Fehlentscheidung? :: Was sonst nirgends passt

Fehlentscheidung?

von Luise(YCH) am 26. März 2001 13:03

Hallo Christine,

ich danke Dir (und natürlich auch den anderen) für Euer Mitgefühl.

Ja, das was Du da sagst, ist sicherlich das Hauptproblem, das ist mir schon bewußt. Die Migräneattacken kommen halt nur dazu.
Gestern abend hab ich ausnahmsweise noch ne ganze Weile neben ihm gesessen als er in seinem Korb lag und eigentlich Schlafenszeit war. Und ich hatte das Gefühl, er wußte genau was in mir vorging. Diesen Blick kann man nicht beschreiben.
Ich weiß, daß ich das was ich hatte, nie wieder haben werde. Und sicherlich war es im Nachhinein ein Fehler ihn so bald zu nehmen und entgegen meinem eigentlichen Wunsch einen Rüden.
Aber er ist da und ich denke mal, wir werden uns gemeinsam durch alles durchkämpfen.
Gruß
Luise

von Petra(YCH) am 27. März 2001 13:47

: Hallo Luise,
dass wir uns nicht falsch verstehen: ich würde mich eher von meinem Mann als von meinen Hunden trennen. Und obwohl Dein Wunsch, einem armen Hundchen ein besseres Zuhause zu geben sicher sehr edel war, bist Du vielleicht wirklich etwas überfordert. Du klingst nicht nach einem Menschen, der sich Entscheidungen leicht macht, aber ich finde, es gibt schon Situationen, in denen sich Mensch und Hund wieder trennen sollten. Damit meine ich nicht, bevor der Urlaub kommt oder der Hund anfängt lästig zu werden, sondern Fälle, in denen beide zueinander keine richtige Bindung aufbauen können.

Nicht jeder Mensch, der sich einen Hund kauft, ist ein Erziehungsprofi oder will so einer werden. Ich kenne einen Hund, der den Kindern zuliebe behalten wird, aber tief im Inneren abgelehnt wird und eine ungeheure Belastung für die Familie ist. Dieser Hund hätte in einem anderen Heim, in dem man bereit ist mit ihm zu arbeiten und ihn ohne Vorbelastung (Enttäuschung) aufnimmt ein besseres Leben. Das heißt noch lange nicht, dass die Familie es böse meint oder verachtenswert sind. Einem Hund das Beste zu wünschen heißt auch manchmal, ihm eine Chance bei anderen Menschen zu geben und nicht, ihn krampfhaft festzuhalten. Stell Dir doch mal vor, Du gibst ihn weg: fühlst Du Dich dann absolut erleichtert oder glaubst Du, er würde Dir doch fehlen? Vielleicht zeigt Dir diese Vorstellung, dass Du ihn doch magst, wenn Du Dich nur erleichtert fühlen würdest, dann wäre das vielleicht eine Lösung. Du kannst Dir noch soviel Mühe geben und nach außen hin funktionieren: Deinem Hund machst Du nicht einen Moment lang etwas vor - oder?

von Gabi +Sheila(YCH) am 28. März 2001 17:39

Hallo Luise,

was ist denn Dein "Neuer" für ein Hund ?

Als ich Sheila gerade hatte, da habe ich manchmal das Gefühl gehabt da kommt der falsche Hund um die Ecke. Blöd, aber es war halt so. Ist aber schnell vergangen.

Sheila ist auch megasensibel (hat es früher wohl echt mies gehabt, habe sie auch aus dem Tierheim), aber wenn sie nicht will dann kann sie auch sehr stur sein. Aber das ist doch ein netter Charakterzug. Eben ein Hund dem man noch nicht die ganze Persönlichkeit "kaputtgeprügelt" hat (hatte man bei Sheila scheinbar versucht).

Wenn etwas halt nicht klappt, dann übe einfach weiter. Vielleicht mal auf eine andere Art. Kapiert ist eben erst, wenn es auch klappt :-)). Kenne ich, ich denke: Ja, jetzt ! aber dann fehlt doch noch ein i-Tüpfelchen bis zum Click im Hundehirn.

Wenn etwas nicht klappt, wenn Deine Nerven bloßliegen, dann bestimmt, weil Du es dann irgendwie anders machst. Ungeduldiger, genervt, wie auch immer. Du kannst da auch nichts für, ihr müßt halt erst ein Team werden.

Warum würdest Du ihn (wie heißt er ?) denn konkret abgeben wollen ? Würdest Du IHN abgeben und einen anderen haben wollen ? Oder gar keinen Hund mehr ?

4 Monate ist soooo wenig Zeit für eine echte Kameradschaft.

Liebe Grüße
Gabi + Sheila, die ich nie mehr hergeben würde

von Luise(YCH) am 28. März 2001 17:54

Hallo Gabi,
:
: was ist denn Dein "Neuer" für ein Hund ?
Schäferhund mit anderen Komponenten *g*

: Sheila ist auch megasensibel (hat es früher wohl echt mies gehabt, habe sie auch aus dem Tierheim), aber wenn sie nicht will dann kann sie auch sehr stur sein. Aber das ist doch ein netter Charakterzug. Eben ein Hund dem man noch nicht die ganze Persönlichkeit "kaputtgeprügelt" hat (hatte man bei Sheila scheinbar versucht).

Ja, das hat man bei Arco auch wohl probiert. Und das erschwert wie Du sicher selbst weißt auch einiges. Manchmal geht es eben nicht mit sanften Zureden und dann fällt er so richtig in sich zusammen. (Hält aber nie lange vor)

: Warum würdest Du ihn (wie heißt er ?) denn konkret abgeben wollen ? Würdest Du IHN abgeben und einen anderen haben wollen ? Oder gar keinen Hund mehr ?
Es ist einfach so ein Gefühl, manchmal, das er nicht am richtigen Platz ist. Aber grade jetzt die letzten zwei Tage ist es auch wieder besser. Ich bin wohl wirklich zu ungeduldig. Der Hauptpunkt ist wohl, daß er eben ein rüde ist und ich wieder eine Hündin wollte. (Hatte versch. Ursachen, daß er dann zu mir kam). Und es sind halt so typische Rüdenmacken, die mich dann aufregen. Vor allem halt diese mangelnde Bindung. Aber nun gut, muß er halt noch einige Zeit an der Schleppleine laufen, wir werden es beide verkraften.

: 4 Monate ist soooo wenig Zeit für eine echte Kameradschaft.
Ja ich weiß. Erst neulich hat mir eine Bekannte gesagt, daß sie ein Jahr gebraucht hat bis der "neue" wirklich ihr Hund war. Obwohl sie ihre Hündin als Welpen bekommen hat.
Momentan ist es halt so ein Gefühl, als wäre er nur zur Pflege oder Ausbildung bei mir. Aber solange er glücklich ist (und den Eindruck hab ich schon) wird es schon irgendwie werden.
Ich danke Euch allen nochmal für Euren Trost. Ich denke, ich sehe jetzt doch etwas klarer und gelassener.
Dankende Grüße
Luise

von Izel(YCH) am 05. April 2001 05:56

Hallo Petra,

Ich kenne einen Hund, der den Kindern zuliebe behalten wird, aber tief im Inneren abgelehnt wird und eine ungeheure Belastung für die Familie ist. Dieser Hund hätte in einem anderen Heim, in dem man bereit ist mit ihm zu arbeiten und ihn ohne Vorbelastung (Enttäuschung) aufnimmt ein besseres Leben. Das heißt noch lange nicht, dass die Familie es böse meint oder verachtenswert sind. Einem Hund das Beste zu wünschen heißt auch manchmal, ihm eine Chance bei anderen Menschen zu geben und nicht, ihn krampfhaft festzuhalten. Stell Dir doch mal vor, Du gibst ihn weg: fühlst Du Dich dann absolut erleichtert oder glaubst Du, er würde Dir doch fehlen? Vielleicht zeigt Dir diese Vorstellung, dass Du ihn doch magst, wenn Du Dich nur erleichtert fühlen würdest, dann wäre das vielleicht eine Lösung.

So einen habe ich gerade zu mir genommen. Er sollte auch wegen dem Sohn behalten werden. Die Eltern hat er genervt. Der Sohn hat sich nicht um ihn gekümmert und ist nicht mit ihm spazieren gegangen.
Dreimal haben sie mir diesen Hund angeboten, sind dann aber immer wieder wegen des Kindes von dem Angebot zurückgetreten.
Ich habe sie dann vor die Wahl gestellt, entweder wir nehmen ihn jetzt oder gar nicht mehr. Wir wollten den Hund unbedingt und haben einigen Ärger in Kauf genommen (mit der Vermieterin, Schwester meines Lebensgefährten). Jedesmal haben wir uns gefreut ihn nun endlich nehmen zu können und ihm ein besseres Zuhause zu bieten und dann haben sie es sich wieder überlegt.
Jetzt haben wir ihn, weil die Frau wohl wußte, daß es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie ihn dann doch genervt weggeben. Und sie meinte auch, bei uns wäre er am besten aufgehoben. Na ja, und wir haben ihn auch bezahlt. Das war wohl auch ein Grund.
Wir haben ihn jetzt erst eine Woche und er scheint sichtlich zufriedener.
Allerdings braucht er auch noch viel Erziehung, weil er praktisch 3 Jahre so gut wie nie vom Hof kam.
Ich bin sehr froh, daß ich ihn habe. Und ich denke, die frühere Besitzerin wird nach dem anfänglichen Trennungsschmerz (obwohl sie keine starke Bindung zu ihm hatte) auch froh sein, eine Belastung (denn das war er für sie) weniger zu haben.
VG
izel

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