Gewaltphantasien und Kampfhunde"" :: Was sonst nirgends passt

Gewaltphantasien und Kampfhunde""

von Elke(YCH) am 24. Juli 1999 12:00

:
: : hallo Burckhard,

bevor Du die Tür hinter Dir schließt........ Du besitzt einen solchen "Kampfhund", verständlich daß Dich diese Antwrten erzürnen. Vieleicht ist Dein Baxter auch wirklich ein nichtaggressiver Hund. Aber versuch doch einmal auch die anderen zu verstehen. Man konnte auch in vielen Meldungen lesen, daß durchaus auch andere Rassen zum "zubeißen" kommen. Sicher auch ein "harmloser". Aber sag doch einmal selbst, wenn ein solcher "Kampfhund" einmal fest zugebissen hat, ist er doch auch wirklich schwer wieder abzubekommen. Oder täusche ich mich?
Fühl Dich doch lieber nicht persönlich angegriffen sondern hilf doch den anderen und mache klar, daß es Menschen wie Dich gibt die sich der Problematik bewußt sind und dieser Entgegenwirken.

Oder bist Du unverrückbar sauer?

nette Grüße
Elke

von Anneke(YCH) am 24. Juli 1999 13:53

Hallo Burkhard,

meine Geschichte war leider keine Gewaltphantasie, sondern Realität.
Ich kenne durchaus sehr nette, gut sozialisierte "Kampfhunde", und habe auch vor Vollidioten mit Dobermann, Rotti oder Schäferhund... Angst. Was ich sagen wollte, ist doch, das gerade das Image der Hunde dazu führt, das sich überwiegend "Vollidioten" einen solchen Hund zulegen. Viele Leute werden durch Steuern, Hetzte der Nachbarn oder ähnl. abgeschreckt, nicht nur bei diesen Rassen. Z.B.: Meine Freunde (zwei kleine Kinder) interessieren sich seit zwei Jahren für einen Bullmastiff und machen sich darüber viele Gadanken. Wenn sie mit dem Studium fertig sind, müssen sie aber evt. wegziehen, und wer weiß ob es dort Kampfhundsteuern gibt, denn der Hund fällt unter die Kampfhundeverordnung. Auch die meisten Haftplichtversicherungen wollen diese Hunde nicht. Sie immer hin- und hergerissen und kaufen sich vielleicht schlussendlich doch einen anderen Hund. Was bleibt, sind die Leute, die sich von hohen Steuern sowieso nicht abschrecken lassen, weil sie keine bezahlen. Also ein Teufelskreis für die Hunde. Nicht die Hunde sollten "bekämpft" werden, sondern die Vollidioten. Und die lesen bestimmt nicht in diesem Forum... also nimm es nicht persönlich.

Übrigens werden Whippets auch oft für Kampfhunde (!?) gehalten ;-)))

Viele Grüße, Anneke

von Franziska(YCH) am 25. Juli 1999 01:03

Hi Burkhard,

recht haste. Ich hab auch fast sämtliche meldungen hier ähnlich aufgefasst, wie du (und hab gedacht, ich spinne).

Ich hab zwar selbst "nur" nen stinknormalen DSH-Mix, aber selbst der musste schon einige fusstritte erleiden, nur, weil er an irgendwem oder irgendwas vorbeigalufen ist!!!
Hätte ich einen der sog. Kampfhunde, ich würd mich kaum noch auf die straße trauen, aus angst um meinen hund.
Und, wenn ich dann in diesem Forum, wo man eigentlich vernünftige Hundehalter vermuten sollte, nur derartige äußerungen hören würde....ich glaub, ich würde kotzen (tschuldigung).

Das KANN einfach nicht sein!

Bis dann

Franziska

PS: Tschuldigung für diesen unsachlichen "ausraster", aber ich kanns echt nicht fassen.

von Burkhard(YCH) am 25. Juli 1999 09:46

Hallo Wolf Peter,

: Keine hat die Kampfhundehalter allgemein diffamiert oder als Idiot
: abgestempelt. Und keine ist hier rassistisch gegenüber die Kampfhunde oder deren Besitzer.

Selbst wenn ich die Statements hier im Forum mal tolerant auswerte und
unreflektierte Verallgemeinerungen und Vorurteile nicht auf mich beziehe,
so kannst Du mir glauben das ich im ´real life´ genug Gelegenheiten hatte,
um ein ganzes Kompendium mit Beleidigungen und haarsträubenden Dummheiten
zu füllen.

: Die Leute haben ganz einfach Angst und das ist alles nicht mehr und nicht weniger.

Da ist es, daß Stichwort Angst. Mich beschleicht der Verdacht, daß hier in
den Zeiten stetigen und schnellen Wandels die allgemeine, unspezifische
Angst mit Inhalten gefüllt wird, um sie lenkbar zu machen.

Wenn sich das Problem der Hunde-Phobie mit einer Endlösung der (Kampf)Hundefrage
erledigt hat, wird dieses "Angst-Gefäß" mit einem anderen Inhalt gefüllt werden.
Was wird das sein? Fühlt sich die Öffentlichkeit dann vielleicht durch z.B.
verkrüppelte Hunde belästigt und löst dieses Problem dann auf probate Art durch
sozialverträgliches Frühableben dieser Tiere?

: Statt Dich angegriffen zu fühlen, könntest es den Leuten mal erklären
: wie sie mit dem Phänomen Kampfhunde umgehen müssen.

Welches Phänomen meinst Du denn jetzt? Ein Phänomen Kampfhund kann ich hier
nicht sehen, die meisten Teilnehmerinnen hier im Forum haben mal abgesehen
von ihrer Angst noch nie irgendwelche Berührungspunkte zu sogenannten
"Kampfhunden" gehabt. Es ist wohl eher das Phänomen Angst im allgemeinen.
Die ist aber absolut austauschbar und maße mir hier nicht an, den Sozial-
therapeuten für die Allgemeinheit zu spielen. Mit ihren Ängsten müssen die
Betroffenen schon selber fertig werden und wenn sie das nur schaffen in dem sie
ihre Angst auf den konkreten Sündenbock "Kampfhund" lenken, so ist das
bedauerlich für mich und noch viel bedauerlicher für sie.
Das heißt jetzt nicht, daß ich im konkreten!!! Falle nicht bereit bin, eine
Hilfestellung zu leisten (näheres dazu weiter unten).

Aber ein muss ich mal ganz klar stellen, ich habe seit nunmehr 16 Jahren
Bullterrier an meiner Seite und kenne viele Halter von AmStaff´s und Molossern.
In all den Jahren hat es keinen einzigen ernstzunehmenden Zwischenfall mit
diesen teils aus dem Tierheim geretteten Tieren gegeben. Einige von diesen
Hunden wurden von ihren Vorbesitzern im Keller gehalten und halb totgequält.
Trotzdem wurde von dieser Art von Hund kein einziges anderes Tier getötet oder
ernsthaft verletzt.

Aus diesem Grunde nervt mich der andauernde Erklärungs- und Rechtfertigungszwang
bis zum erbrechen.

Und wer es genau wissen will, der letzte "Killer" den wir zur Resozialisierung
im Einzeltraining unserer Hundeschule hatten, war ein hochdekorierter Deutscher
Schäferhund, der nacheinander zwei kleinere Hunde getötet hat.

: Ein Vergleich möchte ich noch erwähnen, wenn man über Mallorca spricht
: denkt jede an Ballerman, warum nicht an die malerische Buchten oder oder
: oder ! Und die Mallorciener sind doch dort geblieben, also nehme bitte
: nicht alles so persönlich. Die Vorurteile sind mal da, aber die zu ignorieren ist für mich der falsche Weg.

Nun stell Dir mal vor, Du bist ein alteingesessener Mallorciener und wo Du auch
gehst und stehst, wirst Du von besoffenen Touristen-Rüpeln nach dem Weg gefragt...
Aber nein, natürlich nicht nach dem Weg zu den malerische Buchten, sondern einzig
und allein wie sie zum Ballermann kommen können um ihren Ethanolspiegel konstant
zu halten.

Schätze das würde Dir bald zum Halse raushängen.

: So wie du immer über deinem Baxter schreibst, kommt doch keine an die dumme Gedanken,
: daß du zu Hause eine Bestie hast.

Das ist ja die Schizophrenie schlechthin, während hier Teilnehmerinnen über
erwürgen. erstechen und durchtrennen von Muskeln schwafeln, darf ich mit meinem
Bullterrier als Therapiehund herhalten, um in der unserem Tierschutzverein ange-
gliederten Hundeschule eine Frau von ihrer Hundephobie zu befreien.
Konkret hat ein größerer Hund ihren Kinderwagen nebst Kind umgestoßen und sie in
den Oberarm gebissen. Aber keine Angst liebe Tierfreundinnen, der Hund wurde nicht
eingeschläfert, es war nämlich kein "Kampfhund" dem das letztere Schicksal sicher
gewesen wäre, sondern ein ganz "normaler" Dobermann-Zottelmix.
Und so wie der Vorfall selber (ohne "Kampfhundebeteiligung) nicht in der Zeitung
stand, wird dort auch nicht die Rasse der Therapiehunde zu finden sein.

: Also glaub mir die Leute sind einfach hilflos und leider Ahnungslos was diese " Hunderassen" betrifft. Es gibt welche die einen Dackel nicht von einem Bullterrier unterscheiden können. Wenn die Hunde sich dann
: ausgetobt haben und die erfahren was das für eine Rasse war, dann verlieren sie immer mehr die Aversionen gegenüber diese Hunde !

Da hast Du allerdings absolut recht. In der verbotenen Subkultur der kommerziellen
Hundekämpfe ist der gemeine "Pitbull" (wer kann mir die FCI-Nummer dieser Rasse sagen)
längst megaout. Man vergnügt sich jetzt mit Wolfshybriden. Wer diese auf der Straße
sehen würde, müsste sich allenfalls über einen etwas zu breit geratenen Schlittenhund
wundern.

BTW: Ich hatte zweimal die Gelegenheit mitanzuschauen, wie mein letzter, überängstlicher
Bulli Carlos von großen Mischlingshunden nach allen Regeln der Kunst zerlegt worden ist.
Jeder, der jemals einen wirklichen Beschädigungskampf zwischen zwei starken Hunden
gesehen hat, kann die hier veröffentlichten "Kochrezepte" zur sogenannten "Selbst-
verteidigung" gegen Hundeangriffe nur für die feuchten Phantasien eines pubertierenden
halten.

Ciao Burkhard

von Wolf Peter(YCH) am 25. Juli 1999 09:49

Franziska !

Genau wegen solche Äußerungen wie deine, werden die Leute ihre Angst nie
ablegen. Unsachlich emotional und am Thema vorbei !

Nachdem hier jede dem Burkhard kund getan hatte, daß mit den Ängsten und Kampfhunde keine aber keine ihn gemeint hat, kommst du mit deinem
Ausraster her, und versuchst hier was darzustellen, was nicht notwendig war.

Hast du einen Kampfhund ? Nein ! Also warum muß du so einen Kommentar abgeben.

******* Und, wenn ich dann in diesem Forum, wo man eigentlich vernünftige Hundehalter vermuten sollte, nur derartige Äußerungen hören würde....ich glaub, ich würde kotzen (tschuldigung).

********

Hier greifst du wieder unsachlich, unschuldige Leute an !

Wenn du zum Thema Kampfhund nicht beitragen kannst, dann laß es lieber!

**** ich würde kotzen *****

muß du es öffentlich machen ?

Hier sind Leute gefragt, die Ängste wegen falsche Informationen in Bezug
Kampfhunde abbauen können, bzw. die Informationen oder Vorurteile widerlegen können.

Und so wie du dich hier zum Thema geäußert hast,
hast du bestimmt nicht dazu beigetragen, daß die Leute mehr Verständnis für die Problematik aufbringen !

Wolf Peter


von Wolf Peter(YCH) am 25. Juli 1999 10:23

Hallo Burkhard !

Ich finde deinen letzteren Beitrag war schon sehr informativ und
hilfreich. Da du hier alle diese Vorurteile und Ängste die die Leute
haben, angesprochen hast.

Aber, daß die Leute von sich aus die Ängste ablegen, daran glaube ich
nicht.

Und daß du mit deinem Baxter die Ungefährlichkeit der Bullis so einfach
rüberbringst, finde ganz einfach toll, das ist der richtige weg.

Es ist mal so, überall nicht nur in Deutschland, daß man die Vorurteile
nur sehr langsam und mühsam bekämpfen kann.

Und in solchen Fällen muß du leider Gottes, ewige Ausdauer und Geduld mitbringen, wenn du etwas erreichen möchtest.

Wenn du den Leuten, die Angst haben, ihre persönliche Schwäche nahe legst, hast du nur eines erreicht: die Antipathie und die Ablehnung bleibt oder wird größer, da sie die Ungefährlichkeit nicht optisch erleben. Und verbale Aufklärung im Falle einen Hundes, bewirkt sehr wenig, im Gegensatz zu einer Ungefährlichkeit Demonstration.

Nicht jede ist so unbefangen wie du es möchtest !

Ich habe zu Hause zwei Kampfhamster, vielleicht lassen wir die mit deinem Baxter die Kräfte messen !

In diesem Sinne hoffe ich, daß du nicht alles so persönlich nimmst,
trotz deine Ungeduld, was die Aversionen gegenüber sog. Kampfhunde betrifft und den ängstlichen Leuten weiterhilfst, die Ängste abzubauen.

Ciao Wolf Peter


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