''Kampfhunde'' und Ende.... :: Was sonst nirgends passt

''Kampfhunde'' und Ende....

von AB(YCH) am 27. Mai 1998 14:33

Liebe Diskussionsteinehmer!
Leider mußten wir bei der letzten Diskussion über ''Kampfhunde'' feststellen, daß wieder einmal grob gegen bestehende Regeln einer Diskussion verstoßen wurde
d.h.: der Inhalt der Meldungen deckte sich nicht mehr mit dem Titel (Leine oder nicht unabhängig von irgendeiner Sendung).
Außerdem uferte diese Diskussion eindeutig aus:
1. verstehe ich nicht, warum Hundehalter bestimmter Rassen ihre Hunde selbst als Kampfhunde titulieren! Ein Tier wird im Recht auch als Sache gesehen- dem muß ich genausowenig zustimmen!
2. warum gehen diese Leute im Selbstmitleid auf, statt endlich zu sagen 'das ist ein Hund wie jeder andere'- gut so weit nur zum Verständnis!
3. alle Hunde können beißen und keiner wird es ohne Grund tun- auch ein richtig gehaltener Bulli, Staffi o.ä. nicht!
So- das war es in Kürze- irgendwelche Plänkeleien und Diskussionen um 'Hundeführerscheine' erscheinen mir sowieso lachhaft- wie viele Autounfälle gibt es und die meisten Fahrer haben einen Führerschein......
Viele Grüße AB

von Eva L.(YCH) am 27. Mai 1998 20:56

Hallo!

:Außerdem uferte diese Diskussion eindeutig aus:
:1. verstehe ich nicht, warum Hundehalter bestimmter Rassen ihre Hunde selbst als Kampfhunde titulieren! Ein Tier wird im Recht auch als Sache gesehen- dem muß ich genausowenig zustimmen!
:2. warum gehen diese Leute im Selbstmitleid auf, statt endlich zu sagen 'das ist ein Hund wie jeder andere'- gut so weit nur zum Verständnis!
:3. alle Hunde können beißen und keiner wird es ohne Grund tun- auch ein richtig gehaltener Bulli, Staffi o.ä. nicht!
confused smileyo- das war es in Kürze- irgendwelche Plänkeleien und Diskussionen um 'Hundeführerscheine' erscheinen mir sowieso lachhaft- wie viele Autounfälle gibt es und die meisten Fahrer haben einen Führerschein......
:Viele Grüße AB

Das soll nun also das letzte Wort in der Diskussion sein? Und das, obwohl in Bayern jedes Jahr liebe, gutmütige Hunde in Tierheimen landen, lebenslang weggesperrt, in andere Bundesländer abgeschoben, ja sogar eingeschläfert werden, nur weil sie zufällig einer bestimmten Rasse angehören? Soll man das alles unter den Tisch kehren, nur weil man das Wort "Kampfhund" nicht in den Mund nehmen möchte?
Wenn man diesen unsinnigen Begriff endgültig begraben möchte, dann ist es zuallererst notwendig, gegen Gesetze zu protestieren, die grundsätzlich in ALLEN Pit-Bulls, American Staffordshire Terriern, Staffordshire Bullterriern, Bandogs und Tosa Inus "die Eigenschaft als Kampfhunde vermuten", ohne dabei auf Charakter und Eigenschaften des einzelnen Tieres einzugehen. "Wo Kampfhund draufsteht ist auch Kampfhund drin."
Wieviele Menschen in Bayern besitzen wohl ein Tier einer dieser Rassen, haben es nicht angemeldet und wissen nichts von dieser Verordnung, und daß Ihnen ihr Hund bei der geringsten Auffälligkeit abgenommen und sogar eingeschläfert werden kann.
Der Staat macht es sich im übrigen bei der Durchführung dieser Verordnung sehr leicht. Das beschlagnahmte Tier wird zunächst einmal in ein Tierheim gesteckt. Dort muß es dann aber so schnell wie möglich weg, also: entweder raus aus Bayern, oder eben einschläfern. Wohin das Tier, das ja ach so gefährlich ist, daß es in Bayern nicht bleiben kann, dann aber kommt, schert die lieben Damen und Herren vom Ordnungsamt nicht.
Es ist ein Wunder, daß die anderen Bundesländer es sich gefallen lassen, daß die "furchtbar gefährlichen" Tiere zu ihnen abgeschoben werden. Das große Verantwortungsbewustsein gegenüber der Bevölkerung geht in Bayern wohl nur bis zur Landesgrenze.
Mit dieser Politik
- macht man sich schuldig an den friedfertigen, gut sozialisierten Tieren dieser Rasse
- läßt man die Tierschützer und Tierheime im Stich und mit der Aufgabe allein, die unerwünschten Tiere zu resozialisieren und gut unterzubringen
- verfehlt man völlig das Ziel: die Bevölkerung vor der Gefahr zu schützen, die von geltungssüchtigen Tierquälern ausgeht, die glauben, einen Hund als Waffe zu brauchen.

Noch ein Wort zu den Rassen der Gruppe (2): Bullterrier, Bordeaux Dogge, Dogo Argentino, Mastino, Rhodesian Ridgeback etc. : Sie alle dürfen "beweisen", daß sie "keine gesteigerte Agressivität gegenüber Menschen oder Tieren aufweisen."
Es würde mich sehr interessieren, näheres über dieses Gutachten, die Wesensprüfung, das Negativzeugnis etc. zu erfahren. Die Diskussion über die "Begleithundprüfung" zeigt doch deutlich: Beim einmaligen sehen des Tieres kann man doch niemals sein ganzes Wesen und Verhalten erfassen. Daher erscheint mir ein Gutachten, das bestätigt, daß ein Hund keine Kampfhundeigenschaft hat, keine besonders sinnvolle Einrichtung zu sein.
Mich interessieren alle Erfahrungen von Hundebesitzern in Bayern mit der "Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit".

So, nun frage ich, wo soll man solche Fragen diskutieren, wenn nicht in einem Diskussionsforum Archiv wie Yorkie?
Es wäre schön, wenn man sagen könnte: "Kampfhunde" und Ende... Aber leider ist das nicht so. Bestimmte Hunderassen werden einfach in einen Topf geworfen und als "Kampfhunde" abgestempelt. Und solange das der Fall ist, werde ich die Bezeichnung "Kampfhunde" verwenden, als Begriff für eine Gruppe diskriminierter Tiere, die ihre Rassezugehörigkeit oft sogar mit dem Leben bezahlen müssen.

Naja, es tut mir Leid, daß ich das Thema jetzt nochmal breit trete, aber es regt mich eben auf!
Mit der Bitte um Verständnis sowie die Freigabe des gesamten Themas zur Diskussion,
Eva L.



von AB(YCH) am 28. Mai 1998 05:59

Guten Tag Eva!
Ich kann erst mal eines kurz erwähnen: wenn eine anständige DIskussion sich mit der Klärung der Fragen, die Du hier erwähnst stattgefunden hätte, hätte keiner zur Löschtaste gegriffen. Tatsache ist aber, daß das Niveau der Diskussion in irgendwelchen Spekulationen und Vanderen Themen endete. Das ist mehr´als lästig und auf dieses Problem wurde schon mehrfach hingewiesen!
Zu dem Wort 'Kampfhund': ich muß wirklich nicht alles nachplappern, was andere sagen; mein Hund kämpft nicht gegen andere- damit ist er eben kein 'Kampfhund'. Das ist für mich ganz einfach und wenn man dies den Nicht- Hundekennern oder auch Hundekennern beibringen will, darf man doch nicht von seinem 'Kampfhund' sprechen- da stellt sich mir dann wirklich die Frage, ob der Hund nur angeschafft wurde, weil man etwas besonderes wollte, was in jedem Fall Aufmerksamkeit erregt.
Ich verstehe absolut, daß dies ein brisantes Thema ist, weil in den Medien meistens einseitig berichtet wird- und das ist die reißerische Seite. Gerade aus dem Grund muß doch hier die andere Seite dargestellt werden und nicht wieder über vermeintliche (nicht existente 'Kampfhunde') der User berichtet werden. Warum geht keiner an die Öffentlichkeit- ich kenne z.B. einen Bulli, der ist Rettungshund- ist das nichts, was das Image aufbessert?????Warum machen solche Sachen nicht mehr Leute?Ist es ihnen zu viel Arbeit??? Es gibt durchaus auch andere Aktivitäten wo man mit gut erzogenen Hunden, egal welcher Rasse positiv auffallen kann. Statt dessen muß man sich anhören, daß die armen Besitzer solcher Hunde von anderen schief angeguckt werden. Das ist keine Diskussionsgrundlage!
Wie wäre es denn sich mit den Rasseverbänden mal kurzzuschließen- die müßten ja auch Interesse daran haben, daß ihre Rassen nicht runtergemacht werden?!
So- ich hoffe das hat die Fronten ein wenig geklärt.
Viele Grüße AB

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