er es angeknurrt hat. Ich lasse ihn immer bei Fuß laufen, sobald mir ein Kind entgegenkommt und wenn ein Kind ihn streicheln will, halt ich vorsichtshalber fest, auch wenn er dann meistens ganz ruhig ist.

All diese Sachen müßten zukünftige Hundehalter wissen, bevor sie sich einen Hund anschaffen. Deswegen bin ich genau deiner Meinung. Damit wäre das Problem an der Wurzel gepackt, und es würde viel weniger passieren.

Allerdings müßte der theoretische Teil vorher nicht so leicht durchschaubar sein und auch ständig nach den neuesten Erziehungsmethoden geändert werden. Nicht bloß "Wie bestrafe ich meinen Hund? a) ich schlage ihn b) ich brülle ihn an c) mit Leinenruck" sondern auch: "d) ich ignoriere sein Verhalten", um mal ein Beispiel zu nennen. Leider sind solche Methoden selbst in den heutigen, freiwilligen Prüfungen oft nicht gefragt, sondern es wird immernoch auf veraltete Methoden geprüft. Was ich damit sagen will, ist, daß jeder die Wahl haben sollte, wie er seinen Hund erzieht, er sollte bloß hinterher sozial verträglich un straßentauglich sein. Die praktische Prüfung sollte meiner Meinung nach erfolgen, wenn der Hund zwischen zwei und drei Jahre alt ist. Und sie sollte nicht ZU streng sein. Was nützt es mir wenn mein Hund direkt in Schulterhöhe neben meinen Beinen und auf der linken Seite bei Fuß läuft, wenn es auch die rechte Seite sein kann und er in Kopfhöhe neben meinen Beinen herläuft. Das ist doch praktisch völlig egal.

Ich wette, auf diese Idee sind auch schon ein paar andere Leute gekommen, nur ist den Behörden das wahrscheinlich viel zu kompliziert und kostet zu viel. Manchmal habe ich das Gefühl, daß es bei den ganzen blödsinnigen Verordnungen, die in letzter Zeit erlassen werden nur darum geht, Geld einzutreiben und den Haß in der Bevölkerung zu stillen oder auch zu schüren, um noch mehr Geld einzutreiben. Das passiert dann leider sehr zu Lasten vernünftiger Hundebesitzer. Ich muß mich hier in Berlin in letzter Zeit andauernd anpöbeln lassen von irgendwelchen Leuten, die meinen Hund und mich gar nicht kennen. Es ist ein Schäferhund/G.Retriever-Mix und wurde sogar schon als gefährlicher Kampfhund bezeichnet, als er ganz lieb und gesittet mit einer Dalmatiner-Hündin gespielt hat. Ich hoffe wirklich das sich diese Behörden mal was vernünftiges einfallen lassen, um Hundebesitzern und ihren Hunden ein normales Leben zu ermöglichen, und nicht ständig nur Rückschritte machen.

Wow das war ein langer Text....

Bis dann Morgaine

von Isis(YCH) am 17. November 1998 16:47

Hallo,

wirklich klasse !! Seit jahren vertrette ich eine ähnliche Meinung.
Ich halte es auch für besonders wichtig, daß sich die zukünftigen Hunde besitzer besser informieren, bzw. informiert werden und dies schriftlich (Führerschein) belegen müßen !!
Auch die Idee mit dem Chip ist hervorragend, nun aber meine "Kritik":

wir alle mögen so gute Ideen haben wie wir wollen,
wir können uns Gedanken machen bis die Köpfe rauchen,
und dikutieren so viel wir wollen...

ES NÜTZT ALLES NICHTS; WENN DIESE IDEEN; DIE HIER PRODUZIERT WERDEN NICHT AN DIE RICHTIGEN ADRESSEN (BEHÖRDEN)
WEITERGEGEBEN WERDEN!!!!

Daher sollten wir alle hier und jetzt mal darüber nachdenken, immer hin sind wir alle Steuerzahler(!!), was wir efektiv tun können!
Ich meine damit konkret Briefe und mails an Zeitungen, Behörden, Radiostationen etc.
Wenn Jeder bzw. jede von uns die hier sich hier täglich informieren und austauschen in seiner Stadt, Gemeinde usw. genauso angagieren würde wie wir es hier tun
haben wie vieleicht einen winzige Change etwas zu erreichen, oder ? (ich nehme mich da selbstverständlich nicht aus)

Was haltet ihr davon?

Es gibt in Deutschland so viele "Vernünftige" Hundebesitzer, daß wir wenn wir alle etwas tun doch auch was erreichen müßen.

Grüße von der ab heute tatkräftigen
Isis (ich habe drei Doggen, und muß mich auch oft als Kampfhund Besitzer beschimpfen lassen...)

von Morgaine(YCH) am 17. November 1998 18:39

Hallo!

Ich denke, du hast vollkommen recht. Ich grüble bloß den ganzen Tag darüber nach, wie man sich engagieren könnte. Es stand z.B. letztens in zwei lokalen Zeitungen hier, daß sich in einem Stadtbezirk eine Bürgerinitiative "Pro Hund" gegründet hat. Ich habe sofort eine E-Mail geschickt, und gefragt, ob sie mir nicht eine Adresse oder Telefonnummer nennen können...bis heute habe ich keine Antwort. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, daß irgendeine der hiesigen Zeitungen einen Leserbrief von mir drucken würden, da sie ja diejenigen sind, die am meisten in der Öffentlichkeit gegen Hundehalter hetzen. Also, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man da als Durchschnittsbürger machen kann.
Ich müsste irgendwie dafür sorgen, das sich viele Hundehalter hier in Berlin zusammenschließen und massiv gegen Diskriminierungen u.s.w. vorgehen. ABER WIE???
Bist du in einer Bürgerinitiative oder ähnlichem, oder machst du eine Aktionen im Alleingang und hast du schon Erfolge gehabt damit? Das würde mich sehr interressieren, einfach nur als Motivation....

Bis dann Morgaine

von Isis(YCH) am 18. November 1998 15:17

:Hallo!
:
:Ich denke, du hast vollkommen recht. Ich grüble bloß den ganzen Tag darüber nach, wie man sich engagieren könnte. Es stand z.B. letztens in zwei lokalen Zeitungen hier, daß sich in einem Stadtbezirk eine Bürgerinitiative "Pro Hund" gegründet hat. Ich habe sofort eine E-Mail geschickt, und gefragt, ob sie mir nicht eine Adresse oder Telefonnummer nennen können...bis heute habe ich keine Antwort. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, daß irgendeine der hiesigen Zeitungen einen Leserbrief von mir drucken würden, da sie ja diejenigen sind, die am meisten in der Öffentlichkeit gegen Hundehalter hetzen. Also, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man da als Durchschnittsbürger machen kann.
:Ich müsste irgendwie dafür sorgen, das sich viele Hundehalter hier in Berlin zusammenschließen und massiv gegen Diskriminierungen u.s.w. vorgehen. ABER WIE???
:Bist du in einer Bürgerinitiative oder ähnlichem, oder machst du eine Aktionen im Alleingang und hast du schon Erfolge gehabt damit? Das würde mich sehr interressieren, einfach nur als Motivation....
:
Hallo Morgaine,

also leider gibt es bei uns auch noch keine "Hundeinitaitive", aber was ich versuche ist über Zeitschriften wie z.B. Ein Herz für Tiere (denn reine Hunde Zeitungen lesen eh nur vernünftige Menschen)
anzuschreiben, sie auf das Thema und div. Vorschläge Hinzuweisen (am besten wenn es eh aktuell ist) und zu versuchen einen Artikel herauszu schlagen...
Auch spreche ich mit den Örtlichen Verlagen, die sog. Stadtteil Zeitungen entwerfen, ob sie nicht einen winzigen Atikel veröffentölichen
Gestern habe ich mich an den "Fressnapf" gewandt, dies ist eine Art Supermarkt für Tierbedarf (im Internet vertreten), die eine eigene Kostenlose Zeitung auf den Markt birinngen (liegt in allen Filialen in ganz Deutschland aus).
Ich versuche Sie an Ihrer Ehre bzw. an Ihre Verantwortung zu erinnern (schön Charmant) und auch zu bitten einen Bericht zu drucken... mal sehn was passiert.
Die Ideen (sie diese Diskussion) versuche ich auch beim Örtliche Tierschutzverein (München hat den wohl "reichsten" Tierschutzverein in Deutschland) an den Mann bzw. an die rau zu brinngen nur ist das recht schwierig..
man darf halt nicht aufgeben und ich bin der Meinung wenn jetzt zum Beispiel noch fünf von uns hier an den Fressnapf schreiben, steigen unser Chancen gewaltig.
Ich überlege mir auch derzeit einen Brief an unsere Gemeinde (wohne nicht direkt in München) zu schreiben.
Es ist alles sehr mühsam und bis heute auch recht erfolglos aber ich nerve so lang bis ich was erreicht habe.

Ich hoffe ich habe Dich ein bisschen angesteckt
eifrige Grüße Isis

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