Welpen nach der Geburt töten :: Was sonst nirgends passt

Welpen nach der Geburt töten

von Yvonne & Hexe(YCH) am 13. Juli 1999 14:21

Hallo an alle,

ich schreibe unter neuer Überschrift als Antwort auf die Meldungen von Anneke und Christina.

Ich bin auch der Meinung, daß man Welpen, die von der Mutter abgelehnt werden oder solche, die nicht lebensfähig sind, nicht unbedingt aufpäppeln sollte. Das würde es in der Natur auch nicht geben. Eine Ausnahme würde ich sehen: wenn die Mutterhündin geschwächt ist, durch was auch immer, und somit nicht genügend Milch produziert, oder, wenn sie von vorneherein alle Welpen des Wurfes ablehnt. Dann würde ich mir nicht zutrauen, Natur zu spielen und gewisse Welpen auszusortieren.

Aber mal noch eine Frage dazu:
Ich bin mir nicht sicher, ob das nur in der DDR so war und dort auch gängig. Aber unsere Vereinsleiterin züchtet seit 35 Jahren Deutsche Doggen. Von ihr weiß ich, daß sie zu DDR-Zeiten gezwungen war, eine gewisse Zahl Welpen zu töten, so daß der Hündin nur maximal 6 blieben. Kann jemand von Euch dazu was sagen, wie die Züchter dabei aussortiert haben? Ich kann mir nur schwer vorstellen, da man am ersten Tag die "Qualität" eines Hundes erkennt. (Höchstens aufgrund der Fellfarbe, denn bei Doggen kommen ja mehrere Fehlfarben vor.)

Liebe Grüße

Yvonne und Hexe

von Christina(YCH) am 13. Juli 1999 14:31

: Hallo Yvonne,

soweit ich weis, dürfen bei einer DSH-Hündin nach SV-Regeln nur 6 Welpen verbleiben. Wenn es mehr sind, muß eine Amme gesucht werden, da eigentlich nur nicht lebensfähige Tiere getötet werden dürfen.
Ich weiss jedoch nicht, was passiert, wenn sich keine Amme finden läßt. Viele Züchter machen es sich da dann wahrscheinlich recht einfach...
Sicher, wenn eine Hündin den kompletten Wurf ablehnt, sollte man schon helfen, auch wenn einer ausversehen aus dem Nest fällt, sollte man schon mithelfen. Aber Sinn einer stabilen Zucht kann und darf nicht die Zucht von kränklichen und verhaltensgestörten Tieren sein.

Liebe Grüße

Christina

von Tia(YCH) am 13. Juli 1999 14:46

Hallo zusammen,

ohne obige Meldung irgendwie werten zu wollen...wo bleibt der Aufschrei der "Hardcore-Tierschützer" nun ???????

Noch jedes Mal habe ich versucht einen schwachen Welpen hochzupäppeln ( ja, ja, um ihm dann die Ohren abzuschneiden...), nur weil zu ein kleiner Kerl vielleicht im falschen Moment steckengeblieben und kurzfristig zu wenig Luft bekommen hat, soll ich ihn, dem guten DEUTSCHEN VERBANDSREGELN folgend, killen ?

Ist die Mama überlastet, wird selbstverständlich geholfen, aber mich interessiert JEDES EINZELSCHICKSAL !!!

So so mancher "Schwächling" ist zu einem kerngesunden, tollen Hund erblüht !

Wieder einmal erfreut darüber das der CKC ein "freier" Verband ist...

Kopfschüttelnde Grüße aus Kanada,
Tia

P.S. Dieses "Welpenmerzen" aus den dt.Verbänden hat für mich einen wahrhaft "braunen" Touch....

von Heidi(YCH) am 13. Juli 1999 15:29

Hallo Tia,

ich bin voll und ganz Deiner Meinung, daß es pervers ist Welpen zu töten. Geht es der Mutter nicht gut, dann muß man sich entweder selbst drum kümmern oder Ammenaufzucht machen. Welpentöten ist und bleibt abstoßend. Weiterhin glaube ich nicht, daß ein Verband es vorschreibt, daß Welpen getötet werden müssen. Manche Züchter (verdienen sie diesen Namen überhaupt?) tun es, um kürzere Schutzfristen für die Hündin zu bekommen.

Was das Zitat betrifft, daß eine Zucht es zum Ziel haben muß, nur die besten Hunde überleben zu lassen, das verursacht mir Gänsehaut. Gerade der DSV, also der Schäferhundverband sollte ein bißchen mehr auf andere Faktoren als auf die Größe der Würfe achten.

In diesem Fall bin ich sogar der Meinung, daß Kupieren weniger schlimm ist als töten.

Viele Grüße

Heidi

von Claudia(YCH) am 13. Juli 1999 16:57

Von ihr weiß ich, daß sie zu DDR-Zeiten gezwungen war, eine gewisse Zahl Welpen zu töten, so daß der Hündin nur maximal 6 blieben. Kann jemand von Euch dazu was sagen, wie die Züchter dabei aussortiert haben?


Hallo Welpenaussortierer..;-)))???,

zu DDR Zeiten wurden z.B. alle Irish Red Setter mit weißem Brustfleck schon als Welpe getötet, denn das war "Ausschußkriterium".--
Ein besonders insofern,wenn man bedenkt daß der weiße Brustfleck beim roten Iren für die Herkunft und Verwandschaft zum Irish-Red-and-White Setter in der Vergangenheit steht, ein Setter-Erbe sozusagen.

Schokierte Grüße von Claudia &
Melody,
Irish Red Setter mit weißem Brustfleck,--
kein Recht zu Leben ??????????,-
wie schön, daß sich manchmal die Zeiten ändern !!!!!!

von Porcha(YCH) am 13. Juli 1999 17:08


Schön, daß es Dich gibt, Melody :-) !

Ich kenne zwei Dobermänner, die auch einen weißen Fleck auf der Brust haben. Sie sind nicht sonderlich unglücklich darüber und die Welt wäre doch ein bißchen trauriger wenn sie nur noch mit genormten Rassehunde gefüllt wäre.

Schöne Grüße auch an Claudia

Porcha & Dino

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