8 Stunden alleine? Kein Problem... :: Was sonst nirgends passt

8 Stunden alleine? Kein Problem...

von Fränzi&Jenny(YCH) am 17. Juni 1999 13:18

:
: Ich denke, es kommt viel auf den Hund an. Vor allem bei so manchem
: Hund aus dem Tierheim dürfte man zumindest zu Anfang auf
: Verlassensängste stoßen. Aber mit genügend Gefühl für den Hund und
: Geduld, denke ich, gibt es kaum Hunde, die nicht mehrere Stunden alleine
: bleiben. Wie viele Hund hängt sicher auch von der Umgebung ab.
:
: Gruß,
: Tharin

Hallo Tharin
Da denke ich ähnlich wie du. Ein Hund aus dem Tierheim, aber auch ein Welpe erträgt das Alleinesein sicher im einiges schlechter. Mein Hund hat es selbstverständlich auch gelernt alleine zu sein und hält es für mind. 5 Stunden gut aus. sie jault nicht und zerstärt nichts, sondern schläft. Trotzdem würde ich nie einen Hund zu mir nehmen, wenn ich ihn jeden Tag 8 Stunden alleine lassen müsste.

Gruss Fränzi&Jenny

von Fränzi&Jenny(YCH) am 17. Juni 1999 13:23

Hallo ihr beiden!

Da bin ich gleicher Meinung wie Du. Klar muss man dem Hund das Alleinesein beibringen, und das mit viel Sorgfalt. Doch ich würde nach wie vor keinen Hund zu mir nehmen, wenn ich schon vorher weiss, dass er jeden Tag 8 Stunden alleine ist.

Grüsse Fränzi&Jenny

von Angret(YCH) am 17. Juni 1999 22:04

: ....
:
: Was mich aber mal brennend interessieren würde:
:
: Wenn man einen Hund 8 und mehr Stunden allein lassen muß, geht das dann
: nur wenn ein Garten vorhanden ist??
:
: Ich war bisher der Meinung die Nachtruhe (bei uns oft 12 Stunden) muß/ sollte

: durch Gassi tagsüber alle 4-5 Std. "ausgeglichen" werden???
:
: Hi Moni....
einmal ganz kurz was zu dem gassigehen...
bei uns ist es so, daß die "nachtruhe" oftmals noch länger geht....

das bedeutet, wenn es hart auf hart kommt, halten -leider- meine beiden Mädchen es bis zu 24 h aus...
ist natürlich schon aus meiner Siocht nicht so gesund.
Früher war es aber halt so, daß sich daisy gemeldet hat, wenn sie raus mußte, und oft nichts kam vor den eigentlichen Spaziergang nachmittags...
Ich hoffte dann-- auch , um mich dazu zu zwingen, daß unser Zweithund Emma " normal" wär, und öfters raus will, aber nein, auch kein problem mit 20 h kein gassie gehen.. ich muß dazu sagen, daß wir im vierten Srock wohnen -- 84 stufen eine Strecke- und es schon netter wäre für unsere Motivation, wenn die hunde uns dazu zwingen würden..
naja, sie werden aber nun von UNS gezwungen, 2x täglich spazieren zu gehen....
ich wollte nur damit sagen, es geht!
ich dnke aber manchmal, daß es auch mit geschlehct zu tuen hat, oder?

Gruß Angret

von Juliane(YCH) am 18. Juni 1999 10:37

Und bei 2 x taeglich rausgehen habt ihr ein ruhiges Gewissen???

von Porcha(YCH) am 11. Juli 1999 09:58

Hallo Klaus!

Du sprichst mir absolut aus dem Herzen.

Ich bin der Meinung, es ist verantwortungslos, sich einen Hund anzuschaffen, um diesen unter Umständen bis zu 8 Stunden alleine zu lassen. Dann sollte man sich die Frage stellen, wozu man den Hund überhaupt gekauft hat? Ich habe mir sehnlichst einen Hund gewünscht aber ich bin 100 % berufstätig. Mein Partner allerdings ist selbständig und hat diesen Wunscht geteilt und auch unterstützt. Er hat mir vor fast 6 Jahren einen Dobermannwelpen zum Geburtstag geschenkt und er nimmt ihn tagsüber immer mit zu seinen Geschäftsterminen oder auf Geschäftsreisen. Wir haben ihn auch von Anfang an mit ins Cafe, an den Baggersee, zum Picnic, zum Bummeln, usw. mitgenommen. Er ist auch schon öfters Boot mit uns gefahren und ist ein richtiger Weltreisender. Er war mit dabei in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Italien, uvm. Kurzgesagt, als Rudelmitglied ist er mehr oder weniger immer dabei. Als wir Dino zu uns genommen haben, war uns klar, daß unser Leben sich ändern würde und wir waren auch bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen aber das tun wir gerne, denn Dino ist nicht nur unser Hund - er ist ein Teil unserer Familie, wir lieben ihn von Herzen und haben ihn gerne um uns. Trotz Arbeit haben wir es auch einrichten können, daß wir 3x/Woche ab 18.30 Uhr mit Dino u.a. Unterordnung, Fährte und Schutzdienst trainiert haben. Er frißt uns zwar die Haar vom Kopf aber dafür schuften wir gerne :-) ! Natürlich bleibt er auch ab und zu alleine aber nicht länger als 3-4 Std. Ausnahmsweise kann der Hund bis zu 8 Std alleinegelassen werden aber nur wenn er die Möglichkeit hat, sich zu lösen und ausreichend mit Frischwasser und einer geschützten Unterkunft (Sommer/Winter) versorgt ist. Alles andere ist Tierquälerei. Wenn man von Anfang an weiß, daß man den Hund tagsüber nicht betreuen kann während man 8 Std arbeiten geht dann sollte man sich lieber einen Stoffhund kaufen. Weiterhin sollte man wirklich ehrlich zu sich selber sein und sich fragen, ob das eigene Verhalten nicht egoistisch ist. Mein Partner und mein Hund wohnen jetzt beruflich bedingt für 2 Jahre in der Schweiz und ich besuche beide alle 4 Wochen. Das geht jetzt seit 1 Jahr so. Ich vermisse meinen Hund sehr und ich habe Sehnsucht nach einem vierbeinigen Begleiter und habe schon ab und zu in einem schwachen Moment mit dem Gedanken gespielt, mir ein Hund anzuschaffen aber ich habe schlicht und einfach tagsüber KEINE Zeit. Ich arbeite von 07.30 bis 16.30, teilweise bis 18.00 Uhr und wer paßt auf den Hund auf? Und wenn ich lange genug darüber nachdenke, dann will ich gar nicht einen neuen Hund, sondern meinen Hund Dino. Ich vermisse ihn einfach und damit hat sich die Frage zweiter "Hund" für mich erledigt. Während der Übergangsphase als mein Freund umgezogen ist war Dino bei mir und ich habe eine ganz liebe Hundesitterin mit einer Dalmatiner-Hündin engagiert, die Dino tagsüber bei sich betreut hat, mit ihm spazieren und schwimmen gegangen ist. Es war eine ziemlich teure Angelegenheit aber ich hätte ihn nicht tagsüber 8 Std alleine lassen können. Ich hatte so und so ein schlechtes Gewissen, da ich ihn bei einer Hundesitterin untergebracht hatte aber es hat ihm Spaß gemacht. Eine hübsche Hundedame und dann auch noch mit ihr spazieren und schwimmen. Davor war er 3 Tage in einer Hundepension und NIE WIEDER. Es gibt sicherlich gute Hundepensione und ich hatte einen guten Eindruck aber diese Pension hat sich als Hundeverwahranstalt entpuppt.

Noch eine Geschichte zum Nachdenken: Ich war mal auf einer Hundeausstellung und zwei befreundete Aussteller wollten nach dem Richten ihres Hundes und der anschließenden Pokalausgabe gleich nach Hause, weil sie noch einen Yorkie (Benji) haben, der zuhause geblieben ist und sie wollten ihn nicht so lange alleine lassen. Der kleine Kerl muß ja schließlich irgendwann auch mal. Ein Pärchen aus unserer Gruppe reagierte verständnislos (bei uns ist es üblich, daß man bleibt bis alle aus unserem Verein ausgestellt haben)und sagten entrüstet und ganz selbstverständlich, "Unser Bulli bleibt bis heute Abend auch alleine". Ich war einfach fassungslos! Wir waren seit 8.30 Uhr auf der Ausstellung und würden alle erst gegen 19 Uhr zu Hause sein.

So, das mußte ich erst mal loswerden.

Liebe Grüße von Porcha & Dino


von Franziska + Wonda(YCH) am 11. Juli 1999 12:30

Hallo Porcha!

Ist es nicht irre, wie einige Leute ihre Situation schönreden?! Ich kann ja verstehen, daß es sich bei einigen vielleicht so ergeben hat, daß der Hund nun so lange allein sein muß, aber das ist meiner Meinung nach in jedem Fall ungut. Ich habe eine Freundin, bei der konnte der Mann den Hund zuerst zwei Jahre lang mit in die Arbeit nehmen. Nun geht das nicht mehr und so muß der Hund nun den ganzen Tag im Wohnmobil auf dem Firmenparkplatz verbringen. Meine Freundin geht in der Mittagspause mit ihm Gassi und dann muß Karli wieder bis zum Abend im Auto bleiben. Sie hatte nun überlegt, ob sie sich einen zweiten Hund anschaffen soll, aber Gott sei Dank ist sie davon wieder abgekommen, denn es sollte ein Welpe sein und der hätte ihr Wohnmobil sicher ruckzuck innen umdekoriert.

Ich biete seit einigen Wochen einen kostenlosen Beratungsservice für zukünftige Hundebesitzer an. Am heikelsten sind immer die Beratungen, wenn die Leute sich zwar sehnlichst einen Hund wünschen, aber keine Zeit haben. Ich kann ja verstehen, daß der Wunsch nach einem Hund so groß sein kann, daß es fast körperlich schmerzt, dann doch zu verzichten, aber aus Liebe zum Tier sollten das doch viele tun. Ich rate den Leuten, die unbedingt einen Hund haben wollen, sich für tagsüber einen guten und zuverlässigen Hundesitter zu suchen. Manchmal gibt es ja Leute, die gerne einen Hund um sich haben und mit ihm spazierengehen, den Hund aber selber nicht besitzen wollen. Da ist dann allen geholfen, den Sittern, den Besitzern und vor allem dem Hund. Wer nun aber ein eifersüchtiger Mensch ist, der kann massiv Probleme bekommen, wenn sein Hund seinen Sitter dann auch heiß und innig liebt. Nach dem Motto: "Verräter, ich zahle Dein Futter, Steuer, Versicherung, opfere dir jede freie Minute und du liebst deinen Sitter so sehr wie mich."

Ich finde, daß die Befürworter des Alleinseins meistens nur die zwei Extreme anführen: Acht Stunden allein + dann volle Aufmerksamkeit oder keine Minute allein + sterbenslangweiliges Leben. Aber selbst der Hund, mit dem nicht viel getan wird, hat wenigstens sein Rudel um sich. Und im Hunderudel macht der Alpha ja auch nicht dauernd tolle Sachen mit seinen Rudelmitgliedern. Und überall dabei sein und schauen, was die anderen vom Rudel so machen, kann für einen Hund auch befriedigend sein. Sich zwei Hunde gegen Langeweile bei Alleinsein anzuschaffen, ist auch so eine Sache. Das kann für die Hunde ganz nett sein, aber es gibt auch viele Fälle, in denen sich die beiden dann soviel Blödsinn ausdenken, daß der Besitzer verzweifelt. Und schließlich gewöhnt nun wirklich nicht jeder seinen Hund, so wie Alex, jahrelang an das lange Alleinsein. In den meisten meiner Beratungen wäre es dann so, daß der Hund nach den drei oder vier Wochen Jahresurlaub, die sich der Besitzer dann großzügigerweise genommen hat, sofort allein bleiben müßte, denn kaum jemand könnte sich wohl zwei Jahre "Erziehungsurlaub" für seinen Hund nehmen. Ich höre auch immer wieder Geschichten von "geretteten" Hunden aus Südeuropa, die aus dem "trostlosen" Leben auf der STraße in die absolut nervtödende Langeweile einer Wohnung mitgenommen werden. Wo ist denn da die Rettung? Ich habe nichts dagegen, daß man einen Welpen rettet, wenn er ausgesetzt wurde oder gerade getötet werden sollte, aber schon einen Junghund sollte man nicht mehr mitnehmen, denn sie werden zeitlebens kein sehr enges Verhältnis zu ihrem Menschen bekommen. Für diese Hunde sind Menschen im günstigsten Fall ganz nett, aber meistens nicht überlebensnotwendig, weil sie gelernt haben, auch prima ohne Menschen auszukommen. Aber ich komme vom Thema ab.

Ich bin nach wie vor der Meinung, ein Hund sollte maximal fünf Stunden allein bleiben, und das auch nur nach gründlicher Eingewöhnung von vielen Wochen. Wenn es dann doch ausnahmsweise mal acht Stunden sind, dann ist das auch kein Beinbruch, das kann unsere Wonda auch, aber es kommt vielleicht zweimal im Jahr vor. Im übrigen ist Wonda fast den ganzen Tag bei unseren Aktivitäten dabei und trotzdem pennt sie Zuhause am liebsten. Kommt ja auch immer auf den Hund an, nicht jeder ist der Actionsepp.

Viel Spaß noch mit Eurem Dino!

Franziska und Wonda, die genüßlich in ihrem Korb schnarcht, genauso wie Bensam, mein Pflegehund, der noch bis Montag bleibt.

Ich nehme übrigens auch Hunde in Pflege, bin also sozusagen eine Hundepension, aber nur im Ministil. Ich nehme höchstens zwei Hunde zu unserer Madame dazu, nur jüngere Hündinnen oder Rüden jeden Alters, wenn die Hunde leidlich folgen und freundlich sind. Die Hunde bringen ihre eigenen Körbe mit und wohnen als unsere Zweit- bzw. Dritthunde im Haus, Zwinger haben wir gar keinen. Es ist lustig, ich habe immer wieder Abwechslung, verdiene mir etwas dazu und sammle jede Menge Erfahrungen mit den verschiedensten Hundetypen. Die Hunde müssen uns vorher übrigens immer kennenlernen und möglichst auch 24 Stunden zur Probe kommen.
Mir scheint, dieser Service ist eher selten, denn langsam rennen mir die Leute die Bude ein. Im Nachbarort gibt es zwar auch eine Hundepension, die die Hunde im Haus hält, aber die sind dann auf die verschiedenen Zimmer verteilt, dürfen ihre eigenen Körbe nicht mitbringen, sondern schlafen in vorgegebenen Körben und er nimmt bis zu sechs Hunde auf. Wie das noch familiär sein soll, frage ich mich. Dafür drückt man da aber auch 45 Mark am Tag ab. Außerdem macht der Mann noch Hundeschule und Problemhundbehandlung, ich zweifle also ernsthaft daran, daß er genügend Zeit für die einzelnen Pensionsgäste hat. Es ist halt immer ein Unterschied, ob man das hauptberuflich macht oder mehr als Nebenerwerb wie ich. Ich werde Dir nicht sagen, wer der Typ ist, sonst droht er mir wieder mit einer Anzeige wegen übler Nachrede. Ich habe gesehen, wie er Hunde bei einer Keilerei in die Rippen trat und später sagte, das sei der Solarplexus gewesen. Erzählen darf ich das niemanden "weil Sie nichts davon verstehen und gar nicht die Hintergründe kennen!" Toll, was?! Ich recherchiere jetzt aber mal, was an den Gerüchten dran ist, daß er im Nachbarlandkreis Berufsverbot bekommen haben soll, weil er angeblich Hunden die Rippen gebrochen hat.

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