Probleme mit zwei Rüden :: Was sonst nirgends passt

Probleme mit zwei Rüden

von Marion(YCH) am 27. August 1999 08:41


: Betr. Rüden: Habe leider meine immer trennen müssen, zumal auch noch
: unkastrierte Hündinen im Haushalt waren. Meine Erfharung hat gezeigt,
: dass es einfach Individuen gibt, seien es Gleichgeschlechtliche oder
: Gegengeschlechtliche, die nie völlig harmonieren werden ..

Ganz meine Meinung. Aber das muß man als Halter akzeptieren lernen.

Marion

von Marion(YCH) am 27. August 1999 08:54

Guten Morgen.

Folgende kleine Geschichte zum Thema.
Ein Bekannter von mir hatte eine Siberian Husky Hündin mit einer Eigenart.
Sie hat die anderen provoziert. Und zwar in dem Maße, daß sie jedesmal
wenn ein anderer Hund ihrem selbstgebuddeltem Loch zu nahe kam gebrummt
hat, die anderen regelrecht schikaniert hat, bis es dann der eine oder
andere nicht mehr auf sich sitzen lassen konnte und es zur Beisserei
kam. Infolgedessen hat er sie verkauft, denn sein Rudel kam nicht mehr
zur Ruhe. Die Hündin ist mittlerweile tot; denn sie hat ihr Verhalten
auch im neuen 11 köpfigen Rudel nicht abgelegt.Eines schönen Tages
haben sich die 11 nämlich aus "heiterem Himmel" auf die gestürzt und sie
zu Tode gebissen.
Richtig, Papier ist geduldig. Fragen wir uns auch, ob wir so einen Hund,
der auf Kommando "pimpern" darf überhaupt wollen. Mit Sicherheit ist
ein derart geprägter Hund im Umgang angenehmer, als einer bei dem ich
jeden Augenblick damit rechnen muss, daß er einen anderen Hund anfällt,
auf die Straße läuft oder einen Hasen reist.
Ich habe bereits mehr als eine Beisserei mit meiner Stimme beendet. Die
ist nämlich offensichtlich so wirksam, daß das geht, deswegen weiß ich
wovon du redest. Natürlich muss man die beiden im Auge behalten.
Wir hatten mal leihweise einen Rüden, den wir am Ende eigentlich behalten
hätten, hätte unser Rüde nicht beschlossen, daß er den überhaupt nicht
ausstehen kann. Bei einer Beisserei im Hausflur hätten sie sich beinah
totgebissen. Warum? Weil wir damals der Ansicht waren, daß es ja nun
eine Weile ohne Gemaule von sich gegangen war. Das war ein Irrglaube
und ist uns seitdem nie wieder passiert. Die beiden haben natürlich nur
darauf gewartet; auf den richtigen Augenblick um dem anderen an den
Hals zu gehen. Dazu gehört aber ein Wissen und Verständnis für das
Wesen des Hundes. Ich habe meinen Rüden im Gelände immer im Auge. Ich kann jedes
einzelne Ohrenwackeln von ihm interpretieren und weiß was passiert, wenn
er GENAU das macht. Dazu gehört eine gewisse Zeit, die
man mit den Hunden verbringt, die nicht jeder hat.

Marion

von bianca(YCH) am 27. August 1999 10:52

Hallo Heidi,

ich denke, daß sich die Sache alleine klären wird, wenn Du Dich richtig
verhältst. Vermutlich wird der Jüngere in absehbarer Zeit das Sagen
übernehmen. Kommt also er zuerst zu Dir gelaufen, begrüß ihn auch zuerst.
Ich denke, daß es die Halter sind, die nicht wahrhaben wollen, daß
der Alteingesessene jetzt das "Nachsehen" hat.

Ich würde, um den Hunden zu helfen, alle Spielsachen verschwinden lassen,
damit unnötige Streitereien aus der Welt geschaffen sind. Ebenfalls
würde ich ihnen auch getrennt (in verschiedenen Räumen) Futter geben
usw.

Ich bin zwar keine Verhaltensforscherin, aber in Thailand bei den freilebenden
Hunden konnte man sehr gut erkennen, daß es in keinster Weise in einem Rudel zu
ernsthaften Verletzungen kommt, sondern daß jeder seine Position kennt. Du hast
eben einen Rüden, der jetzt erwachsen wird.

Ich würde jetzt genau beobachten, in welchen Situationen die Hunde aneinander-
geraten. Wenn Du der Meinung bist, daß der Ältere unterlegen ist, dann zieh den
Jüngeren auch immer vor in allen Beziehungen.

Ich wünsche Dir, daß sich bei den Rüden alles zum Guten klären wird.

Gutes Gelingen und viel Glück wünscht
Bianca

von Tia(YCH) am 27. August 1999 12:28

hi bianca,

was du vorschlägst, ist unter umständen tödlicher leichtsinn !

ich glaube nicht, das es heidi darum ging, das "image" ihres seniors zu schützen....sondern eine akzeptable lösung zu finden, die wie ich finde, unter gar keinen umständen den hunden selbst überlassen werden darf ( frei nach dem motto: hunde klären das untereinander...klar, aber zu welchem preis für die hunde ? ) !

gruß
Tia



von Tia(YCH) am 27. August 1999 12:33

hi marion,

wie kannst du dir sooo sicher sein, das du dich beim ohrenwackeln deines hundes nicht mal um einen millmeter vertust...er was anderes meint und schon ist´s passiert ? iss nicht so spöttisch gemeint wie es vielleicht klingt...ehrliche frage !

auch ich kenne meine hunde bestens, aber würde eine fehlerquotienten, wenn auch sehr gering, nicht 100% ausschliessen !

grüße,
Tia

von greensiro(YCH) am 27. August 1999 12:47

Ein Bekannter von mir hatte eine Siberian Husky Hündin mit einer Eigenart.
Sie hat die anderen provoziert. Und zwar in dem Maße, daß sie jedesmal
wenn ein anderer Hund ihrem selbstgebuddeltem Loch zu nahe kam gebrummt
hat, die anderen regelrecht schikaniert hat, bis es dann der eine oder
andere nicht mehr auf sich sitzen lassen konnte und es zur Beisserei
kam. Infolgedessen hat er sie verkauft, denn sein Rudel kam nicht mehr
zur Ruhe. Die Hündin ist mittlerweile tot; denn sie hat ihr Verhalten
auch im neuen 11 köpfigen Rudel nicht abgelegt.Eines schönen Tages
haben sich die 11 nämlich aus "heiterem Himmel" auf die gestürzt und sie
zu Tode gebissen.


Hi Marion

Also das mit dem RUDEL und mit der MEUTE sind zwei paar stiefel.

Ein Rudel ist auf jedenfall eine gewachsene sache. Man kann nicht einfach in ein gewachsenes rudel irgend einen anderen hund integrieren. Das gibt immer ärger. Ein Rudel besteht normalerweise aus ALPHA R. und H. Dann kommen vielleicht noch ein erwachsenes weibchen oder mänchen aber sehr schwach (wasserträger) hinzu. Dann der letztjahres wurf 2-4 jungtiere die noch nicht geschlechtsreif sind. Aber mit dieser struktur kann man keinen sport betreiben.
Vielleicht hobbyverhaltensforschung.
In dieser struktur wird es immer und ständig brodeln.

Bei der meute (meutehunde) ist es etwas anderes. Da kann man mehrere tiere von der selben alterstruktur in einem gehege lassen. Das sind aber auch andere hunde mit anderem sozialcharakter. Hierbei ist eine sportliche aktivität noch möglich!

Eine weitere haltung ist die sympathiehaltung.
Die einzelnen tierchen werden so zusammengestellt, daß die körpereigene chemie im verbund stimmt.
(( So werden heute übrigens auch menschenhochleistungsteams zusammengestellt. Nicht unbedingt die qualifikation steht an erster stelle sondern zuerst die chemie der menschen untereinander.))
Da kann es verbände von 2 bis sagen wir mal um eine zahl zu nennen 17 in einem gehege gehalten werden und es gibt keinerlei aggression (streit). Bei dieser haltung ist sport mit tieren sehr gut möglich. Wenn greensiro etwas von rudelhaltung hört, sträubt sich bei ihm schon das nackenfell.
Das was deine bekannten gemacht haben ist nach meiner ansicht von dieser warte aus nicht einseitig beklopft sonder beidseitig- verantwortungslos-. Denn es war abzusehen, daß bei dieser hündin eine territorial motivierte aggression ( in diesem falle -bewachen eines eigen geschaffenen raumes) stark ausgeprägt war. Somit war der werdegang absehbar. Vielleicht hat sie in dieses selbstgebuddelte Loch noch etwas hineingelegt. Z.b. knochen etc. oder ein spielzeug ihrer wahl. Dann kommen noch andere motivierte aggressionen dazu.
Meine liebe marion, du beschäftigst mich echt.
Bald kommen meine ersten honorarforderungen;-))
gruß
greensiro

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