Allgem. Anmerkung zum Leinenruck :: Was sonst nirgends passt

Allgem. Anmerkung zum Leinenruck

von Peter(YCH) am 01. Oktober 1999 07:46

Hallo miteinander

Einmal davon abgesehen von Pro und Contra, möchte ich einmal zu bedenken geben, dass es für die Gesundheit eines Hundes, vor allem im Welpenalter, nicht gerade förderlich ist, wenn er so sich so richtig in die Leine legt und zieht wie ein Ochse. Je länger er das macht, umso mehr wird die Wirbelsäule und Gelenke übermäßig belastetet. Davon abgesehen, persönlich kenne ich keinen Hund der nur aufgrund von Leinenruck Schäden davongetragen hat, lasse mich aber sachlich gern des Besseren belehren.

Gruß
Peter


von Bianca(YCH) am 01. Oktober 1999 10:16

Hallo Peter,

ich habe jetzt schon des öfteren gelesen, daß gerade der Leinenruck Schädigungen hervorruft, weil Nacken und Kehlkopf ungeschützt sind und wenn man sich mal überlegt, wieviel Kraft ein Mensch hat und der Hund diesem Ruck unerwartet gegenübersteht, leuchtet mir das ein, daß das nicht gesund sein kann.

Im Buch von Anders Hallgren Hundeprobleme-Problemhunde ist das angegeben mit prozentualen Zahlen. Angeblich sollen 71 % der Hunde Hals-, Wirbel-, Kehlkopf- und Rückenschäden haben, unter anderem auch hervorgerufen durch den legendären Leinenruck.

Man kann einem Hund bestens das Leineziehen abgewöhnen mit positiver Einwirkung, so daß eine körperliche Beeinflussung des Menschen überhaupt nicht (mehr) nötig ist. Meines Erachtens ist das auch viel effektiver und langfristiger, denn das bewirkt auch, daß der Hund ohne Leine "funktioniert".

Also: Leine ziehen muß kein gesundheitliches Problem werden, da es mittlerweile genügend andere Alternativen gibt, es dem Hund abzugewöhnen. Meines Erachtens ist das immer die bessere Alternative, aber der Mensch muß sich dann halt mehr mit dem Problem beschäftigen und sich auch mal Gedanken über Hunderziehung und -denken machen.

Viele Grüße
Bianca


von Peter(YCH) am 01. Oktober 1999 10:33

Hallo Bianca

Ich wollte dieses Thema nur mal anschneiden, da es meines Erachten nicht zur Sprache kam, sonder nur die Schädigung durch Leinenruck

Upps 71 % sind eine sehr grosse Anzahl, aber rein Rechnerisch auf meinen Hunde-Bekanntenkreis umgerechtet, komme ich mit der Zahl nicht klar.

Was sagen da die Diensthundeführer zu diesem Thema. Wie bilden die ihre Hunde aus ? Wurde da auch umgedacht ? Denn diese Erziehungsmaßnahme stammt ja eigendlich aus der Zeit der Diensthundeführer. Sie waren überwiegend die Ersten, die die Hundevereine gegründet haben und an der Entwicklung der Methoden mitgewirkt haben. Vielleicht ist ein Diensthundeführer im Forum und ist freundlicherweise bereit eine sachliche Diskussion zu führen.

Gruß
Peter


von bianca(YCH) am 01. Oktober 1999 10:52

Hey Peter,
:
: Ich wollte dieses Thema nur mal anschneiden, da es meines Erachten nicht zur Sprache kam, sonder nur die Schädigung durch Leinenruck

Sorry, ich sehe das eben auch nicht so, daß solch GRAVIERENDE Schädigungen durch "an der Leine ziehen" entstehen können. Leider hat der Hund beim Leinenruck keinen Einfluß auf den Hundeführer, so daß er sagen könnte, bitte hör auf, so funktioniert das nicht und Du schädigst mich damit.
:
: Upps 71 % sind eine sehr grosse Anzahl, aber rein Rechnerisch auf meinen Hunde-Bekanntenkreis umgerechtet, komme ich mit der Zahl nicht klar.

Hast Du denn alle Hunde, die Du kennst, schon einmal untersuchen lassen in den Bereichen? Eine Schädigung bedeutet ja nicht, daß dies eine sichtliche für den Menschen sein muß. Es sei denn, man röntgt mal alle Bereiche (hat ja nichts mit Hüfte und Ellbogen zu tun). Ich meine sogar gelesen zu haben, daß es 91 % sind. Bin mir aber nicht mehr so sicher. Das war wohl ein richtiges Projekt, was dort gestartet wurde.
:
: Was sagen da die Diensthundeführer zu diesem Thema. Wie bilden die ihre Hunde aus ? Wurde da auch umgedacht ? Denn diese Erziehungsmaßnahme stammt ja eigendlich aus der Zeit der Diensthundeführer. Sie waren überwiegend die Ersten, die die Hundevereine gegründet haben und an der Entwicklung der Methoden mitgewirkt haben. Vielleicht ist ein Diensthundeführer im Forum und ist freundlicherweise bereit eine sachliche Diskussion zu führen.

Das kann ich Dir leider auch nicht sagen, was Diensthundeführer dazu sagen. Es ist ja leider so, daß in den meisten Fachbüchern noch auf den Leinenruck verwiesen wird. Es sind doch so viele Dinge umstritten oder auch verboten auch in bezug auf Halsbänder etc. und trotzdem werden sie benutzt. Ich denke, der Trend geht eben auf die positive Konditionierung in allen Bereichen und dazu kann ja auch ein Leinenruck nicht zählen, oder? Der Grund liegt wohl darin, daß man damit auch die besseren Erfolge erzielt und man heute auch viel mehr über das Verhalten des Hundes weiß.
:
Viele Grüße
Bianca

von Juliane mit Emmi(YCH) am 01. Oktober 1999 10:46

Hallo Peter,
ich bin grundsätzlich gegen das Leinenrucken. Vor allem auch deshalb, weil es viele Leute übertreiben. Bei uns auf dem Hundeplatz wurde einem Hundeführer der Ruck gezeigt und anschliessend liess er seinen Hund durch die Luft fliegen, weil er viel zu viel Kraft hatte und der Hund zu leicht war.
Ich bin auch der Meinung von Bianca - die Hundeführer müssen sich ohne Leinenruck mal gründlich mit dem Wesen Hund beschäftigen, das hat noch nie geschadet.
Gruss, Juliane

von Heike(YCH) am 03. Oktober 1999 19:18

Hallo Peter,

grinning smileyavon abgesehen, persönlich kenne ich keinen Hund der nur aufgrund von Leinenruck Schäden davongetragen hat, lasse mich aber sachlich gern des Besseren belehren.

Mir persönlich ist auch kein Hund bekannt, der durch Teletakt oder
Stachelhalsband Schäden davon getragen hat, aber ist das deshalb auch okay ?

Es geht doch nicht um Schäden, sondern darum den Hund als Lebewesen
zu verstehen und zu behandeln.

Gruss, Heike & Labs



Gruss, Heike & Labs


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