Unglück kommt selten alleine :: Was sonst nirgends passt

Unglück kommt selten alleine

von Michael(YCH) am 02. Februar 1999 12:31

Hallo hundefreunde,

ich habe heute von einer wirklich traurigen Sache zu berichten.

Ich kenne ein Pärchen deren Hund Jamy vor ca. einem Monat eingeschläfert werden mußt (der Hund litt an allen möglich Allergien). Das Ende war schon länger abzusehen und sie konnten sich darauf vorbereiten.
Kurz nach Jamys Tod holten sie sich Tara, ein versieltes schwarzes Briardweibchen. Für die beiden war es eine riesige Umstellung und brachte sehr viel Freude. Bis letzten Donnerstag. Tara (jetzt 4 Monate alt) spielte mit einem Schäferhundrüden villeicht eine Minute lang. Plötzlich drehte der Schäferhund durch und biß zu. Anscheinend war es nicht möglich den Schäferhund von dem Welpen zu trenne. Schließlich gelang es doch. Tara lag wie in einer Totenstarre völlig leblos. Das Ergebnis vom Tierarzt waren: vier Zähne verloren, Unterkiefer gebrochen, Lefze eingerissen, Rückrad verletzt.

Soeben erhielt ich den Anruf, daß das Frauchen gestern, vermutlich auf dem Rückweg vom Tierarzt, einen schweren Autounfall hatte. Sie erlitt dabei eine Wirbelsäulenfraktur. Der Hund wurde aus dem Auto geschläudert und ist jetzt vermutlich querschnittsgelähmt.

Irgendwie muß ich mich heute auf andere Gedanken bringen.
Viele traurige Grüße,
Michael

von gudrun(YCH) am 02. Februar 1999 17:32

Hallo Michael,
das ist ja eine mehr als traurige Geschichte, bei der man richtig eine Gänsehaut bekommt. Weißt Du schon näheres über den Gesundheitszustand des Frauchens und was ist mit der kleinen Tara? Geht es überhaupt, daß ein Hund mit Querschnittslähmung "am Leben bleibt" zudem ist Tara ja noch sehr jung und würde gerne spielen.
Es tut mir alles furchtbar leid und mir fehlen dafür irgendwie die Worte. Ich hoffe, daß das Frauchen wieder auf die Beine kommt und mit Sicherheit werden die beiden sich von Tara trennen müssen oder? Hoffentlich kommst Du recht schnell auf andere Gedanken. Bisher war meine "Hundeerfahrung" auch nicht sehr gut: ich mußte meinen lieben Sam bereits im Alter von 7 Monaten einschläfern lassen. Aber diese Geschichte geht mir irgendwie an die Nieren.

mitfühlende Grüße
Gudrun & Nico

von Gillas(YCH) am 02. Februar 1999 21:45

Lieber Michael

Manchmal scheint sich das Unglück wirklich anzuhäufen, das macht einen schon traurig und niedergeschlagen, aber auch wütend, es scheint so verdammt ungerecht. Als ich Dein Mail las, bekam ich auch Gänsehaut, bei uns war's im Frühjahr 97 auch so beschissen. Irgendwann geht's wieder aufwärts, auch wenn man' nicht vergisst. Es macht einen aber auch wieder dankbarer für die positiven Sachen im Leben, sie sind nicht mehr so selbstverständlich. Ich wünsche Deinen Freunden und Dir alles nur erdenklich Gute und viel Kraft für die kommende schwierige Zeit. In meiner Küche hängen zwei Motivationssprüche, die möchte ich Euch weitergeben. Ich weiss, es ist nur ein Text, mir selber hat er aber oft gut getan:

Die Hoffnungslosigkeit ist die schon vorweg genommene Niederlage. von Karl Jaspers

und

Gott, gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

Haltet die Ohren steif!

Mitfühlende Grüsse
Gillas und Co.

von Michael(YCH) am 04. Februar 1999 14:28

Hallo Gudrun,

ich habe eine gute und eine bereits erwartete schlechte Nachricht.
Tara wurde eingeschläfert. Sie währe wohl nicht mehr lebensfähig gewesen.
Die gutenachricht ist die, daß Taras Frauchen "nur" eine Prellung der
Wirbelsäule hat. Villeicht sollte man hier von "Glück im Unglück"
sprechen. An dem Tag als der Unfall passierte, gabe es in unserer Gegend
ca. 200 Unfälle und davon 24 Schwerstunfälle.

Trotz des Schocks wollen sie sich jetzt so schnell wie möglich wieder
einen Hund zulegen.

Viele Grüße,
Michael

von gudrun(YCH) am 04. Februar 1999 16:43

Hallo Michael,
obwohl Deine Bekannten sicherlich keine Luftsprünge machen, können Sie doch froh sein, daß dem "Frauchen" nicht mehr passiert ist. Für Tara war es nun ein sehr kurzes Leben!!!! Die beste Therapie für die beiden ist ein neuer Hund und ich wünsche den beiden viel viel Glück!!!!!!!!!. Wenn Du Deine Bekannten siehst oder mit ihnen sprichst, dann bestelle Ihnen doch bitte schöne Grüße und viel Glück

etwas erleichterter Gruß
Gudrun

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