Graulen als Begrüßung? :: Was sonst nirgends passt

Graulen als Begrüßung?

von Ulla(YCH) am 04. Juni 1999 10:29

Hallo Leute,

meine sib. Husky Hündin begrüßt häufig Menschen mit einem Graulen, einem "whrruuuuh", das einige Leute dann mit Knurren verwechseln und denken, sie würden von ihr angeknurrt.
Sie streckt dabei ihren Kopf & Schnauze nach vorne Richtung zu Begrüßenden und legt die Ohren nach hinten an. Der Schwanz - ich weis gar nicht, ob sie dabei wedelt, aber ich glaube eher nicht bzw. nur wenig, aber es ist definitiv ein Freudelaut und Wilkommensgruß.
Ich habe dies auch schon bei einem anderen sib. Husky gehört, jedoch noch nie bei anderen Hunden. Kennt ihr das auch? Ist das Husky spezifisch oder auch andere Rassen spezifisch (habe unter Rassenbeschreibungen in Büchern nichts darüber gefunden)?
Ich erinnere mich dunke,l in einem Buch von Freund, der als "Mitglied" in verschiedenen Wolfsrudeln lebte, über ein miteinander heulen als Begrüßungszeremonie zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühl gelesen zu haben, müßte aber noch mal nachlesen. Xenias graulen ist jedoch kein heulen, aber vielleicht gibt es doch einen Zusammenhang???
Weis jemand mehr darüber?

Ich würde mich sehr auf Antworten freuen!

Ulla


von Kathi(YCH) am 04. Juni 1999 11:01

: Hallo Leute,
:
: meine sib. Husky Hündin begrüßt häufig Menschen mit einem Graulen, einem "whrruuuuh"...

Hallo Ulla,

ist ja lustig! Meine Akita machen das auch. Scheint eine Art von Kommunikation zu sein und ins Begrüßungsritual zu gehören. Bei Bekannten Menschen wird eher kurz "gegrüßt", bei geliebten Menschen langgezogen. Komischerweise eher bei Leuten die nicht zur Familie gehören.
Meine Hunde legen die Ohren auch an und mit der Rute wird in der waagerechten in Rückenhöhe leicht gewedelt (Akita haben normalerweise eine gerollte Rute, die über dem Rücken getragen wird). Die Körpersprache drückt eindeutig eine leichte Unterwürfigkeit/Unsicherheit?! aus.
Ich glaube nicht das diese Laute etwas mit Heulen zu tun haben. Heulen wird nur eingesetzt um große Entfernungen zu Überbrücken und/oder wenn kein anderes Rudelmitglied in Sicht ist (ist auch bei Wölfen so). Ich denke, dieses "wruuuh" ist eine direkte Begrüßung.

Viele Grüße
Kathi

von Franziska(YCH) am 04. Juni 1999 11:30

Hi Ulla,

da würd ich mir keine gedanken machen...ich kenne viele hunde, die bei begrüßungen oder vor freude "schnurren". Mein hund macht das, wenn ich mit ihm raufe (und ich bin mir hundertprozentig sicher, daß das kein ernstegmeints knurren ist). Vor kurzem im Spiel mit einer Husky-hündin hat diese auch die ganze zeit vor sich in gegrummelt.

Bis dann

Franziska

PS: ich habe das auch shcon im spiel oder als begrüßung von allen möglichen rassen und mischungen gehört. Es ist sogar schon vorgekommen, daß irgendeine Hündin das im Spiel mit meinem hund gemacht hat, worauf die besitzer sie zu sich gerufen haben und meinten, sie bestrafen zu müssen, weil sie so zickig und aggressiv ist.

von Ulla(YCH) am 04. Juni 1999 13:13

Hallo Franziska,

Xenia macht diesen Laut eigentlich hauptsächlich als Begrüßung und manchmal aus Vorfreude auf's Spazierengehen. Das schöne dabei ist, daß sie mich dann direkt anguckt, als wollte sie mir was erzählen, sie "redet" richtig mit mir...


: Mein hund macht das, wenn ich mit ihm raufe (und ich bin mir hundertprozentig sicher, daß das kein ernstegmeints knurren ist). Vor kurzem im Spiel mit einer Husky-hündin hat diese auch die ganze zeit vor sich in gegrummelt.

Beim Spielen mit mir und mit anderen Hunden läßt Xenia auch manchmal ein Knurren hören, das sich dann aber auch wirklich eher wie ein (spielerisches) Knurren anhört, anders als das Graulen.


: PS: ich habe das auch shcon im spiel oder als begrüßung von allen möglichen rassen und mischungen gehört.

Ich kannte als Begrüßung bisher immer nur das legendäre Schwanzwedeln, aber ich muss sagen, das Graulen gefällt mir viel besser.


:Es ist sogar schon vorgekommen, daß irgendeine Hündin das im Spiel mit meinem hund gemacht hat, worauf die besitzer sie zu sich gerufen haben und meinten, sie bestrafen zu müssen, weil sie so zickig und aggressiv ist.

Einige Leute denken auch, Xenia sei ihnen oder ihrem Hund nicht wohlgesonnen, wenn sie sie so begrüßt und gucken auch etwas skeptisch, wenn ich ihnen erzähle, daß es genau das Gegenteil von dem ist, was sie denken...

Vielen Dank für Deine Antwort,

Ulla

von Ulla(YCH) am 04. Juni 1999 14:12

Hallo Kathi,

: Bei Bekannten Menschen wird eher kurz "gegrüßt", bei geliebten Menschen langgezogen. Komischerweise eher bei Leuten die nicht zur Familie gehören.

Bei Xenia ist das Graulen sehr stimmungsabhängig. Wenn sie geschlafen hat, begrüßt sie mich kaum, ist sie munter, kann das Graulen auch mal stärker ausfallen. Bei mir ist es mal kurz mal lang mal gar nicht, bei "alten" Bekannten, die sie länger nicht gesehen hat, meißt länger.
Witzig ist, daß sie auf diese Weise manchmal plötzlich Leute auf der Straße begrüßt, die sie noch nie vorher gesehen hat. Eine Frau, an der ich wegen Platzmangels nahe vorbei musste, ist richtig zurückgeschreckt, weil sie dachte, es wäre bös gemeint.


: Meine Hunde legen die Ohren auch an und mit der Rute wird in der waagerechten in Rückenhöhe leicht gewedelt (Akita haben normalerweise eine gerollte Rute, die über dem Rücken getragen wird).

Das hört sich ziemlich ähnlich an!


grinning smileyie Körpersprache drückt eindeutig eine leichte Unterwürfigkeit/Unsicherheit?! aus.

Ich würde es bei Xenia als "forsche" Unterwürfigkeit bezeichnen, da sie direkt auf einen zukommt. Unsicher ist sie weniger.


: Ich glaube nicht das diese Laute etwas mit Heulen zu tun haben. Heulen wird nur eingesetzt um große Entfernungen zu Überbrücken und/oder wenn kein anderes Rudelmitglied in Sicht ist (ist auch bei Wölfen so).

Ich werde nochmal in diesem Wolfsbuch nachschauen, was das mit dieser Begrüßungszeremonie auf sich hatte, von der ich geschrieben habe.


:Ich denke, dieses "wruuuh" ist eine direkte Begrüßung.

Denke ich auch, und da Xenia mein erster Husky ist, denke ich natürlich immer sofort, wenn sie ein Verhalten zeigt, das ich von anderen Hunden nicht kenne, daß es Husky spezifisch ist (bin mir bewußt, daß ich das nicht tun sollte und trage es mit einer gewissen Selbstironie, bin einfach zu verliebt in meine Süße..). Deshalb ist es gut und interessant von anderen darüber zu hören!


Vielen Dank,

Ulla

von Pat(YCH) am 04. Juni 1999 15:52

hallo Ulla
bei meinen Sibs ist das von Dir genannte "Graulen" manchmal auch
als Begrüßung bei Leuten zu hören, die sie sehr mögen und wo das normale
Wedeln nicht mehr ausreicht. Sozus. die Verstärkung des Gefühls.
Weit häufiger aber ist es Ausdruck vom Versuch, mir etwas mitzuteilen.
ZB wenn ich die Futterschüsseln eingeweicht habe und sie der Überzeugunh
sind, daß jetzt aber bestimmt schon 10 min vergangen sind und ich
langsam aufstehen sollte, um sie in die Ständer zu hängen. Je weniger
ich auf diese Aufforderung reagiere,desto stärker,länger und ganz
langsam in immer höher steigende Tonlagen wird "wruuuuuh" gemacht.
Wird auch als Spielaufforderung benutzt,in Verbindung mit Pfoten-
kratzen,oddr nach dem Fressen als Ausdruck von "he,du,ich bin noch
nicht satt"
Je nach Sinn gibt es ganz minimale Tonveränderungen, aber gekoppelt
ist alles immer mit angelegten Ohren,mehr oder weniger wedeln und
einer ganz bestimmten Absicht.Manchmal,wenn ich etwas will, wruhe
ich SIE an, und dann könnte man sich kugeln, wenn sie die Köpfchen
schieflegen und zu überlegen scheinen, was um Gotteswillen die jetzt
von ihnen will. Es werden dann wirklich auch Versuche unternommen,
mir etwas dementsprechendes anzubieten. Probiers doch mal aus.

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