Hund & Studium - Geht das? :: Was sonst nirgends passt

Hund & Studium - Geht das?

von Tina(YCH) am 24. September 2001 14:08

Hallo, ich bin jetzt in der 13. Klasse des Gymnasiums und möchte danach gleich studieren. Ist es eigentlich möglich, während dem Studium einen Hund zu halten? Bzw. sind an den Unis Hunde erlaubt? Würde mich echt freuen, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.
Liebe Grüße
Tina

von Katrin + Vlin(YCH) am 24. September 2001 15:12

Hallo Tina,

: Ist es eigentlich möglich, während dem Studium einen Hund zu halten?

Kommt drauf an, würde ich sagen.
Kommt drauf an, was du studierst. Bei stark "verschulten" Studiengängen wie z.B. Medizin wird es schwieriger als bei "selbstorganisierten" wie z.B. die Lehramtsstudiengänge. Bei ersteren hast du meist einen festen und auch recht vollen Stundenplan, bei letzteren bist du zeitlich flexibler.

Kommt auch auf deine Wohnsituation an. Ich habe z.B. Lehramt studiert und die erste Zeit noch zu Hause gewohnt. Das war dann meist kein Problem, mal ein Familienmitglied um Hilfe zu bitten.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Hund tagsüber bei Freund(inn)en, Mitbewohner(inne)n o.ä. zu lassen. Alles eine Frage der Organisation, wie ich gemerkt habe ;-) Und eben viel Fahrerei...in der Pause zwischen zwei Seminaren nicht gemütlich durch die Stadt bummeln, sondern nach Hause fahren und nach dem Hund gucken. So habe ich es jedenfalls gemacht.
Ich hatte allerdings auch das Glück, dass der Hund, den ich damals hatte, anstandslos einige Stunden am Stück alleine geblieben ist.

Später, bei den Examensvorbereitungen, habe ich dann viele Bücher ausgeliehen oder kopiert oder gekauft und eben zu Hause gelernt, anstatt in der Bibliothek.

:Bzw. sind an den Unis Hunde erlaubt?

Offiziell wohl nicht, kommt aber auch drauf an. Im Geographischen Institut in Tübingen z.B. sagt keiner was, solange der Hund nicht stört.
Von den Tiermedizinern in München habe ich gehört, dass Hunde wohl weitgehend geduldet werden.
Andere Variante: den Hund mitnehmen und im Auto lassen (falls man eines hat). Das geht z.B. für eine zweistündige Veranstaltung ganz gut - sofern die Temperaturen es erlauben. Dann den Hund aus dem Auto holen und einen Spaziergang machen und dann später nochmal an die Uni.

Ich hoffe, dir geholfen zu haben.
Liebe Grüße
Katrin + Vlin

von Yvonne(YCH) am 24. September 2001 15:52

: Andere Variante: den Hund mitnehmen und im Auto lassen (falls man eines hat). Das geht z.B. für eine zweistündige Veranstaltung ganz gut - sofern die Temperaturen es erlauben. Dann den Hund aus dem Auto holen und einen Spaziergang machen und dann später nochmal an die Uni.

Da bin ich mir nicht sicher, ob im Tierschutzgesetz die Masse eines Autorücksitzes für eine artgerechte Unterbringung des Hundes genügen. Auch nicht mit Untersbrüchen nach 2 Stunden, dabei wird es ja wohl kaum bleiben. Du kannst dir wohl nicht vorstellen, was Passanten mit in Auto eingesperrten Hunden so alles anstellen können. Und ein Hund mehrere Stunden in einer Tiefgarage, bei Dunkelheit - nicht auszudenken! Ich persönlich empfinde das als Tierquälerei und würde das mitunter sogar anzeigen. Das jemandem allen Ernstes zu empfehlen ist nicht gerade edel, nämlich dem armen Tier gegenüber.

Gruss
Yvonne

von Nathaly & Nico(YCH) am 24. September 2001 19:17

Hallo Tina!

Ich und mein Freund studieren beide und haben einen Hund. Ich bin der Meinung, daß es während des Studiums noch einfacher ist, als wenn man ganztägig arbeitet. In den meisten studiengängen hat man doch zwischendurch Freizeit bzw. kann sich das ganze so einteilen, daß man den Hund noch schafft...:-)
Vom Mitnehmen in die Uni würde ich jedoch absehen...
Ist nur die Frage: Was kommt nach dem Studium?

Grüsse!
Nathaly und Nico

von Susanne07(YCH) am 24. September 2001 20:21

Hallo Tina,

ich und mein Freund studieren auch beide und haben einen Hund - bei uns ist es kein Problem, im Gegenteil (wie schon erwähnt) man ist meist nicht den ganzen Tag 8 Stunden eingespannt und kann somit die Tage flexibler gestalten.
Trotzdem sehe ich beim Thema Studium und Hund einige größere Problemblöcke:

- Wohnungssuche: als Studi hat man's in Sachen Unterkunft eh schon nicht leicht. Mit Hund wird's richtig kritisch... Studiwohnheim kommt grundsätzlich schon mal nicht in Frage. Bei 'ner WG müssen alle Mitbewohner einverstanden/nicht allergisch sein. Das ist zwar meist nicht das Problem, die Hundehaltung in Mietwohnungen ist aber meist vom Vermieter untersagt. Bei einer alleinbewohnten Wohnung mußt du auch die Erlaubnis des Vermieters haben. Erfahrungsgemäß ist man als Student aber meist nicht erste Wahl bei der Wohnungsvergabe. --- Bitte diesen Aspekt nicht unterschätzen, ich habe selbst einige Kommilitonen, die ihren Hund illegal halten (=verstecken) müssen, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt.

- Studienfach ist nicht gleich Studienfach. Einige Studiengänge sind sehr "lau" und lassen viel frei gestaltbaren Freiraum, andere sind super hart und mit einem Full-Time-Job gleichzusetzen. Große Unterschiede auch zwischen Uni und FH etc.

- Kosten: Hast du den finanziellen Puffer auch mal eine Tierarztrechnung von vielleicht DM 1.000,- zu begleichen?

- Job: selbst wenn man Bafög bekommt, muß man meist noch nebenbei arbeiten, wenn kein Bafög fließt erst recht. Zwar sind Studi-Jobs meist zeitlich recht flexibel, aber wenn dein Arbeitgeber mal ein Projekt startet und kurzfristig ein hohes Arbeitspensum zu erledigen ist (z.B. ganztägige Promo-Aktionen), kann es auch mal sein, dass man mal 10 Stunden und mehr durcharbeitet. - Wenn du nicht während des Semesters arbeiten mußt/willst wirst du vielleicht einen Vollzeit-Job während der Semesterferien durchziehen müssen.

- weitere Betreuungspersonen: meiner Meinung nach ist es nicht besonders verantwortlich einen Hund alleine betreuen zu wollen. Man braucht immer mal jemanden, der einspringen kann (z.B. bei Krankheit). Sofern es dich in eine fremde Stadt zieht, wird dies ein schwer lösbares Problem. Aber selbst wenn du in gewohnter Umgebung bleibst: viele Personen sagen in Vornherein zu sich auch mal um den Hund zu kümmern. Aber wenn der Hund dann erstmal da ist, dann sieht die Welt ganz anders aus... ich spreche da aus leidiger Erfahrung.

- Hund in der Uni: darauf würde ich mich nie und nimmer verlassen, selbst wenn ein Prof in einer Beratungsstunde sagt, dass das in seinen Augen kein größeres Problem darstellen sollte. Du brauchst nur einen "Stänkerer" im Gebäude/im Kurs haben und der Hund muß raus. Grundsätzlich sind Hunde in öffentlichen Gebäuden verboten.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Durchsetzung deines Traumzieles "Hund"! Vielleicht klappt's ja!

Gruß, Susanne007


von Katrin + Vlin(YCH) am 25. September 2001 12:17

Hallo Yvonne,

: Da bin ich mir nicht sicher, ob im Tierschutzgesetz die Masse eines Autorücksitzes für eine artgerechte Unterbringung des Hundes genügen.

Für eine Zeitspanne von ca. 2 Stunden sehe ich da kein Problem. Besitzer von größeren Hunden können ja die Rückbank umklappen, so dass dem Hund mehr Platz zur Verfügung steht.

: Auch nicht mit Untersbrüchen nach 2 Stunden, dabei wird es ja wohl kaum bleiben.

Wie gesagt: alles eine Frage der Organisation. Ich setze natürlich voraus, dass daraus kein ganzer Tag wird, den der Hund im Auto hockt.

: Du kannst dir wohl nicht vorstellen, was Passanten mit in Auto eingesperrten Hunden so alles anstellen können.

Deswegen suche ich immer "abgelegene" Parkplätze, wo möglichst niemand vorbei kommt. Hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen, sorry.

: Ich persönlich empfinde das als Tierquälerei und würde das mitunter sogar anzeigen.

Ich hatte bzw. habe nie den Eindruck, dass das meinen Hunden (mein "Studentenhund" und der, den ich jetzt habe) je was ausmacht bzw. ausgemacht hat.
Ich handhabe es lieber so, dass ich den Hund "dabei" habe und mich zwischen zwei Terminen um ihn kümmern kann, ohne Zeit mit Fahrten zu verlieren. Alternative wäre, dass der Hund über längere Zeit zu Hause allein bleiben muss. Ich glaube, wenn mein Hund sprechen könnte, wäre es für ihn keine Frage, was er lieber möchte.

Voraussetzung ist natürlich, dass der Hund trotzdem genügend Auslauf bekommt (am besten vorher, dann verpennt er die Wartezeit im Auto sowieso). Und bei sehr heißem bzw. kaltem Wetter geht es natürlich auch nicht.

Grüße
Katrin + Vlin (der nach wie vor sehr gerne ins Auto geht)



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