Gedanken zum Kampfhund"" :: Was sonst nirgends passt

Gedanken zum Kampfhund""

von Mario(YCH) am 11. Juni 1999 12:49

Hallo erstmal,
Da im Moment die angebliche Kampfhundproblematik wieder aktuell ist (Sommerloch in den Medien) möchte ich an dieser Stelle mal meine Meinung kundtun. Also manchmal kann ich die Leute fast verstehen die sich vor sg. Kampfhunden fürchten und sehe auch handlungsbedarf. Aber wie so Oft sind die Behörden wieder einmal nicht fähig, vernünftige Lösungen zu finden und greifen lieber zu Populistischen Inquisitionsmaßnahmen. Zur Erklärung: Die Kranken, die eine Hundebestie möchten, nutzen dazu halt in der Regel, die sg. Kampfhundrassen (mir ist übriegens heutzutage, ausser dem Tosa keine bekannt) also werden alle Halter dieser Rassen über einen Kamm geschoren. Ein Kampfhundeverbot finde ich sehr gut, wenn wirklich die Kampfhunde (dazu erzogen, bei illegalen Hundekämpfen zu kämpfen) verboten werden und nicht Rassen die halt durch behördliche Willkür oder die Medien so bezeichnet werden. Also bitte nicht Hunderassen sondern besser den Menschen auf die Finger klopfen (Verbieten geht ja leider nicht) die aus "dem besten Freund des Menschen", reissende Bestien machen. Mein letzter Hund war ein Rottweilerrüde den jeder als süss und nett bezeichnet hat, aber das war leider 1988. Damals gab es eben weniger Fernsehsender und Sensationspresse. Heute wird mein Neufundländer schon manchmal als Kampfhund bezeichnet. Leider sind sich die Hundehalter auch nicht einig, denn wenn sie es wären würde ein kollektives nichtzahlen der Hundesteuer viel mehr nutzen als jede Unterschriftenaktion. Zum Schluss möchte ich noch anmerken das den Medien die Kampfhundlüge möglicherweise langweilig wird den es wird jetzt viel mehr über die "bevorstehende Ökologische Katastrophe" durch Hundekot berichtet.

Viele Grüsse,

Mario

von yasmin(YCH) am 11. Juni 1999 16:18

Hallo Mario,
ohne viele Worte:
Wir sind vollkommen Deiner Meinung, nicht der Hund, diese dämlichen Menschen, die einen "Kampfhund" zu dem machen, was er ist, sind an
allem schuld.
Yasmin

von Iris und ERIC(YCH) am 11. Juni 1999 22:40

Hallo Mario!

: Mein letzter Hund war ein Rottweilerrüde den jeder als süss und nett bezeichnet hat, aber das war leider 1988.
: Damals gab es eben weniger Fernsehsender und Sensationspresse.
: Heute wird mein Neufundländer schon manchmal als Kampfhund bezeichnet.

Mir geht es mit meinem Bobtail ähnlich. Heutzutage reissen junge Mütter ihre Kinder von meinem Hund weg.
Früher, vor ca 20 Jahren, wurde meine Bobtailhündin von jedem Kind begeistert umarmt
und von allen Erwachsenen - bis auf einen echten Hundehasser - angelächelt und angesprochen.

Neuester "Fund" zu diesem Thema "Kampfhund":
Im Internet wird vom Info & Rat Verlag in Berlin neuerdings ein Buch angeboten:

Ratgeber: Kampfhund
Schutz und Abwehr von Hundeangriffen

Ich habe es mir mal bestellt, um zu sehen, was "die andere Seite" unternimmt.
Vielleicht sollte man als Hundehalter doch wissen, mit welchen Tricks und Maßnahmen gegen den eigenen Hund man demnächst rechnen muß!!

Adresse im Internet ist:
[www.infoundrat.de]

Das Bild auf dem Buchumschlag spricht Bände
und paßt wohl zu der Diskussion um die Grünen im Wahlkampf neulich hier im Forum.

Viele Grüße von
Iris und ERIC

von Christina(YCH) am 25. Juni 1999 07:55


nicht der Hund, diese dämlichen Menschen, die einen "Kampfhund" zu dem machen, was er ist, sind an
: allem schuld.


Hallo Yasmin,

ich bin auch der Meinung, dass der Halter des Hundes sehr viel zu dessen Wesen beiträgt, aber es gibt nun mal auch Rassen, deren Reizschwelle wesentlich geringer ist als bei andere.
Und es ist nun mal auch nicht zu leugnen, dass diese Hunde sehr gefährlich werden können. Besonders für schwache Personen wie zum Beispiel Kinder. Aber zumeist sind die sog. Kampfhunde zu Menschen freundlich.
Das wesentlich größere Risiko sehe ich im Umgang mit anderen Artgenossen. Ich kenne recht viele Hunde, die zu diesen Rassen gehören und deren Besitzer sehr verantwortungsvoll mit ihren Hunden umgehen und arbeiten.
Jedoch, auch diese Hunde neigen dazu erst zu zubeissen und dann zu schauen ob der Gegner Freund oder Feind war. Was passiert wenn es einmal kein anderer Hund ist, sondern ein Kind? Ich finde, das Risiko, dass Kinder durch Hunde gefährdet werden könnten ist
es nicht wert diese Hunde zu halten. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass es nicht nötig ist Hunde zu halten, die ein überhöhtes Risiko für die Gesellschaft darstellen.
Eine ganz anderer Aspekt ist der Nutzen dieser Rassen. Sie wurden anfangs zum Kampf gezüchtet und haben daher ihre ursprüngliche Aufgabe verloren. Und wenn man ganz ehrlich ist, habe sie, ausser zur Aufbesserung des Egos einiger Leute keine andere mehr gefunden.
Denn nur als Familien und Sofahund wird man einem solchen Tier in keinster Weise gerecht und sollte sich gut überrlegen, wofür man einen solchen Hund in unserer Zeit noch braucht.

In diesem Sinn
Viele Grüße

Christina

von Alma(YCH) am 25. Juni 1999 08:35

:
Hallo Christina,

wie willst Du hier eine Einschränkung treffen? Welche Hunde stellen ein Risiko dar. Sind es nur die Hunde, die auf irgendwelchen, willkürlichen Listen stehen oder denkst Du, daß auch Schäferhunde, Rottweiler und Dobermänner z.B. dazugehören.

Viele Grüße

Alma

von Christina(YCH) am 28. Juni 1999 12:17


Hallo Alma,

wie eine solche Rasseneinschränkung vollzogen werden soll, weiss ich auch nicht. Aber ich bin mir sicher, dass in dieser Beziehung etwas geschehen wird.
Von daher ist es sinnvoll, wenn gerade Freunde dieser Rassen Problemlösungen anbieten. Wenn von dieser Seite keine brauchbaren Vorschläge kommen, werden von Politikern "Lösungen" vorgeschrieben, die den Haltern am aller wenigsten passen werden.
Mit Sprüchen wie "Meiner ist aber ganz harmlos" oder "Ich kenne keinen bösen Kampfhund" ist nämlich noch keinem geholfen.
Wenn die Halter mit einem generellen Zuchtverbot ihrer Rasse nicht einverstanden sin, was ich gut verstehen kann, schließlich wäre ich auch sauer, wenn die Zucht der Hunde meiner Rasse verboten würde, dann sollte man mal überlegen, ob ein Zuchtstop bestimmter, in der Vergangenheit durch Agression aufgefallener Linien in Frage käme.
Dies wäre dann aber nicht nur für sog. Kampfhunde, sondern für alle Rassen sinnvoll. Diese Lösung müßte doch allen liebhabern von Hunden gerecht werden und auch in gewisser Weise die verantwortungsvolle Zucht fördern.

Viele Grüße

Christina

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