Beisserei - wie wuerdet ihr reagieren? :: Was sonst nirgends passt

Beisserei - wie wuerdet ihr reagieren?

von JanaL+P(YCH) am 17. September 2001 15:05

Hallo Pat,

also, ich werde besagtem Hundehalter die Tierarztrechnung übergeben, damit seine Haftpflichtversicherung diese übernimmt. Er hat dies ja sofort (wenn auch in einem etwas merkwürdigen Ton) angeboten. Ich werde mit ihm reden, um ihm klar zu machen, dass ER für das Tun seines Hundes verantwortlich ist. Es war keine ungewöhnliche Beißerei. Ich halte die Hündin für nicht gefährlicher als viele andere Terrier auch. Sie hat halt kein Ende gefunden, aber das habe ich bei anderen auch schon erlebt. Ich möchte ja nur, dass der Halter korrekt reagiert, wenn möglich vorab erkennt, wenn seine Hündin stänkert. Dazu müsste er sich aber mit Hundeverhalten und speziell dem Verhalten seiner Rasse auseinandersetzen. Vielleicht, wenn ich ganz in Ruhe mit ihm rede, zieht er Konsequenzen daraus. Soweit ich das beurteilen kann, hat sie weder mit Menschen, noch mit Welpen, Junghunden und unkastrierten Rüden ein Problem. Wir hatten nämlich alles dabei g.

Gruß - Jana, Liza & Hinke-Plastic

von Pat(YCH) am 17. September 2001 15:08

hei
dann würd ich den behördenweg in diesem fall ablehnen.

lieben gruss und gute besserung
pat

von tina(YCH) am 17. September 2001 15:26

Hallo...

Dein hund wurde verletzt! Du sagst selber, dass die Hündin über kein vernünftiges Sozialverhalten verfügen würde.
Warum scheust du dich das Ordnungsamt zu alarmieren, der Typ hat keine Ahnung von Hunden, und er sollte keinen besitzen. Wenn die Hündin ins Tierheim muss, dann ist das traurig, aber stell dir mal vor deinem hund wäre was schlimmeres passiert, das wäre dann tragisch gewesen. Wenn du nicht willst, dass sowas Tragisches passiert, dann würde ich die Sache nicht auf mir sitzen lassen. Es ist vorprogrammiert, dass sowas nochmal geschieht wenn man da nciht eingreift. Welche normale Hündin stürzt sich denn auf einen kastrierten Rüden und beisst in TA-reif?
Die Hündin ist arm dran, aber ind en Händen dieses Menschen eine Zeitbombe!!!
Wie ich reagiert hätte... Ich hätte versuch die Hündin an den Läufen zu packen und nach hinten weg zu ziehen. Zutreten hätte sie wahrscheinlich nur agressiver gemacht. Aber dass du versucht hast deinen Hund zu packen war sehr gefährlich.

Nun gut, ich bin wütend dass sowas überhaupt passieren muss.

Liebe Grüße, tina & lector

von Heidrun(YCH) am 17. September 2001 15:51

Hi Jana,

ich mache mir folgendes zur Richtschnur (egal welche Rasse):

wenn ein Hundehalter Verantwortungsbewußtsein zeigt (also sich entschuldigt, verspricht, in Zukunft, seinen Hund besser zu kontrollieren (Maulkorb) etc) dann sehe ich von einer Anzeige ab.

Aber dieser Typ fand ja, wie Du schreibst, im Prinzip gar nichts falsches an seinem Verhalten, also null Einsicht. Er mutet Dir als fremder zu, seine Hündin zu ergreifen. Das ist absolut hirnrissig! Ich greife mir doch nciht den fremden Hund, sondern jeder greift den eigenen. Schlimm genug, daß es überhaupt losging.

Daher stimmen Deine Bedenken, daß das nächste Mal schlimmeres passieren kann, zumal die Hündin ja auch auf einen wehrlosen festgehaltenen Hund einbeißt und das auch noch richtig schlimm.

Liebe Jana, es ist dann kein Denunziantentum, solche Leute anzuzeigen, sondern es ist praktizierter Tierschutz. Wenn die Verantwortungslosen herausgefiltert werden, wird das Klima den Hunden gegenüber wieder besser werden. Denn diese Typen sind ja nur an den Verordnungen schuld. Und per "Faustrecht" läßt sich nichts durchsetzen und das wäre auch nicht rechtens. Also nimmt man die Hilfe von "Vater Staat" in Anspruch und das ist in diesem Falle völlig korrekt. (Übrigens: auch falls dort Deine Hunde hätten an die Leine gemußt - ich würde notfalls das Bußgeld für mcih selbst in Kauf nehmen - lieber ein Bußgeld bezahlt als das nächste Mal ein toter Hund).

So, diese Antwort habe ich geschrieben, bevor ich die anderen lese, um unbeeinflußt zu sein.

Ich wünsche Plastic gute Besserung!

Liebe Grüße
Heidrun

von Heidrun(YCH) am 17. September 2001 16:05

Liebe Jana,

meine zweite Antwort nach der Lektüre der anderen Beiträge.

Ich würde nicht mehr mit dem Typen groß reden, denn jetzt zahlt er vielleicht und das nächste Mal gibt es wieder eine Beißerei. Wenn er Geld hat, macht er das dann öfter so und jedesmal muß ein weiterer drunter leiden.

Er bekommt den Hund schon nicht gleich abgenommen, sondern er muß eben die gesetzlichen Auflagen erfüllen und ein Bußgeld bezahlen und das ist auch ok, denn sonst lernt er das nie. Seinen wahren Charakter hat er in der ersten Reaktion gezeigt!

Insofern bin ich tatsächlich härter als Pat. Ich wäre es allerdings nicht, wenn er gleich einsichtig gewesen wäre - aber mit der Spontanreaktion hat er sein wahres Denken offenbart.

Die Hündin könnte übrigens - kommt bei Terriern, die nun mal auf "Raubzeugschärfe" über Jahrhunderte gezüchtet wurden, häufig genug vor - aus Beutetrieb gebissen haben. Dafür spricht, daß sie scheinbar "kein Problem" mit Hunden hatte, dann aber die verschiedenen Hunde fixiert und schließlich weitergebissen hat, trotz festhaltens. Es gibt unter Verhaltensforschern ein Video (leider konnte ich es bisher nicht bekommen), in dem diverse Hunde, die "nur spielen" beobachtet wurden. Es liegen im äußeren Verhalten eines Hundes, der aus dem Spiel eine Beutejagd macht und einem, der wirklich spielt nur geringe Unterschiede. Vor allem sind diese "Beutejäger" an der Leine durchaus freundlich (haben ja kein Sozialproblem) und gehen in Spielhaltung. Aber das aufdauernde fixieren, zubeißen und "nicht-aufhören" sind einige Indizien, die dafür sprechen könnten, daß es sich um einen Hund handelt, der sich Artgenossen als Beute ausguckt. Dieses Verhalten verschärft sich mit jedem mal, da das "Beutemachen" auch erst gelernt sein will- d.h. mit jedem mal, daß der Hund es praktiziert, wird es zielsicherer und gefährlicher. Ein 10monatiger Hund, bei dem ein ausgeprägtes Jagdverhalten zu beobachten war, tötete mit 1,5Jahren mit gezieltem Biß einen ca. jährigen Neufundländer !!!! Dies ergab die Weiterverfolgung der Hunde aus dem Video durch Verhaltensforscher, die deren Entwicklung beobachteten. Dabei hatte der Besitzer gut aufgepaßt - lediglich als er krank war, soll seine Freundin trotz anderslautender Anweisung dem "spielenden" Hund den Maulkorb entfernt haben, damit er besser spielen kann....

Ein junger Kleinterrier kriegt die Ratte auch erstmal nicht tot (zumal die sich wehrt). Aber wenn er es zig-mal geübt hat, kann er es und zwar ohne von der Ratte noch in die Nase gezwackt zu werden.

Also: dieser Staff müßte nochmal genau angeguckt werden - für eine Gefährlichkeit scheint einiges zu sprechen.

Ein Fall für die Behörde ist der Besitzer allemal.

Traurige Grüße
Heidrun

von Katja + Indy(YCH) am 17. September 2001 16:31

Hallo Heidrun!

Also, ich weiß nicht, ob ich das so an dem Verhalten des Hundes festmachen würde von wegen "beißt trotz Festhalten weiter". Mein Hund würde, wenn er sich mit einem anderen fetzt und irgendjemand hält den anderen Hund fest, während er frei bleibt, auch weiter nachsetzen - der andere hat sich nicht unterworfen, kann sich ja nicht ordnungsgemäß unterwerfen, also ist das Ganze aus Sicht meines Hundes nicht beendet.
Ist er darum gefährlich? Ich glaube nicht.

Daß sich der Mann nicht korrekt benommen hat, das sehe ich auch so. Trotzdem würde ich erstmal mit ihm reden. Bei so einer Keilerei gehen die Emotionen der Besitzer auch oft höher als gut ist und man sagt leicht mal was, das nicht wirklich so gemeint war.

Viele Grüße,
Katja

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