Mutters Hund jetzt oder später??? :: Was sonst nirgends passt

Mutters Hund jetzt oder später???

von Veronika(YCH) am 03. Dezember 1998 12:45

Hallo Hundefreunde!
Ich versuche, mich kurz zu fassen.
Meine Mutter ist seit einem Jahr Witwe. Zur Zeit lebe ich noch daheim, werde aber in einem Jahr von daheim ausziehen. Spätestens dann, möchte sich meine Mutter einen Hund kaufen, weil ich unsere Wicki mitnehmen werde.
Die Frage ist nun, ob es besser wäre, wenn meine Mutter sich jetzt schon einen Hund holen würde. Durch meine Examensvorbereitung habe ich wenig Zeit für meinen Hund. Meine Mutter kümmert sich um sie, aber Wicki fehlt das Toben. Deshalb haben wir uns überlegt, uns bald einen zweiten Hund zu kaufen, damit Wicki nicht so alleine ist. Außerdem würde sich der zweite Hund dann schon an Wicki und auch an mich gewöhnen. Schließlich müßte ich ihn ja auch mal in Pflege nehmen und umgekehrt hätte meine Mutter auch Wicki manchmal bei sich. Aber kann man die Hunde dann nächstes Jahr wieder trennen?
Wir haben hin und her überlegt, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen.

Die zweite Frage ist: wäre ein Junghund besser oder ein erwachsener, der schon einen eigenen Charakter hat (ich habe mal gehört, daß ein junger Hund dem älteren alles nachmacht und eher zum Schatten wird, als daß er ein eigenständiger Hund wird).
Wicki ist übrigens eine zweijährige Mittelschnauzerhündin, kastriert. Sie ist ein schüchterner Hund und läuft vor Hunden weg, die auf sie zugefetzt kommen. Nähern sie sich langsam, dann bleibt sie brav stehen und läßt sich gaaanz kurz beschnuppern und dann will sie sofort spielen. Aggressiv hat sie sich Hunden gegenüber noch nie verhalten (Menschen gegenüber auch nicht).
Worauf muß ich denn achten, wenn wir uns noch einen weiteren Hund kaufen??

Vielen Dank für eure Antworten
Veronik und Wicki

von Julia B.(YCH) am 03. Dezember 1998 13:02

Hi Veronik,

meine unmaßgebliche Meinung ist, kauft den Hund erst, wenn Du ausgezogen bist. Ich wette, daß sich der Kleine/die Kleine alleine ziemlich unwohl fühlen wird, denn Wicki ist Rudel und dann nicht mehr da. Ich sehe das bei meinen Beiden, wenn ich sie mal trennen muß für den Tierarzt oder beim Besuch der Hundeschule, wo ich jeweils nur eine mitnehme. Kommst Du mit dem neuen Hund oft zu Besuch von Anfang an, wird sich Wicki dran gewöhnen und der neue Hund hat kein Trennungsschmerz. Ich bin nicht DER Fachmann, habe aber seid einiger Zeit zwei Hunde und habe nicht schlecht gestaunt, was es da so für Veränderungen geben kann, bei allen Beteiligten :-) Allerdings nur ins positive.

Grüße Julia

von sabine & Simbär(YCH) am 03. Dezember 1998 13:14

Hallo Veronika,

es spielen da bestimmt mehrere Dinge eine Rolle. Einen Welpe würde ich aufgrund der Schüchternheit von Wicki nicht befürworten. Es kann Dir passieren, daß der Welpe diese Eigenschaft sofort übernimmt. Weiter kommt dazu, daß der Hund auch von Wicki lernen wird (die guten wie die negativen Dingen). Dazu kommt noch, der Welpe darf am Anfang nur wenig bewegt werden, wenn jetzt Wicki schon mit ihm tobt, wie soll er dann eine Beziehung zu Deiner Mutter aufbauen. "Erziehung" kannst Du dann vergessen, da der Welpe immer müde ist.
Ich denke, daß sich Deine Mutter jetzt um Wicki kümmern sollte, vielleicht kann sie sich jemand anschließen und sich erst nach Deinem Auszug einen Hund kaufen.
Ob zwei Hunde, ist in einem Haus gehalten werden, immer spielen weiß ich nicht. Unsere liegen meist zusammenherum und warten, daß ich mitspiele. Dazu kommt noch, die Hunde werden mit Sicherheit einer Beziehung zueinander aufbauen, kannst Du nach einem Jahr die Trennung verantworten? Würdest Du Wicki ganz zu Deiner Mutter geben, wenn sie zu sehr leidet... Bedenke auch, jeder Spaziergang wird mehr oder weniger Streß. Der eine Hund läuft nach links, der andere jagt Hasen und rennt nach rechts. Der neue Hund mag vielleicht keine Rüden und Wicki steht zwischen den Fronten. Ist Deine Mutter einen Hund überhaupt gewachsen, im Sinne von: Verantwortung, Erziehung, Spaziergänge etc. Was passiert, wenn sich die Hunde, solange du noch zu Hause wohnst nicht vertragen, der alte hat längere Rechte, kannst du den neuen wieder abgeben...

Ich an Eurer Stelle würde warten. Oder versuchen, für tagsüber einen Pflegehund (der den ganzen Tag alleine ist) zu bekommen.

Ich hoffe, Du verstehst was ich meine. Wir haben uns ja auch getraut, es ist wahnsinnig toll aber auch verdammt anstrengt. Ich darf Simba aber auch Bärchen nicht bevorzugen, streichel ich den einen, kommt der andere dazu und und. Unser auto ist mittlerweile auch neu...

Bitt Info, was Du machst. An was für einen Neuzugang habt ihr den gedacht?

Lieben Gruß

Sabine & simbär


von Veronika(YCH) am 04. Dezember 1998 12:14

Hallo Sabine und Simbär!

:Ich denke, daß sich Deine Mutter jetzt um Wicki kümmern sollte und sich erst nach Deinem Auszug einen Hund kaufen.
Wahrscheinlich hast Du recht. Wicki fühlt sich zur Zeit sehr vernächlässigt und für meine Mutter wäre es dann eine richtige Ablenkung. Ob meine Mutter mit Wicki Agility machen könnte??

grinning smileyazu kommt noch, die Hunde werden mit Sicherheit einer Beziehung zueinander aufbauen, kannst Du nach einem Jahr die Trennung verantworten?
Tja, das weiß ich ja eben auch nicht. Wenn es ein Welpe ist, wohl kaum. Aber wie wäre es, wenn man den Hund so 2-3 Wochen vor meinem Auszug kaufen würde? Ich habe ja nur Angst, daß Wicki vor der "Neuen" wegläuft und das wäre dumm, da wir uns die Hunde ja gegenseitig in Pflege geben wollen (wenn ich auf Klassenfahrt bin oder meine Mutter eine Museumstour macht).

:Würdest Du Wicki ganz zu Deiner Mutter geben, wenn sie zu sehr leidet...
Wie kannst Du nach unseren Gesprächen in der privaten Sparte sowas fragen ???? Natürlich nicht!! Dann würde ich eher den anderen Hund mitnehmen (und meiner Mutter nen anderen kaufen...)

:Bedenke auch, jeder Spaziergang wird mehr oder weniger Streß. Der eine Hund läuft nach links, der andere jagt Hasen und rennt nach rechts. Der neue Hund mag vielleicht keine Rüden und Wicki steht zwischen den Fronten.
Ach, Du hast recht. Ich glaube, wir vergessen die Idee von einem Zweithund für meine Mutter am besten. Wir sind von Wicki so verwöhnt. Sie hat zwar ihre Fehler, aber die Vorstellungen, die wir uns bei ihrem Kauf gemacht haben hat sie alle erfüllt.

:Ist Deine Mutter einen Hund überhaupt gewachsen, im Sinne von: Verantwortung, Erziehung, Spaziergänge etc.
Uhhh, das sag nicht meiner Mutter ;-)))) Die ist gar nicht so alt, wie Du denkst. Verantwortung: besitzt sie. Sie geht fast jeden Tag mit Wicki spazieren und würde sie nie von der Leine lassen, wenn es gefährlich wäre. Außerdem erinnert sie mich an die Impfungen und die Wurmkur, schaut, daß es Wicki gut geht... (mach ich natürlich auch). Erziehung: meine Mutter ist nicht so ein Hundefan wie ich. Deshalb geht sie schärfer an die Grundlagenerziehung ran. Ich denke, daß ihr Hund - auch, weil wir an Wicki "üben" konnten - sehr gut erzogen sein würde. Allerdings läßt sie in der Küche öfter mal was fallen - wo Wicki doch nicht betteln und kein "Menschenfutter" bekommen soll :-) Spaziergänge: das ist das Problem. Meine Mutter hat seit dem Tod meines Vaters keine so rechte Lust zum Spazierengehen. Ohne Wicki würde sie nie in den Park gehen. Es wäre ihr zu langweilig. Aber mit Wicki unternimmt sie doch relativ viel. Sie geht spazieren, nimmt sie zum Einkaufen mit, bringt ihr gerade bei, daß man auch ohne Leine auf dem Bürgersteig bleiben muß. Außerdem läuft sie Skilanglauf - und Wicki hoppelt nebenher. - also zum alten Eisen gehört meine Mutter noch nicht.
Aber ich weiß ja, daß Du es nicht böse gemeint hast :-)

: Was passiert, wenn sich die Hunde, solange du noch zu Hause wohnst nicht vertragen, der alte hat längere Rechte, kannst du den neuen wieder abgeben...
Deshalb wollte ich den anderen Hund ja haben, solange ich noch da bin, damit sich die beiden aneinander gewöhnen und es später keine Probleme gibt, wenn Wicki am Wochenende begeistert ins Haus gestürmt kommt und plötzlich ein fremder Hund vor ihr steht und ihr sagt: "He, was machst Du denn hier? Das ist mein Haus! Verschwinde!" Wicki selbst kennt das Wort "Eifersucht" ja gar nicht.
Überhaupt fürchte ich, daß es noch große Probleme geben wird, wenn sie nächstes Jahr nur mich hat. Aber wenn ich nicht da bin, dann frißt sie nicht. Deshalb denke ich, es ist doch besser, wenn ich sie mitnehme.

:Ich hoffe, Du verstehst was ich meine.
Na klar tu ich. Genau das waren ja auch unsere Überlegungen. Aber wir konnten sie natürlich nicht lösen, weil wir unbedingt einen Hund haben wollten.

:Bitt Info, was Du machst.
Ich werd nochmal mit meiner Mutter reden. Was hälst Du denn von der Idee, den Hund kurz vor meinem Auszug zu kaufen?

:An was für einen Neuzugang habt ihr den gedacht?
Jetzt werd ich gleich rot! Wissen wir noch nicht. Vor einer Woche haben wir uns einen Pudel angeschaut. Harlekin - schwarz-weiß. Er war hin und weg von uns. Aber meine Mutter fand irgendwie keinen rechten Kontakt zu ihm, obwohl er von den Eigenschaften her prima zu uns gepaßt hätte.
Er sollte eben nicht zu groß sein. Meine Mutter wird ja nicht jünger und wenn der Hund so zieht wie Wicki, dann kann sie ihn bald nicht mehr halten. Außerdem kommt man mit einem kleine Hund besser unter. Der Traumhund meiner Mutter (und auch meiner) wäre ja ein Dobermann, aber aus den genannten Gründen ist das nicht möglich.
Wir dachten also an einen kleinen Pudel (aber nur schwarz-weiß und nicht so zurechtgestylt, sondern "natürlich"winking smiley oder an einen Zwergschnauzer (schlag mich, aber da käme nur ein älterer in Frage, weil die noch keinen Schwanz haben. Ganz kurz zum Thema Schwanz. Zwergschnauzer mit Schwanz neben Wicki ohne Schwanz fänd ich nicht gut. Die Leute fragen: Ach und was ist in dem Kleinen noch drin? Ich muß dazu sagen, hätte Wicki einen Schwanz, dann hätte ich sie trotzdem genommen. Aber bei zwei Hunden möchte ich doch ein harmonisches Paar haben)
Allerdings käme auch ein (Mischlungs)Hund aus dem Tierheim in Frage oder von dieser Österreichischen Fernsehsendung. Es muß eben sofort funken.

Liebe Grüße
Veronika und Wicki

von Veronika(YCH) am 04. Dezember 1998 12:18

Hallo Julia!
Langsam scheint es mir auch das Beste, den Hund erst später zu kaufen. Aber was mache ich, wenn wir uns für einen erwachsenen Hund entscheiden? Wäre es da nicht besser, ihn schon paar Wochen vor dem Auszug zu uns zu nehmen? Ich will ja nicht, daß sich Wicki nur als geduldeter Gast fühlt.

Schöne Grüße
Veronika

PS.: Meine Gedanken habe ich ausführlicher in meiner Antwort an Sabine und Simbär dargelegt.

von sabine & simbär(YCH) am 04. Dezember 1998 12:34

Hallo Veronika,

ich hoffe, daß ich weder Dir noch Deiner Mutter auf die Füße getreten haben. Ich wollte nur sehr deutlich machen, was da auf Euch zu kommt. Warum versucht deine Mutter nicht einfach mal Sport mit Wicki, klappt bestimtm besser als du denkst.

Den neuen Hund würde ich erst nach deinen Auszug kaufen. Überleg doch einmal, du muß packen, Möbel schleppten, große Veränderungen stehen an und Wicki will auch ihre Rechte und ist bestimmt auch verunsichert...., jetzt in diesem Chaos, noch ein Welpe/Junghund, tut dem kleinen das nicht an. Zieh in Ruhe aus, und dann soll sich deine Mutter einen Hund kaufen, du kannst die Hunde immer noch aneinander gewöhnen. Außerdem glaube ich kaum, daß der Welpe/Junghund in den ersten drei Wochen sich mit Wicki verkracht und Streit anfängt. Ihr habt während dem Umzug einfach keine Zeit, außerdem hat deine Mutter dann wenn du weg bist eine neue Aufgabe, mit der sie sich in Ruhe beschäftigen kann.

Sabine & Simbär

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