1 + 1 = Ärger? :: Was sonst nirgends passt

1 + 1 = Ärger?

von Kathi(YCH) am 02. Juli 1999 09:55

Hallo,

zur Frage ob man 1 oder 2 Welpen zugleich holt (egal welchen Geschlechts oder gleichem Wurf) kann ich nur emphehlen sich einmal über das Wesen unserer Hunde kundig zu machen. Literatur zu diesem Thema gibt es reichlich (Trumler, Fox usw.).
Natürlich kann es zu Problemen kommen, muß es aber nicht. Ich sehe oft genug Leute, die mehr Probleme mit einem Hund haben als andere mit 2 und mehr Hunden (unabhängig von oben genannten Kriterien).
Aufgrund der Rudelstruktur (die sich auch in einem festen Rudel ständig ändern kann) kann es immer nur einen "Alpha" geben. Bei Haushunden muß das immer der Besitzer sein! Der Rest ordnet sich von alleine. Der "Chef" kann Ordnend eingreifen (wenn es sinnvoll geschieht).
Hier ein Beispiel: Mein erster Hund (ein Mittelspitz) bekam im Alter von 8 Jahren Zuwachs im Form einer 8 Wochen alten Akita-Hündin. Gab überhaupt keine Probleme bis die Hündin älter und dominanter wurde. Um den Spitz vor übel ausgehenden Kämpfen (er war kein Kind von Traurigkeit) zu vermeiden, wurde der Spitz von mir als "Chef" auf einen unteren Rang verwiesen. Ergebniss: der Spitz akzeptierte seine untergeordnete Rolle und der Frieden herrschte weiter. Hätten die Hunde die Rangfolge unter sich aus gemacht hätte der Spitz sowieso den kürzeren gezogen und warscheinlich erhebliche Verletzungen davongetragen.
Als der Spitz ca. 10 war, die Akita-Hündin fast 3, kam Akita-Rüde Bari im alter von 8 Wochen dazu. Bari hat die Stellung zwischen Funkei (Nr. 1) und Bastian (Nr. 3) eingenommen. Das ganze lief ohne Kämpfe unter den Hunden ab = Kräft und jungend vor alter und schwäche; Alpha-Hündin ganz vorne.
Als der Spitz ca. 13 war, die Akita-Hündin 6, der Akita-Rüde 2,5, kam Akita-Rüde Kancho dazu 13 Wochen alt dazu. Zwischen dem Spitz und Kancho gab es konfrontationen als Kancho noch ein Welpe war. Der Spitz hat natürlich versucht den Welpen zu dominieren. Der Welpe hat das akzeptiert bis zum 5 Mon. dann war der Spitz wieder "das Letzte" (Rudelmitglied). Bari und Funkei wurde sofort als ranghöher akzeptiert. Als Kancho ca. 13 Monate alt war (ca. 10 kg schwerer als Bari) kam es zu einem ernsten Kampf zwischen den beiden Rüden. Ergebnis: Nr. 1 = Akita-Hündin Funkei, Nr. 2 = Akita-Rüde Kancho, Nr. 3 = Akita Rüde Bari (obwohl älter als Kancho), Nr. 4 = Spitz Bastian (der leider im alter von fast 14 Jahren im Februar diesen Jahes gestorben ist).
Ein anderes Beispiel: ein Bekannter hat 2 Schwestern (Wurfgeschwister). Es gab nie ernsthafte Probleme. Die Rangfolge stand von Anfang an fest.
Wichtig bei der mehrhundehaltung ist nur, die Rangfolge auch einzuhalten (vor allem als Besitzer!). Nur weil der erste Hund länger im Haus lebt, heißt das noch lange nicht, daß er deswegen auch automatisch der ranghöchste ist. Aus Hundesicht läuft das anders. Auch eine vorhandene Rangordnung wird sich im laufe der Zeit immer mal wieder ändern. Ein Hund gibt sich selten mit einem niederen Rang ab. Er wird immer wieder mal versuchen etwas daran zu ändern (eine Stufe höher zu steigen). Ist das Leittier alt und schwach, rückt automatisch der nächststärkere nach vorne (manchmal eben nicht kampflos).
Das verhält sich bei Geschwistern nicht anders. Der Mensch selbst macht sich und seinen Hunden das Leben schwer, wenn er aus Liebe zu seinen Tieren beide gleichrangig behandelt. So estwas gibt es im Rudel nicht! Beobachtet Eure Hunde und versucht herauszubekommen wie die Rangfolge ist. Der Führer wird immer bevorzugt behandelt (zuerst füttern, zuerst streicheln usw.). Hört sich für menschliches empfinden zwar gemein an, ist aber für das Rudeltier Hund völlig normal.

Viele Grüße
Kathi

von Jutta(YCH) am 02. Juli 1999 11:30

: Hallo,
:
: zur Frage ob man 1 oder 2 Welpen zugleich holt (egal welchen Geschlechts oder gleichem Wurf) kann ich nur emphehlen sich einmal über das Wesen unserer Hunde kundig zu machen. Literatur zu diesem Thema gibt es reichlich (Trumler, Fox usw.).
: Natürlich kann es zu Problemen kommen, muß es aber nicht. Ich sehe oft genug Leute, die mehr Probleme mit einem Hund haben als andere mit 2 und mehr Hunden (unabhängig von oben genannten Kriterien).
: Aufgrund der Rudelstruktur (die sich auch in einem festen Rudel ständig ändern kann) kann es immer nur einen "Alpha" geben. Bei Haushunden muß das immer der Besitzer sein! Der Rest ordnet sich von alleine. Der "Chef" kann Ordnend eingreifen (wenn es sinnvoll geschieht).
: Hier ein Beispiel: Mein erster Hund (ein Mittelspitz) bekam im Alter von 8 Jahren Zuwachs im Form einer 8 Wochen alten Akita-Hündin. Gab überhaupt keine Probleme bis die Hündin älter und dominanter wurde. Um den Spitz vor übel ausgehenden Kämpfen (er war kein Kind von Traurigkeit) zu vermeiden, wurde der Spitz von mir als "Chef" auf einen unteren Rang verwiesen. Ergebniss: der Spitz akzeptierte seine untergeordnete Rolle und der Frieden herrschte weiter. Hätten die Hunde die Rangfolge unter sich aus gemacht hätte der Spitz sowieso den kürzeren gezogen und warscheinlich erhebliche Verletzungen davongetragen.
: Als der Spitz ca. 10 war, die Akita-Hündin fast 3, kam Akita-Rüde Bari im alter von 8 Wochen dazu. Bari hat die Stellung zwischen Funkei (Nr. 1) und Bastian (Nr. 3) eingenommen. Das ganze lief ohne Kämpfe unter den Hunden ab = Kräft und jungend vor alter und schwäche; Alpha-Hündin ganz vorne.
: Als der Spitz ca. 13 war, die Akita-Hündin 6, der Akita-Rüde 2,5, kam Akita-Rüde Kancho dazu 13 Wochen alt dazu. Zwischen dem Spitz und Kancho gab es konfrontationen als Kancho noch ein Welpe war. Der Spitz hat natürlich versucht den Welpen zu dominieren. Der Welpe hat das akzeptiert bis zum 5 Mon. dann war der Spitz wieder "das Letzte" (Rudelmitglied). Bari und Funkei wurde sofort als ranghöher akzeptiert. Als Kancho ca. 13 Monate alt war (ca. 10 kg schwerer als Bari) kam es zu einem ernsten Kampf zwischen den beiden Rüden. Ergebnis: Nr. 1 = Akita-Hündin Funkei, Nr. 2 = Akita-Rüde Kancho, Nr. 3 = Akita Rüde Bari (obwohl älter als Kancho), Nr. 4 = Spitz Bastian (der leider im alter von fast 14 Jahren im Februar diesen Jahes gestorben ist).
: Ein anderes Beispiel: ein Bekannter hat 2 Schwestern (Wurfgeschwister). Es gab nie ernsthafte Probleme. Die Rangfolge stand von Anfang an fest.
: Wichtig bei der mehrhundehaltung ist nur, die Rangfolge auch einzuhalten (vor allem als Besitzer!). Nur weil der erste Hund länger im Haus lebt, heißt das noch lange nicht, daß er deswegen auch automatisch der ranghöchste ist. Aus Hundesicht läuft das anders. Auch eine vorhandene Rangordnung wird sich im laufe der Zeit immer mal wieder ändern. Ein Hund gibt sich selten mit einem niederen Rang ab. Er wird immer wieder mal versuchen etwas daran zu ändern (eine Stufe höher zu steigen). Ist das Leittier alt und schwach, rückt automatisch der nächststärkere nach vorne (manchmal eben nicht kampflos).
: Das verhält sich bei Geschwistern nicht anders. Der Mensch selbst macht sich und seinen Hunden das Leben schwer, wenn er aus Liebe zu seinen Tieren beide gleichrangig behandelt. So estwas gibt es im Rudel nicht! Beobachtet Eure Hunde und versucht herauszubekommen wie die Rangfolge ist. Der Führer wird immer bevorzugt behandelt (zuerst füttern, zuerst streicheln usw.). Hört sich für menschliches empfinden zwar gemein an, ist aber für das Rudeltier Hund völlig normal.
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: Viele Grüße
: Kathi
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Hallo Kathi. Du bist glaube ich ,eine der wenigen Hundler , die verstanden haben ,was ich meinte.Schade alles gelöscht was war. War meine Schuld erst Gebrauchsanweisung lesen, dann schreiben Lieb gebellte Grüße von Jutta und dem RUDEL!!!

von yasmin(YCH) am 03. Juli 1999 10:36

: Hallo Kathi,
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Endlich mal jemand, der es offensichtlich kapiert hat, mit der Rangfolge im Rudel. Wir leben mit 4 Chi's (2 kamen als Welpen gleichzeitig zu uns).Bravo !!!
Yasmin

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