Kampfhundhysterie :: Was sonst nirgends passt

Kampfhundhysterie

von julianek(YCH) am 22. Mai 1998 12:13

Hallo Anja,
Den Rottweiler haben wir uns damals ausgesucht aufgrund seines wesensfesten ruhigen selbstsicheren Charakters (leider gibt es mittlerweile zu viele ängstliche Exemplare)
Es gibt aber auch andere Hunderassen die diese Eigenschaften haben. Etwas hat doch sicher auch das Aussehen eine Rolle gespielt.
Einige Leute, dazu zaehle ich mich auch, empfinden einen grossen Hund als "richtigen" Hund, kleine eher als "Spielzeug";-)

Wir haben in unserer Nachbarschaft zwei Rottweilerhündinnen, die anfangs zwar lieb aber überaus unterwürfig und ängstlich waren, mittlerweile ist die eine überaus aggressiv geworden (leider haben die Besitzer der Ängstlichkeit nicht entgegengewirkt sondern durch fehlende Durchsetzungskraft noch verstärkt) und geht auf alles los (bevor es auf sie losgeht), und die andere Hündin ist auf dem besten Wege dazu.
Das ist fuer mich wieder eines der besten Beispiele wie Kampfhunde entstehen, durch ihre Besitzer. Geraed wenn man solche Hund hat, ich selbst auch, muss man der Aengstlichkeit entgegenwirken. Sonst wird aus einer nervoesen seele schnell ein Angstbeisser - der Kampfhund ist geboren.
:Als Ersthund hätte ich auch keinen "Kampfhund" gewollt, allerdings auch keinen Hund über 40kg Gewicht oder auch keinen Rüden.
:Auch ich wollte erst einmal Erfahrung sammeln, ehe ich mir einen großen Hund wie Donar zugetraut habe. Aber bisher bereue ich keine Sekunde!
Ich finde gut, wenn man sich eine solche "Anschaffung" genau ueberlegt. Aber generell sollte das nicht gelten. Unser Rotti ist unser erster Hund. Icvh glaube es gilt eher die "Regel" je groesser der Hund, desto genauer muss man sich die Sache ueberlegen.

:Ich bin auch für Hundeführerschein mit einem ausführlichen Theorieteil für die Hundebesitzer!!
Das halte ich fuer eine seht gute Idee. Das waere sicherlich auch machbar. Ohne eine solche Bescheinigung waere es dann am Besten nicht moeglich einen Hund zu erwerben, anzumelden oder zu versichern. Eine Steuermarke waere dann gleichzeitig auch eine Bescheinigung fuer den Halter. Leider ist das immer noch kein entgueltiger Schutz. Hier in Wiesbaden gab es vor einiger Zeit den Fall, dass ein "Kampfhund" (ein Rotti)eine Joggerin angefallen hatte. Der Halter hat sich nicht um die Frau gekuemmert. Vor Gericht kam dann raus, dass dem Mann bereits die Erlaubnis zur Hundeghaltung entzogen worden war, da sein erster "Rambo I" bereits eingeschlaefert erden musste. "Rambo II" war einfach auf seine Frau zugelassen....

Aber der Hundefuehrerschein waere endlich ein Schritt in die richtige Richtung.


Julianek

von Anja(YCH) am 22. Mai 1998 13:16

Hallo Julianek,

:Es gibt aber auch andere Hunderassen die diese Eigenschaften haben. Etwas hat doch sicher auch das Aussehen eine Rolle gespielt.
:Einige Leute, dazu zaehle ich mich auch, empfinden einen grossen Hund als "richtigen" Hund, kleine eher als "Spielzeug";-)

Ich gebe zu, daß für mich ein Hund auch erst bei ca. 40 kg anfängt. Es gibt sicherlich keinen Menschen, der einen Hund nicht auch nach dem Aussehen aussucht. Aber wenn mir eine Rasse äußerlich gefällt, schaue ich mir als nächstes das Wesen an. Für uns ist es wichtig, ruhige Hunde zu haben. Sheiba, unsere Rottweilerhündin ist sehr ruhig, da hätte einfach kein Schäferhund o.ä. dazugepaßt, der vielleicht 3-4 Stunden Auslauf am Tag braucht. Unsere Hunde sind nach jeweils maximal 45 min - 1 Stunde schon müde, dafür gehen wir dann halt mehrmals täglich.

:Wir haben in unserer Nachbarschaft zwei Rottweilerhündinnen, die anfangs zwar lieb aber überaus unterwürfig und ängstlich waren, mittlerweile ist die eine überaus aggressiv geworden (leider haben die Besitzer der Ängstlichkeit nicht entgegengewirkt sondern durch fehlende Durchsetzungskraft noch verstärkt) und geht auf alles los (bevor es auf sie losgeht), und die andere Hündin ist auf dem besten Wege dazu.
grinning smileyas ist fuer mich wieder eines der besten Beispiele wie Kampfhunde entstehen, durch ihre Besitzer. Geraed wenn man solche Hund hat, ich selbst auch, muss man der Aengstlichkeit entgegenwirken. Sonst wird aus einer nervoesen seele schnell ein Angstbeisser - der Kampfhund ist geboren.

Ja, ich sehe der Entwicklung auch jeden Tag mit Schrecken zu, aber die Besitzer lassen nicht mit sich reden und sehen keine Fehler ihrerseits.

::Als Ersthund hätte ich auch keinen "Kampfhund" gewollt, allerdings auch keinen Hund über 40kg Gewicht oder auch keinen Rüden.
::Auch ich wollte erst einmal Erfahrung sammeln, ehe ich mir einen großen Hund wie Donar zugetraut habe. Aber bisher bereue ich keine Sekunde!
:Ich finde gut, wenn man sich eine solche "Anschaffung" genau ueberlegt. Aber generell sollte das nicht gelten. Unser Rotti ist unser erster Hund. Icvh glaube es gilt eher die "Regel" je groesser der Hund, desto genauer muss man sich die Sache ueberlegen.

Sheiba war auch mein erster Hund und ich hatte anfangs noch nicht viel Ahnung, habe aber wahnsinnig viel gelesen, mit anderen Hundebesitzern gesprochen und mir von meinem Mann viel erzählen lassen (er hatte in den USA bei seinen Eltern schon alles von Dobermann, Schäferhund bis Pitbull und Pomeranian)

::Ich bin auch für Hundeführerschein mit einem ausführlichen Theorieteil für die Hundebesitzer!!
grinning smileyas halte ich fuer eine seht gute Idee. Das waere sicherlich auch machbar. Ohne eine solche Bescheinigung waere es dann am Besten nicht moeglich einen Hund zu erwerben, anzumelden oder zu versichern. Eine Steuermarke waere dann gleichzeitig auch eine Bescheinigung fuer den Halter. Leider ist das immer noch kein entgueltiger Schutz. Hier in Wiesbaden gab es vor einiger Zeit den Fall, dass ein "Kampfhund" (ein Rotti)eine Joggerin angefallen hatte. Der Halter hat sich nicht um die Frau gekuemmert. Vor Gericht kam dann raus, dass dem Mann bereits die Erlaubnis zur Hundeghaltung entzogen worden war, da sein erster "Rambo I" bereits eingeschlaefert erden musste. "Rambo II" war einfach auf seine Frau zugelassen....
:
:Aber der Hundefuehrerschein waere endlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Das ist genau der Punkt den ich nicht verstehe, es werden Gesetze geschaffen aber nicht angewandt oder überprüft. Wie kann es möglich sein, daß jemand, dem die Erlaubnis zur Hundehaltung entzogen worden ist, dann doch wieder einen Hund hat. Auch hier in Bayern werden die Gesetze von Dorf zu Dorf und Stadt zu Stadt unterschiedlich angewandt, meistens zum strengeren aber es gibt auch Orte, da werden zwischen Hunden der ersten und zweiten Kategorie keine Unterschiede gemacht. Oder bei uns gegenüber war es möglich das polizeibekannte Rechtsradikale monatelang (ohne Genehmigung) einen Pitbull gehalten haben, die Polizei bzw. das Ordnungsamt mußte erst eingehend verifizieren, daß es sich um einen Pitbull handelte. Ich möchte nicht wissen, wie der Hund in der Zeit bereits "verdorben" wurde.

Ein Hundeführerschein wäre meiner Meinung nach wirklich das einzig sinnvolle. Ein Leinen- oder Maulkorbzwang wäre doch totale Tierquälerei und würde die Hunde erst richtig aggressiv machen. Ich würde mich, wenn Bayern dies einführen würde, wohl auch nicht dran halten.

Viele Grüße
Anja

von Cathy(YCH) am 22. Mai 1998 14:01

Also:
Wir haben 2 wunderschöne Dobermänner (prachtexemplare) Der Rüde ist sehr geduldig und verschmust, das weibchen etwas wilder aber keiner von beiden hat je einer Flieg etwas zuleide getan!!!!!!!

von MARY(YCH) am 23. Mai 1998 00:13

HOLA


Selten so gelacht!

Einen "Hundeführerschein" sollte es also geben.... So so so.....

Wäre es nicht toll, wenn es u.a. auch einen "Fressführerschein" gäbe?

Viele Dicke würden sich dann sicherlich überlegen - so viel zu "fressen"

Beim Training " RICHTIGES FRESSEN " würde "ICH" mich dann ganz bestimmt
d a v o n drücken!!!!

Bei der "Wiederholungsprüfung" - ja, da hätte ich doch glatt wieder oans
vergessen - NICHT SO V I E L FRESSEN !!!!!


Frauchen MARY sitzt auf dem Sofa und schleckt genüsslich ein feines
Vanille-Eis ... 4 Hundeaugen sehen sehnsüchtig zu mir hinauf -
O weia da rücken sie unverzüglich an .... zuerst auf das Sofa, dann auf den
Schoss - ja und dann kein Halten mehr, trotz meines weit ausgestreckten
Armes - sie hieven sich bis auf meine Schultern und wollen zum Corpus
delicti "Vanilleeis".

Pfui Heidi und Felix - wo bleibt Herrchen und Frauchens Erziehung???
Pfuiiii "Dicky Mary" - wer gibt denn seinen Hundis "Vanille-Eis"
Das darf doch wohl nicht wahr sein???

AUF IN DEN KAMPF - zum WESTIE- Hundeführerschein


ADIOS





von MARY(YCH) am 23. Mai 1998 00:33

:
Hola

Habe meinen WESTIE-RÜDEN Felix heute gefragt - was er denn von einem
"Hundeführerschein" hielte???

Zuerst hat er mich einfach ignoriert und weiter auf seinen
"Schweineohren" rumgekaut.

Aber dann - plötzlich hörte ich ihn sagen....

peep peep peep

FELIX hat Euch auch ohne "Hundeführerschein"

lieb....

ADIOS

von Maja(YCH) am 23. Mai 1998 20:25

Hi Veronika,

#grinning smileyu hast genau das gesagt, was ich meinte. Die Leute gehen auf das #Äußere, auf die Stirnrunzeln. Sehen sie dann noch ein Stachelhalsband, #dann ist es aus. Naja, wenn ich einen kräftigen Hund mit #Stachelhalsband sehe, bin ich auch vorsichtig, weil ich ja nicht weiß, #ob der Besitzer den Hund wenigsten einigermaßen in der Gewalt hat und #ob er (der Hund) nicht aggressiv auf meinen MS reagiert.

Das weißt Du bei keinem Hund im Vorfeld, es sei denn, Du kannst ihn beobachten. Im Laufe der Zeit, da sich mein Hund mit Rüden nicht verstand (was ein Erziehungsfehler in einer frrühen Prägephase war), konnte ich mit Sicherheit sagen, ob der Hund da vor uns, männlich oder weiblich war...ich mußte nur auf die Körperhaltung achten....

':Natürlich kann sie fehl am Platz sein, aber nicht bei meiner Mutter.

Sowas ist nie fehl am Platz! Wie willst Du Deiner Mutter erklären, wenn sich der Kiefer von einem ...-Terrier verklemmt, wie sie den wieder aufmachen kann?

:Was für einen Hund besitzt Du denn.

Ich habe nie einen Hund besessen...wenn, dann er mich....er hieß Rambo und ist bei den Hundefotos auf dieser Seite.




#:Jeder fremde Mensch beurteilt doch einen Hund zuerst nach dem #Aussehen, schließlich kennt er den individuellen Charakter nicht. Vor #Schäferhunden habe ich deshalb Respekt, weil ich sie teilweise für ein #wenig überzüchtet halte und ich schon sehr scharfe Hunde erlebt habe, #die meinen Hund über die ganze Wiese verfolgt haben (wohlgemerkt nicht #im Spiel)!

Das mit der Überzüchtung....tja...das ist so ein Thema, darüber können wir uns gerne unterhalten, doch ich weiß nicht, ob dieses Board der geeignete Platz dafür ist...


#grinning smileyu schreibst, jeder Hund bräuchte eine zu ihm passende Aufgabe, sonst #würde er verkümmern. Das ist mir schon klar, aber welche Aufgabe #könnte ich meinem MS geben?? Kann sie mir vielleicht beim Leiterwagen #schieben helfen?? Ansonsten laß ich sie über Kartons springen.

Entschuldige bitte, aber soweit ich mich erinnern kann, wurden Schnauzer zur Rattenjagdt benutzt, oder bewchten den Hof....sie können vielfältig im Hundesport eingesetzt werden...ich denke da auch an das THW...zB. als Spürhund!

#: Ich meinte mit dieser Behauptung, daß es bei großen Hunden #gefährlicher ist, wenn sie nicht oder schlecht erzogen sind. Einem #Yorkshireterrier oder Dackel verzeiht man einen Biß eher als einem #Dobermann einen Schnapper. Bei letzterem heißt es gleich, der ist ja #gemeingefährlich! Nur weil ich ihn streicheln wollte, darf er doch #nicht gleich schnappen ....

Das, genau das, bringt viele Mißverständnisse! Ein kleiner Hund der rumkläfft...kann ja keinen Schaden verursachen......muß ich die diversen Beispiele wirklich aufführen, welche verheerenden Folgen das haben kann? Ob nun in direkter Folge eine Bißverletzung steht oder nicht?

#grinning smileyen Bernhardiner habe ich extra als Beispiel genommen, da ich mal #gelesen habe, daß ein Bernhardiner fast gar nicht scharf zu machen #sei, hätte man es aber erreicht, dann wäre er eine tötliche Waffe und #von keinem mehr zu regieren, auch nicht von seinem Herrchen oder #Frauchen. Die einzige Möglichkeit wäre dann Einschläfern.

Klar, mit einem gebrochenen Willen, kriegst Du jedes Säugetier scharf...sogar einen 10 jährigen Menschen-Jungen....sorry, Leute, die das versuchen, gehören eingesperrt!

#::Tschuldigung, aber bitte welche Prüfung soll ein 6 Monate alter Hund #bestehen? Hab' ich da was nicht mitgekriegt?
#:Mein Hund hat seine erste Begleithundprüfung ungefähr in dem Alter #gemacht - und ist zusammen mit mir durchgefallen. Das zweite Mal haben #wir es aber prima geschafft.

Es hätte mich auch gewundert, wenn er das bei dem ersten Versuch geschafft hätte....wann bitte war die zweite Prüfung? Ich hoffe nicht 14 Tage später....weil dann warst Du echt auf dem falsche Platz!
das hätte ich mit meinem Hund Nie,nie,nie tun können! Er wäre noch nicht reif dafür gewesen..


Hunde sind mit Hundeverstand zu erziehen und nicht, wie "Mensch" das gerne hätte. Die Erziehung eines Hundes kann nur jemand übernehmen, der sich vorher einmal ein Bild darüber verschafft hat, wie es in einem Wolfsrudel aussieht.
Erst danach, erfolgt die Erziehung, die den einzelnen Rassen gerecht wird, nach Herkunft, Aufgabe und evtl. Pflege.

Aber auf keinen Fall, darf man einen Hund überforden, und ihm damit das Lernen verleiden...man muß mit ihnen wachsen, sich dem Lernschema
anpassen..


Liebe Grüße Maja

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