Kind getötet-3 Rottweiler eingeschläfert :: Was sonst nirgends passt

Kind getötet-3 Rottweiler eingeschläfert

von Helen(YCH) am 19. Juni 1998 22:53




Hallo Mecki,

:Ausrasten könnte ich auch, weil es Menschen gibt, die Tiere quälen und auch töten.
Da gebe ich Dir recht, ich kann auch Menschen nicht ausstehen, die Tiere quälen.
:
:Nein, so kann man das nicht sagen. Jede Liebe bzw. Zuneigung ist ne Sache für sich. Und auf was man sie bezieht, geht einen anderen nicht´s an.

Dazu kann ich nur sagen: Wenn Du selbst Mutter wärest, würdest Du sicher anders reagieren.


:Also ich denke, wenn soetwas zum ersten Mal passiert, dann wird ein verantwortungsvoller Hundehalter schon entsprechende Maßnahmen ergreifen, daß es kein zweites Mal gibt. Aber dafür sollte der Hund nicht mit dem Tode bestraft werden.

Leider gibt es unter Hundehaltern viele "Fanatiker", die Tierschutz über Menschenschutz stellen. Damit meine ich nicht Dich, ich kenne Dich ja nicht. Aber ich habe kein Verständnis für Deine Meinung und glaube auch nicht, daß jeder Hundehalter sich gezwungen sieht, danach zu handeln. Er sieht sein eigenes Interesse im Vordergrund, und wir leben nunmal nicht im Wilden Westen.

:Aber das dem Hund beizubringen, liegt doch am Halter nicht am Hund. Hunde sind eben von Natur aus Beutetiere gewesen. Es liegt doch am Halter, dem Hund beizubringen, daß Menschen keine Beute mehr sind.

Dazu kann ich nur sagen: Es gibt eine Reihe von Hundehaltern , wie schon oben erwähnt, die ihre Hunde über alles stellen. Und ich nun mal meine Kinder. Es sind übrigens auch schon Hundehalter, die vielleicht ihre Hunde nicht optimal erzogen haben, von ihren eigenen Hunden getötet worden (stand vor ca. 2 Wochen bei uns in der Zeitung). Soll der Hund weiterleben und eine potentielle Gefahr darstellen, weil "er ja nichts dafür kann, wie ihn Menschen erzogen haben" ???
::Hunde, die dazu nicht in der Lage sind, gehören nicht unter Menschen.

:Ein Hund ist ein Hund, und wenn er nicht erzogen ist, benimmt er sich so, wie er es für richtig hält.

Alles ok, wenn man in der Prärie wohnt.

confused smileytimmt, wir haben einen 2 Meter hohen Zaun, weil unsere Rüde in bestimmten Situationen auch gerne mal zuschnappt, und an unserem Grundstück ein Weg langsführt, an dem täglich viele Kinder zu Fuß zur Grundschule laufen. Trotzdem trauten sich einige Kinder nicht mehr dort lang´s und deren Eltern haben uns darauf angesprochen, ob die Hunde gefährlich wären, weil wir so einen hohen Zaun hätten. Ich hab Ihnen ehrlich gesagt, warum der Zaun so hoch ist. Wir haben uns darauf geeinigt, daß Sie mal mit ihren Kinder vorbeikommen, und wir alle zusammen mit den Hunden spielen. Es hat geklappt und heute laufen sie lächelnd an den Hunden hinterm Zaun vorbei und wenn ein anderes Kind Angst hat, dann sagen sie oft: Du, der ist ganz lieb, der passt nur gut auf den Garten dieser Leute auf.
:Eigentlich spreche ich jeden Menschen, der ängstlich am Zaun langsläuft, darauf an und konnte so mittlerweile einige Mißverständnisse aufklären.
:
:Könnt es nur immer so sein....

Deine Bemühungen in allen Ehren, ich glaube Dir auch, daß es bei Euch so läuft, aber leider nicht bei jedem.

Schöne Grüße
Helen

von Susan und Maxi(YCH) am 20. Juni 1998 14:39

Liebe Helen,


grinning smileyazu kann ich nur sagen: Wenn Du selbst Mutter wärest, würdest Du sicher anders reagieren.

So dreht man sich doch im Kreis - jetzt könnte ich ja sagen "Wenn Du selbst keine Kinder und nur einen Hund hättest, würdest Du sicher anders reagieren."


:Leider gibt es unter Hundehaltern viele "Fanatiker", die Tierschutz über Menschenschutz stellen. Damit meine ich nicht Dich, ich kenne Dich ja nicht. Aber ich habe kein Verständnis für Deine Meinung und glaube auch nicht, daß jeder Hundehalter sich gezwungen sieht, danach zu handeln. Er sieht sein eigenes Interesse im Vordergrund, und wir leben nunmal nicht im Wilden Westen.

Genau, und eben deshalb müssen wir einen unter Umständen verhaltensgestörten Hund auch nicht gleich "erschießen"...


grinning smileyazu kann ich nur sagen: Es gibt eine Reihe von Hundehaltern , wie schon oben erwähnt, die ihre Hunde über alles stellen. Und ich nun mal meine Kinder.

Warum muß man denn überhaupt ein Lebewesen über das andere stellen? Mal blöd gefragt: Warum ist ein Mensch mehr "wert" als ein Hund? Doch nur weil wir die "schlaueren" zu sein glauben und das irgendwann so festgelegt haben. Seit das geschah, sollten wir aber doch noch ein bißchen schlauer geworden sein und diese Haltung relativiert haben dahingehend, daß ein Hund, der möglicherweise ein gestörtes Verhalten an den Tag legt - wobei der zur Diskussion stehende Unfall natürlich extrem schlimm und traurig ist und hier in keinster Weise heruntergespielt werden soll -, nicht einfach eingeschläfert wird, weil das für uns Menschen nun einmal die bequemste Lösung ist. Ein Mensch dagegen, der gezielt und heimtückisch einen anderen Menschen ermordet, darf weiterleben und kommt in der Regel sogar irgendwann wieder auf freien Fuß. Der Hund aber wird um die Ecke gebracht, obwohl es Maulkörbe, Leinen und zur Not auch Zwinger gibt. Ob dem Hund damit allerdings gedient sein wird, ist natürlich auch wieder eine andere Frage...


confused smileyoll der Hund weiterleben und eine potentielle Gefahr darstellen, weil "er ja nichts dafür kann, wie ihn Menschen erzogen haben" ???

...und was stellt in unserer modernen Welt nicht alles eine potentielle Gefahr dar und darf trotzdem weiterhin existieren.


:Alles ok, wenn man in der Prärie wohnt.
s.o.
Lange Rede, kurzer Sinn, mir geht es doch nur darum, daß aus einer gewissen menschlichen Arroganz heraus der Mensch immer wieder automatisch über die anderen Tiere gestellt wird und das finde ich einfach nicht mehr zeitgemäß.

Nichts für ungut,
schöne Grüße
von Susan und Maxi (, die immer wieder den Eindruck hat, daß der Unterschied zwischen Vier- und Zweibeinern gar nicht soooo groß ist...:-


von Anja(YCH) am 22. Juni 1998 06:23

Hallo Helen,

ich habe noch keine Kinder, wir haben aber mehrere kleine Kinder in der Familie, an denen ich sehr hänge. Ich habe mir damals auch versucht vorzustellen, ob ich anders empfinden würde, wenn es denen an den Kragen gegangen wäre, bin da aber irgendwie zu keinem Ergebnis gekommen und habe die Geschichte daraufhin ins Forum gesetzt, um einmal andere Meinungen zu hören. Ich denke aber, daß es eigentlich keine Rolle spielt, ob ich eigene Kinder habe oder nicht.

Wenn ein Hund sein Revier verteidigt (was ja von den meisten Menschen auch so gewünscht wird) macht er keinen Unterschied, ob der betreffende Mensch nun 8 oder 80 Jahre alt ist. Der Hund hat in dem Moment seiner Meinung nach richtig gehandelt. Mich hätte das ganze nicht so nachdenklich gemacht, wenn der Hund auf offener Straße ein Kind angefallen hätte. Das hätte man sicherlich nicht vertreten können.

Außerdem kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen, daß alle drei Hunde eingeschläfert werden mußten. Zwei gesunde Hunde, die niemandem etwas getan haben, mußten mal wieder für die Dummheit der Menschen bezahlen, das hat mich sehr schockiert.

Gruß, Anja

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