Anfängerrasse"" :: Was sonst nirgends passt

Anfängerrasse""

von Steffen(YCH) am 02. Januar 1999 15:01

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:Hallo Leute,
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:Weiß jemand eine kleinere "sportlche" Hunderasse?
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:Viele Grüße
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:Conny
Hi, auch wenn ich anderer Meinung als meine Vorredner bin, was ist mit dem guten alten Jack Russel?
Oder geh doch mal ins Tierheim, speziell jetzt um diese Zeit gibts dort viele
Mischlinge. Ich denke damit wirst Du am Besten fahren.
Gruß Steffen

von Briard-Jutta(YCH) am 02. Januar 1999 18:28

Liebe Conny,

mir gefällt die Idee mit dem Pudel auch sehr gut. Auch wir haben einige Pudel auf dem Platz, die mit großem Erfolg in Agility und Turnierhundsport aktiv sind und die Unterordnung hervorragend laufen. Zudem sind sie ausgesprochen sozialverträglich. Wenn Du Sportambitionen hast, würde ich allerdings nicht unbedingt die kleinsten Vertreter der Rasse wählen.

Von Terriern jedweder Art rate ich Anfängern lieber ab, da sie nicht leicht zu handeln sind. Ausnahme ist der Tibet-Terrier, der nur so heißt, aber in Wahrheit ein Hütehund ist. Wenn Dich die Fellpflege nicht schreckt, könnte ich diesen durchaus auf meine (sehr spärliche!) Empfehlungsliste setzen. Auch sämtliche Jagdhundrassen fallen aufgrund ihres Jagdverhaltens in meinen Augen weg (auch wenns da etliche seeeehr schöne drunter gibt, lach). Cockerspaniels zählen zwar auch zu diesen, allerdings gibt es gerade bei dieser Rasse inzwischen reine Schauzuchten, die nahezu kein Jagdverhalten mehr zeigen. Arbeitsfreudig und wendig sind sie trotzdem, Du mußt aber bei der Auswahl wirklich sehr auf die Zucht achten. Auch für diesen Zweck ist der Besuch einer Ausstellung hilfreich.

Lagerhunde und Herdenschutzhunde brauchen Hundeerfahrung, da sie über einen ausgeprägten Schutztrieb verfügen und sehr konsequenter und (vor allem die Zweiten) artgerechter Erziehung und Haltung bedürfen. Die meisten Vertreter dieser Rassen sind aber ohnehin zu schwer, um über Hindernisse geschickt zu werden. Windhunde gibt es zwar auch in allen Größen und Variationen, aber die meisten haben nur ein Interesse: Rennen und Hetzen. Dem enormen Laufbedürfnis kann man in unseren Breitengraden eigentlich nur auf der Rennbahn gerecht werden. Ebenfalls die Finger lassen solltest Du von Huskies, Malamutes und Co. Auch sie haben sehr spezielle Ansprüche an Haltung und Erziehung.

Unter den Hütehunden (Unterschied zu Herdenschutzhunden: Ihre Aufgabe war/ist das Zusammenhalten der Herde, nicht die Verteidigung gegen Räuber) könntest Du eventuell fündig werden. Unter ihnen gibt es sehr typische Vertreter mit extremem Hüteverhalten (z.B. Border Collie, Australian Shepherd) und welche, die im Laufe ihrer Entwicklung deutlich mehr zu Begleithunden avanciert sind (z.B. Tibet-Terrier, Bearded Collie, Schapendoes, PON, um die kleineren Rassen zu nennen). Die Erstgenannten (allen voran der Border) sind bei Agilityturnieren immer auf den vorderen Plätzen vertreten, aber wehe, wenn sie nicht ausreichend gefordert werden! Dann haben sie das beste Potential zum Problemhund erster Klasse. Für Hütehunde insgesamt gilt, daß sie einen Hang zur Eigenwilligkeit haben, was immer wieder eine Herausforderung an die Konsequenz und die Phantasie in den Erziehungsmethoden des Hundebesitzers darstellt. Sie entwickeln allerdings einen engen Menschenbezug und sind durchweg sehr arbeitsfreudig ( aber auch -bedürftig).

Wen ich eindeutig als Anfängerhund einstufen würde (der Dir aber wohl zu groß ist), ist der Deutsche Schäferhund. Er eignet sich für fast alle Aufgaben, ist sehr lernfähig und unterordnungsbereit. Da die Rasse aber aufgrund idiotischer Rassestandards gewaltige Hüftprobleme aufweist, mußt Du SEHR genau schauen, bei wem Du einen Schäferhund kaufst. Der Standard, der eine extrem abfallende Rückenlinie gefordert hat, ist zwar inzwischen geändert, aber Vorsicht ist trotzdem geboten.

Sicherlich gibt es nahezu zu allen genannten Hundetypen (und den Einstufungen, die ich getroffen habe) Gegenbeispiele (positiv wie negativ) bei einzelnen Hunden. Jede Hunderasse zeigt wohl ein bestimmtes Bild eines Typs auf, aber die jeweilige Entwicklung ist letztendlich stark individuell. Es gibt hinreißende, bewegungsfreudige Rottweiler und bissig-nissige Golden Retriever. Letztendlich wird (hoffentlich, lach) jeder Besitzer einer bestimmten Rasse diese als DIE beste Rasse schlechthin darstellen. Deshalb mein Tip: Tu weiter, was Du grade tust: Hör und schau Dich um, frag den Leuten Löcher in die Bäuche (und zwar auch in Bezug auf die negativen Eigenschaften ihrer Vierbeiner) und triff dann Deine Entscheidung.

Liebe Grüße,
Jutta


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