Probevertrag :: Was sonst nirgends passt

Probevertrag

von Senta(YCH) am 07. Juni 2003 07:23

Da hast Du recht. Pauschal verurteilen ist leicht, wie man an Friedas Angriff auf Mona sieht.
Man sollte aber nicht mit Steinen werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt.

Ich kenne Frieda nicht persönlich, deshalb kann ich sie gar nicht verurteilen.
Ich behaupte aber, dass man ihre angeblichen züchterischen Bemühungen in keinster Weise nachprüfen kann, und daran gibt's wohl nichts zu rütteln.
Und sowas öffnet Mißbrauch in jeder Richtung Tür und Tor.

Und wenn's Kritik hagelt, kann man ja immer noch drauf verweisen, dass die Züchter, die sich den strengen Auflagen eines Vereines unterwerfen, auch nur täuschen und betrügen....tolle Argumentation!

Gruß
Senta



von Kathi(YCH) am 07. Juni 2003 08:33

Hi,

: Warum züchtet man denn ohne Papiere?

vielleicht weil einem die "Vereinsmeierei" auf den Keks geht und man festgestellt hat, daß man auch verantwortungsvoll gesunde Hunde züchten kann ohne Verein ;-)
Ich bin zwar auch nicht so richtig dafür - aber auch nicht so richtig dagegen. Denn auch ich kenne Züchter ohne Verein die absolut gesunde und tolle Hunde züchten und sich z.T. mehr Gedanken machen als so mancher "anerkannte" Züchter.

lg
Kathi

von Kathi(YCH) am 07. Juni 2003 08:38

Hi,

: Man sollte aber nicht mit Steinen werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt.

Da hast Du sicher recht. Mir ging es aber um die Pauschalisierungen - personennunabhängig.

: Und wenn's Kritik hagelt, kann man ja immer noch drauf verweisen, dass die Züchter, die sich den strengen Auflagen eines Vereines unterwerfen, auch nur täuschen und betrügen....tolle Argumentation!

so habe ich das nicht herausgelesen. Ich habe herausgelesen, daß auch in den Vereinen viel Mist gemacht wird seitens der Züchter. Und da muß ich Frieda recht geben. Von "NUR täuschen und betrügen" war nicht die reden - es ging um AUCH täuschen und betrügen.
Ich bin auch der Meinung, daß es so oder so laufen kann. Das liegt bei jedem selbst (ob mit odder ohne Verein).

lg
Kathi

von Frieda(YCH) am 07. Juni 2003 10:32

Hallo Lars,

Ich verstehe, dass "ohne Papiere" züchten bitter aufstößt.
Ich verurteile gedankenlose Züchterei genauso wie du. Ob „mit“ oder „ohne“.

Verstehe es so, dass ich einfach keine Lust habe, mit einem Rüden aus einem Verein zu züchten, weil er besonders vielversprechend ist. Hinterher stellst sich heraus, dass dann dort geschummelt wurde. Es geht von Röntgenbilder vertauschen über falschen Vater angeben bis zum Fell färben. Ich kenne diesen Rüden und seine "Babies" nicht.

Ich habe mich letztens mit einer Landseerzüchterin unterhalten und sie züchtet jetzt auch nur noch „ohne“. Das verstehe ich auch, nachdem sie mir die Schauermärchen und die Machenschaften des Vereins erzählt hat.

Um Missverständnisse aufzuklären:
Die Hündin hat Papiere, ihre Eltern logischerweise auch. Die Großeltern und der Vater des Rüden haben auch Papiere.

Ich habe mehr oder weniger Kontakt zu den drei Würfen(einschl. Züchterin) der Eltern meiner Hündin.

Nun zum Vater meines Rüden:
Papiere eingesehen.
Die Großeltern kenne ich nicht persönlich. Habe sie aber schon gesehen.
Die Muter kommt aus einer Zucht mit Papieren. Es wurde nur in irgendeiner Form versäumt, oder nicht gewollt, Papiere zu beantragen.
Der Vater hat Papiere. Ihn und seinen ersten Wurf kenne ich auch mehr oder weniger persönlich. Der zweite Wurf von ihm, aus dem auch mein Rüde (6 Jahre) stammt, ging fast ausschließlich an Bekannte. Also habe ich auch hier Kontakt. Zur Züchterin habe ich guten Kontakt.

Es ist in beiden Familien kein Hund mit ED oder HD vorgekommen und viele wurden geröntgt.

Wären dort irgendwelche Todesfälle oder Krankheiten, hätte ich es mit Sicherheit mitbekommen.

Ich habe diesen Wurf mit langer Hand (sehr viele Gespräche mit anderen Züchtern und Fachbücher gewälzt) vorbereitet und mich intensiv um den Kontakt zu den anderen Würfen gekümmert.

Wenn ich schreibe, ich habe persönlichen Kontakt, dann meine ich nicht, dass ich alle einmal die Woche sehe. Aber ich weiß wie es ihnen geht. Wir hatten auch z.B. jährlich „Welpentreffen“

Gesundheitsschecks wurden selbstverständlich gemacht. Das heißt sie sind geröntgt (beide HD und ED-Frei), Blutuntersuchungen gemacht und sie wurden tierärztlich untersucht.
Solange ich zurückblicken kann, wurde nur mit HD-freien Hunden gezüchtet. Und bevor ich noch einen Wurf habe, schaue ich mir unseren Wurf genau an, sollten HD, ED-Fälle oder irgendwelche Krankheiten auftauchen, die auf Vererbung zurückzuführen sind, werde ich keinen Wurf mehr haben.

Ein Wesenstest (im Sinne des Vereins) wird dann natürlich nicht durchgeführt. Da ich allerdings Kontakt zu der Verwandtschaft habe, kann ich leicht abschätzen, ob es verhaltensauffällige Hunde gibt. Meine Beiden haben auf jeden Fall Eigenschaften, die sich jeder Hundehalter wünscht. Allerdings sind sie vermutlich nicht schussfest
Ich habe weder ängstliche noch schüchterne Hunde. Noch sind sie aggressiv.

Ich habe meine Welpen im Haus und im Garten aufgezogen. Tagsüber waren sie auf ihrer Spielwiese mit selbstaufgeschütteten Bergen, riesigen Holzstämmen, Strohballen, Schattenplätzen, Wasserstellen, Ochsenpeseln usw. Nachts habe ich sie reingeholt.
Interessenten waren stets willkommen. Die neuen „Welpenbesitzer“ konnten „ihre“ Welpen jederzeit besuchen. Die Welpen wurden tierärztlich betreut. Mutter, Vater und Onkel waren auch dabei.
Unsere Sitzecke haben wir in die eingezäunte Wiese verlegt.

Nach- und Vorkontrollen bei den neuen Besitzern wurden von mir durchgeführt. Zusagen wurden erst gemacht, wenn ich mir 100% sicher war, dass es die Richtigen sind. Jedem wurde gesagt, dass beide bis zum Vertragsabschluß nicht gebunden sind, so konnte ich sicher sein, dass sie den Welpen auch wirklich wollen. Im Vertrag haben wir mein Vorkaufsrecht bestimmt.
Ich habe den „Neuen“ angeboten, sollte es nicht klappen, nehme ich den Welpen wieder zurück. Und sollten sie in Urlaub fahren, nehme ich den Hund auch solange.
Also wurde auch hier keiner unter Druck gesetzt. Gerade beim Zweithund kann es Probleme geben.

Ich habe jeden einzelnen Welpen ins Herz geschlossen und du kannst mir glauben, es zerriss mir das Herz, dass ich sie abgeben musste. Und ich glaube auch nicht, dass es für Mona leicht ist, die Hündin wegzugeben. Darum geht es hier auch gar nicht.

Sicher könnte ich auch mit Papieren züchten. Nur will ich nicht für die Zucht züchten, dass heißt:
Ich will keine Verschönerungen, keine Experimente und ich will auch nicht, dass einer meiner Welpen als Gebär- oder Zuchtmaschine eingesetzt wird. Ich gehe nicht das Risiko eines sog. Überraschungswurfes ein, weil ich den Rüden nicht kenne und ich nicht weiß, was an den Papieren stimmt.

Ich züchte auch nicht, damit irgendwelche Stadtneurotiker sich über den Hund profilieren können. Sie sollen auf ihren Hund stolz sein, egal wie er ist. Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter und ist auf seine eigene Art liebenswert.
Wäre jemand gekommen und hätte gesagt, such mir einen aus, der zum Schutzdienst geeignet ist, hätte die Welpenstube schneller von hinten gesehen, als ihm lieb wäre.

Ich möchte einfach gesunde und ausgeglichene „Familienhunde“ an denen die Familien Spaß haben. Ich möchte, dass diese Hunde gefördert und gefordert werden, aber nicht überfordert.
Ich möchte nicht noch bessere, schönere oder wesensfestere Hunde. Sie sollen einfach so sein, wie sie sind.


Und so hat jeder „Züchter“ seine Vorstellung von seinem Wurf und natürlich bleibt immer ein Restrisiko, denn es sind halt Lebewesen.

Ich bin offen für jede vernünftige und sachliche Kritik, aber wer sagt:: Wer ohne Papiere züchtet ist bequem. Oder: Da kann nur etwas faul sein, der pauschaliert.
Ich hatte vor einiger Zeit überlegt, ob ich den nächsten Wurf „mit Papieren“ züchten soll. Aber nach einigen Informationen, die ich mir eingeholt habe, oder sozusagen an meine Tür gebracht wurden, bin ich von diesem Vorhaben kuriert.



Und zu Mona:

Zeichnet ihre Art, Hunde zu halten, eine Züchterin aus, dann distanziere ich mich von diesem Ausdruck und sehe mich nicht als Züchterin.

Natürlich möchte ich, dass ein Hund da wohnt, wo er sich wohlfühlt.
Es geht nur um die Art „Hund ist zuchtuntauglich, also muss er weg“
Es kommt der nächste, und was ist, wenn er wieder zuchtuntauglich ist?
Ich stehe auf dem Standpunkt: Behalte ich einen Hund aus meiner Zucht, oder kaufe ich einen Hund für die Zucht, bleibt er bei mir. Ich muss damit rechnen, dass der Hund nicht zuchttauglich ist. Dann wird eben nicht gezüchtet.
Wie oft will man denn probieren, ob der Hund passt?
Und das riecht förmlich nach Geldscheffelei.

In erster Linie sehe ich den Hund als Lebewesen und Familienmitglied. Ist er geeignet, meine Wünsche zu erfüllen, freue ich mich.
Kann er es nicht, ist es genauso gut.

Ich will mir Sensibilität leisten können und ich lasse mich nicht zum Sklaven einer Zucht machen.

Ich habe unzweifelhaft Verständnis dafür, wenn ein Hund aus anderen Gründen abgegeben werden muss.
Was mich stört, ist, dass man den Hund abgibt, weil er nicht zusagt und dann schon der nächste Hund ins Haus flattert.

Wie du siehst, habe ich es mir mit meinem Wurf nicht leicht gemacht und trage auch nach einem Jahr noch die Verantwortung für meinen Wurf. Ich toleriere die Gegner des Züchtens "ohne". Aber ich lasse mich nicht mit den "Vermehrern oder den "ach, ist der süß, der kann mal Papa werden" Züchtern in einen Topf stecken.

Liebe grüße Frieda


von Antje(YCH) am 07. Juni 2003 10:18

Hallo Kathi,

: : bist du Züchter?
:
: jein ;-)

*lach* Das ist wohl so ähnlich wie "ein bisschen schwanger" ... Also entweder man ist Züchter (= hat bereits Welpen einer bestimmten Rasse mit dem Ziel der Erhaltung und Verbesserung bestimmter Anlagen gezogen) oder aber man ist keiner (= hat noch keiner Welpen einer bestimmten Rasse mit dem Ziel der Erhaltung und Verbesserung bestimmter Anlagen gezogen).

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 07. Juni 2003 10:29

Hallo Frieda,

: Gerade mit 11 Monaten sollte der Hund nicht den Besitzer wechseln.

Und warum nicht? Es gibt zwei natürliche "Sollbruchstellen" im Rudel, die optimal sind, um ein Individuum in ein neues Rudel zu integrieren. Die eine liegt in der Zeit, in der üblicherweise die Welpen abgegeben werden, die andere in der Zeit, in dem die Alttiere wieder in die Hitze kommen und Jungtiere dann häufig abwandern und sich anderen Rudeln anschließen bzw. eigene Verbände gründen. Warum sollte das Alter um einem Jahr herum als gerade die Zeit sein, in der ein Hund nicht wechseln sollte???

Meiner Meinung nach ist die Pashe der Pubertät die unggünstigste Phase, um einen Hund abzugeben. Aber mit 11 Monaten sollte ein Hund durch die Phantomangst etc. hindurch sein.

Wenn hier so auf die Züchter geschimpft wird, die einen älteren Hund abgeben, wenn er ihrem Zuchtziel nicht entspricht (welches i.d.R. dem Wohl der Rasse dient), wird auch indirekt auf die Leute geschimpft, die gezielt einen älteren Hund erwerben wollen. Und es kann gute Gründe dafür geben, keinen Welpen aufzuziehen, solche Leute handeln häufig dem Tier und ihrer Umwelt gegenüber sehr verantwortungsvoll. Darüber würde ich auch mal nachdenken...

Viele Grüße

Antje

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