Kupierverbot/Zum Nachdenken :: Was sonst nirgends passt

Kupierverbot/Zum Nachdenken

von Martin + Mirko(YCH) am 14. September 1998 14:30

Hallo Stephan,

danke für die Geschichtsauffrischung

:... Freiheit war in Deutschland sowieso immer ein Fremdwort, und die guten Menschen hatten schon öfter die Mehrheit. Was an unserem Jahrhundert ethisch so glanzvoll gewesen sein sollte, muss man mir erst mal erklären. Jedenfalls waren es immer diese guten Menschen, die nur das beste wollten, für wen auch immer, die schrecklichen Scheiss angerichtet haben - das war früher so, das ist heute nicht anders.

ich fürchte, das ist ein voller Bumerang. Bück dich.


Martin & Mirko


von Cathy(YCH) am 14. September 1998 14:51

:
Hallo Anja
Auch ich bin Besitzerin zweier 'verstümmelter' Hunde Mein erstes Hundekind (ein brauner männlicher Dobermann) haben wir im Alter von 3 Monaten aus DEUTSCHLAND bekommen : Schwanz ab, ohren gott sei dank noch dran ! Ich hab mich sofort in den hund verliebt und ihn trotz verstümmelung gekauft. Unser zweites hundekind (weiblicher schwarzer Dobermann ) haben wir im Alter von 4 Monaten aus Frankreich bekommen . Natürlich waren schwanz und ohren (leider wie ich finde) bereits ab aber nach 7 Tage überlegen (wir waren den hund insgesamt 4 mal 'besuchen' ) haben wir uns auch für diesen 'verstümmelten ' Hund entschieden da ich mich in sein temperament und in sein wesen verliebt hatte und nicht in seine kupierten ohren . Natürlich würde unsere Nouba weniger 'gefährlich' aussehen mit schlappohren aber ich weiss dass sie lammfromm ist und ich liebe sie trotzdem !!!!!!!!!!!!
Gruss
Cathy
P.S. ich finde zB überzüchtete schäferhunde (wo die kruppe auf teufel komm raus 'tiefergelget ' werden muss und die furchtbare probleme beim laufen und springen bekommen können, von HD gar nicht zu reden ) auch nicht schön und ich frag mich manchmal was den tieren mehr und LAENGER wehtut. Eins steht fest, ich liebe meine beiden 'verstümmelungen ' zu hause und ich würde sie für nix auf der Welt wieder hergeben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich hatte zwar nicht die chance sie mit 4-5 Wochen 'kennenzulernen' da ich sonst auch nicht gewollt hätte dass sie kupiert werden aber ich liebe sie trotzallem !!!

von Stephan(YCH) am 14. September 1998 17:00

Danke für die Warnung, ich bücke mich ja schon. Einige Erfahrungen mit der Toleranz habe ich hier ja schon machen können, mal sehen wie es weiter geht.

Bitte nehmt aber immerhin zur Kenntnis, das dieses Forum nicht die einzige Wahrheit auf der Welt verbreitet, auch kein Gesetz kann das.

Seht Euch auch mal Meldungen von Leuten mit einer anderen Meinung an:

[www.cdb.org]

Gruss Stephan

von Martin + Mirko(YCH) am 14. September 1998 18:25

Hallo Stephan,

:Bitte nehmt aber immerhin zur Kenntnis, das dieses Forum nicht die einzige Wahrheit auf der Welt verbreitet, auch kein Gesetz kann das.

Wahrheit ist ein großes Wort!

confused smileyeht Euch auch mal Meldungen von Leuten mit einer anderen Meinung an:

:[www.cdb.org]

Habe ich. Zwingende Logik:
"Working terriers are docked for the same reason. In addition, terriers which are bred
to hunt below ground for purposes such as fox control, have their tails docked to a
length which is more practical when working in a confined space."

Dummerweise wird dem vielleicht besten Hund unter der Erde, dem Teckel, die Rute nicht kupiert!
Wenn ein Hund wirklich Rutenprobleme hat, kann man ihm diese kupieren und sollte es. Aber ein Rassenstandart mit kupierter Rute ist ein Anachronismus.
P.S. die Engländer sind nicht das Maß aller Dinge in Europa...


Martin & Mirko


von Stephan(YCH) am 14. September 1998 19:05

Stimmt, keiner ist das Mass aller Dinge, und genau den Standpunkt vertrete ich auch: Lasst die Leute doch machen, was sie wollen, solange es den Tieren nicht schadet (das ist letztlich das Mass der Dinge - und richtig kupiert schadet keinem Tier). Und dann sind wir wieder beim alten Thema, was schadet und was nicht? Aber dies ist bitte nicht als Diskussionsanlass anzusehen, denn darüber ist viel diskutiert worden, und man kann darüber auch sehr unterschiedlicher Auffassung sein - was ich auch persönlich achte und respektiere. Ich finde auch, dass die letzte Diskussion, die wir darüber hatten, zum Teil sehr fair und offen ausgetragen wurde.

Aber es ist halt ein Unterschied, wenn man von einem Gesetz betroffen ist oder nicht (was sagt der Hund dazu, werdet ihr sagen), und daher auch meine zynischen Bemerkungen. Meine Erfahrungen, die auch nicht von allen geteilt werden - siehe frühere Diskussion - sind eben andere - und das lässt sich einfach nicht wegdiskutieren. Da finde ich direkte Erfahrungen einfach besser, und auch ehrlicher. Das dieses Gesetz jetzt so gekommen ist, finde ich schlimm, zumal wahrscheinlich nur Wahlkampftaktik dahinter stand.

Immerhin wird es dadurch auch möglich sein, die negativen Folgen des Kupierverbotes zu erleben und neu zu bewerten, allerdings auf Kosten der Hunde - aber ich fange schon wieder damit an.

Let's wait and see. Und vielleicht findet sich ja nochmal jemand, der was substanzielles über Züchtungen (kleiner Ohren, kurze Ruten) beitragen kann. Denn es ist sicher richtig, dass eine Rassestandart auch nicht (erst recht nicht) das Mass aller Dinge ist. Auch eine Rasse muss sich der Zeit anpassen - wenn es geht, und wenn es sinnvoll ist.

Kann man eine Anforderung - hypothetisch - formulieren? Dann würde mein Dobermann 2010 so aussehen: kleine Ohren, egal ob hängend oder stehend (damit die Katzen sie nicht zerbeissen können), und einen Schwanz, sagen wir mal 30 - bis 40 cm lang, besser kürzer (40 cm ist die halbe Länge eines normalen Türrahmens, ideal wären etwa 20 cm Schwanzlänge - Eine variante wäre, den Hunden das Wedeln wegzuzüchten, aber da bin ich eher skepisch). Weitere gewünschte Eigenschaften: Wegzüchten der Gefährdung von Magendrehungen und eine etwas geringer Ausgeprägte Dominanz, ohne an Temperament einzubüssen. Wie Du siehst, habe ich mit der Zucht keine Erfahrung, also sag mal was dazu!

Gruss Stephan


P.S.: Nur um zu zeigen, dass ich einsichtig bin: Immerhin hätten die betroffenen Vereine für eine Versuchszeit den Standart ändern können, dann hätte man den Beweis führen können, das sich das Verletzungsrisiko erhöht. Insofern spricht das gegen die Vereine. Und ich finde das mit den Standarts eigentlich auch ziemlichen Unfug, denn was hat das mit dem Hund zu tun, ob der Schwanz/Ohren kupiert sind oder nicht. Besser wäre da eine Empfehlung, die auf konkreten Erfahrungen beruht. Nach dem Motto, sie brauchen keinen kupierten Hund zu kaufen, wenn sie keine scharfen Ecken und Kanten im Haus haben, bei den Ohren empfehlen wir, alle Katzen und Büsche etc. zu entfernen (Das letzte bitte nur der Pointe wegen, ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine.


von Eva L.(YCH) am 14. September 1998 19:46


tongue sticking out smiley.S. die Engländer sind nicht das Maß aller Dinge in Europa...

Stimmt. Wir haben ihnen immerhin die Englische Bulldogge zu verdanken, bei der, wenn man der Serie "Hundegeschichten" Glauben schenken darf, aufgrund der Körperproportionen die Geburt durch Kaiserschnitt der Normalfall ist. Die Rute wurde dieser Rasse sicher nicht kupiert um dadurch "Tail Damage" vorzubeugen. Eine Englische Bulldogge könnte sich vermutlich nicht mal selbst in den Schwanz beißen, wenn sie einen hätte.
Gruß,
Eva

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