Kupierverbot/Zum Nachdenken :: Was sonst nirgends passt

Kupierverbot/Zum Nachdenken

von mecki(YCH) am 17. September 1998 07:19

Hallo Stephan,

ich bin der Ansicht, daß eine Amputation (ich finde dieser Ausdruck entspricht wohl mehr der Realität als Kupieren) aus Vorsorgegründen keinesfalls zu vertreten ist.
Tritt ein konkreter Fall auf und eine Amputation ist notwendig, ist es auch vertretbar.

Dabei fällt mir gerade wieder ein Artikel im Schlittenhundemagazin ein.
Dort rät eine amerk. Tierärztin, Schlittenhunden bereits am 3.Tag nach ihrer Geburt die Daumen zu amputieren, damit es später nicht so große Probleme gibt, wenn die Pfoten in den Booties stecken.

Wie soll sowas vertretbar sein ?

gruss mecki



von suki und maxi(YCH) am 17. September 1998 07:55

Sehr informativer und sachlicher Beitrag!
Danke, Eva

von Claudia(YCH) am 17. September 1998 08:11

Hallo Stephan,
aus medizinischer Sicht muß ich Dir leider widersprechen. Das kupieren bereitet
dem Tier Schmerzen, da es ohne Narkose gemacht wird. Kupiert wird auch
nicht in den ersten 2-4 Tagen nach der Geburt, wie es bei den Wolfskrallen
üblich ist. Wenn ich eine Dogge habe, die sich ständig den Schwanz aufschlägt,
ist das kupieren der Rute voll i.O.
Weshalb sollte sich dein Hund die Ohren aufreisen? Was hat das mit Schlappohren
zu tun?
Was ich toll finde, ist dein Argument, das das nichts mit Schönheitssinn
zu tun hat. Aber warum umzüchten? Ich kenne kurzhaarige Hunde, ob Dogge,
Dobermann oder Roddi, alle unkupiert. Keiner läuft mit blutigen Ohren rum oder
aufgeschlagener Rute. Habe ich ein Tier, daß sehr temperamentvoll ist, muß ich
nicht gleich die Rute kupieren, sondern es gibt viele Möglichkeiten auf
Naturheilbasis, womit ich das Temperament zügeln kann, ohne den Hund "ruhig"
zu stellen.
Es dürfte auch nicht heißen Kupierverbot oder nicht. Auf jeden Hund ganz
individuell ausgerichtet, muß geprüft werden, ob die Rute kupiert werden
muß oder nicht. Und das nur aus medizinischer Sicht. Wenn kupieren, dann
unter Narkose und wenn sonst nichts hilft. Das mit dem Wedeln stimmt zwar,
aber bedenke bitte, daß ein Hund um seine Dominanz anderen gegenüber zu
zeigen, die Rute senkrecht in die Höhe streckt. Was macht ein Hund mit Stummelrute?
Wahrscheinlich ganz dumm dreinschauen. Durch das Hochtragen der Rute und auch
das Kammstellen, will das Tier größer und eindrucksvoller erscheinen, damit
das Gegenüber sofort weiß: "Oh, hoppla, den lasse ich besser in Ruhe".
So werden evtl. Beißereien schon im Vorfeld gestoppt.
Nehmen wir den Weimaraner, Kurzhaar und Schlappohren, absolut kein Problem.
Hast Du deinen Tierarzt mal gefragt, was der dazu sagt? Wäre interessant
seine Meinung zu erfahren.
Bis dann
Claudia

von Cathy(YCH) am 17. September 1998 08:05

Hi Stephan
Ich will jetzt nicht weiter auf die diskussion des kupierens eingehen. Ich habe auch 2 dobermänner und würde mich freuen wenn wir erfahrunge austauschen könnten denn so viele dobiebesitzer hab ich hier im forum noch nicht getroffen und ich finds halt immer interessant wenn man sich untereinander austauschen kann. Also, wenn du willst kannste mich ja mal anmailen: Cathy.MARTH@JE.etat.lu
Viele liebe Grüsse auch an deinen dobie
Cathy

von Sonja(YCH) am 17. September 1998 10:41

Hallo Eva,

hervorragender Beitrag, vielen Dank.
Hunde denen die Rute abgeschnitten wurde sind nunmal
sozial und kommunikativ behindert.

Liebe Gruesse
Sonja und Nero

von Sandra(YCH) am 18. September 1998 08:19


Hallo Stephan!

Da anscheinend nicht sehr viele Besitzer von kurzhaarigen Hunden geantwortet haben, möchte ich Dir von meinen Erfahrungen erzählen. Ich habe zwei kurzhaarige mittelgroße Mischlinge (die einzige Rasse die da eventuell im Spiel war könnte eine Bracke oder ein Schweißhund gewesen sein, die Eltern waren jedenfalls undefinierbare Straßenhunde in Jugoslawien), sie haben also beide Hängeohren und lange Ruten, und es gab noch nie Probleme damit.
Außerdem habe ich mich vor kurzen mit einer älteren Frau unterhalten die immer Schnauzer hatte und jetzt ganz glücklich ist wenigstens einen Schnauzer mit unkupierten Ohren bekommen zu haben. Sie wollte zwar auch eine Rute "dazu", aber dafür war es leider zu spät, die Welpen waren schon kupiert. Sie hat mir erzählt wie sehr ihre bisherigen Hunde nach dem Ohrenkupieren gelitten haben.
Ich finde es toll, daß eine so alte Frau, die ihr ganzes Leben mit kupierten Schnauzern verbracht hat, so einfach dieses Standardbild ihrer Lieblingsrasse aufgegeben hat und zugibt wie schmerzhaft und demnach falsch diese Verstümmelungen sind.

Liebe Grüße
Sandra


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