Mischlingszüchter??? :: Was sonst nirgends passt

Mischlingszüchter???

von Steffi(YCH) am 06. Dezember 1999 10:35

Hallo Sarah!

Meine Frage war nur aus reiner Neugier. Ich habe nicht gesagt, daß ich einen gezüchteten Mischling haben will. Du hast natürlich völlig Recht.
Auf deine Anmerkung zu den Tieren im Ausland kann ich Dir Positives berichten:
Ende Dezember bekommen wir eine 9 Monate alte Hündin aus der Türkei in Pflege und wenn es mit unserem jetzt 8 Monate alten Rüden (auch Mischling aus dem Tierheim) gutgeht (wovon ich ausgehe), werden wir sie auch behalten.
Im Moment lebt sie noch im Garten eines Hotels und ich hoffe, daß sie hier heil ankommt!


Schöne Grüße
Steffi

von Kathi(YCH) am 06. Dezember 1999 10:49

Hallo Mario,

: Und WARUM um Gottes Willen noch mehr Rassehunde produzieren?

Wenn es um Rassehunde gegangen wäre, hätte ich die Frage entsprechen formuliert.
Die Überproduktion von Golden Retrievern, Dt. Schäferhunden, Westies und anderen Moderassen ist mir genauso zuwieder.

: Oder einen der vielen Rassehunde die im Tierheim sitzen.

Tatsache ist, das 80% der Tierheimhunde Mischlinge sind oder Hunde mit gleichrassigen Eltern aber ohne Papiere). Rassehunde mit Eintragung in ein Zuchtbuch (egal welcher Verein) findet man eher selten.

: Und jetzt bitte nicht schon wieder die Mähr vom Züchter der seine Hunde zurücknimmt.

Diese "Mähr" wirst Du von mir nicht höhren. In den meisten Fällen ist dies aus verschiedenen Gründen eine Utopie.

: Ich habe gerade erst eine 4jährige Neufundländerhündin (Mann abgehauen, frau mit 2 kindern und Hund und Pferd alein und muß arbeiten gehen) abgefangen und vermittelt, die sonst ins Tierheim gewandert wäre. Nein nicht vom Hundehändler sondern vom VDH Züchter der zwar laut Vertrag ein Vorkaufsrecht besitzt und den ganzen Schnickschnack. Aber den Hund natürlich nicht zurücknimmt.

Ich kenne auch genügend solcher Fälle. Ein Vorkaufsrecht des Züchters soll oft nur seriösität heucheln.
Der einzig sinnvolle Weg wäre, zusammen mit dem Züchter eine neue, geeignete Dauerstelle für den Hund zu suchen und zu finden. Als Züchter möchte man doch wissen wo die Hunde bleiben wenn der Erstkäufer sich davon trennen muß.

Gruß
Kathi


von Kathi(YCH) am 06. Dezember 1999 11:04

Hallo Bianca,

: Gibt es tatsächlich noch positive Kommentare zu diesem Thema, man kommt sich ja schon vor wie ein Schwerverbrecher!

So negativ meinte ich das gar nicht. Es sollte nur ausdrücken, daß viele Faktoren zu einer gesunden ZUcht beitragen (Rassehund und/oder Mischling).

: Ich selektiere nicht nach Mischlingen und Rassehunden. Ich selektiere nach Gesundheit und Wesensfestigkeit und davon hätte ich gerne mehr.

Das ist ja der springende Punkt. Bei Rassehunden sind spezifische Erkrankungen bekannt. Dies trägt dazu bei diesen ERkrankungen züchterisch entgegenzu wirken.
Gerade Erbkrankheiten verschiedenster Art können bei Mischlingen versteckt vorhanden sein. Diese treten aber erst bei der Nachzucht hervor.

: Ja, da hast Du nicht ganz unrecht. Da ich in einem Projekt involviert bin und ich auch dafür im Januar 3 Wochen tätig bin, kann es schon gut möglich sein, daß ich von dort einen Hund mitbringe. Aber: Es sitzen nicht nur Mischlinge in Tierheimen!

Ich hätte auch sagen können: Tierheim, Straße, unfähige Hundehalter. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß es genügend Hunde gibt die auch eine dauerhafte Stellung warten.

: Vor allem finde ich es nicht korrekt zu sagen: Du darfst züchten und Du nicht! Wo ist da das Maß? Wenn wir die Produktionen weglassen würden, aus denen kranke und neurotische Hunde resultieren, würden wir glaube ich, viel eher zum Ziel kommen, als jemandem, der gewissenhaft ist, daß Mischlingzüchten auszureden!

Mit "Du darfst" oder "Du darfst nicht" hat das nichts zu tun.
Wichtig ist doch "ist es nötig" oder "ist es nicht nötig" in Bezug auf die Hunde die schon auf Erden wandern und dringend auf einen neuen Besitzer warten.

: Kathi, dessen bin ich mir bewußt. Ich bin nur jetzt schon überrascht darüber, wie viele bis jetzt schon Interesse haben und das finde ich sehr positiv.

Täusch Dich nicht. Interesse ist eine Sache. Einen Welpen dann (bis zur Abgabe ist noch eine lange Zeit) zu adoptieren eine andere.

: Bis jetzt sind es 6!

Bei und im Club ist es schon oft vorgekommen, das ein Züchter 15 Welpenkäufer für 6 zu erwartende Welpen hatte. Und trotzdem kommt es vor, daß die Käufer plötzlich abspringen und der Züchter plötzlich mit einem Rudel dasteht.

Gerade im Frühjahr werden die meisten Welpen geboren. Bist Du dazu in der Lage (zeitlich und finanziell) einen Teil Deiner Welpen eventl. länger als 6 Monate zu unterhalten?

: Meine Hündin ist ein Berner-Sennen-/Briard-Mischling, der Rüde ein Hovawart. Ich habe mir darüber sehr viel Gedanken gemacht und analysiert, welcher Hund zu meinem passen würde. Da ich seit Jahren schon mit Hunden zusammenarbeite, denke ich, daß ich da die richtige Entscheidung getroffen habe!

Also wird es eine "Arbeits"-Mischung?!

Gruß
Kathi

von bianca(YCH) am 06. Dezember 1999 11:26

Hey Kathi,
:
:
: So negativ meinte ich das gar nicht. Es sollte nur ausdrücken, daß viele Faktoren zu einer gesunden ZUcht beitragen (Rassehund und/oder Mischling).
Bianca: Da hast Du sicherlich vollkommen recht.
:
: Das ist ja der springende Punkt. Bei Rassehunden sind spezifische Erkrankungen bekannt. Dies trägt dazu bei diesen ERkrankungen züchterisch entgegenzu wirken.

Bianca: Mal provokativ gesagt: Mit mehr oder weniger Erfolg? Ich glaube, was den wirklich verantwortungsvollen Züchtern in die Quere kommt, sind diese "Vermehrer", die eben nicht drauf achten oder darauf bedacht sind und das verfälscht eben das Bild, gerade bei den Moderassen. Bei der Rasse, die Du züchtest, trifft die verantwortungsvolle Zucht sicher zu. Nur eben (leider) bei vielen Moderassen nicht meines Erachtens. Hat man also ein "Steckenpferd", was nicht "Hinz und Kunz" haben möchte, hat man sicherlich gute Chancen auf eine Rasse mit einem guten Ruf (bezogen auf Gesundheit und Wesen). Die verantwortungsbewußten Züchter haben meines Erachtens bei Modehunden überhaupt keine Chance. Die, die die "schlechten" züchten, produzieren auf Teufel komm raus. Die mit den "Guten" halten sich an die Statuten! Was überwiegt also? Kann man nur als Züchter hoffen, daß seine Rasse nie in "Mode kommt", oder?

: Gerade Erbkrankheiten verschiedenster Art können bei Mischlingen versteckt vorhanden sein. Diese treten aber erst bei der Nachzucht hervor.
Bianca:
Ich denke generell, können Hunde nur so gut wie ihre Vorfahren werden ob Rasse oder Mischling.
:
: Ich hätte auch sagen können: Tierheim, Straße, unfähige Hundehalter. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß es genügend Hunde gibt die auch eine dauerhafte Stellung warten.
Bianca:
Ich stimme Dir zu. Wenn ich in die Zeitungen sehe, bekomme ich wirklich ein schlechtes Gewissen!
:
: Mit "Du darfst" oder "Du darfst nicht" hat das nichts zu tun.
: Wichtig ist doch "ist es nötig" oder "ist es nicht nötig" in Bezug auf die Hunde die schon auf Erden wandern und dringend auf einen neuen Besitzer warten.

Bianca:
Nötig wäre dann momentan wohl überhaupt keine Zucht, oder?
:
: Täusch Dich nicht. Interesse ist eine Sache. Einen Welpen dann (bis zur Abgabe ist noch eine lange Zeit) zu adoptieren eine andere.

Bianca:
Sicher, kann sein. Aber das Problem hat ja wohl jeder. Ich werde jedenfalls ständig angesprochen von den Leuten, obwohl sie genau wissen, daß es ja jetzt noch gar nicht so weit ist. Wie gesagt, man kann den Leuten nur "vor den Kopf" gucken. Ich habe aber ein gutes Gefühl dabei, da ich ständig mit den Leuten und ihren Hunden arbeite und diese auch schon länger kenne.
:
: Gerade im Frühjahr werden die meisten Welpen geboren. Bist Du dazu in der Lage (zeitlich und finanziell) einen Teil Deiner Welpen eventl. länger als 6 Monate zu unterhalten?

Bianca:
Ich bin ein Mensch, der immer alles absichert und immer an den Fall: Was wäre wenn denkt!
:
: Also wird es eine "Arbeits"-Mischung?!
Genau und wie ich finde, eine sehr gute!
:
: Gruß zurück
: Bianca

von Kathi(YCH) am 06. Dezember 1999 12:28

Hallo Bianca,

: Bianca: Mal provokativ gesagt: Mit mehr oder weniger Erfolg?

Gute Frage. Ich denke das ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Und auch von der Menge abhängig. Kontrolle ist natürlich schwer wenn viele auf Teufel komm raus eine Moderasse produzieren.
Bei mir in der näheren Umgebung gibt es KEINEN Golden Retriever aber etliche Goldie-ähnliche Wesen mit Papieren. Teilw. haben diese Hunde erhebliche Wesensmängel (agressivität). Das sind für mich nur noch "Chappi-Mutationen".

: Ich glaube, was den wirklich verantwortungsvollen Züchtern in die Quere kommt, sind diese "Vermehrer", die eben nicht drauf achten oder darauf bedacht sind und das verfälscht eben das Bild, gerade bei den Moderassen.

So ist es!

: Bei der Rasse, die Du züchtest, trifft die verantwortungsvolle Zucht sicher zu.

Ich züchte NICHT. Es gibt genügend Hunde. Ich bin zwar in einem ZUchtverein aber eher um die Rasse zu stützen die mein Interesse hat.

: Kann man nur als Züchter hoffen, daß seine Rasse nie in "Mode kommt", oder?

Sehe ich genau so. Bis jetzt ist jede Rasse mehr oder weniger den Bach runtergegangen wenn sie in Mode kam (Rottweiler, Westi, Goldi usw.).

: Ich denke generell, können Hunde nur so gut wie ihre Vorfahren werden ob Rasse oder Mischling.

Natürlich. Aber man muß eben wissen was drinsteckt, in den Vorfahren. Selbst wenn die Elterntiere (bei Mischlingen) HD frei sind, garantiert dies keine HD-freie Zucht. Wenn der Ur-Großvater Erbkrankheiten hatte kann er sie vererbt haben. Nicht bei jeder Generation treten zu zu tage. Es kann Generationen lang gutgehen und dann schlagen die ERkrankungen wieder durch.

: Bianca:
: Nötig wäre dann momentan wohl überhaupt keine Zucht, oder?

Richtig. Für manch eine Rasse wäre es ein Segen auf weitere Populationen zu verzichten.
Eine starke Zuchteinschränkung bei sehr verbreiteten Rassen (z.B. Dt. Schäferhund) wäre auch schon sinnvoll. Warum mit Hd-verdächtigen Hunden züchten, wenn tausende HD freie Hunde zur Verfügung stehen?

: Bianca:
: Sicher, kann sein. Aber das Problem hat ja wohl jeder.

Viele. Aber die Züchter werden auch vorsichtiger. Man beobachtet die Lage und setzt nicht gerade einen Wurf in die Welt wenn bereits 20 Würfe angeboten werden.

: Ich werde jedenfalls ständig angesprochen von den Leuten, obwohl sie genau wissen, daß es ja jetzt noch gar nicht so weit ist.

Ich werde täglich angesprochen! Man hat den Eindruck die Leute würden einem den eigenen Hund sofort abkaufen wollen. Ich gebe dann immer die Adresse eines Züchters heraus der in nächster Zeit einen Wurf erwartet.
Es ist aber so, daß von sagen wir mal 10 Leuten sich nur 2 Melden. Und diese 2 wollen dann UNBEDINGT einen Welpen. Wenn die Welpen dann da sind, hört man von den Leuten dann gar nichts mehr.

: Bianca:
: Ich bin ein Mensch, der immer alles absichert und immer an den Fall: Was wäre wenn denkt!

Das ist auch realistisch.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen gesunden Wurf und das Du Deine WElpen gut unterbringst.
Es gibts nichts schlimmerer als seine eigenen Welpen in einem Tierheim oder einer Vermittlungsstelle wiederzufinden.

Gruß
Kathi

von bianca(YCH) am 06. Dezember 1999 12:51

Hey Kathi,
:
erhebliche Wesensmängel (agressivität). Das sind für mich nur noch "Chappi-Mutationen".
Bianca:
Ja, eben. Ich kenne zwei oder drei Goldies, die meines Erachtens dem "Standard" entsprechen. Vom Verhalten her sind zwar alle o.k., aber diese sind gesundheitlich schlimm dran und da steht das Verhältnis 30 : 70 und das finde ich schlimm, weil Goldies ursprünglich tolle Hunde sind.
: :
: Ich züchte NICHT. Es gibt genügend Hunde. Ich bin zwar in einem ZUchtverein aber eher um die Rasse zu stützen die mein Interesse hat.
:Bianca:
Ich dachte, Du hättest einen Zuchtrüden!

: Sehe ich genau so. Bis jetzt ist jede Rasse mehr oder weniger den Bach runtergegangen wenn sie in Mode kam (Rottweiler, Westi, Goldi usw.).
Bianca:
Hier bei uns kann ich den Rotti nur positiv beurteilen. Er ist von der Form her etwas schlanker geworden und die, die ich kenne, sind absolut tolle Familienhunde und gesund!
:
: Natürlich. Aber man muß eben wissen was drinsteckt, in den Vorfahren. Selbst wenn die Elterntiere (bei Mischlingen) HD frei sind, garantiert dies keine HD-freie Zucht. Wenn der Ur-Großvater Erbkrankheiten hatte kann er sie vererbt haben. Nicht bei jeder Generation treten zu zu tage. Es kann Generationen lang gutgehen und dann schlagen die ERkrankungen wieder durch.
Bianca:
Da hast Du natürlich Recht. Beim Hovi weiß ichs 100 %ig, da dieser Papiere hat. Diese beiden Hunde sind auch Hunde, die die Rassen noch ursprünglich verkörpern. Im Moment kenne ich einige Hovis, die vom Verhalten her nicht dem Ursprung des Hovis entsprechen. Sie sind nervös und hibbelig. Das betrifft auch einige Briards (teilweise etwas aggressiv). Auch diese Rasse ist eigentlich sonst sehr ausgeglichen und selbstbewußt (aber nicht im aggressiven Sinne). Nun habe ich aber eben zwei, die diesen "Ursprung" verkörpern und beide die gleichen Eigenschaften aufweisen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß daraus nervöse und ängstliche Hunde resultieren.
: :
: Viele. Aber die Züchter werden auch vorsichtiger. Man beobachtet die Lage und setzt nicht gerade einen Wurf in die Welt wenn bereits 20 Würfe angeboten werden.
Bianca:
Vermutlich gerade diejenigen, die die guten Hunde züchten!
:
: : Bianca:
: : Ich bin ein Mensch, der immer alles absichert und immer an den Fall: Was wäre wenn denkt!
:
: Das ist auch realistisch.
: Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen gesunden Wurf und das Du Deine WElpen gut unterbringst.
: Es gibts nichts schlimmerer als seine eigenen Welpen in einem Tierheim oder einer Vermittlungsstelle wiederzufinden.

Wie gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, daß die Leute nicht mehr zu uns kommen würden. Wäre es so, wüßte ich, wie ich handeln würde. Bei uns ist genügend Platz ....
:
Liebe Grüße
Bianca

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