Gewaltphantasien und Kampfhunde"" :: Was sonst nirgends passt

Gewaltphantasien und Kampfhunde""

von andreas(YCH) am 25. Juli 1999 12:28

Hallo Franziska,

bei allem Verständnis für eine möglicherweise verdorbene Stimmung ob des Inhalts bestimmter Meldungen:
Es sollte hier doch jeder zu Wort kommen. Die Teilnahme an einer Diskussion fürdert die Beschäftigung, Überprüfung und unter Umständen Weiterentwicklung eigener gedanklicher Vorstellungen. Von daher ist es doch durchaus zu begrüßen, wenn vielerlei Meinungen, Vorurteile oder Ängeste geäußert werden, gibt es doch Gelegenheit zur Antwort, die derjenige zudem aller Wahrscheinlichkeit nach auch lesen wird. Wo hast Du eine solche Chance sonst? Bei der konkreten aufgeregten Begegnung mit anderen Hundehaltern ist das doch oft viel schwieriger.

Also: mit "Kotzen" alleine ist es nicht getan, auch wenn Dir vielleicht danach zumute ist.

Gruß,

andreas

von Franziska(YCH) am 26. Juli 1999 01:26

Hi Wolf-Peter,

: Hast du einen Kampfhund ? Nein ! Also warum muß du so einen Kommentar abgeben.

Weil mein Hund genauso viel oder wenig "Kampfhund" ist, wie jeder andere auch, und weil ich finde, das die hier getätigten Äußerungen schon direkt maßlose Gealt propagieren.

Bis dann

Franziska

von Bianca(YCH) am 26. Juli 1999 14:12

Hallo Burkhard,
habe das mit den Kampfhunden gar nicht so großartig mitverfolgt und mitverfolgen wollen.
Ich sag nur immer:
Sprich mit dem Besitzer und Du weißt, welchen Charakter Hund Du vor Dir hast - UNABHÄNGIG VON DER RASSE.
Überall gibt es solche und solche. Das ist unumstritten. Wir haben bei uns eine 2-jährige Staffordshire-Hündin und einen English Bulldog-/Staffordshire-/Mastiff-Mix in der Hundeschule. Beides sind supergute, ausgeglichene Hunde, die - wie alle anderen auch - bei uns rumlaufen, spielen, schwimmen etc., etc., etc.
Burkhard, auch hier im Forum gibt es solche und solche und ich fände es sehr schade, wenn Du uns mit Deinen Beiträgen nicht mehr zur Seite stehen würdest.
Viele Grüße
Bianca (Besitzerin einer Berner-Sennen-/Briard-Hündin, die in den falschen Händen auch nicht der Hund wäre, die sie heute ist (ich meine den Hund)!!!)

von PJ(YCH) am 26. Juli 1999 21:38

Hallo Burkhard
Ich finde es schade, dass Du Teile aus meinem Beitrag zusammenhanglos herausnimmst und sie genau zu "Schlagzeilen" machst, die in der Boulvardpresse fuer die Stimmungsmache gegen Kamphunde gefuehrt haben.

Generell moechte ich mal eines klarstellen, was meine Teile aus Deiner Auflistung betreffen:
1. "immer hatte ich auch ein CS-Gas und ein Handy dabei"
beides habe ich generell dabei, egal ob ich mit oder ohne Hund aus dem Haus gehe

2." Ich habe ihm in die Eier getretten,
:
: : Dann habe ich versucht, ihm das Halsband umzudrehen, und ihn zu erwuergen,
:
: : Haette ich ein Messer bei mir gehabt,dann haette ich ihm die Kehle durchgeschnitten
In diser Situation fiel mir einfach nichts anderes ein. Und das ich alles versucht habe und notfalls mit einem Messer gegen den angreifenden Hund losgegangen waere, ist doch dann verstaendlich, wenn der eigene Hund einem etwas bedeutet. Ob diese Vorgehensweise vernuenftig ist, oder nicht, darueber kann man im Nachhinein diskutieren; in der Situation reagiert man, ohne viel nachzudenken instinktiv.


Mittlerweile bin ich auch wieder soweit, dass ich meinen Hund mit einem Bullterrier und einer Dogo Argentino-Huendin spielen lassen kann, ohne dass ich eine ungeheure Angst in mir spuere. Ich habe mich dazu zwingen miessen, weil ich auch der Meinung bin, dass man nicht alle Hunde mit Vorurteilen begegnen kann, nur weil sie einer bestimmten Rasse zugehoeren.
Aber trotzdem bin ich immer noch sehr vorsichtig, wenn fremde Hunde auf meine Huendin losrennen. Da steckt leider immer noch ein ungutes Gefuehl in mir drin.

Generell glaube ich trotzdem, dass sich niemand hier im Forum befindet, der sofort, was auch immer aus der Tasche herausholt, um einen Hund gleich brutal abzuwehren, nur weil er auf einen Hund zurennt. (Hoffe ich zumindest)

Ciao PJ

von Julia(YCH) am 27. Juli 1999 10:07

Hallo Burkhard,

etwas verspätet kommt meine Antwort, aber sie kommt und dann auch noch etwas am Thema vorbei :-(
Ich hatte vor einiger Zeit eine Nachricht von Dir in einem anderen Forum gelesen, wo es über die Ausbildung von Hunden in einer Hundeschule ging.
Du hattest überhaupt keine Kennung, warum Leute mit ihren Hunden in die Hundeschule gehen, für Dich persönlich käme das überhaupt nicht in Frage und überhaupt hättest Du gewaltige Vorurteile gegen Hundeschulen. Na da war ich villeicht baff. DER Burghard *staun* der immer davon spricht, daß alle bösen bösen Menschen ihm gegenüber, bzw. seinem Hund, nur Vorurteile entgegenbrächten???? Villeicht vergleichst Du mal Deine Abneigung zu Hundeschulen mit den Ängsten der Leute vor sog. Kampfhunden und stellst fest, daß es den selben Ursprung hat und evtl. kannst Du ja sogar den einen oder anderen verstehen mit samt seiner Angst??? Du verstehst ja Deine Abneigung gegen Hundeschulen auch - unterstelle ich jetzt einfach mal - obwohl sie genauso unbegründet ist bzw. auch nur auf Deinen persönlichen Erfahrungen beruht.
Ich lese und schreibe hier schon eine ganze Weile mit und hoffe einfach mal, Dich nicht verwechselt zu haben. Aber ich bin mir eigentlich sicher, denn Burghardt und Baxter gibt es in dieser Zusammenstellung ja nicht so häufig :-) Sollte ich mich dennoch irren, möchte ich mich entschuldigen.
Ich nenne keinen Hund dieser Rassen mein Eigen, hatte leider das zweifelhafte "Vergnügen" mitlerweile 3x mit fremden Hunden und 2x mit meinen eigenen erleben zu müssen, wie diese gebissen (ist noch milde ausgedrückt) wurden und meine Ängste sind sicher begründet, auch in dem Umfeld, in dem ich (nicht mehr lange) leben muß. Und glaube mir, mind. die Häfte der Besitzer sind Idioten.
Du kannst nur gegen diese Ängste steuern, wenn Du sachlich diskutierst und Dich nicht zu Sarkasmus, Zynismus und Verarsche hinreißen läßt, was sicher nicht immer einfach ist, was Du in der Vergangenheit aber getan hast (auch mit mir *nichtübelnehm*).
Ich hoffe, dieser kleine Vergleich mit Deinen Vorurteilen bewegt Dich zum nochmaligem Nachdenken in dieser Sache.

Es grüßt Dich

Julia






von Burkhard(YCH) am 27. Juli 1999 11:18

Hallo,

: Ich hatte vor einiger Zeit eine Nachricht von Dir in einem anderen Forum gelesen, wo es über die Ausbildung von Hunden in einer Hundeschule ging.
: Du hattest überhaupt keine Kennung, warum Leute mit ihren Hunden in die Hundeschule gehen, für Dich persönlich käme das überhaupt nicht in Frage und überhaupt hättest Du gewaltige Vorurteile gegen Hundeschulen. Na da war ich villeicht baff. DER Burghard *staun* der immer davon spricht, daß alle bösen bösen Menschen ihm gegenüber, bzw. seinem Hund, nur Vorurteile entgegenbrächten???? Villeicht vergleichst Du mal Deine Abneigung zu Hundeschulen mit den Ängsten der Leute vor sog. Kampfhunden und stellst fest, daß es den selben Ursprung hat und evtl. kannst Du ja sogar den einen oder anderen verstehen mit samt seiner Angst??? Du verstehst ja Deine Abneigung gegen Hundeschulen auch - unterstelle ich jetzt einfach mal - obwohl sie genauso unbegründet ist bzw. auch nur auf Deinen persönlichen Erfahrungen beruht.

???????

Wo hast Du das denn jetzt her?

Ich engagiere mich seit geraumer Zeit im Tierschutzverein Bochum, welcher angeschlossen
an sein Tierheim eine Hundeschule betreibt, in der u.a. zum Verhaltenskrueppel gequaelte
Hunde, meist das Ergebnis einer Schutzhundeausbildung auf eigene Faust, resozialisiert
werden. Dort sind die sogenannten "Kampfhunde" in der absoluten Minderheit, meist handelt
es sich um DSH oder Rotti's und deren Mischungen.

Der letzte wirklich krasse Kandidat fuer das Resozialisierungstraining war ein hochdekorierter
DSH Ruede, der im Abstand weniger Monate zwei kleinere Hunde getoetet hatte.

Meine eigener Bullterrier absolviert erfolgreich das Ausbildungsprogramm fuer die Begleithund-
pruefung und duerfte Ende des Jahres soweit sein. Im Gegensatz zu einer ganzen Reihe von reichlich
gestressten "Normal"-Hunden haben wir eine AmStaff-Huendin aus dem Tierheim in unserem F-Kurs,
die sowohl die Begleithundpruefung, wie auch (just for fun) mit ihrer Besitzerin den bayrischen
Hundefuehrerschein mit Leichtigkeit erworben hat.

Der Gipfel der Schizophrenie in der augenblicklichen "Kampfhunde"-Diskussion ist wohl die
Tatsache, dass Baxter the Bullterrier (der Kampfhund) mittlerweile als Therapiehund fuer
Menschen mit einer Hundephobie eingesetzt wird. Einen konkreten Fall kann ich Dir hier gerne
mal schildern. Ein grosser Dobermann-Hirtenhundmix hat auf der Strasse unvermittelt einen
Kinderwagen nebst Kind umgekickt und die Mutter so in den Oberarm gebissen, dass sie zur
Behandlung ins Krankenhaus musste. Da diese Rassemischung offensichtlich von den Sensations-
medien als unverkaeuflich angesehen wurde, steht dieser Vorfall selbstverstaendlich auch
in keiner Zeitung, genausowenig wie die zur Therapie verwandte Hunderasse (der gemeine Kampf-
hund) dort zu finden sein wird.

Und waehrend die prominenten Hysteriker in der Politik Kastrationszwang und Rasseausrottung
erwaegen und die kleinen Hysteriker auf der Strasse sich mit Messern und Giftspray ruesten,
darf ich mich mit meinem "Kampfhund" um das traumatisierte Opfer des "Normal"-Hundes von
nebenan kuemmern.

Ach, ich vergass zu erwaehnen. Der o.g. Dobermann-Zottelmix buesst sein Fehlverhalten nicht
mit dem Tod, vermutlich wird er bald auf ordnungsamtliche Anordnung in unserer Hundeschule
zur Verhaltensaenderung antreten. Versteht sich von selbst, dass wir diese Muehe der Umer-
ziehung bei gleichem Falle mit einem sogenannten "Kampfhund" nicht haetten, der ware sicher
abgespritzt worden.

Was bitte moechtest Du mir jetzt ueber Hundeschulen erzaehlen?

Vieleicht waere eine gut dosierte Prise "Sarkasmus, Zynismus und Verarsche" nuetzlich gewesen,
um Dich zu veranlassen meine Beitraege etwas genauer zu studieren.

Herzlichst
Burkhard

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