Farbenwahl bei Spielzeug :: Was sonst nirgends passt

Farbenwahl bei Spielzeug

von Juliane mit Emmi(YCH) am 02. Dezember 1999 09:02

Hallo Reinhold,
Meine Hündin findet ihr Spielzeug auch mit der Nase, aber mir ist eben aufegefallen, dass sie erst drei mal direkt dran vorbeirennt, ehe sie es sieht. Besonders im Sommer im Wasser ist mir das auch aufgefallen. Werfe ich einen roten Ball und sie springt hinterher und das Wasser nimmt ihr erstmal die Sicht, dann hat sie oft den Ball gar nicht mehr gefunden.
Er riecht im Wasser wahrscheinlich nicht so intensiv.
Übrigens finde ich das mit dem Stöckchen unter der Achselhöhle etwas übertrieben. Meiner Hündin reicht es, wenn ich es kurz angefasst habe.
Hunde suchen ja nicht unbedingt nach einem bestimmten Körpergeruch, sondern sie riechen den normalen Waldboden und wenn sie den Geruch des bestimmten Stöckchens in die Nase bekommen, wissen sie, nur dieses kann es sein.
Du kannst es probieren, indem Du ein Stöckchen nur mit Handschuhen anfasst und versteckst, auch das wird Dein Hund finden.
Wäre das nicht so, könnte ja ein Hund nie eine Fremdfährte absuchen.
Gruss, Juliane mit Emmi

von Juliane mit Emmi(YCH) am 02. Dezember 1999 09:07

Hallo Yvonne,
Emmi hat auch andersfarbige Spielzeuge, aber gerade diese beiden Sachen (MOT von Ekard Lind und Roter Ring von Pedigree) gibt es nur in rot. Und da Emmi diese beiden Dinge über alles liebt, muss ich sie also in diesen Farben nehmen.

Rote Gruesse, Juliane mit Emmi

von Reinhold + Ayko(YCH) am 03. Dezember 1999 07:49


Juliane schrieb:

Meine Hündin findet ihr Spielzeug auch mit der Nase, aber mir
ist eben aufgefallen, dass sie erst drei mal direkt dran
vorbeirennt, ehe sie es sieht. Besonders im Sommer im Wasser
ist mir das auch aufgefallen. Werfe ich einen roten Ball und sie
springt hinterher und das Wasser nimmt ihr erstmal die Sicht,
dann hat sie oft den Ball gar nicht mehr gefunden. Er riecht im
Wasser wahrscheinlich nicht so intensiv.


Hallo Juliane,

auch im Wasser gibt es Duftspuren. Jagdhunde lernen Entenspuren im Wasser zu verfolgen. Auch Rettungshundestaffeln, die sich mit der Auffindung von Wasserleichen beschäftigen, wissen etwas über Geruchsspuren im Wasser. Ein höchst interessante Materie! Und es ist erstaunlich in welch schwacher Konzentration der Hund gerade auf dem Wasser Gerüche noch wahrnehmen kann.

Zum Farbsehvermögen der Hunde gab es eine Untersuchung von Dana Vaughan (vgl. Hunde-Revue 12/1996). Diese Untersuchung ergab, dass der Hund die Farben

Blau, Violett, Indigo und Rot (!!!)

gut unterscheiden kann, wohingegen er mit der Unterscheidung von

Gelbgrün, Gelb, Orange und Rot

erhebliche Probleme hat. Aber auch diese Farben Gelbgrün bis Rot kann er leicht von Weiß unterscheiden.

Für die Praxis hieße das: Ein rotes Spielzeug müsste der Hund auf einer sattgrünen Wiese auch mit den Augen finden. Bei längerer Trockenheit oder im Winter, wenn das Gras eher eine gelbgrüne Farbe hat, dürfte es für ihn schwieriger werden.

Es spielt also nicht nur die Spielzeugfarbe eine Rolle, sondern auch die Umgebung um das Spielzeug. Interessant, aber auch logisch. Sehen tut er den Gegenstand auf jeden Fall. Wichtig ist aber einzig und allein, ob er sich für den Hund farblich auch gut von der Umgebung abhebt.

Für den Touch-Stick beim Clickertraining wird ein blau-weiß-karierter Stoff empfohlen. Den Kontrast blau-weiß kann der Hund farblich gut erkennen. Deshalb erkennt er seinen Touchstick auch so gut. Die Umgebung, sprich der Hintergrund, spielt dabei dann keine Rolle. Der Hund sieht das Farbmuster auf dem Stoff.

Ein Spielzeug, das der Hund mit den Augen finden soll, sollte genauso gefärbt sein, also mindestens zweifarbig, wobei Hund die einzelnen Farben des Spielzeugs unterscheiden können soll; denn dann spielt auch hier die Umgebung keine Rolle. Ein rotes Spielzeug mit weißen Tupfen müßte er dieser Untersuchung zufolge gut finden können, egal welche Farbe die Umgebung hat.



Wer Obedience betreibt und die Eigenidentifikation braucht (aus mehreren Stöckchen muss der Hund dasjenige aussuchen, das sein Führer zuvor in der Hand hatte), der läßt seinen Hund am Besten gleich von vorneherein nicht mit den Augen suchen, sondern ausschließlich mit der Nase. Also kleine gelbgrüne Stöckchen in gelbgrünem Gras versteckt, das verleitet den Hund gleich von vorneherein nicht dazu, irgendein Stöckchen mit den Augen zu suchen. Bei dieser Farbkombination muss er auf jeden Fall mit der Nase arbeiten. Und genau das braucht man bei dieser Obedience-Aufgabe. Das Suchen mit den Augen soll er sich gar nicht erst angewöhnen, das gibt bei dieser Übung nur Probleme.



Hunde suchen ja nicht unbedingt nach einem bestimmten Körpergeruch,
sondern sie riechen den normalen Waldboden und wenn sie den Geruch
des bestimmten Stöckchens in die Nase bekommen, wissen sie, nur dieses
kann es sein.Du kannst es probieren, indem Du ein Stöckchen nur mit
Handschuhen anfasst und versteckst, auch das wird Dein Hund finden.
Wäre das nicht so, könnte ja ein Hund nie eine Fremdfährte absuchen.

Eine Fremdfährte, genauso wie die Eigenfährte, hat im Wesentlichen den Geruch, den die Bakterien durch ihre Arbeit an den geknickten Grashalmen verursachen. Auf unbewachsenem Ackerboden entsteht der Geruch ebenfalls durch die Arbeit der Bakterien in der - durch den Tritt veränderten - Humusstruktur. Damit die Bakterien Zeit haben einen brauchbaren Geruch zu entwicklen, läßt man die Fährte ruhen, bevor sie abgearbeitet wird.

Wesentlich weniger wichtig, da äußerst dünn gesät, sind herabgefallene Haut-Partikel oder Haare oder Schweißtropfen des Fährtenlegers. Ginge es nach deren Geruch, müßte man die Fährte am besten sofort nach dem Legen abarbeiten.

Farbige Grüße
aus dem Wilden Südwesten
Reinhold + Ayko

von Juliane + MCA(YCH) am 03. Dezember 1999 19:14

: Du kannst es probieren, indem Du ein Stöckchen nur mit Handschuhen anfasst und versteckst, auch das wird Dein Hund finden.
Das ist bei meinen absolute Fehlanzeige, Handschuh wollen sie nicht. Sie nehmen nur Stöckchen auf, die ich richtig mit der Hand angefaßt habe!
Viele Grüße
Juliane + MCA

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