Rauferei an der Leine- Pudel tot!!! :: Was sonst nirgends passt

Rauferei an der Leine- Pudel tot!!!

von Gabi(YCH) am 29. August 1999 11:41

Hallo Harr und Ronja,

: Sollte es doch so gewesen sein wie Du es geschildert hast, dann
: wäre eine gewisse Skepsis gegenüber dem Sozialverhalten des Labradors
: durchaus angebracht. Ein Nackenschüttler gegenüber einem Artgenossen
: entfährt einem Hund nicht "aus Versehen" oder "in Notwehr" (das
: sind menschliche Interpretationen).
: Zur ultima ratio im Aggressionsverhalten zwischen Hunden
: braucht's schon verdammt viel.

Endlich mal jemand, der wirklich Ahnung hat. Das Nackenschütteln wird immer noch in fast jedem Buch als Erziehungsmaßnahme genannt, dabei ist das auf den Rücken legen wesentlich sozialer und nicht derart aggressiv. So hätte meiner Meinung nach der Labrador reagieren sollen!

Gruß
Gabi

von Tharin(YCH) am 29. August 1999 11:45

Hallo!

: Worauf willst Du hinaus? Daß ichs dem Pudel gönne? Sicher nicht,
: wenn überhaupt dann den Besitzern weil sie schon wußten wie ihr
: Hund drauf ist und ihn trotzdem frei laufen ließen!

Ich kann nur hoffen, das "ueberhaupt" trifft nicht zu!

Ansonsten stimme ich Wolf Peter voll und ganz zu und wuerde sehr gerne
wissen, wie lange der Labrador den Pudel geschuettelt hat, wie heftig
und ob es ein Toy-Pudel war, denn ein Zwergpudel haelt nach meiner
Erfahrung (zwar nicht mit Schuetteln aber mit sonstigen Unfaellen)
schon so einiges aus, nicht zu sprechen von Mittel- oder Grosspudeln.

Tharin

von Tharin(YCH) am 29. August 1999 11:59

Hallo!


: Meine Freundin hat sich heute mit den Leuten zusammengesetzt und
: entschuldigt, das Thema Anzeige ist also wies aussieht vom Tisch.

Entschuldigt wofuer?
Bisher schien es mir nicht so als sucht ihr eine Schuld bei euch.

: Der Rüde war wohl immer unverträglich, aber die Leute hatten
: geglaubt daß wird noch schlimmer wenn er immer an der Leine
: laufen muß, deshalb haben sie ihn frei laufen lassen:-((

Nicht gerade geschickt.

: Die Besitzer haben meiner Freundin erzählt, daß sie den kleinen
: (war jetzt 2 Jahre alt) vor 5 Monaten von Privat gekauft haben und
: von seinem Verhalten sehr entsetzt/ entäuscht waren. Sie hatten
: sich bereits mit dem Gedanken getragen den Hund abzugeben, weil
: sie mit der Situation nicht zurecht kamen. (Der vorherige Hund war
: ganz anders und lieb/ aufgeschlossen...)

Noch trauriger.

: Soviel dazu, dem Kleinen ist dadurch leider nicht mehr zu helfen
: aber die Pudelbesitzer und wir haben sicher viel aus der Sache
: gelernt.

Na, das freut mich zu hoeren.
Gluecklicher Weise scheine ich mich getaeuscht zu haben in meiner
bisherigen Folgerung aus euren Schilderungen, dass ihr nur den Pudel
bzw. dessen Besitzer als nicht richtig handelnd eingestuft habt.

: Ob wir wirklich schuldfrei sind, weil unsere Hunde angeleint waren
: weiß ich noch nicht, versicherungsrechtlich warscheinlich schon
: aber moralisch ist es einfach blöd.

Ja, genau. Die Leine ist schliesslich kein Freifahrtschein.

: Theoretisch denkt man freilich, man kann alles schützen wenn der
: eigene Hund an der Leine ist, aber wenn man die Situation erlebt
: hätte: Es geht halt doch nicht immer so wie mann es sich theoretisch
: vorstellt.

Naja, es wundert mich schon etwas, dass ihr den Pudel nicht aus dem
Maul vom Labrador bekommen habt, wenn der doch ansonsten friedlich ist.


: Ich handel immer nach dem Prinzip Angeleinter/ unangeleinter Hund.
: Wenn einer auf meinen zurennt mach ich ihn sofort los von der Leine,
: wenn es nicht an der Straße ist (so wie gestern). Wenn ein
: angeleinter Hund entgegen kommt ruf ich Balu zurück und leine ihn
: auch an. Weils dafür meist einen Grund gibt (Läufig, Agressiv,
: Verletzt....)

Naja, dumm wird es auch dann, wenn der Groessenunterschied/
Substanzunterschied einfach enorm ist. So einfach nach dem Motto "Die
machen das unter sich aus." laeuft es dann naemlich nicht - wie man ja
leider sah.
Aber das ist natuerlich eine schwierige Situation. Wenigstens kann
man oft an den Reaktionen der Besitzer noch erkennen, ob man jetzt
besser Alarmstufe Rot gibt oder ganz gelassen den eigenen ableinen kann.
Allerdings sehe ich da bei den wirklich kleinen Hunden nicht so das
Problem. Ok, ein Kleinsthundebiss tot auch weh, aber man bekommt den
kleinen Raufen doch recht gut in den Griff, was bei einem mittleren
Hund schon nicht mehr so einfach ist.

Leider gibt es solche Situationen nur als Ernstfall nie als Training.

Mit dem Wunsch der Wiederholungsfreiheit,
Tharin

von Harr & Ronja(YCH) am 29. August 1999 16:19

Hallo Porcha,

: Ich weiß aber auch nicht wieso der Pudel von dem Labi beim Totschütteln
: nicht getrennt werden konnte.

Wahrscheinlich waren alle Beteiligten einfach fassungslos.

Das ist kein Vorwurf. Mir ist das beim ersten Mal (nicht mit unserem
jetzigen Hund) auch so gegangen. Man steht der Sache ziemlich
hilflos gegenüber und wenn man sich nicht vorher(!) genau überlegt,
wie man in einer solchen Situation reagieren muss,
hat man im Ernstfall schlechte Karten und überlässt
das Feld notgedrungen den Hunden (mit allen Konsequenzen).
In den Hundeschulen wird zwar Abliegen und allerlei Kunststückchen
trainiert, die wirklich wichtigen Dinge lernt man aber leider erst
"auf die harte Tour" -- zu hart für den Pudel...

Als ich mit Ronja (Schäferhündin) dann in einer ähnlichen Situation war
(andere Schäferhündin, eine ganze Nummer grösser und mit ausgeprägtem Hang
zum Zähnefletschen -- das wäre 100%-ig blutig ausgegangen),
habe ich dem anderen Hundebesitzer zugerufen
"jeder packt seinen am Schwanz -- eins - zwei und los".
Das hat prima geklappt und damit war die Sache erledigt.
Es genügt, wenn einer der beiden Halter einen kühlen Kopf behält -
der andere ist dann dankbar für klare Anweisungen. So hab' ich
das auch gelernt.

Ob nun Schwanz beim DSH oder Hinterläufe beim Pudel, wichtig ist,
dass man sich mental auf eine solche Situation vorbereitet.
Denn eines ist sicher: es kann jeden erwischen!

Viele Grüsse,
Harr & Ronja.

von Robert(YCH) am 29. August 1999 16:34

Hallo

nun - das Nackenschütteln in den Erziehungsbüchern stellt eine rein
menschliche Erziehungsmaßnahme dar. Unter Hunden gibt es diese
praktisch nur zwischen Welpen und Mutter. Immerhin eignet sich diese
Methode manchmal ganz gut für den menschlichen Gebrauch, denn das
"auf den Rücken drehen" stellt eine nicht zu unterschätzende Demütigung
des Hundes dar. Insbesondere im Rudel sollte man sich überlegen, ob man
das einsetzt oder lieber den "unartigen" Zeitgenossen doch mal eben kurz
am Nackenfell schüttelt.

Bei Begegnungen Hund Hund wird jedoch sicher die Rückenvariante
zum Tragen kommen. Allerdings haben viele Hunde mangels Gelegenheit
nicht so sehr viel Erfahrung mit Auseinandersetzungen (die ja schon
im Welpenalter beginnen). Es mag daher zu Fehlreaktionen kommen.
Als Notwehr oder Versehen kann man das sicher nicht bezeichnen.

Dennoch würde ich nicht dem Labrador die Schuld geben. Der war
schließlich an der Leine, der Pudel jedoch nicht.

Ohnehin gehört m.E. im Straßenverkehr bzw. in der Öffentlichkeit der
Hund an die Leine.

Gruss

Robert Grüner

von Harr & Ronja(YCH) am 29. August 1999 17:04

: nun - das Nackenschütteln in den Erziehungsbüchern stellt eine rein
: menschliche Erziehungsmaßnahme dar. Unter Hunden gibt es diese
: praktisch nur zwischen Welpen und Mutter. Immerhin eignet sich diese
: Methode manchmal ganz gut für den menschlichen Gebrauch, ...

Hallo Robert,

ich bin mir nicht so sicher, ob ein erwachsener Hund das Nackenschütteln
als menschliche Erziehungsmassnahme interpretiert.
Es gibt Quellen, die behaupten, Nackenschütteln zwischen erwachsenen
Hunden habe die Qualität einer massiven Todesdrohung!
Ich halte das durchaus für plausibel, denn ein Nackenschüttler dient
dem schnellen Töten von Beutetieren.
Erziehungsmassnahmen müssen immer verhältnismässig sein, sonst
verliert der zu Erziehende das Vertrauen in die Autorität des
Erziehenden.
Ein Nackenschüttler beim erwachsenen Hund ist etwa so,
als wenn ich unserer Tochter gleich die Knarre an die Schläfe hielte,
wenn sie mal die Milch verkleckert.

: Dennoch würde ich nicht dem Labrador die Schuld geben. Der war
: schließlich an der Leine, der Pudel jedoch nicht.

Hunde kennen keine Schuld.
Wahrscheinlich meinst Du die Schuld der Halter.

Viele Grüsse,
Harr und Ronja.

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