Hilfe für Hund aus Sardinien? :: Was sonst nirgends passt

Hilfe für Hund aus Sardinien?

von Me & Bär(YCH) am 09. Oktober 2001 20:20

: Hallo Elke,
:
: Eine lange Geschichte, ich versuche es kurz zu machen:

Genauso haben wir auch unseren Hund bekommen - wir haben es irgendwie auch kruz und bündog gemacht ;-))

: Ich habe nun große Bedenken, ob der Hund den Winter überlebt, da auch quasi keine Touristen mehr im Ort sind. Ein Nachbar, den wir gefragt haben sagte, er wisse, wem der Hund gehöre, es sei ein Schäfer, der sich nicht um seine Tiere kümmere. Der Nachbar war auch nicht dazu bereit, den Hund zu füttern.

So ist das Leben der Hunde im Süden.. leider...

: Kann man einen Hund von Sardinien ohne Begleitung mit dem Flugzeug verschicken?
:
Das kann man, allerdings kostet das natürlich: Mit Begleitperson z. B. transportiert die LTU die Hunde kostenlose (wenn nicht sowieso schon das Gepäck das Limit erreicht hat)...

: Gibt es in Bayern jemanden, der den Hund bei sich aufnehmen möchte?
: (vorrübergehend haben wir einen Platz in Landshut)

Ich komme aus Bayern (Oberbayern um genau zu sein) - allerdings muß ich ehrlich sagen, dass Du Dir einige Dinge überlegen mußt, wenn Du den Hund herholst und dann evtl auch weitervermittelst!

1. Der Hund kann von einigen südlichen Krankheiten befallen sein, die nicht nur lange Inkubationszeiten haben (zum Teil) sondern auch in der Behandlung schwierig sind und teuer - das sollte man den Interessenten oder zukünftigen Besitzern des Hundes auf jeden Fall nicht vorenthalten!
Christine hatte Dir ja den Link zu meiner Homepage schon gesetzt, dort findest Du auch sämtliche Krankheiten, die in Frage kommen!

2. Ein Hund der bisher selbständig gelebt hat, kann unter Umständen anfangs enorme Schwierigkeiten bei der Eingliederung machen (streunen), MUSS aber NICHT sein!

3. Die Zeit würde jetzt auch stimmen: denk an eine evtl. Trächtigkeit auf die die Hündin untersucht werden sollte...

4. Ein Tierheimaufenthalt (falls doch kein neuer Besitzer gefunden werden sollte) ist für die Tiere zum Teil eine Qual - gerade für ehemalige Streuner ist dies nicht unbedingt DIE neue Zukunft...

Ich persönlich würde einen Hund nur mit nach Deutschland nehmen, wenn ich ihn behalten würde oder schon einen sicheren Platz hätte. Der Platz müßte allerdings wirklich so sicher sein, wie bei sehr guten Freunden oder Verwandten, so dass ich sicher sein kann, dass mir die Leute nicht abspringen...

Und letztlich muß auch jemand da sein, der sich um den Hund und dessen Verbleib kümmert, wenn doch mal eine Situation eintreten sollte, wo die neuen Besitzer den Hund nicht behalten können...

Wie groß ist die Hündin denn, wie sieht sie aus, wie hoch ist sie ca. etc. vielleicht läßt sich auch jemand finden, der gerade eine nette Junghündin sucht ....

Melde Dich doch nochmal, vielleicht findet sich ne Lösung für die Kleine.

Liebe Grüße,
Me & Bär

von Elke mit Luzi(YCH) am 09. Oktober 2001 20:12

Hallo Christine,

: Allerdings würde ich persönlich den Hund nur raufholen, wenn: ich ihn entweder selbst behalten kann oder wirklich Menschen weiß, die ihm ein gutes Zuhause geben können. Also nicht auf "gut Glück" und hier wird er dann von einem zum anderen gereicht, weil niemand mit ihm zurechtkommt.
:
Das habe ich mir natürlich auch schon gesagt! Aber ich habe schon einen Hund, den ich mit in die Arbeit nehmen kann, das geht mit einem zweiten nicht. Außerdem ist meine Wohnung nicht sehr groß und ich habe noch zwei Mitbewohner, die da auf jeden Fall streiken würden.
Es muß so schnell gehen, weil der Bruder meiner Freundin ihn zwar sucht, aber dann eben sofort weitergeben will. Ich weiß ja eben auch nicht...

Elke mit Luzi

von Micky(YCH) am 09. Oktober 2001 21:03

: Hallo Elke,

ich würde sagen : Versuch es, vielleicht gibt es ja auch bei Dir Tierschutzorganisationen, die Dir helfen können.
Der Hund wird den Winter bestimmt nicht überleben, Du magst ihn, denkst jetzt schon dauernd an ihn und machst Dir sonst nur Ewigkeiten Gedanken.
Schreib mal, was dasarus geworden ist. Ich drücke Dir alle Daunmen !!!!

Micky

von Birgit und Arco(YCH) am 09. Oktober 2001 21:53

Hallo Elke,

man kann per Lufthansa Cargo einen Hund auch ohne Begleitung "schicken" lassen. Wahrscheinlich brauchst Du aber eine Tierseuchenrechtliche Einfuhrgenehmigung (da der Hund alleine fliegt) . Ausserdem muss der Hund gegen Tollwut geimpft sein.

Wir haben vor ca. 1,5 Jahren eine Hündin aus Thailand geholt, die meine Freundin dort im Urlaub betreut hat. Da sie aber damals zu jung für die Impfung war, mussten wir sie auch im Nachhinein holen.
(Da unsere Hündin über Frankfurt kam, brauchten wir die Einfuhrgenehmigung vom Hessischen Sozialministerium).
Man kann die auch im Nachhinein beantragen, aber bei der allgemeinen Hundehysterie würde ich es lieber vorher machen, denn wenn sie den Hund einkassieren, sitzt er erst mal in Quarantäne.

Dann musst Du eine Adresse angeben, wo der Hund wohnen wird, ansonsten wird ihn die Lufthansa nicht mitnehmen. Und Du musst eine Internationale Gesundheitsbescheinigung vorlegen.

Ich kann Dir auch nur empfehlen, Dir sämtliche Papiere (Impfung, Transport, Flugnummer) vorher aus Sardinien faxen zu lassen. Unsere Begleitpapiere sind nämlich abhanden gekommen auf dem Flug. Ohne die Kopien als Fax sässe unser Hund heute noch auf dem Flughafen fest.

Letztendlich würde ich einen sieben Monate alten Hund nur da raus holen, wenn absolut keine Chance darauf besteht, dass er es überleben würde. Nicht jeder freilaufende Hund würde sich hier auch wohlfühlen, wenn er vorher immer selber für sein Leben gesorgt hat. Tiere die ein angestammtes Revier haben, versorgen sich selber. Aber manchmal gibt es für einige von ihnen kein Rudel, sie werden von den angestammten angegriffen und haben alleine keine Chance. Dann würde ich es aber auch erst machen. Sonst wirst Du vielleicht ärgerlich sein, wenn Dein Hund es gewöhnt ist, allein auf Tour zu gehen. Sicherlich ist es auch für den Hund nicht einfach, auf einmal ordentlich an der Leine zu gehen und der ganze Tagesablauf richtet sich nach einem Menschen.

Hat er aber sonst keine Chance, mach es.

Wenn Du noch mehr Fragen hast, maile mir doch noch mal. Und schau mal unter www.4Pfoten-2Beine.de

Birgit und Arco

von ChristineHd(YCH) am 09. Oktober 2001 21:37

Hallo Elke,

ich glaub, ich kann Dich ganz gut verstehen, ist eine schwierige gefühlssituation vermutlich.

Me hat Dir ja auch schon geantwortet.

Eines will ich Dir nur aus Erfahrung so sagen, wenn Du versuchst, den Hund hier zu vermitteln an Fremde: Es kann natürlich supergut gehen.
Viele aber springen dann zB ab, wenn sie den Hund sehen, oder haben nicht die Geduld, weil manche Menschen halt dann doch immer glauben, Liebe allein reicht aus und der Hund würde treu nach 5 Minuten nicht mehr von ihrer Seite weichen.
Die Menschen geben heilige Versprechen und setzen Dir den Hund dann wieder nach 2 Stunden vor die Tür. Meist nachts:-) Ich vermittel selbst nicht, bekomme aber von einigen TschOrg. da einiges mit an solchen Dramen:-(
Muß natürlich nicht so sein, kann aber.

Ich wünsche Dir auf alle Fälle viel Glück und eine gute Lösung für die Kleine

Liebe Grüße
Christine

von Elke mit Luzi(YCH) am 10. Oktober 2001 13:19


Hallo an Alle,

hier mal der aktuelle Stand:
Das mit den Papieren ist wohl zu machen. Eine Frau von Tierhilfe Süden, die sich dort um Katzen kümmert, kennt einen Tierarzt, der ihn ausstellt.

Al Italia ist die einzige Fluglinie, die von Sardinien Fracht ohne Begleitung befördert. Allerdings fliegt sie über Rom und eine Freundin von mir hat den Flug neulich gemacht und es gab eine Panne nach der anderen. Flieger kaputt, Gepäck weg ... Es hat ewig gedauert. Ich will mir gar nicht vorstellen, was dann mit der Kleinen los ist. Zumal, wenn die Beruhigungsmittel nicht mehr wirken... Ich weiß nicht, ob ich ihr das antun kann.

Ich habe nach wie vor niemanden, der den Hund übernimmt. Ich müßte ihn also erstmal bei "Pflegeeltern" abgeben.
Allerdings habe ich meinen Hund auch aus dem Tierheim. Jemand hat sie aus Spanien mitgebracht und dort abgegeben. Für die Luzi war es meiner Meinung nach das große Los. Jedenfalls macht sie schon einen verdammt zufriedenen Eindruck. winking smiley
Ob die Kleine auch so viel Glück hat, weiß ich nicht.

Ich glaube nicht, daß sie streunen würde (mir hat sie sich sehr schnell, sehr eng angeschlossen) aber sie war meiner Meinung nach noch nie in einer Wohnung und schon gar nicht in einem Auto oder so. Es wird also am Anfang schon viel Arbeit mit ihr sein.

Dort zurecht kommen wird sie nur, wenn doch noch irgendwelche Leute auftauchen, die sie füttern. Sie hat kein Rudel, hat große Angst vor Lärm, traut sich also nicht weit von ihrem Platz weg. Deshalb glaube ich nicht, daß sie loszieht und sich irgendwo etwas sucht.

Das Beste wäre also, wenn ich doch noch irgendwie einen Flugpaten finden könnte oder jemanden, der auf Sardinien Urlaub macht und sie dann mit dem Auto herbringen könnte. (mit allem Streß, der dazugehört) Vielleicht könnt Ihr Euch ja mal umhören.
Wenn man jemanden findet, der dort ein paar Wochen auf sie aufpassen kann, hat man wenigstens länger Zeit, einen Flugpaten zu finden. Der Bruder meiner Freundin will das aber nicht tun. Er hat selbst einen Welpen und verständlicher Weise Angst um ihn.
Einen Flugpaten kennt er nicht und auch niemanden, der sich auf der Insel um den Hund kümmern will.

Es gibt in Olbia ein Tierheim. Dort sind ca. 300 Hunde. Sie werden nur gefüttert und nie vermittelt. Dort hätte sie zu fressen. Besser als...????

Immer noch ratlose Grüße,

Elke mit Luzi







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