Gedanken bezüglich der Kastration! :: Was sonst nirgends passt

Gedanken bezüglich der Kastration!

von Gigi(YCH) am 16. März 1999 18:13

Grüss Dich Anja,

ich kann deiner Meinung nicht ungeteilt zustimmen.

Wenn man einen sehr triebstarken Rüden hat, so kann es durchaus zu Problem
werden, da der Hund ja unter starken Stress leidet. Durch Erziehung ist meiner
Meinung nach nicht allzu viel zu machen. Auch wenn der Hund abrufbar ist, so
leidet er doch unter seinem nicht ausgelebten Trieb.

Unser Umbra ist kastriert: weil wir nicht wollten, dass versehentlich Nachwuchs
gezeugt wird, und wir dem Hund o.g. Stress ersparen wollen.
Leider sind sind erst bei Umbra zu dieser Einsicht gelangt, es war dumm von uns,
dass wir nicht auch schon die früheren Hunde kastrieren liesen, sie hätten ein
friedlicheres Leben zwischent den Hundedamen gehabt.

Die Kastration eines Rüden ist wirklich kein grosser Eingriff, ich mache mir
keinen Vorwurf, Umbra Schmerzen zugefügt zu haben.
Ich kann mich jeden Tag darüber freuen, wie er mit seiner Freundin spielen
kann, egal ob läufig oder nicht.

Warum sollten andere Leute ihre Rüden anleinen ? Ebenso müssen auch die Hündinnen,
wenn sie heiss sind, an der Leine gehalten werden. Es sollten schon beide Parteien
auf einander Rücksicht nehmen.

Viele Grüsse,

Gigi

von AB(YCH) am 17. März 1999 06:13

Moin, Gigi!
:
: ich kann deiner Meinung nicht ungeteilt zustimmen.

Ich habe ja auch geschrieben, daß es meine ganz persönliche Meinung und Erfahrung ist.

: Wenn man einen sehr triebstarken Rüden hat, so kann es durchaus zu Problem
: werden, da der Hund ja unter starken Stress leidet. Durch Erziehung ist meiner

Der von mir beschriebene Rüde war mit Sicherheit triebstark- dennoch ging es ohne Kastration. Würde man bei einem wertvollen Zuchtrüden sowieso nicht machen.

: Meinung nach nicht allzu viel zu machen. Auch wenn der Hund abrufbar ist, so
: leidet er doch unter seinem nicht ausgelebten Trieb.

Kleine Frage, die vom Thema abweicht- auch der Jagdtrieb ist ein Trieb- läßt Du Deinen Hund deswegen jagen oder führst ihn nur an der Leine?

: Leider sind sind erst bei Umbra zu dieser Einsicht gelangt, es war dumm von uns,
: dass wir nicht auch schon die früheren Hunde kastrieren liesen, sie hätten ein
: friedlicheres Leben zwischent den Hundedamen gehabt.

Ich kenne auch eine Menge Leute, die so denken und handeln- ich kann das akzeptieren- versteh mich nicht falsch- ich halte niemanden für einen 'Tierquäler', weil er seine Hunde ohne medizinischen Grund kastrieren läßt, für mich käme es aus den genannten Gründen einfach nicht in Frage!
Leider kenne ich wirklich auch Leute, die es sich mit der Kastration (meistens von Hündinnen und das ist kein kleiner Eingriff)einfach das Leben erleichtern wollen. Man hat ja dann keine Flecken mehr auf dem Teppich, kann jederzeit auf den Platz,...es tut mir leid- aber das sind für mich keine einsichtigen Gründe!

: Warum sollten andere Leute ihre Rüden anleinen ? Ebenso müssen auch die Hündinnen,
: wenn sie heiss sind, an der Leine gehalten werden. Es sollten schon beide Parteien
: auf einander Rücksicht nehmen.

Der Meinung bin ich auch! Ich hatte ja auch geschrieben, daß andere Leute ihre Rüden anleinen müßten, wenn die nicht gehorchen. Selbstverständlich erwarte ich dies auch bei Haltern von läufigen Hündinnen, die nicht gehorchen!Gehorchen war hier entscheidend- nicht Rüde oder nicht!

Viele Grüße Anja Borchers

von Holger + Ajax(YCH) am 17. März 1999 12:57

Hallo Anneke,

da über das Thema Kastration in der letzten Zeit schon viel geschrieben wurde,
möchte ich nur auf einen einzelnen Punkt Deines Beitrages eingehen. Du schreibst:
: 4. Wegen vorgenannter Umstände bin ich der Meinung, das gewissenhaftes
: Kastrieren aller nicht zur Zucht verwendeter Rüden eine Menge Probleme
: verhindern könnte.

Über die Zuchteignung eines Rüden sollte eigentlich erst etschieden werden,
wenn der Rüde ausgewachsen und auch in seinem Verhalten erwachsen ist. Bei den
großen Rassen ist dies sicherlich nicht vor dem 3. oder sogar dem 4. Lebensjahr
der Fall. Möchtest Du aber bestimmte Verhaltensweisen Deines Rüden vermeiden,
empfiehlt sich die Kastration schon wesentlich früher, da ansonsten die Kastration
nicht mehr den gewünschten Erfolg zeitigt. D.h man muß sich frühzeitig entscheiden,
ob man seinen Rüden kastrieren lässt, oder ob man den Hund EVENTUELL später 'mal
zur Zucht einsetzen will.
Soweit noch eine kleine Randbemerkung von mir.

Viele Grüße,
Holger (mit Ajax & Danessa)

von katrin(YCH) am 02. April 1999 11:42

Hi, Anneke, Du sprichst mir aus der Seele! Unseren Rüden haben wir angeschafft mit dem Gedanken, es wird schon nicht so schlimm werden, wenn die Hündin läufig ist, muß man eben aufpassen! Als er 9 Monate alt war, wurde unsere Hündin läufig. Der Rüde hatte keinen übermäßig ausgeprägten Sexualtrieb, aber es war nervig genug. Also wurde er kastriert. Er hatte zu keinem Zeitpunkt irgendwelch Probleme, er ist weder fett noch "weichlich" geworden und ist nach wie vor sehr dominant und temperamentvoll. Er deckte unsere Hündin bei jeder Läufigkeit (sie ist jetzt auch kastriert, da dieser Wurf ihr letzter sein sollte und bald eine junge Hündin bei uns einzieht) und verteidigt sie gegen jeden Rüden. Also, keine Probleme, nur die Gewißheit, daß unser Rüde nicht dazu beiträgt, daß in den Tierheimen noch mehr unerwünschte Mischlinge sitzen. Viele Grüße und ein schönes Osterfest von katrin

PS: In einer Fernsehsendung habe ich einmal gesehen, daß die Hirten in Afrika und Asien ihre Aidis und Kaukasen etc. schon mit 12 Wochen kastrieren, damit sie größer werden und beeindruckender aussehen. Das hätten diese Leute doch nicht gemacht, wenn es irgendwelche Nachteile gegeben hätte? k

von PJ(YCH) am 03. April 1999 14:21

Hallo

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir bei meinem Rueden von Anfang an klar war, ihn auf keinen Fall kastrieren zu lassen. Ich hatte in ihm Griff und konnte ihn ebenfalls abrufen, wenn er eine Spur aufgenommen hatte. Allerdings war es in meiner Umgebung auch nicht allzuschwer, denn fast alle Huendinnen sind kastriert. Und alle aus dem gleichen Grund: Es sollte keinen Nachwuchs geben, und dabei war es egal, ob es sich um einen Rassehund oder einen Mischlingshund handelte.
Ein kleiner Gedanke hatte sich dann auch bei mir eingeschlichen, der sehr egoistisch war: ich haette gern meinen Rueden einmal decken lassen, und dann aus dem Wurf einen Welpen genommen. Aber was waere dann aus dem Rest der Welpen geworden? Man bekommt nicht immer einen guten Platz fuer seine Hunde, egal ob es sich um Rassehunde oder Mischlinge handelt.

Bei meiner jetzigen Huendin stand aber von Anfang an fest, sie wird mit 7 Monaten spaetestens kastriert. Fuer mich war klar, dass es keinen Nachwuchs geben soll, und das hat nichts mit Bequemlichkeit meinerseits zu tun. Sie kommt aus einer sehr wurfstarken Familie, und ich wuesste beim besten Willen nicht, wo ich 10 Welpen unterbringen sollte, mal abgesehen davon, dass sie bloss eine Mischlingshuendin ist.
Ein weiterer Punkt, der fuer eine Kastration sprach, ist die Sache mit dem - ich glaube, er heisst- Milchdruesenkrebs, bzw. Zitzenkrebs. Ich habe mit mehreren Leuten gesprochen, die alle das Gleiche durchmachen. Ihre Huendinnen waren entweder extrem lange oder haeufig scheintraechtig, durften aber auch keinen Nachwuchs bekommen und bekamen dann in spaeteren Jahren diesen Krebs.
Was ist denn jetzt besser: frueh zu kastrieren, mit relativ geringen Nebenerscheinungen, oder spaeter eine Krebsoperation nach der anderen machen lassen zu muessen? Ich will damit nicht gesagt haben, dass es immer so laufen muss, aber anscheinend ist die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken bei nicht kastrierten Huendinnen hoeher als bei kastrierten.

Das Ganze ist vielleicht auch sehr vereinfacht, aber ich kann mit meiner Entscheidung leben und werde sie auch zukuenftig immer so treffen, denn eins weiss ich bestimmt: ich werde niemals fuer Nachwuchs sorgen, selbst wenn ich einen genial tollen Zuchthund haette mit den besten Eigenschaften,Aussehen... , da koennte von mir aus selbst der Zuechter, bei dem ich ihn gekauft haette, vor lauter Wut im Dreieck springen.


Tschuess

PJ

P.S.: Ich habe auch nicht das Gefuehl, dass meine Huendin ungluecklich damit waere. Aber die Entscheidung liegt nun mal beim Hundebesitzer und der kann seinen Hund nun mal nicht befragen.....

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