Deutsche Tierheime :: Was sonst nirgends passt

Deutsche Tierheime

von Anke + Rico(YCH) am 02. April 2001 10:34

Hallo Leute,

allgemein freue ich mich über jeden, der sich in irgendeiner Form engangiert - egal ob für Menschen, Tiere oder Umwelt, ob im Heimatland, Heimatort oder wo anders - jeder, der was tut, ist ein Pluspunkt.

An allen Fronten kann keiner kämpfen, jeder suche sich das passende.

In meinen Augen geht es werder allen südländischen Hunden schlecht und hier gut, noch sind alle TH dort Mist oder hier top - Reinkultur von was auch immer gibt es nicht.

Ich persönlich werte Erfolg nach Maximierung von Kosten und Nutzen, deshalb halte ich nichts Umschichtung von Südhunden mittels Flieger in deutsche THs - was da normalerweise an Geld drauf geht, könnte vor Ort (egal ob deutscher Tierschutz oder Südtierschutz) höchstwahrscheinlich effektiver eingesetzt werden. Wenn aber jemand das für sinnig erachtet, was ja sein gutes Recht ist, dann soll er es tun, aber nicht mit meiner Knete.

Zur weiteren Erklärung: mit der Aussage beziehe ich mich nicht auf selber im Ausland kennengelernte, mitgebracht und auch behaltene Tiere.Egal wo jemand seinen Hund her hat, solang er lebenslang die Verantwortung hält ist das für mich völlig okay.Tierhaltung aus Prestige hingegen mag ich nicht, egal ob mit "xy-Abstammung" als Prädikat oder "armer Südhund, was bin ich für ein himmlischer Retter" Prädikat.

Ebenso bestreite ich nicht, dass es vielen Hunden in manchen deutschen THs besser geht als bei ihren Vorbesitzern oder als Straßenhund - aber in der Regel ist jedes TH nur ein kleineres Übel. Aber von solchen, wo auf viel Fläche Klein"rudel" gehalten werden, abgesehen, sind für mich die anderen THs mit (zwangsläufig nötiger) Zwingerhaltung und wenn es hoch kommt 1/2h pro Tag Ansprache und Spaziergang (bei vielen GroßThs nicht die Regel) immer noch ein sehr großes Übel für das Rudel- und Lauftier Hund. Für eine kurze (keine Ahnung was mir da vorschweben sollte) Zeit bis zur Vermittlung mag dies noch angehen, aber lebenslang? Leben um jeden Preis erhalten, egal wie - das ist für mich kein Tierschutz. In vielen THs überleben die Hunde, nicht mehr und nicht weniger, das ist mir für den Rest eines Hundelebens zu wenig. Meine Zeit und mein Geld gehen daher eher in Projekte, die daran etwas ändern und eben nicht dahin, dass einfach weitere Hunde auf gut Glück von wer weiß wo eingeflogen werden, um hier ein besseres aber eben immernoch jämmerliches Dasein zu fristen.

Ich finde halt manche Aktionen ungünstig, kontraproduktiv, andere finden dafür meine Meinung zu krass - wie auch immer, Hauptsache der einzelne tut was. Mir Vorhaltungen machen, dass ich im Tierschutz was tue und nicht im Kinderschutz dürfen höchstens Leute, die da selber aktiv sind - ein es wäre aber besser wenn und selber den A.... nicht hochkriegen zählt nicht...

Leider ist das Elend so groß und das Geld so knapp, dass ein Ende der Misere nirgend abzusehen ist, egal ob hier oder im Ausland.

schönen Tag noch
Anke + Rico

von Stefanie(YCH) am 02. April 2001 12:31

Hallo Ingrid,

: Ich will damit sagen, dass sie die ersten 6 Monate ihres Lebens bestimmt lieber in einem Deutschen Tierheim verbracht hätte

Dein Vertrauen in deutsche Tierheime scheint groß zu sein,
möglicherweise hast Du aber auch "die Guten" vor Ort.
In "unserem" Tierheim hätte Sina die ersten Wochen
ihres Lebens vielleicht gar nicht überlebt, da Parvoverseucht.
Abgesehen von ausschließlicher Zwingerhaltung und nicht
stattfindender Sozialisation.

: : : Und was die Kat 1 und 2 Hunde betrifft: So schliesse ich mich MEs Meinung an. Es ist schon schwer als Single einen Hund zu haben, der Angst vor Menschen hat, nur ganz wenige könnten sich im Notfall um Sina kümmern. Aber mit einem KAT1 Hund wäre ich isoliert, meine Nachbarn würden einen Bogen um mich machen, niemand wäre bereit den Hund zu nehmen usw. Sorry, aber das ist keine Angst vor Menschen, die mir fremd sind sondern Angst vor Menschen, die mir vertraut sind.

Angst vor Menschen zu haben, die einem vertraut sind (Bekannte)ist
echt hart !

: Meine Freunde (alle mit Kleinkindern) haben anfangs alle Angst vor Sina gehabt. Jetzt ist es ok. Sie haben mir alle gesagt, einen "Kampfhund" hätte ich nicht mitbringen dürfen. Sinas Tagespflege sagte ähnliches, einen Staff oder ähnlich würde sie nicht betreuen.

Um Deine Freunde beneide ich Dich, ehrlich gesagt, nicht.
Was die Tagespflege betrifft, wenn du für die Tagespflege
Geld zahlst, findet sich auch jemand, der Listenhunde betreut.

:
: Wir gehen jedes Wochenende mit einem Staff ins Feld (die Besitzer sind nur am Wochenende hier). Der Besitzer hat schon das ein oder andere Problem, weil er einen Staff hat. Und es ist "nur" ein Mischling, dem man den Staff nicht unbedingt ansieht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Listenhundbesitzer sehr gerne
auschließlich über die Probleme sprechen, ist wohl auch spektakulärer.
Es gibt gleichzeitig jedoch viel Solidarität, das sollte nicht
verschwiegen werden.

: Ich habe Stress mit einer Nachbarin, die würde sofort beim Ordnungsamt anrufen und ich hätte die Scherereien.

Wenn Du in einem Bundesland lebst, in dem Du ein sogenanntes
berechtigtes Interesse zur Haltung nachweisen mußt, stimmt
das vielleicht, ansonsten wüßte ich nicht, warum das Ordungsamt
Ärger macht.

: Letztendlich wäre es auch ein finanzielles Problem, ich könnte mir keine 1000 DM im Jahr an Hundesteuer leisten.
: Aber letztendlich ist es auch so, dass ich Staffs und Bullis einfach nicht mein Fall sind. Von daher käme ich nicht auf die Idee mir einen anzuschaffen. Aber genausowenig sind Pudel oder Malteser mein Fall, die würde ich mir ebensowenig anschaffen.

Das kann ich verstehen !

Viele Grüße
Stefanie




Stefanie

von Petra & Shadow(YCH) am 02. April 2001 13:41

Hallo Dogman,

Du schreibst:

: Deutsche Tierheime quellen über mit Hunden. Vermittlungen, wenn überhaupt, gehen sehr träge vor sich her. Warum wendet man dann den Blick von diesem Übel ab und konzentriert sich auf notleidende Hunde im Ausland?

Dazu möchte ich mal meinen Erfahrungswert und den meines Bekanntenkreises loswerden.

Vorab: ich hatte immer nur Tierheimhunde, etwas anderes kommt nicht in Frage. Meine beiden Ersten waren aus deutschen Landen, Nummer drei über das Dt. Tierhilfswerk aus Spanien.

Die größte Problematik einer Vermittlung in dt. TH ist, wie gesagt, UNSER Erfahrungswert, wenn Du voll berufstätig bist. Du hast in neun von zehn TH kaum eine Chance einen Hund zu bekommen, egal ob Du Hundeerfahrung, Haus, geregelte Lebensumstände und die Liebe zum Hund hast. Du bekommst gesagt, dass Du für einen Hund NICHT in Frage kommst!

Viele Tierheimler vergessen anscheinend, dass Lebensumstände sich ändern können. Ich war mal verheiratet und TZ-beschäftigt. In dieser Zeit wurden unsere ersten zwei Schäfer aus dem TH geholt. Naja, damals kein Problem, weil zu zweit und nur ein paar Std. arbeiten.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen meine Hunde nach der Trennung wegzugeben! Also hab ich mir eine Wohnung im EG, direkt am Feld und 5 Min. von der Arbeit entfernt gekauft - wg. der Hunde, weil finde mal was zur Miete (hätte ich übrigens ohne Hunde nie getan)! Fahre Mittags eine Std. Heim zum Gassi-gehen, richte meine komplette Freizeit nach den Hunden, einschließlich Urlaub. Habe 11 Jahre lang, horrende TA-Rechnungen für meinen einen ständig kranken Hund gezahlt (bitte nicht als Jammern auffassen, ich habs gerne gemacht und würde es immer wieder tun), und trotzdem hat man in den meisten TH keine Chance auf einen Hund. Das ist wirklich schade! Meine Freunde und Bekannten haben leider auch diese Erfahrungen gemacht, vor allem wenn Du auch noch alleinstehend bist, wird es noch schwerer.

Da wunderst Du Dich, das die TH aus den Naehten platzen?! Natuerlich ist es schöner, wenn ein Hund seinen Menschen ständig um sich hat, aber sind wir mal ehrlich, wenn nur nach diesem Kriterium Hunde abgegeben würden, dann hätten bestimmt 50 Prozent der Hundehalter keinen Hund mehr. Also was machen dann viele, die keinen Hund vom Züchter wollen? Sie weichen aus auf ausländische Tierheime, wo es noch nicht ganz so schwer ist einen Hund zu bekommen. Übrigens rede ich hier nur von Personen, die wirklich hundeerfahren sind, und wissen worauf sie sich einlassen und die eben berufstätig sind...

Ich möchte die dt. TH wirklich nicht schlecht machen, im Gegenteil, aber es wäre wirklich nicht schlecht, gewisse Abstiche in Bezug auf die Perfektion des Suchenden zu machen - was denkst Du, dann wären bestimmt einige Hunde weniger im TH?

Gruß von
Petra & Shadow

von Gabi +Sheila(YCH) am 02. April 2001 15:00

Hallo Petra,
ich könnte Dir da eins nennen - die fragen gar nicht :-((.

Aber das ist auch ein Sch...tierheim.

Bei Bedarf ;-)))......

Liebe Arbeits+hundgrüße
Gabi + Sheila, die aber eine "Oma" hat

von Dogman(YCH) am 02. April 2001 17:51

Hi Pat,

Okay :-)

Gruss Dogman

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