Tierheim = nicht immer alles wahr! :: Was sonst nirgends passt

Tierheim = nicht immer alles wahr!

von Wiebke(YCH) am 22. Februar 2001 19:27

Hallo Birgit,

ich meine nicht, daß Mak sich da an die eigene Nase fassen muß. Besser den Hund rechtzeitig abgeben, als ihn aus falsch verstandener Tierliebe zu behalten, wenn man aus welchen Grund auch immer dem Problem nicht gewachsen ist. Das klingt in deinem Posting (und auch in anderen hier) ein bißchen so, als wäre es eine Pflicht, sich kranker und anderer problematischer Tierheimhunde anzunehmen. Auch wenn das wahrscheinlich nicht so gemeint ist, kann das bei manchen Leuten die Haltung fördern, in einem Anfall von Mitleid so einen Hund anzuschaffen- und schwupps ist der Ärger da.
Bei meiner eigenen Hündin war der Fall vergleichbar. Im TH abgegeben als angeblich stubenrein, gut erzogen und lieb, entpuppte sie sich als ziemlich verstört mit Neigung zum Angstbeißen. Obwohl sich die Probleme mit der Zeit einigermaßen gemildert haben, wäre sie in den Händen von einem erfahrenen Hundebesitzer mit Ahnung von Problemhunden sicher viel besser aufgehoben gewesen. Heute würde ich deshalb einen solchen Hund vielleicht nicht noch mal behalten und Anwandlungen von Helfersyndrom eher unterdrücken.

Grüße Wiebke

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 22. Februar 2001 20:29

: Hallo Stephanie,
: :
: : ich warte noch auf die Meldung in der Zeitung
: :
: : Mutter gab Kind ins Kinderheim wegen Krankheit.
:
:
: Also, 1. gibt es sowas, es steht dann nur nicht in der Zeitung


Schlimm genug.
:
und 2. finde ich das ja jetzt wohl ein wenig krasse.

Das ist Dein gutes recht.
:
: Keiner von euch weiß, warum Mak das Tier wieder zurückgegeben hat.
: Vielleicht war er damit absolut überfordert.

Schon klar, was ist aber, wenn ich ein Tier habe und es dann plötzlich krank wir ? Es ist eben nicht immer alles sonnenschein wenn man sichein Teir anschaft. So ist das nun mal.
:
: und doch hat er verhindert, das der Hund eingeschläfert werden sollte.

Stimmt hste recht das macht nicht jeder.
:
: Schämt ihr euch eigentlich gar nicht?

Ihr ? Oh danke !!
:

Auf mak wird rumgehackt, weil er den Hund zrückgab - und was ist mit dem Tierheim, die ohne Info kranke Tiere weitervermittelt und die neuen Besitzer mit ihrer Angst, ihrer Unsicherheit und ihren Kosten alleine läßt?

Ja, auch da hast recht, das ist mies, man sollte es vorher wissen .
:
: Gruß Steffi +Frechdachs

von Andrea(YCH) am 22. Februar 2001 21:32

Hallo Gaby,

leider denken viel zu viele Leute, daß Epilepsie nur ein "kleiner Makel" ist. Wenn ich anderen Hundehaltern davon erzähle heißt es meistens:"Was ist das?" oder "Wie äußert sich das denn?". Ich denke die Krankheit wird z.T. unterschätzt. Kommt ein Hund aus einem Anfall nicht mehr heraus, könnten Hirnblutungen eintreten und der Hund sterben. Nicht jeder hat aber die Möglichkeit seinen Hund mit auf die Arbeit zu nehmen oder von zuhause aus zu arbeiten.


Ich kann auch nicht verstehen, daß das Tierheim so etwas verschweigt. Der Hund kann einem wirklich leid tun.


Viele Grüße

Andrea




: Hallo Andrea,
: :
: : wollte mich auch mal zu diesem Thema äußern, da ich selbst einen Border Collie-Mix mit Epilepsie habe.
: : Epilepsie bedeutet bei meinem Hund, daß ich ihn NIE alleine lasse, daß er z.T. sehr heftige Anfälle hat und obwohl er mittlerweile drei verschiedene Medikamente bekommt, die Anfälle immer häufiger werden(3-4 im Monat). Ich habe meinen Alltag deswegen umgestellt, was man nicht von jedem verlangen kann. Ich finde es deshalb wesentlich verantwortungsvoller, den Hund gleich wieder zurückzugeben, vor allem wenn der Hund noch keine enge Bindung zu dem Menschen hat, als ihn vielleicht zu behalten und ihn mit seinen Anfällen sich selbst zu überlassen.
: : Was viele Tierheime angeht, glaube ich auch, daß viele lügen nur um ihre Tiere zu vermitteln. Meiner Mutter wurde ihr Hund für vier Jahre verkauft, in Wirklichkeit war er schon neun. Der Hund hatte kaum noch Zähne, was wohl auch an der schlechten Haltung lag. Ansonsten benahm er sich auch wie ein junger Hund. Als meine Mutter das wahre Alter(durch die Vorbesitzer) erfuhr, war der Hund bereits 13 Jahre alt und meine Mutter total fertig!
: : Ich hoffe für Deinen Hund,Mak, daß die zukünftigen Besitzer über die Krankheit aufgeklärt werden. Hätte ihn gerne solange in Pflege genommen.
: :
:
:
: Danke für diese Worte. Ich finde es gut, das hier auch mal gesagt wird, das Epilepsie nicht "nur" ein kleiner Makel ist. Ich finde es nicht gut, das teilweise auf Mak herumgehackt wird, weil er den Hund zurückgegeben hat. Eigentlich hast Du völlig recht, es ist verantwortungsvoller als den Hund womöglich sich selbst zu überlassen.
:
: Komisch finde ich bei einigen Meldungen, das die Aussage über das Tierheim, das anscheinend nicht ganz koscher ist, geflissentlich übersehen wird.
:
: Gruß, Gaby
:
: P.S. meinen Hund würde ich auch mit Epilepsie nicht abgeben. Aber wenn ich mir einen Hund aus dem Tierheim holen würde, möchte ich erstens soviel wie möglich über das Tier wissen und zweitens möchte ich vielleicht als Anfänger oder als Mutter mit kleinen Kindern keinen Hund haben, der derartig viel Betreuung erfordert, mit der ich vielleicht überfordert bin oder bei der eine Gefahr für die Kinder besteht.
:
: Darüber sollte man vielleicht auch mal nachdenken. Für viele hier ist die Krankheit ihrer Hunde eine massive Belastung, und nicht alle sind dieser dann gewachsen.

von Me & Bär(YCH) am 22. Februar 2001 21:23

Hallo Stephanie,

betreffend der Kinder, die evtl. von ihren Eltern abgegeben werden, möchte ich eigenltich nur zu Deinem Satz anmerken
: :
: : Also, 1. gibt es sowas, es steht dann nur nicht in der Zeitung
: Schlimm genug.

Schlimm? Kann sein, aber besser Eltern geben ihre Kinder zur Adoption frei oder bekommen sie am besten gar nicht erst, wenn sie dem ganzen nicht gewachsen sind - ich glaube, dass es NICHT BESSER ist das Kind zu behalten um es dann zu prügeln oder zu mißhandeln, nur weil die Eltern mit dem Streß nicht fertigwerden und ihre "aufgestauten Aggressionen" dann ungezügelt an dem Kind auslassen.

Gleicheres gilt für mich auch beim Haustier: Wenn es nicht geht, dann besser abgeben, als unterbewußt eine Wut aufbauen und diese dann am Tier entladen.

Zudem gibt es auch Menschen, die einem kranken Tier (oder auch einem behinderten Kind) psychisch einfach nicht gewachsen sind und sich so damit streßen, dass sie selber krank werden...

Es ist also wie gesagt ein breit-gefächertes Thema, dass nicht mir schwarz oder weiß abzuhandeln ist - dazu muß man die konkrete Situation kennen!!!

Liebe Grüße,
Me & Bär

PS: das ganze war jetzt nicht auf Dich gemünzt, denn ich kann Dich gut verstehen - ich hab mir selber einen Hund aus dem Ausland mitgebracht, im Bewußtsein, dass er evtl. krank sein könnte (ist er glücklicherweise nicht) und ich hätte ihn sicher NICHT abgegeben - aber das setzte bei mir einfach voraus, dass ich schon im Vorfeld entscheiden konnte ob oder ob nicht....

von Andrea(YCH) am 22. Februar 2001 21:41

´Hallo Stephanie,

der Unterschied ist aber, daß Mak den Hund nicht neun Monate lang in ihrem Bauch trug, sondern er/sie ihn erst ein paar Tage hatte.


Viele Grüße

Andrea

: : Hallo Birgit,
:
: ich warte noch auf die Meldung in der Zeitung
:
: Mutter gab Kind ins Kinderheim wegen Krankheit.
:
: nachdenkliche Grüße
: Stephanie+Frechdachs

von Mina(YCH) am 23. Februar 2001 02:24

Hallo Me,
Eltern, die ihre Kinder misshandeln oder schlagen, das ist eines der Schlimmsten Verbrechen, die man begehen kann. Doch die Grenzen sind so undurchsichtig, viele Kinder werden nicht geschlagen, doch einfach missachtet. Dauernd abgeschoben, ignoriert, vor technische Anlagen gestopft, um sich alleine zu beschäftigen und aus dem Weg zu sein. Letztendlich angeschrieen, wenn sie mal was sagen wollen. Es reicht nicht einfach zu sagen, wer nicht die passenden Nerven für Kinder hat, der soll es lassen. Denn du wirst kaum Eltern finden, die nicht mal nervlich aufgrund der Anforderungen, die Kinder stellen, am Ende waren. Und das sage ich aus voller Überzeugung, denn ich habe selber zwei dieser Nervensägen smiling smiley. Ich kenne meine Kinder genau und weiß, was ich ihnen zumuten kann und was nicht, was sie glücklich macht und traurig. Doch ist das nicht immer einfach.
Ebenso ist das mit den Hunden, welcher Hund ist wo und wie glücklich. Wo sind die Ansprüche bei der Erziehung. Ein Yorkie einer alten Oma, der nur die Fünf-Meter-Laufleine kennt, ist er unglücklich? Ein Rottweiler, der Nacht für Nacht das Firmengelände bewacht, während der Arbeitszeiten im Zwinger ist, wirklich unglücklich? Die Hunde kennen kein anderes Leben, sind sie wirklich unglücklich? Sicher, anderswo könnten sie es besser haben, doch auch meine Hunde und auch dein Hund könnten es bestimmt woanders noch besser haben. Die Grenzen hängen so stark von den eigenen Ansprüchen und Vorstellungen ab, jeder muss für sich entscheiden, was akzeptabel ist und was nicht. Bei den Hunden in meinem Bekanntenkreis könnte ich täglich den Kopf schütteln und würde einige am liebsten dort rausholen, aber doch nur, weil ich es anders machen würde. Denn unglücklich sind die Hunde dort nicht, das was ich Gewalt nenne, nennt der Besitzer "eine harte Hand", die der Hund nun mal braucht. Dort wo ich eingreifen würde, mussten per dieser Definition die Hälfte aller SVler ebenso ihren Schutzdienst aufgeben, weil ich das Gewalt nenne, was sie Motivation nennen.
Mina

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