Urmel wurde wieder gebissen, Hilfe! :: Was sonst nirgends passt

Urmel wurde wieder gebissen, Hilfe!

von Sonja und Nero(YCH) am 16. Juli 1999 13:46


: Also es passierte nichts.Diese Hündin hat 3 Wochen später einen Riesenschnauzer rüden gebissen mit dessen Halter ging ich erneut zum Amt, mit Erfolg, die Schäfermixhündin hat jetzt Leinenenzwang und sollte Trotzdem noch etwas vorfallen bekommt sie noch Maulkorb auferlegt!

Hallo Chrischi,

was daran echt uebel finde, ist das der angreifende Hund einfach zu Leinenzwang
verdonnert wird und fertig.

Ich wuerde es sehr viel besser finden, wenn Halter mit auffaelligen Hunden
die Auflage bekaemen, eine qualifizierte Hundeschule zu besuchen, damit sie
zum Wohl ihres eigenen Hundes und der Hunde die eventuell durch sein Verhalten gefaehrdet sind,
lernen, mit ihrem Hund umzugehen und ihn entsprechend zu erziehen.

Gruss
Sonja und Nero

von Porcha(YCH) am 16. Juli 1999 21:43

Hallo Chrischi!

Ich bin auch der Meinung, wenn der andere Hundehalter nicht mit sich reden läßt und auch nicht einsichtig ist, daß man als letzten Ausweg Anzeige erstatten sollte. Leinenzwang löst zwar keine Verhaltensprobleme aber als erste Maßnahme finde ich sie sehr wichtig. Der nächste Schritt wäre, die Ursache der Aggression zu ermitteln und diese dann zu behandeln. Der Hundebesitzer muß hier unbedingt miteinbezogen werden.

Mein Dobermann wurde mit 6 Monaten von einem älteren freilaufenden Rotti-Rüden (ca. 6-7 Jahre alt) unvermittelt und ohne Vorwarnung angegriffen und sehr schwer verletzt. Mein Freund lief am Ostersonntag mit Dino die Straße entlang und hinter ihm tauchte ein Rotti auf und beschnüffelte Dino von hinten. Die Besitzerin war ca. 50 m entfernt.

Der Rotti hat weder geknurrt, die Nackenhaare gesträubt noch hat er sich versteift. Er biß ihn unvermittelt im Analbereich und ein Teil seines Darmtrakts wurde herausgeholt. Das Ganze spielte sich in Sekundenschnelle ab und der Rotti ließ sodann gleich ab. Der Hund hat weder auf seine Besitzerin gehört noch hat sie sich für die Beißerei entschuldigt. Mein Freund hat Dino nach Hause gebracht, wir haben die Autoschlüssel geschnappt und sind dann zum Tierarzt gefahren. Wir waren verständlicherweise sehr besorgt und aufgelöst. Er ist dann operiert worden und die OP-Kosten haben wir anschließend bar beglichen - Die Versicherung der Rotti-Halterin hat die Kosten auch problemlso zurückerstattet.

Ich war aber trotzdem sehr wütend als ich von anderen Hundehaltern aus der Nachbarschaft (Dinos 'Unfall' hatte sich herumgesprochen) erfahren habe, daß der Rotti öfters zugebissen haben soll und nach dem Vorfall mit Dino habe ich die Frau laufend mit ihrem Hund unangeleint spazieren gesehen. Ich habe natürlich vor einer Begegnung mit dem Rotti Angst gehabt und ich habe der Rotti-Halterin unmißverständlich erklärt, daß ich Anzeige erstatten werde, wenn der Rotti nochmals zubeißt.

Jedenfalls bei uns im Hause wohnt ein Richter und ein Paar Monate nach dem Vorfall mit Dino stand dieser Richter unter Polizeischutz und draußen vor der Tür standen deshalb 2 Polizisten. Eines Tages haben wir mit den Polizisten ein Paar Meter von der Eingangstür entfernt geplaudert und haben Dino dabeigehabt - da kommt der Rotti unangeleint aus der entgegengesetzten Richtung angetrabt - wieder meterweit von seiner Besitzerin entfernt - sieht Dino, fängt an zu knurren und prescht gleich auf uns zu. Die Frau rief ihren Hund aber er hörte nicht wie immer und rannte weiter auf uns zu. Wir hatten auch keine Zeit auf die Eingangstür zuzurennen. Der eine Polizist legte seine Hand an seine Waffe und rief der Frau zu, sie möge bitte den Hund sofort an die Leine nehmen. Der Hund blieb kurz vor uns stehen und knurrte weiter. Die Frau kam keuchend und außer Atem an und hielt ihn am Halsband fest aber er hat weiter geknurrt und gegen ihren Griff am Halsband gewehrt. Sie war sehr aufgeregt und fragte ganz entrüstet, wieso sie ihren Hund an die Leine nehmen solle. Daraufhin erwiderte der Polizist, ob sie den Hund lieber an die Leine nehmen oder ob sie lieber einen toten Hund haben möchte.

Natürlich hat das die Situation nicht entschärft aber sie hat den Hund dann doch widerwillig an die Leine genommen. Der Polizist hätte sicher anders reagieren können. Ich reagiere ebenfalls extrem (!) allergisch, wenn mein Hund bedroht wird aber solange der Hund nicht angeleint war, war die Situation auch nicht abschätzbar. Seitdem meidet die Rotti-Besitzerin unsere Straße und ich bin sehr froh darüber.

In erster Linie muß mir das Wohl meines Hundes am Herzen liegen. Ich trage die Verantwortung für ihn und wenn ein anderer Hund eine mittelbare Gefährdung für ihn und andere darstellt, dann erachte ich Leinenzwang für zumutbar und verhältnismäßig. Es kann nicht sein, daß sich der tägliche Spaziergang der anderen verhaltensunauffälligen Hunde zum Spießrutenlauf entwickelt.

Dino war auch 'verhaltensauffällig' nach diesem Vorfall, und zwar erheblich (!) in bezug auf Rottis. Es brauchte nur z.B. ein Rotti am Auto vorbeizulaufen und schon war der Teufel los. Er knurrte, kläffte und war nicht mehr wiederzuerkennen - wie ein tollwütiger Hund. An der Leine hat er sich aufgebäumt und versucht, sich loszureißen. Im Dobermann-Verein waren auch andere Rassen vertreten, wie z.B. Rottis und davon einige. Wir haben mit Dino geübt, z.B. angeleint aneinander vorbeilaufen, stehenbleiben, der Hund macht Sitz, die Hundehalter geben sich die Hund, man wechselt ein Paar Worte und geht weiter. Mit Hilfe einer lieben Rotti-Hündin, die er Anfangs auch wild anknurrte, hat er seine Aggression gegenüber Rottis abgelegt. Insgesamt hat es fast 2 Jahre gedauert bis er sein Verhalten vollends abgelegt hat. Das hat mich am meisten geärgert. Die Wunden sind schnell verheilt aber ein Verhaltensproblem nicht, und daß nur, weil der Rotti nicht angeleint war trotz seiner traurigen 'Berühmtheit'.

Es ist aber genauso wichtig, daß der Leinenzwang für den Rotti keine endgültige Lösung ist. Der Leinenzwang dämmt die Gefahr nur ein aber macht ihn nicht friedlicher. Hier ist wie gesagt die Halterin und eine gute Hundeschule mit Erfahrung mit verhaltensauffälligen Hunden gefragt. Es kann nur für den Hund und für die Besitzerin nur von Vorteil sein.

Schöne Grüsse

Porcha & Dino

von PJ(YCH) am 16. Juli 1999 20:28

Hallo Iris

Wo finde ich diesen Ratgeber, aus dem Du Dir die Tips besorgt hast??

Ciao PJ

von daniela(YCH) am 16. Juli 1999 22:32

Hallo Porcha!

: In erster Linie muß mir das Wohl meines Hundes am Herzen liegen. Ich trage die Verantwortung für ihn und wenn ein anderer Hund eine mittelbare Gefährdung für ihn und andere darstellt, dann erachte ich Leinenzwang für zumutbar und verhältnismäßig. Es kann nicht sein, daß sich der tägliche Spaziergang der anderen verhaltensunauffälligen Hunde zum Spießrutenlauf entwickelt.

Du sprichst mir aus der Seele!

: Dino war auch 'verhaltensauffällig' nach diesem Vorfall, und zwar erheblich (!)

eben darum ist ein schnelles und konsequentes Eingreifen so wichtig, auch von behördlicher Stelle.

Chrischi, wehre Dich gegen die Besitzer dieses angreifenden Hundes, notfalls gerichtlich, denn es geht nicht an, daß Deine Lebensqualität leidet, Dein Hund verletzt wird und möglicherweise dadurch verhaltensauffällig und selbst zu einem nicht ungefährlichen Hund wird, nur weil einige Leute zu selbstgerecht und faul sind, sich um die sorgfältige Erziehung ihrer aggressiven Hunde zu kümmern.
Es gibt wesentlich mehr Besitzer von normalveranlagten Hunden als von solchen, deren Beißhemmung anderen Tieren - und Menschen - gegenüber extrem gering ist. Doch diese wenigen "schwierigen" Hunde sind leider manchmal im Besitz eines reichlich verantwortungslosen Menschen und in der Folge leiden darunter auch alle anderen.
Das ist absolut unnötig! Also laß Dich nicht einschüchtern, sprich mit den Leuten, versuch's im Guten zu klären, wenn nicht: Anzeige, nachhalten, unter Druck setzen.

Viel Erfolg
Daniela

von daniela(YCH) am 16. Juli 1999 22:38

...meinte natürlich Petra, Besitzerin von Urmel, nicht Chrischi!

von Chrischi(YCH) am 16. Juli 1999 22:47


:
: was daran echt uebel finde, ist das der angreifende Hund einfach zu Leinenzwang
: verdonnert wird und fertig.
:
: Ich wuerde es sehr viel besser finden, wenn Halter mit auffaelligen Hunden
: die Auflage bekaemen, eine qualifizierte Hundeschule zu besuchen, damit sie
: zum Wohl ihres eigenen Hundes und der Hunde die eventuell durch sein Verhalten gefaehrdet sind,
: lernen, mit ihrem Hund umzugehen und ihn entsprechend zu erziehen.

Hallo Sonja und Nero
Da gebe ich Dir Recht.Leider ist es in diesem Fall nicht möglich da die Halterin absolut uneinsichtig ist.Sie denkt noch immer ihr Hund sei völlig normal und alle anderen einfach feige !
Grüße Chrischi

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