Fernsehhund und Co. :: Was sonst nirgends passt

Fernsehhund und Co.

von Yvonne & Hexe(YCH) am 12. Oktober 1999 10:32

Hallo Peter,

: : habe mir dort für meine Schäferhündin schon eine Menge Tricks abgeschaut.
:
: Welche zum Beispiel.

Das erste war "Kriech". Dann kamen solche Dinge wie "winken", "humpeln" (üben wir noch) dazu. Auch die nützliche Aufgabe, mir das Stalltor zu öffnen, wenn ich die Hände voll habe, gehört dazu. Auch das finden von einem Leckerli unter einem von 3 Bechern habe ich mir dort abgeschaut, wenn auch etwas abgewandelt.

Sicher, diese Tricks sind auch alle in Büchern beschrieben, aber warum ein teures Buch kaufen, wenn man's im TV für umsonst bekommt und auch gleich noch mit Life-Darstellung?

: Soweit so gut, aber welcher Zuschauer kann aus dem Dargestelltem wirklich die richtigen Schlüsse zur Erziehung seines Hundes ziehen.

Das kann wohl niemand, auch ich nicht. Darum geht es sicher auch nicht. Sieh es doch mal so: durch diese Filme wird gezeigt, was Hunde alles drauf haben können, wenn man sie richtig fordert. Also sind solche Filme/Serien eine Art "Buch" "Spiele für Hunde".
Die Leute aufzuklären, was sie bei der Erziehung eines Hundes zu beachten haben usw. kann und sollte nicht Thema in solchen Serien werden. Wenn schon im TV, dann in Extra-Tiersendungen, wie es zum Teil schon in "tierisch-tierisch" gemacht wird. Dort ist, denke ich, die richtige Adresse, den Leuten zu zeigen, daß nicht jeder Schäferhund wie Rex und nicht jeder Bernhardiner wie Beethoven ist.

: Im TV sieht alles so leicht und einfach aus.

Also, wenn Du mich fragst, Ausbildung ist leicht und einfach. Einzig was man braucht, ist Geduld und ein bißchen den Draht zum Tier. Vielleicht habe ich da leicht reden, aber Hexe macht uns die Ausbildung wirklich sehr einfach. Sie lernt soooo schnell. Sicher gibt es da rasse- und individuelle Unterschiede. Werde ich beim nächsten Hund merken. ;-)

: Mal ehrlich, ein Dackel hätte in dieser Szene schlecht ausgesehen.

Da hast Du recht. ;-) Nur warum mußte es gerade ein Rotti sein?

: Ausserdem biete sich der Rotti rein vom Wesen her für sogenannt Beissszenen an, da er wie der Schäferhund sehr gut als Schutzhund zu gebrauchen ist. Wird auch als Diensthund eingesetzt.

Das weiß ich, das weißt Du und sicher viele hier im Forum. Aber die Leute, die sich das anschauen, wissen das bestimmt nicht alle. Die nehmen mit: dieser Hund ist ein Kampfhund, ergo Rottis sind gefährlich.
Und so was ist genauso schädlich für den Rotti wie die Massenzucht von Lassies oder Rex, oder?


Ciao

Yvonne und Hexe

von Peter(YCH) am 12. Oktober 1999 11:10

Hallo Yvonne,
:
: Das erste war "Kriech". Dann kamen solche Dinge wie "winken", "humpeln" (üben wir noch) dazu. Auch die nützliche Aufgabe, mir das Stalltor zu öffnen, wenn ich die Hände voll habe, gehört dazu. Auch das finden von einem Leckerli unter einem von 3 Bechern habe ich mir dort abgeschaut, wenn auch etwas abgewandelt.
Okay, okay wenn es dir gefällt, ich kann’s akzeptieren. Aber im Bezug auf meine Hunde halte ich nicht viel von humpeln, winken etc. Suchen nach Gegenständen das geht schon wieder in den Bereich der Fährtenarbeit, wobei ich der Meinung bin, dass die Ausarbeitung einer Fährte viel anspruchsvoller ist, als unter 3 Bechern nach Fressen zu suchen.

:
: Sicher, diese Tricks sind auch alle in Büchern beschrieben, aber warum ein teures Buch kaufen, wenn man's im TV für umsonst bekommt und auch gleich noch mit Life-Darstellung?

Live wurde doch eigentlich nur die Durchführung gezeigt, nicht wie es dressiert wurde.
:
:
: Das kann wohl niemand, auch ich nicht. Darum geht es sicher auch nicht. Sieh es doch mal so: durch diese Filme wird gezeigt, was Hunde alles drauf haben können, wenn man sie richtig fordert. Also sind solche Filme/Serien eine Art "Buch" "Spiele für Hunde".

Da gehen unsere Meinungen leider stark auseinander.

: Die Leute aufzuklären, was sie bei der Erziehung eines Hundes zu beachten haben usw. kann und sollte nicht Thema in solchen Serien werden. Wenn schon im TV, dann in Extra-Tiersendungen, wie es zum Teil schon in "tierisch-tierisch" gemacht wird. Dort ist, denke ich, die richtige Adresse, den Leuten zu zeigen, daß nicht jeder Schäferhund wie Rex und nicht jeder Bernhardiner wie Beethoven ist.

Leider sind viele diese Sendungen auch nicht das Gelbe vom Ei.
:
: Das weiß ich, das weißt Du und sicher viele hier im Forum. Aber die Leute, die sich das anschauen, wissen das bestimmt nicht alle. Die nehmen mit: dieser Hund ist ein Kampfhund, ergo Rottis sind gefährlich.
: Und so was ist genauso schädlich für den Rotti wie die Massenzucht von Lassies oder Rex, oder?

Welchen Hund hätte man deiner Meinung nach für diese Szene nehmen sollen ?
:
:
: Ciao
:
Peter
:

von Me(YCH) am 12. Oktober 1999 11:54

Hallo Yvonne,

leider muß man nur die Realität mal ansehen, um zu bemerken, daß den Leuten doch der richtige Umgang mit dem Hund sch...-egal ist!!!!!

durch diese Filme wird gezeigt, was Hunde alles drauf haben können, wenn man sie richtig fordert. Also sind solche Filme/Serien eine Art "Buch" "Spiele für Hunde".

Leider sieht es nur der Otto-Nomalverbraucher, der mal eben einen Rex für sein Kindi anschafft nicht so.

Schau Dir doch nur mal den Normalhundebesitzer an: Zuerst mal geht er ins Tierheim, was ja eigentlich recht lobenswert ist, und da kommt dann der Spruch: Wir hätten gerne a bißl an Hund für unseren Buben...
Da kommt mir schon mal die Galle hoch, weil das Kind sich sowieso nicht kümmert. Dann finden sie einen Hund der ihnen gefällt und man läßt sie mal eben mit dem Hund in den großen Auslauf zum Kontaktaufnehmen. Als nächstes kommt dann das herumkomandieren des Hundes mit Sitz und Platz und Brings usw. was der Hund meistens nicht macht, weil er gar keinen Grund dazu hat.

Oder wieviele Leute holen sich irgandwoher einen Welpen und üben dann SITZ in dem sie sich vor ihrem Hund aufbauen und in einer Tour sitz plappern, der Hund legt den Kopf von rechts nach links und umgekehrt und sonst passiert nichts. Keiner von den Leuten hat jemals davon gehört, daß der Hund erst mal verknüpfen muß und nicht mit Komandos im Kopf auf die Welt kommt.

Und dann kommt Hundi mit acht Monaten zu uns ins Tierheim und nimmt alles vom Boden auf was rumliegt. Irgendeine "irre" Pflegerin denkt, ist ja noch ein Junghund, nimmst ihm mal die Plastiktüte aus dem Maul, wenns schon die danebenstehende EX-Besitzerin nicht tut. Will dem Hundi über die Schnauze greifen und hat alsdann daß Gebiß des Köters in der rechten Hand hängen. Tja, hat sie sich mal gedacht, der Hund wäre vielleicht erzogen oder zumindest hätte er seine natürliche Beißhemmung - falsch. Pech gehabt.

Sowas kotzt mich förmlich an, vor allem, weil ich sehe wie leicht ein Welpe lernt und in welchen Momenten!!!!!
Ich bin ganz ehrlich, manchmal hab ich keinen Bock mehr auf meinen Job, ich habe keine Lust mehr, daß auszubügeln, was EX-Besitzer versäumt haben und was Züchter nicht gesehen haben in den Welpenkäufern!!!!!

Und zu der Rotti-Thematik: Ich kenne keinen einzigen bissigen Rotti, bin aber bereits zweimal von Schäferhunden ernsthaft berletzt worden! Der eine hatte sogar schon die Ausbildung zum Schutzhund begonnen (mit einem Halter, der wohl nicht alle Tassen im Schrank hatte) hatte.....

Nun gut, jetzt habe ich meinem Ärger einfach mal Luft gemacht!

Liebe Grüße an alle,

Me

von Franziska + Wonda(YCH) am 12. Oktober 1999 12:45

: Hallo Peter!

: Bei uns im Verein kam auf einmal ein ganzer verkaufter Wurf von Goldies mit ihren neuen Besitzern, da es die Züchterin beim Verkauf zur Pflicht machte, eine Welpenschule zu besuchen.

Nur eine kleine Verständnisfrage: Was war denn daran so merkwürdig? Es ist doch gut, wenn eine Züchterin es zur Pflicht macht, daß die neuen Besitzer mit ihren Welpen in die Spielgruppe gehen. Oder habe ich in dem konkreten Fall da etwas falsch verstanden.

Ansonsten stimme ich damit überein, daß Werbung mit Tieren den entsprechenden Rassen meistens nicht gut bekommt, siehe die Bobtails in England, wo mit diesen Tieren schon lange Werbung für Wandfarbe gemacht wird. Da gibt es Tierheime nur für diese Rasse! Wie in Amerika, wo es entsprechende Heime für Dalmis gibt. Wobei man aber sagen muß, daß die Dalmi-Züchter in Deutschland es doch geschafft haben, daß die Rasse nicht so boomte, wie alle befürchtet haben.

So weit ich weiß sind "Kommissar REx" übrigens drei oder vier Hunde. Wir haben das Buch zur Serie hier und es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Maske des Rex teilweise ist. Das kann nicht am Licht beim Fotografieren liegen, es müssen wirklich mehrere Hunde sein. Irgendwo habe ich auch mal gehört, daß sie einen haben, der kann besser "aggressiv" wirken, der andere macht etwas anderes besser und so weiter. Da sollte eigentlich publik gemacht werden, denn dann könnten die Leute mal kapieren, daß es keinen Allround-Genie-Hund gibt.

Leider beeinflußt die Werbung die Einstellung zu Hunden im allgemeinen: In fast jedem Modeprospekt findet man die glückliche Familie, die nur komplett ist, wenn auch noch ein Hund dabei ist. Am besten ein Goldie oder Labi, die sind so schön rustikal und passen einfach hipp zur Landhausmode! Vergessen wird dabei, daß die Goldies durch die schlechten Züchter, die nicht auf den Charakter gucken, zur aggressivsten RAsse überhaupt aufgestiegen ist. Traurige Karriere, denn an sich sind Goldies tolle Hunde, mit denen man eine Menge arbeiten kann und muß.

Wie schön, daß Wonda, mein Alaskan Husky, zwar wirklich auffallend schön ist, aber ich doch jedem sagen kann, das sei ein Mix und die gäbe es mit dieser Optik nur selten. Und wenn ich dann noch erzähle, wie lange ich täglich mit ihr draußen bin, dann vergeht den Leuten sowieso schon die Lust!

Ciao, Franziska und Wonda

von Yvonne & Hexe(YCH) am 12. Oktober 1999 12:55

Hallo Me,

Du hast ja sooo recht!
Ich kann Dich gut verstehen. Ich selbst werde ja auch teilweise mit Leuten konfrontiert, die denken, ihr Hund macht Sitz, nur weil sie's ihm sagen. Sonst tun sie nix dafür. Oder sie haben ein Problem und wollen es mal in nullkommanix gelöst haben, aber ohne selbst viel dafür zu tun. Im Tierheim bei Dir sieht es da sicher noch schlimmer aus als bei uns auf dem Platz. Die Leute, die auf den Platz kommen, wollen ja was tun, nur wissen sie halt meist nicht, was doch alles dazu gehört. Meine Aufgabe ist es, den Leuten dann klarzumachen, daß die Ausbildung und Erziehung eines Hundes nicht von jetzt auf gleich geht und das er schon gar nicht damit geboren wird.

: Leider sieht es nur der Otto-Nomalverbraucher, der mal eben einen Rex für sein Kindi anschafft nicht so.

Die Frage ist dann, wie kommt man an solche Leute ran. Über Fachzeitschriften oder ähnliches kaum. In Büchern (für Ottonormalverbraucher) steht oft auch nicht viel drin. Wie also sollen es die Leute wissen?

Aber, auch wenn die Filme ein oft völlig falsches Bild malen, verzichten möchte ich auf solche Filme nicht.
Tierfilme sind schließlich nicht die einzigen, wo die Realität erst weit hinten zu finden ist. Vielleicht bin ich ein wenig zu blauäugig, aber man kann doch nicht allein die Filmemacher für das "Elend" verantwortlich machen. Die Wurzeln gehen viel viel tiefer.

: Und zu der Rotti-Thematik: Ich kenne keinen einzigen bissigen Rotti,

ich auch nicht, deshalb habe ich mich über diese Szene ja so geärgert!


Viele Grüße

Yvonne und Hexe

von Peter(YCH) am 12. Oktober 1999 12:59

: : Hallo Franziska!
:
: : Bei uns im Verein kam auf einmal ein ganzer verkaufter Wurf von Goldies mit ihren neuen Besitzern, da es die Züchterin beim Verkauf zur Pflicht machte, eine Welpenschule zu besuchen.
:
: Nur eine kleine Verständnisfrage: Was war denn daran so merkwürdig? Es ist doch gut, wenn eine Züchterin es zur Pflicht macht, daß die neuen Besitzer mit ihren Welpen in die Spielgruppe gehen. Oder habe ich in dem konkreten Fall da etwas falsch verstanden.

Ja, da hast du was falsch verstanden oder ich habe es nicht richtig rübergebracht.
Ich war davon angenehm überrascht und hoffe dass das Nachahmung findet.
:
: So weit ich weiß sind "Kommissar REx" übrigens drei oder vier Hunde. Wir haben das Buch zur Serie hier und es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Maske des Rex teilweise ist. Das kann nicht am Licht beim Fotografieren liegen, es müssen wirklich mehrere Hunde sein. Irgendwo habe ich auch mal gehört, daß sie einen haben, der kann besser "aggressiv" wirken, der andere macht etwas anderes besser und so weiter. Da sollte eigentlich publik gemacht werden, denn dann könnten die Leute mal kapieren, daß es keinen Allround-Genie-Hund gibt.

Eben, das wissen die wenigsten von Otto-Normalverbrauchern, die diese Sendung sehen.
:
: Leider beeinflußt die Werbung die Einstellung zu Hunden im allgemeinen: In fast jedem Modeprospekt findet man die glückliche Familie, die nur komplett ist, wenn auch noch ein Hund dabei ist. Am besten ein Goldie oder Labi, die sind so schön rustikal und passen einfach hipp zur Landhausmode! Vergessen wird dabei, daß die Goldies durch die schlechten Züchter, die nicht auf den Charakter gucken, zur aggressivsten RAsse überhaupt aufgestiegen ist. Traurige Karriere, denn an sich sind Goldies tolle Hunde, mit denen man eine Menge arbeiten kann und muß.

Erlebe ich wöchentlich auf dem Platz. Mir taten die jungen Mädchen so langsam schon leid mit ihren störrischen Goldis, aber so langsam bekommen sie sie in Griff, die eine hat sogar sehr gute Erfolge im Vierkampf, aber nur wenn Goldi will, so blöd sich das jetzt auch anhören mag.
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: Wie schön, daß Wonda, mein Alaskan Husky, zwar wirklich auffallend schön ist, aber ich doch jedem sagen kann, das sei ein Mix und die gäbe es mit dieser Optik nur selten. Und wenn ich dann noch erzähle, wie lange ich täglich mit ihr draußen bin, dann vergeht den Leuten sowieso schon die Lust!

Aber trotzdem steig die Zahl deren täglich, die Hundi haben muss weil es in ist, Happa-Happa im Überfluss, Ausgang 3 mal um den Block, schön langsam, damit man ja gesehen wird, stets einen gut gemeinten Rat in Punkto Hundeerziehung auf der Lippe, während Hundi zieht und zieht. Was für ein Hundeleben..........
:
: Ciao, Peter

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